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    29.Dezember 2005
    Guatemala-Stadt - Die Behörden in Guatemala haben die Bevölkerung vor einem möglichen größeren Ausbruch des Vulkans Fuego gewarnt. Wie der Nationale Katastrophenschutz mitteilte, wurden Spezialisten in das Gebiet rund 60 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt entsandt, um herauszufinden, ob eine Evakuierung gefährdeter Gebiete notwendig wird. Der Vulkan hatte
    am Dienstag eine 1700 Meter hohe Aschewolke ausgestoßen. In der Dunkelheit war bei klarem Himmel Feuer über dem Krater zu sehen. Experten sahen darin jedoch keine unmittelbare Gefahr. Der Fuego produziere seit Jahren ständig Rauchwolken, die wegen der Wolken jedoch meist nicht zu sehen seien, hieß es am Institut für Vulkanologie in Guatemala. Wegen der Unberechenbarkeit des Vulkans mahnte sie dennoch zur Vorsicht.
     
    25.Dezember 2005
    Islamabad - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Sonntag die pakistanische Hauptstadt Islamabad sowie den Nordwesten des Landes erschüttert. Nach Angaben des Seismologischen Zentrums in Peshawar erreichte der Erdstoß eine Stärke von 5,2 auf der Moment-Magnitude. Sein Zentrum lag demnach rund 200 Kilometer nordöstlich von Peshawar, also etwas nördlich von Islamabad.
    Dort rannten zahlreiche Menschen in Panik auf die Straße. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst aber nicht vor.
     
    25.Dezember 2005
    Jakarta - Ein Erdbeben der Stärke 4,6 hat die indonesische Insel Nias an der Westküste Sumatras erschüttert. Nach Angaben des nationalen Geophysikalischen Instituts löste es unter den Einwohnern Panik aus. Verletzte habe es aber nicht gegeben.
     
    21.Dezember 2005
    Jakarta - Ein Seebeben der Stärke 6,3 auf der Richter-Skala hat die indonesische Insel Sulawesi erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des staatlichen Seismologischen Instituts rund 180 Kilometer südlich von Manado in der Molukkensee. Das Beben löste bei den Bewohnern Sulawesis Panik aus, Schäden sind bislang nicht bekannt. Erdbeben und Vulkanausbrüche kommen in Indonesien häufig vor. Durch den auf ein Erdbeben folgenden Tsunami vor Sumatra kamen am 26. Dezember 2004 insgesamt rund 220.000 Menschen ums Leben.
     
    13.Dezember 2005
    Suva - Zwei starke Unterseebeben haben sich am Dienstag in der Nähe der Fidschi-Inseln ereignet. Die Behörden gaben eine lokale Tsunami-Warnung heraus. Von Schäden oder Verletzten war zunächst nichts bekannt. Das erste Beben mit einer Stärke von 6,3 ereignete sich um 15.16 Uhr (Ortszeit) in einer Tiefe von 29 Kilometern etwa 250 Kilometer von Vanua Levu entfernt, einem der Haupttouristenorte der Inselkette. Sekunden später gab es ein zweites
    Beben mit der Stärke 6,8, in einer Tiefe von 166 Kilometern etwa 750 Kilometer von Apia entfernt, der Hauptstadt des benachbarten Samoa, wie US-Geologen berichteten.
     
    13.Dezember 2005
    Islamabad/Washington/Srinagar - Ein neues schweres Erdbeben in der Hindukusch-Region hat am Dienstagmorgen (Ortszeit) bei den Bewohnern im indischen Teil Kaschmirs Panik ausgelöst. Das Beben mit der Stärke 6,8 erschütterte auch den Nordosten Afghanistans und Teile Pakistans und war noch in der indischen Hauptstadt Neu Delhi zu spüren. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Auch die in Afghanistan stationierten Soldaten der Bundeswehr in der Hauptstadt Kabul und Faizabad spürten die Erdstöße. Nach
    Angaben eines Sprechers entstanden jedoch keine Schäden in den Lagern. Faizabad liegt rund 100 Kilometer nördlich vom Epizentrum des Bebens. In Afghanistan sind rund 2400 Bundeswehrsoldaten im Einsatz. Auch die Besatzungen der vier Bundeswehrhubschrauber in der 350 Kilometer entfernten pakistanischen Hauptstadt Islamabad bemerkten die Erdstöße.
    11. Dezember 2005
    Sydney - Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,8 hat in der Nacht zum Montag Papua-Neuguinea erschüttert. Das teilte die amerikanische Erdbebenwarte in Golden im US-Staat Colorado am Sonntag mit. Der Erdstoß sei um 0.20 Uhr Ortszeit (15.20 Uhr MEZ) registriert worden. Ein Sprecher des papua-neuguineischen Katastrophenschutzes in Port Moresby teilte mit, es habe zunächst keine Meldungen über Opfer und Schäden gegeben. Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Geologen rund 640 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Port Moresby. Das pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii gab eine Warnung heraus, ein Beben dieser Stärke könnte eine Flutwelle auslösen.
     
