Auf dem Gelände der Trassgrube Meurin bei Kretz hat man an zwei Stellen die Möglichkeit, in die unterirdische Arbeitswelt vergangener Zeiten zu blicken. Enge Gänge, schlechte Lichtverhältnisse, staubige Luft prägte den Alltag der Untertagearbeiter. ( Foto Sabine Dratwia ))
Ein „kleines“ Areal von 55 x 45 Metern ist von einer futuristischen, freitragenden Stahl/Glas/Kunststoff- Konstruktion überdacht und schützt das ehemalige Grabungsgelände. Auf diese Weise kann ein kleiner Teil des ehemals größten römischen Tuffbergwerkes nördlich der Alpen vor den Witterungseinflüssen geschützt werden. ( Foto Sabine Dratwia )
Die Römer hatten in Tiefen von 4 bis 6 Metern Tuffe abgebaut. Durch den modernen Abbau, der wesentlich tiefer in die Erde eingedrungen ist, wurden die meisten dieser antiken Steinbrüche zerstört. Nicht so auf dem Gelände der Trassgrube Meurin( Foto Sabine Dratwia )
Mit hoher Geschwindigkeit rasten vor fast 13.000 Jahren die Glutlawinen und Ascheströme durch die Täler des Laacher See-Vulkans. Die bis zu 600°C heißen Lawinen hinterließen eine karge Mondlandschaft. Die mitgeführten Aschen verfestigten sich über viele Jahre hinweg, durch den Kontakt mit Wasser wurden sie zu Tuff. ( Foto Sabine Dratwia )
Römische Soldaten legten das Bergwerk im frühen 1. Jahrhundert n. Chr. an. Sie kannten den Tuffstein aus Italien und schätzten ihn wegen seiner guten Eigenschaften als Baustein. In der gesamten römischen Epoche war Tuffstein eine begehrte Handelsware und gelangte über den Rhein bis in die Niederlande. So entstanden im Krufter Bachtal die größten antiken Gewinnungsstätten für Tuffstein nördlich der Alpen. ( Foto Sabine Dratwia)
Im Außenbereich gibt es eine originalgetreu rekonstruierte römische Krananlage, die Lasten heben kann. Mit solchen Geräten hoben die Römer Tuffsteinblöcke an die Oberfläche. ( Foto Sabine Dratwia )