    08.Dezember 2005
    Port Vila - In dem südpazifischen Inselstaat Vanuatu ist am Donnerstag der Vulkan Manaro ausgebrochen. Bereits in den vergangenen Tagen brachten die Behörden tausende Dorfbewohner auf der Insel Ambae in Sicherheit. Etwa 5.000 Menschen, die in der unmittelbaren Umgebung des Vulkans Manaro leben, mussten ihre Häuser verlassen. Der Vulkan spuckt seit Ende
    November Asche und Gesteinbrocken in die Luft. Der örtliche Vulkanologe Douglas Charlie erklärte, der Vulkan sei derzeit einer der gefährlichsten der Welt. Wegen eines Sees im Krater des Bergs drohten «eine gigantische Explosion» und ein gewaltiger Erdrutsch, sagte Charlie. Am Donnerstag spie der Vulkan Dampf und giftige Gase bis zu 3.000 Meter in die Höhe. Über der Insel Ambae ging Ascheregen nieder.
    06.Dezember 2005
    Hawaii Volcanoes National Park - Vom Vulkan Kilauea in Hawaii hat sich am Montag ein Lavateppich in Richtung Ozean ergossen. Zuvor war ein riesiges Stück steinerne Klippe ins Meer gestürzt, Experten sprachen vom größten Einsturz versteinerter Lava seit der aktuellen Aktivität des Kilauea 1983. «Die Klippe ist einfach wie ein Gletscher eingebrochen», sagte ein Sprecher des Hawaii Volcanoes National Park, Jim Gale. Durch den Kontakt der heißen Lava mit dem Meerwasser habe sich eine riesige Dampfsäule gebildet. Das Spektakel dauerte rund viereinhalb Stunden.
    06.Dezember 2005
    Port Vila - Angesichts eines drohenden Vulkanausbruchs in der südpazifischen Inselgruppe Vanuatu haben die Behörden tausende Dorfbewohner in Sicherheit gebracht. Etwa 5.000 Menschen, die in der unmittelbaren Umgebung des Vulkans Manaro leben, mussten ihre Häuser verlassen. Der Vulkan spuckt seit Ende November Asche und Gesteinbrocken in die Luft. Der örtliche Vulkanologe Douglas Charlie erklärte, der Vulkan sei derzeit einer der gefährlichsten der Welt. Wegen eines Sees im Krater des Bergs drohten «eine gigantische Explosion» und ein gewaltiger Erdrutsch, sagte Charlie.
    05.Dezember 2005
    Nairobi - Ein schweres Erdbeben in Ostafrika hat die Region um den Tanganjikasee erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben verschiedener Messstationen eine Stärke zwischen 6,8 und 7,5 auf der Richterskala. Über Schäden wurde noch nichts bekannt. Das Zentrum des Bebens liegt im dünn besiedelten Westen Tansanias, wo der Große Afrikanische Graben verläuft. Selbst in der fast 1000 Kilometer entfernten kenianischen Hauptstadt Nairobi schwankten mehrstöckige Häuser.
    27.November 2005
    Teheran - Im Süden Irans sind bei einem Erdbeben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden verletzt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA erschütterte das Beben der Stärke 5,9 die Insel Qeshm mit rund 120 000 Einwohnern im Persischen Golf. Vier Dörfer wurden zerstört, Rettungskräfte versuchten die Orte zu erreichen. Nach
    offiziellen Angaben sind die Schäden aber nicht so schwer wie zunächst befürchtet.
     
    26.November 2005
    Peking - Bei einem Erdbeben der Stärke 5,7 sind am Samstag in Zentralchina mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Es gab 377 Verletzte, wie die Behörden mitteilten. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, zahlreiche Häuser seien eingestürzt. Betroffen waren vor allem die 420.000-Einwohner-Stadt Ruichang in der Provinz Jiangxi und der bei Touristen beliebte Ort Jiujiang. Auch in der benachbarten Provinz Hubei war das Beben um 8.49 Uhr Ortszeit zu spüren. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge bei Ruichang. Viele Menschen in der Stadt hielten sich aus Angst vor Nachbeben im Freien
    auf, wie eine Bewohnerin berichtete. Vor einem Krankenhaus seien Zelte als Notunterkünfte errichtet worden, weitere Zelte wurden auf den Weg gebracht. Xinhua berichtete, hunderte Gebäude seien eingestürzt, tausende beschädigt. US-Geologen gaben die Stärke des Bebens mit 5,5 an.
     
    19.November 2005
    Jakarta/Hongkong - Ein starkes Erdbeben hat die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,5 auf der Richter-Skala lag nach Angaben der Erdbebenwarte in Hongkong vor der Westküste Sumatras, 210 Kilometer westlich der Stadt Medan. Das Erdbebeninstitut von Jakarta gab die Stärke des Bebens mit 6,2 an. Über Opfer oder Schäden war zunächst nichts bekannt.
     
    15.Oktober 2005
    Saarbrücken - Im Saarland hat am frühen Morgen die Erde gebebt. Nach Polizeiangaben hatte das Beben die Stärke 3,1. Sein Epizentrum lag bei Lebach im Landkreis Saarlouis. Das Erdbeben wurde um 2.49 Uhr von Wissenschaftlern der Universität Freiburg registriert. Ob es Schäden gegeben hat, ist noch unklar. Erst am Samstagabend hatte ein Erdbeben der Stärke 4,4 den Süden Baden- Württembergs erschüttert. Das Zentrum dieses Bebens hatte im schweizerischen Laufenburg nahe der deutschen Grenze gelegen.
     
    14.November 2005
    Tokio - Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht zum Dienstag den Norden Japans erschüttert. Das Meteorologische Institut in Tokio erklärte, das Zentrum des Bebens der Stärke 6,9 habe vor der Küste von Sanriku gelegen. Zwischen 07.10 Uhr und 07.30 Uhr (Ortszeit) könnte ein Tsunami mit 50 Zentimeter hohen Wellen die Pazifikküste des Landes erreichen. Berichte über Verletzte lagen nicht vor.
     
    12.November 2005
    Freiburg - Ein Erdbeben der Stärke 4,4 hat am Abend den Süden Baden-Württembergs erschüttert. Wie die Polizei in Freiburg weiter mitteilte, lag das Epizentrum im schweizerischen Lauffenburg nahe der deutschen Grenze. Die Ausläufer des Bebens seien im Umkreis von 110 Kilometern um das Epizentrum zu spüren gewesen, sagte der Polizeisprecher. «Im Umkreis von acht Kilometern um das Epizentrum könnte es leichte Schäden gegeben haben. Meldungen gibt es bislang keine.»
     
    30.Oktober 2005
    Rom - Die Region rund um den Vulkan Ätna auf Sizilien ist von einer Reihe leichterer Erdbeben erschüttert worden. Der schwerste Erdstoß hatte eine Stärke von 3,7, meldet die Nachrichtenagentur Ansa. Die Beben waren danach in mehreren Dörfern an der südöstlichen Flanke des Ätna und bis in die Stadt Catania deutlich zu spüren. Anwohner liefen aus Angst aus ihren Häusern auf die Straße. Schäden oder Verletzte gibt es nicht. Der 3380 Meter hohe Ätna ist der aktivste Vulkan Europas.
     
    24.Oktober 2005
    Quito - Auf einer der Galapagos-Inseln vor der Küste von Ecuador ist ein Vulkan
    ausgebrochen. Drei Lava-Ströme ergossen sich am Sonntag aus dem 1.500 Meter hohen Sierra Negra auf der Insel Isabela, wie die Verwaltung des Nationalparks mitteilte. Ob die einmalige Tier- und Pflanzenwelt der Insel bedroht ist, war zunächst nicht bekannt. Viele der Galapagos-Schildkröten leben in der Nähe von Vulkan-Kratern.
     
    21.Oktober 2005
    Athen - Ein Erdbeben hat kurz nach Mitternacht die Ostägäisinseln und die türkische Ägäisküste erschüttert. Nach ersten Informationen des seismologischen Instituts von Athen lag das Epizentrum rund 90 Kilometer vor der türkischen Hafenstadt Izmir. Über die Stärke des Erdstoßes liegen noch keine Angaben vor. Der Erdstoß war auf den Ägäisinseln Chios, Samos und Lesbos stark zu spüren. Sogar in der griechischen Hauptstadt Athen war das Beben zu spüren.
     
    19.Oktober 2005
    Tokio - Ein Erdstoß der Stärke 6,2 hat am Mittwoch den Osten Japans erschüttert. Das Beben brachte Hochhäuser in Tokio ins Schwanken und war auch in den Präfekturen Ibaraki, Chiba und Fukushima zu spüren. Sein Epizentrum lag vor der Küste von Ibaraki. Meldungen über Schäden lagen zunächst nicht vor. Die Behörden erklärten, es bestehe keine Tsunami-Gefahr.
     
    19.Oktober 2005
    Islamabad - Zwei schwere Nachbeben haben die Überlebenden in den südasiatischen Katastrophengebieten am Mittwoch in Angst und Schrecken versetzt. Die Erschütterungen der Stärke 5,8 und 5,6 lösten mehrere Erdrutsche aus, Berichte über neue Opfer wurden zunächst aber nicht bekannt. Neue Zahlen zu den Todesopfern des ersten Bebens am 8. Oktober bestätigten unterdessen die schlimmsten Befürchtungen: Nach Angaben der Provinzregierungen im Nordwesten Pakistans und in Kaschmir kamen mehr als 79.000 Menschen ums Leben. Die Zentralregierung in Islamabad sprach unverändert von 42.000 Toten. Der Informationsminister der Provinz North West Frontier erklärte am Mittwoch jedoch, allein dort gebe es 37.958 Todesopfer. Im pakistanischen Teil Kaschmirs geht die Provinzregierung schon seit Tagen von mindestens 40.000 Toten aus. Jenseits der Grenze, im indischen Unionsstaat Kaschmir, kamen nach offiziellen Angaben 1.360 Menschen ums Leben.
     
    17.Oktober 2005
    Istanbul - Bei einer Serie von schweren Erdstößen in der südöstlichen Ägäis sind in der Türkei mindestens sechs Menschen verletzt worden. Sie seien in Panik aus Fenstern oder von Balkonen gesprungen, berichteten türkische Medien. Am Morgen hatte ein Beben der Stärke 5,7 den Meeresboden der Ägäis erschüttert. Gegen Mittag folgten zwei weitere Erdstöße. Die Erschütterungen waren vor allem im türkischen Izmir sowie auf den griechischen Ägäisinseln Chios, Samos und Ikaria zu spüren. Auf griechischer Seite gab es keine Verletzten.
     
    13.Oktober 2005
    Islamabad - Die teils schwer verwüsteten Erdbebenregionen in Südasien kommen nicht zur Ruhe. Dutzende Nachbeben haben seit dem schweren Erdstoß der Stärke 7,7 vom Samstag die Erde erschüttert und die leidgeprüften Menschen in Angst und Schrecken versetzt. In der Nacht zum Donnerstag lösten Erdstöße im von Pakistan kontrollierten Teil Kaschmirs Panik aus, wie der private Fernsehsender Geo TV meldete. Berichte über Opfer oder Schäden gab
    es aber zunächst nicht. Die Erschütterungen seien bis in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu spüren gewesen. Pakistans Präsident Pervez Musharraf bat in einer Fernsehansprache um mehr finanzielle Unterstützung. Zugleich bedankte er sich für die bislang geleistete, internationale Hilfe. Bisher stellte die Weltgemeinschaft 600 Millionen Dollar zur Verfügung, entsandte Rettungsteams mit Hubschraubern und schickte Hilfsgüter. Bei dem Beben kamen vermutlich mehr als 41 000 Menschen ums Leben.
     
    09.Oktober 2005
    Islamabad - Bei dem schweren Erdbeben in Pakistan sind nach neuen offiziellen Angaben zwischen 30.000 und 40.000 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 60.000 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung in der Hauptstadt Islamabad. Unterdessen schwindet die Hoffnung auf die Bergung von Verschütteten zusehends. Helfer konnten viele zerstörte Ortschaften in dem schwer zugänglichen Katastrophengebiet noch nicht erreichen. Die Zahl von 30.000 bis 40.000 Toten wurde auch von einer Sprecherin des UN-Kinderhilfswerks UNICEF genannt. Ein Sprecher der pakistanischen Armee sagte, "eine ganze Generation ist verloren gegangen". Das Erdbeben habe vor allem Schulen getroffen und zahlreiche Kinder getötet. Benötigt für die Rettungsarbeiten werden vor allem noch
    Hubschrauber: Wegen starker Zerstörungen am Straßennetz sind viele Ortschaften nicht auf dem Landweg zu erreichen. Der Einsatz-Chef des UN-Katastrophenhilfswerks UNDAC, Gerhard Putman-Cramer, sagte in Islamabad, schweres Räumgerät aus dem Ausland stecke in der pakistanischen Hauptstadt fest.In den Trümmern moderner Stahl- und Betonbauten könnten Verschüttete drei bis vier Tage überleben, wenn sie sich in einem Hohlraum befinden, sagte UNDAC-Experte Alain Pasche. Die meisten der eingestürzten Häuser seien
    allerdings aus Steinen gebaut, die durch starke Erdstöße in sich zusammenfallen, ohne lebensrettende Hohlräume zu bilden. Es gibt jedoch auch Fälle, die Hoffnung auf weitere Überlebende machen: Aus den Trümmern einer Schule in Nordpakistan wurden zwei Tage nach dem Beben zwei Kinder lebend geborgen. Die zum teil mit bloßen Händen grabenden Einwohner der schwer zerstörten Stadt Balakot fanden ein vierjähriges Mädchen und
    einen sechsjährigen Jungen in den Ruinen. In Balakot war die Lage besonders dramatisch. Dort stürzten bei dem Beben am Samstag drei Schulen ein und begruben etwa tausend Kinder unter sich. "Wir haben hier noch keine Rettungsteams gesehen", sagte der Arzt Farid Ahmed, dessen vier Kinder unter den Trümmern der Shaheen-Schule begraben lagen. Über der Ortschaft breitete sich am Montag Verwesungsgeruch aus.
    02.Oktober 2005
    Lima - Bei einem Erdbeben der Stärke 4,2 sind im Süden Perus mindestens 300 aus Lehm gebaute Häuser eingestürzt. Die am stärksten betroffene Region um den Ort Omate sei zudem durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten, teilten die Behörden weiter mit. Von Toten oder Verletzten in der Andenregion ist noch nichts bekannt. Erst vor einer Woche waren bei einem Erdbeben in Peru fünf Menschen ums Leben gekommen und 50 weitere verletzt worden.
    01.Oktober 2005
    Palo Campana - Der Ausbruch eines Vulkans im Westen des mittelamerikanischen Landes El Salvador hat am Samstag Erdrutsche verursacht. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben. Die Behörden ordneten die Evakuierung von drei Ortschaften in der Umgebung des Vulkans Ilamatepec an. Der Vulkanberg liegt in der Nähe von Santa Ana, der zweitgrößten Stadt El Salvadors. Wie viele Menschen ihre Häuser verlassen müssen, war zunächst nicht bekannt. Innenminister Rene Figueroa sagte auf einer Pressekonferenz, im Einzugsgebiet des Vulkans wohnten bis zu 10.000 Menschen. Die meisten Gebiete müssten aber nicht geräumt werden.
    27.September 2005
    Dearborn - Forscher der University of Michigan http://www.umich.edu warnen davor, dass die beiden Seen Nyon und Monoun in Kamerun erneut zu einer tödlichen Bedrohung für die Menschen werden könnten. In den 80-er Jahren hatten beide Seen enorme Mengen an Giftgasen ausgespuckt und damit 1.800 Menschen getötet. Wenn nicht sofort reagiert werde, drohe ein solches Unglück erneut, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist . Das Gas stammt aus den unterirdischen Vulkanen,
    die unter den Seen liegen. Wenn diese Gase nicht langsam ausdampfen, stellen sie eine enorme Bedrohung dar, berichtet der Wissenschaftler George Kling von der University of Michigan. Derzeit arbeiten die Forscher daran, große Mengen von CO2 aus den Seen zu pumpen. Allerdings haben die Daten aus den vergangenen 12 Jahren gezeigt, dass dieses Unterfangen wahrscheinlich nicht ausreicht, da die Pumpen zu wenig effektiv arbeiten. Nach Angaben der Wissenschaftler steigen in den Seen die Konzentrationen von Gasen immer noch stetig an. Im kommenden Jahr können mit den derzeitigen Mitteln nur zehn Prozent der Gase abgepumpt werden. "Die langsame Entgasung der Seen bedeutet eine große Bedrohung für die Bevölkerung", so Kling. "Unser Modell sieht vor, dass 75 bis 99 Prozent der in den Seen verbleibenden Gase bis 2010 mit weiteren zwei Pumpen in Monoun und fünf Pumpen
    in Nyos abgepumpt werden", erklärt der Forscher. Weitere Informationen:
    http://www.biology.lsa.umich.edu/~gwk/research/nyos_nmdp.htm ..
    26.September 2005
    Lima - Mindestens vier Menschen sind bei einem Erdbeben im Norden Perus am Sonntagabend (Ortszeit) ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben hatte das Beben eine Stärke von 7,5. Häuser seien zusammengebrochen. Am stärksten sei die Ortschaft Lamas betroffen gewesen, in der die vier Barbesucher starben. Dort seien etwa 70 Prozent der Häuser beschädigt,
    sagte Bürgermeister Rafael Díaz. Auch in den Nachbarstaaten Ecuador und Kolumbien seien die Erdstöße zu spüren gewesen. Das Beben habe sich gegen 21.00 Uhr Ortszeit (4.00 Uhr MESZ) ereignet. Das Epizentrum habe etwa 100 Kilometer von der Stadt Moyobamba entfernt in einer Tiefe von etwa 85 Kilometer gelegen. Nach Angaben des Nationalen Erdbebeninformationszentrums der USA in Denver (Colorado) liegt Moyobamba
    etwa 715 Kilometer nördlich der peruanischen Hauptstadt Lima und rund 650 Kilometer südlich von Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Das Beben in Peru ist dem US- Erdbebeninformationszentrum zufolge das neunte in diesem Jahr mit einer Stärke von mehr als 7,0. Die heftigsten Erdstöße wurden mit 8,7 am 28. März im Norden Sumatras ermittelt. Damals hatte es nach offiziellen Angaben 640 Tote gegeben.
    22. September 2005
    Mettler/USA - Eine Serie von Erdbeben bis zur Stärke 4,9 hat am Donnerstag die Region nördlich der kalifornischen Metropole Los Angeles erschüttert. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Nach Angaben des Geologischen Dienstes in Pasadena begann die Serie im San Joaquin Valley mit einem Beben der Stärke 4,0, dicht gefolgt von einem Erdstoß der Stärke 4,9 um 13.24 Uhr Ortszeit (22.24 Uhr MESZ). Es folgten mindestens fünf Nachbeben der Stärke 3,0 bis 3,7.
    22.September 2005
    Cheb/Leipzig - Deutsche Wissenschaftler haben erstmals Anzeichen für vulkanische Aktivitäten in Mitteleuropa beobachtet. Unterhalb des Cheb-Beckens an der deutsch-tschechischen Grenze bewegt sich Magma stärker auf die Erdoberfläche zu, wie das Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) am Donnerstag mitteilte. Das habe die Untersuchung von aufsteigenden Gasen und Mineralquelllen ergeben. Das Gas stammt aus Magmablasen in etwa 30 Kilometern unter der Erdoberfläche. Messungen in den vergangenen zwölf Jahren hätten gezeigt, dass sich das Verhältnis von Heliumisotopen in diesen Gasen verändert habe. Dabei seien die höchsten Werte in Europa nördlich der Alpen gemessen worden. "Solche Werte sind sonst nur von aktiven Vulkanen wie dem Ätna bekannt", erklärte Karin Bräuer vom UFZ. Die Wissenschaftler werten dies als ein Anzeichen für den Anstieg von vulkanischer Aktivität unter dem Cheb-Becken. Das aufsteigende flüssige Gestein aus dem Erdinnern könnte zugleich einer der Auslöser für die Schwarmbeben sein, die regelmäßig im Vogtland, in Nordwest-Böhmen, im Fichtelgebirge und in der Oberpfalz auftreten. Bis die ehemaligen Vulkane wieder Feuer speien, könnten aber noch Hunderttausende von Jahren vergehen, betonten die issenschaftler. Auch mit starken Erdbeben sei in diesem Zeitraum nicht zu rechnen. Es könne aber immer wieder zu schwachen Erdbeben kommen. Für Bewohner der Region bestehe kein Grund zur Sorge, betonte Horst Kämpf vom ebenfalls beteiligten
    Geoforschungszentrum. Vulkanausbrüche hat es an der heutigen sächsisch-böhmisch-bayerischen Grenze zuletzt wahrscheinlich vor etwa 300.000 Jahren gegeben. Ein ganzer Tourismuszweig lebt heute von den Spätfolgen des Vulkanismus. Weltbekannte böhmische Heilbäder wie Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázne (Marienbad) oder Frantiskovy Lázne (Franzensbad), aber auch die sächsischen Kurorte Bad Elster und Bad Brambach sowie Sibyllenbad im Oberpfälzer Wald verdanken ihre Existenz den sprudelnden Kohlendioxid-Mineralquellen und damit der magmatischen Aktivität im Untergrund. Zuletzt hatte im September 2000 ein Erdbeben der Stärke drei die Region im Dreiländerdreieck erschüttert.
    21.September 2005
    Lissabon - Nach einer Serie Erdbeben haben hunderte Menschen auf den Azoren die Nacht zum Mittwoch im Freien verbracht. Auf der größten der neun zu Portugal gehörenden Inseln im Atlantik, Sao Miguel, seien seit Dienstag mehr als 200 leichte und mittlere Erdbeben registriert worden, teilten die Behörden mit. Trotz einer leichten Beruhigung wurden am Mittwoch immer noch stärkere Erdbebenaktivitäten gemeldet. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die Menschen schliefen in Parks und auf Plätzen. Alte und Kranke wurden in einer Turnhalle aufgenommen. Die Behörden gaben die zweithöchste Alarmstufe aus. Schulen blieben am Mittwoch den zweiten Tag in Folge geschlossen.
    20.September 2005
    Athen - Ein Seebeben der Stärke 4,9 hat in der Nacht Westgriechenland erschüttert und die Einwohner der Region aus dem Schlaf gerissen. Das Epizentrum des Bebens lag rund 300 Kilometer westlich Athens in einer Tiefe von rund 60 Kilometer unter dem Meeresboden, gab das seismologische Institut der griechischen Hauptstadt bekannt. Stark zu spüren war der Erdstoß vor allem auf der Insel Kefallinia im Ionischen Meer. Berichte über Verletzte oder Schäden gibt es nicht.
    13.September 2005
    Athen - Eine Serie von Erd- und Seebeben hat Griechenland erschüttert. Zuletzt registrierte das seismologische Institut in Athen am Morgen ein Seebeben der
    Stärke 5 nahe der Insel Kefallinia im Ionischen Meer. Das Zentrum lag rund 300
    Kilometer westlich Athens. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt.
    Bereits in der Nacht hatten zwei Erdstöße der Stärke 4,5 und 4,2 die nordgriechische Hafenstadt Thessaloniki erschüttert. Tausende Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen.
    09.September 2005
    Sydney - Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,3 hat am Freitag die Nordostküste des Inselstaats Papua-Neuguinea erschüttert. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Epizentrum lag nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA etwa 870 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Port Moresby in 96 Kilometern Tiefe vor der Inselgruppe New Ireland. Eine Tsunami-Gefahr bestehe nicht, teilten die örtlichen Behörden mit.
    08.September 2005
    Zürich - Ein Erdbeben hat am frühen Donnerstagnachmittag weite Teile der Schweiz erschüttert und im Wallis einen Steinschlag ausgelöst. Das Epizentrum lag nördlich von Chamonix in Frankreich, wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Die Straße von Salvan bei Martigny wurde vorübergehend gesperrt. Es gab keine Verletzten. Das Beben der Stärke 4,9 auf der Richterskala ereignete sich um 13.30 Uhr. Das Epizentrum lag in sieben bis zehn Kilometern Tiefe in der Region des Col de Balme, wie der Schweizerische Erdbebendienst mitteilte.Im Wallis löste der Erdstoß auf der Straße von Salvan einen kleinen Steinschlag aus. Laut Polizei gingen rund sechs Kubikmeter Gestein nieder. In der Ortschaft Finhaut wurde ein Auto durch Steine
    beschädigt, die ins Tal rollten.Das Erdbeben sei vor allem im Wallis und in der
    Zentralschweiz sowie bis nach Basel und in den Bodenseeraum, in Italien bis nach Mailand und in Frankreich bis nach Lyon spürbar gewesen, sagte ein Sprecher des Erdbebendiensts.Erdstöße der Stärke 4,9 können laut Erdbebendienst leichte Schäden anrichten, falls das Epizentrum nahe an der Oberfläche oder in der Nähe eines bewohnten Gebiets liegt. Beben dieser Stärke kommen in der Schweiz im ungefähr einmal pro Jahr vor.
    05.September 2005
    Jakarta - Ein starkes Erdbeben hat die ostindonesische Insel Sulawesi erschüttert.
    Über Opfer oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Der Erdstoß hatte die Stärke
    6,2 auf der Richterskala. Indonesien wird jedes Jahr von hunderten Erdbeben heimgesucht.
    Die wenigsten richten allerdings größere Schäden an.
    27.August 2005
    Islamabad - Ein Beben der Stärke 5,2 hat am Samstag die pakistanische Hauptstadt
    Islamabad erschüttert. Die Erdstöße waren auch in Peshawar und Chitral im Norden
    des Landes zu spüren, wie Seismologen berichteten. Das Epizentrum lag im Hindukusch,
    rund 300 Kilometer nördlich von Peshawar in Afghanistan. Berichte über Schäden lagen
    den Behörden zunächst nicht vor.
    24.August 2005
    Athen - Ein Seebeben der Stärke 4,6 hat am Morgen die Inseln der nördlichen Ägäis
    erschüttert. Tausende Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen. Hinweise auf Personenschäden
    liegen noch nicht vor. Das Zentrum des Seebebens lag rund 20 Kilometer südöstlich von
    Limnos in einer Tiefe von rund 25 Kilometern unter dem Meeresboden. Eine Flutwelle
    soll nicht ausgelöst worden sein.
    22.August 2005
    Rom - Bei einem Erdbeben der Stärke 4,4 in Rom ist ein Mann ums Leben gekommen. Der
    Rentner fiel bei Arbeiten an seinem Haus von einer Leiter. Nach Angaben des italienischen
    Zivilschutzes befand sich das Epizentrum des Bebens im Meer vor der Küste der Region Latium.
    Die Erdstöße waren Medienberichten zufolge auch im historischen Zentrum der Ewigen
    Stadt deutlich zu spüren. Unter den zahlreichen Touristen sei es kurzzeitig zu Panik
    gekommen. Auch viele Badegäste an der Küste hätten fluchtartig die Strände verlassen.
    16.August 2005
    Tokio - Bei einem Erdbeben im Norden von Japan sind mehrere Menschen verletzt worden.
    In der Stadt Sendai hätten 14 Menschen Verletzungen erlitten, als das Dach eines
    Sportzentrums eingestürzt sei, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Einer
    von ihnen sei schwer verletzt. Aus der Stadt Fukushima wurde ein weiterer Verletzter
    gemeldet. Das Beben ereignete sich am Vormittag im Verwaltungsgebiet Miyagi, das etwa
    dreihundert Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio liegt. Auch in Tokio waren die
    Erdstöße deutlich zu spüren; mehrere Hochhäuser gerieten ins Wanken. Der japanische
    Sender NHK hatte zunächst berichtet, dass etwa achtzig Menschen Verletzungen erlitten
    hätten, als das Dach der Sportanlage SpoPark Matsumori eingestürzt sei. "Wir haben
    gehört, dass es einige Verletzte gegeben hat, aber wir wissen noch nichts Genaues",
    sagte eine Sprecherin der Stadt Sendai, der Hauptstadt des Verwaltungsgebietes Miyagi.
    Laut Kyodo erreichte das Erdbeben auf der Richter-Skala eine Stärke von 6,8 -
    genausoviel wie das Beben, bei dem im Oktober im Verwaltungsgebiet Niigata 40
    Menschen ums Leben gekommen waren. Dem japanischen Wetteramt zufolge lag das Epizentrum
    des Bebens etwa zwanzig Kilometer vor der Küste von Miyagi. Die Erdstöße seien auch in
    Tokio zu spüren gewesen. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein; ein Kernkraftwerk
    wurde vorsichtshalber abgeschaltet und mehrere Hochgeschwindigkeitszüge angehalten.
    Die Flughäfen in Tokio, Narita und Haneda wurden geschlossen, nach kurzer Zeit aber
    wieder in Betrieb genommen. Für die japanische Pazifikküste gaben die Behörden eine
    Flutwellenwarnung aus. Knapp zwanzig Minuten nach dem Beben schwappte in Ayukawa eine
    etwa zehn Zentimeter hohe Flutwelle an Land; das Wetteramt warnte, dass im Laufe des
    Tages aber größere Tsunami-Wellen möglich seien. Die Bewohner wurden per Lautsprecher
    aufgefordert, sich von der Küste fernzuhalten. Die Feuerwehr war in Alarmbereitschaft.
    03.August 2005
    Managua - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat am Mittwochmorgen Nicaragua und den Norden
    Costa Ricas erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
    Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA 120 Kilometer
    südöstlich der nicaraguanischen Hauptstadt Managua.
    31.Juli 2005
    Ankara - Ein Erdbeben der Stärke 5,3 hat am Sonntagmorgen Teile der Türkei erschüttert,
    Berichte über Schäden oder Opfer lagen aber nicht vor. Das Zentrum des Bebens lag rund 60
    Kilometer südöstlich von Ankara bei der Stadt Bala, wie die Istanbuler Erdbebenwarte
    Kandilli mitteilte. In Ankara schwankten einige Gebäude.
    30.Juli 2005
    Banda Aceh - Ein Seebeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala hat am Samstag die
    Menschen der indonesischen Provinz Aceh in Panik versetzt. Gut sieben Monate nach
    der Tsunami-Katastrophe, bei der Aceh besonders hart getroffen wurde, flüchteten
    zahlreiche Menschen nach den Erdstößen auf die Straßen. Das Epizentrum des Bebens
    lag nach Angaben der staatlichen Instituts für Meteorologie rund 33 Kilometer vor
    der Küste Acehs. Die Behörden lösten keinen Tsunami-Alarm aus. Zunächst lagen
    keine Berichte darüber vor, dass Menschen verletzt wurden. Auch größere Sachschäden
    wurden nicht bekannt.
    29.Juli 2005
    Mexiko-Stadt - Der Vulkan Popocatepetl ist am Freitagmorgen ausgebrochen und hat
    einen Ascheregen auf Viertel im Süden von Mexiko-Stadt niedergehen lassen. Eine 2,5
    Kilometer hohe Aschesäule stieg in die Luft, wie das nationale Zentrum zur
    Katastrophenvorbeugung mitteilte. Die Aktivität des 5.450 Meter hohen Vulkans
    stellte keine Gefahr für nahegelegene Ortschaften dar. Die Behörden wiesen die
    Bewohner lediglich an, das Einatmen der Asche zu vermeiden. Der Popocatepetl ist
    seit Dezember 1994 in unregelmäßigen Abständen immer wieder einmal ausgebrochen.
    26.Juli 2005
    Helena/USA - Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat Teile des an Kanada grenzenden US-Staates
    Montana erschüttert. Bewohner in Washington und Idaho spürten Berichten zufolge am
    Montagabend ebenfalls die Erschütterung. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des
    Geologischen Dienstes etwa 21 Kilometer nordwestlich der Stadt Dillon. Berichte über
    Verletzte oder größere Sachschäden gab es nicht, an mehreren Häusern in Dillon gingen
    jedoch Fensterscheiben zu Bruch.
    24.Juli 2005
    Neu-Delhi/Bangkok - Ein starkes Erdbeben hat am Sonntagabend die Nikobaren im Indischen
    Ozean erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 7,2 löste Panik auf den zu Indien gehörenden
    Inseln und eine Tsunami-Warnung in Thailand aus. Es gab aber zunächst keine Meldungen
    über Opfer und Schäden. Die thailändischen Behörden hoben den Tsunami-Alarm wenige
    Stunden nach dem Beben auf, nachdem keine Riesenwellen gesichtet wurden. Auch in der
    indonesischen Provinz Aceh wurden die Bewohner von einem starken Erdbeben aus dem
    Schlaf gerissen. Nach indonesischen Angaben erreichte der Erdstoß eine Stärke von 6,6.
    Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Die gesamte Region war vor sieben
    Monaten von der Tsunami-Katastrophe mit zehntausenden Opfern getroffen worden. Der
    Tsunami vom 26. Dezember riss in elf asiatischen Ländern mindestens 178.953 Menschen
    in den Tod. Bis heute werden noch 49.616 Menschen vermisst. Die US-Erdbebenwarte in
    Colorado registrierte das Beben im Andamanischen Meer mit einer Stärke von 7,2. Das
    Epizentrum habe 135 Kilometer westlich der nikobarischen Insel Misha gelegen. Der
    Erdstoß sei um 17.42 Uhr MESZ erfolgt.
    24.Juli 2005
    Bangkok/Washington - Nach einem schweren Erdbeben auf den Nikobaren-Inseln hat Thailand
    eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Es gebe die Gefahr einer Flutwelle für die Provinzen
    Phuket, Phang Nga, Krabi, Ranong, Satun und Trang, teilte der Direktor des Alarmzentrums
    für Naturkatastrophen im Fernsehen mit. Phuket war bei dem Tsunami am 26. Dezember
    schwer getroffen worden. Zuvor hatte es auf den zu Indien gehörenden Nikobaren-Inseln
    ein Beben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala gegeben, wie das US-Zentrum für
    geologische Studien (USGS) mitteilte. Bislang gebe es keine Angaben über Schäden
    und mögliche Opfer. Die Nikobaren befinden sich rund 450 Kilometer nordwestlich
    von Banda Aceh auf Sumatra, das nahe dem Epizentrum des verheerenden Seebebens
    am 26. Dezember war.
    23.Juli 2005
    Tokio - Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hat am Samstag den Großraum Tokio erschüttert
    und mindestens 16 Menschen verletzt. Der öffentliche Verkehr in der Millionenstadt
    und in ihrer Umgebung wurde durch die heftige Erschütterung von 16.35 Uhr (Ortszeit)
    zeitweise stark beeinträchtigt.Der U-Bahnbetrieb in Tokio kam zum Erliegen und konnte
    erst nach vier Stunden wieder vollständig aufgenommen werden. Viele Menschen blieben
    nach Angaben der Feuerwehr in Fahrstühlen stecken. Gebäude und Strommasten in der
    japanischen Hauptstadt und ihrer Umgebung gerieten ins Wanken. Die Feuerwehr musste
    Medienberichten zufolge vereinzelte Brände an Gebäuden löschen. Es war Medienberichten
    zufolge das stärkste in Tokios Stadtgebiet gemessene Erdbeben seit 13 Jahren. Eine
    Gefahr vor Flutwellen bestand jedoch nach Angaben der Behörden nicht. In der Provinz
    Saitama wurden fünf Menschen in einem Supermarkt von einem herabfallenden Schild
    leicht verletzt. Die Behörden warnten unterdessen für die kommenden Tage vor
    Nachbeben. In Tokio erlitt ein Bewohner Verbrennungen durch einen Kessel. Eine Frau
    verletzte sich an Glasscherben. Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Tokio und der
    Provinz Shizuoka wurden zeitweise gestoppt, konnten jedoch bald darauf wieder
    fahren. Auch auf den Tokioter Flughäfen Haneda und Narita wurden Rollbahnen zur
    Sicherheitsüberprüfung kurzzeitig gesperrt. Der Verkehr auf vielen Regionalbahnstrecken
    sowie auf Autobahnen wurde ebenfalls zeitweise gestoppt. Die Elektrizitätwerke im
    weiträumig betroffenen Osten des Inselreiches wiesen laut Betreiber keine Schäden auf,
    berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. In Tokio beschädigte ein umgefallenes Gerüst
    ein Dach, verletzt wurde niemand. Das Zentrum des Bebens, dessen Stärke zunächst auf
    5,7 geschätzt worden war, lag im Nordwesten der Tokioter Nachbarprovinz Chiba in einer
    Tiefe von 90 Kilometern. Japan ist eines der am stärksten erdbebengefährdeten Länder
    der Welt. Rund 20 Prozent aller weltweiten Erdbeben der Stärke 6 oder höher ereignen
    sich hier. Durch die tektonische Beschaffenheit des Inselreiches gibt es praktisch
    keinen Ort in Japan, der nicht potenziell von einem verheerenden Beben betroffen
    sein könnte. Am 1. September 1923 waren bei einem Beben der Stärke 7,9 rund 145 000
    Menschen in Tokio und dem angrenzenden Yokohama ums Leben gekommen. Dass Tokio
    irgendwann erneut von einem großen Beben heim gesucht wird, gilt als sicher. Präzise
    Vorhersagen sind jedoch nicht möglich.
    21.Juli 2005
    Hongkong - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat am Donnerstag den Norden Chinas an der Grenze
    zur Mongolei erschüttert. Über Schäden und Opfer war zunächst nichts bekannt. Das Zentrum
    der Erschütterung lag etwa 275 Kilometer nordwestlich der Stadt Baotou, wie Seismologen
    in Hongkong mitteilten.
    15.Juli 2005
    Hannover - Ein leichtes Erdbeben hat am Abend den Boden im Nordwesten erzittern lassen.
    Das Epizentrum lag nahe der Oberfläche fünf Kilometer südlich von Syke bei Bremen.
    Die Erdstöße waren im Umkreis von bis zu 70 Kilometern spürbar. Über Schäden und
    Verletzte ist der Polizei nichts bekannt. Das Beben erreichte eine Stärke von 3,8
    bis 4,0. Im vergangenen Oktober hatte das bisher schwerste in Norddeutschland gemessene
    Beben einen Wert von 4,5 erreicht.
    13.Juli 2005
    Tsunami: Die Erdkruste brach auf 1000 Kilometer - Der verheerende Tsunami am zweiten
    Weihnachtstag im Indischen Ozean mit bis zu 300 000 Toten wurde von einem Bruch der
    Erdkruste von 1000 Kilometern Länge ausgelöst.Die Erdplatten hätten sich am Meeresboden
    auf 1000 Kilometer Länge mit großer Geschwindigkeit gegeneinander verschoben, berichtet
    der Geologe Christophe Vigny vom Pariser Forschungsinstitut CNRS in der neuen Ausgabe
    der britischen Zeitschrift «Nature» (Bd. 436, S. 201). Erste Schätzungen waren von
    500 bis 600 Kilometer ausgegangen. Vignys Studie stützt sich auf die Auswertung der
    Daten von etwa 60 GPS-Stationen in Südostasien, die zwischen 400 und 3000 Kilometer
    vom Epizentrum des Bebens entfernt liegen. Sie zeigen anhand von Satelliten-Messdaten
    die Bewegung der Erdkruste an ihrem Ort an. In Thailand hätten sich Messstationen nur
    zehn Minuten nach dem Beben in ihrer neuen Endposition befunden, berichten die Forscher.
    Die thailändische Touristeninsel Phuket habe sich um 27 Zentimeter nach Norden
    verschoben, die malaysische Insel Langkawi um 15 Zentimeter.In der Bruchzone entlang
    der Küsten Sumatras und Thailands taucht die Indisch-Australische Platte mit einer
    Geschwindigkeit von bis zu fünf Zentimetern pro Jahr unter die Asiatische Platte.
    Bei dem Beben am 26. Dezember 2004 wurde dabei der unterseeische Rand der Asiatischen
    Platte zusätzlich zur Nordverschiebung um zehn Meter angehoben. Das Epizentrum
    des Bebens der Stärke 9,0 lag vor Sumatra. Anhand von Messungen an Korallenbänken
    geht das CNRS davon aus, dass es 1833 und 1861 nur wenige hundert Kilometer südlich
    ebenfalls schwere Seebeben gegeben hat.
    06.Juli 2005
    Guadalajara - Der Vulkan des Feuers in Mexiko hat nach einer heftigen Explosion wieder
    eine rund fünf Kilometer hohe Wolke aus Asche und Gasen ausgespuckt. Die Eruption vom
    Dienstagabend war aber nicht so stark wie einige frühere in der letzten Zeit. Die
    Behörden sahen von Evakuierungen umliegender Dörfer ab. Berichte über Schäden lagen
    nicht vor. Der 3.820 Meter hohe Vulkan liegt auf der Grenze der mexikanischen Staaten
    Colima und Jalisco. Er ist einer der aktivsten und potenziell gefährlichsten Vulkane
    Mexikos. Die Experten erwarten bald wieder eine größere Explosion.
    05.Juli 2005
    Jakarta - Ein starkes Erdbeben hat am Dienstag die indonesische Insel Sumatra
    erschüttert. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,0 auf der Richter-Skala
    lag nach Angaben der Behörde für Meteorologie und Geophysik rund 190 Kilometer westlich
    der Küstenstadt Sibolga in der Provinz West-Sumatra. Unter den Einwohnern brach Panik
    aus, über Opfer oder Schäden war zunächst jedoch nichts bekannt. Das Beben war auch
    auf der Insel Nias zu spüren, wo bei einem Beben der Stärke 8,7 am 28. März mehr
    als 900 Menschen ums Leben kamen.
    02.Juli 2005
    Tokio - Eine ein Kilometer hohe Wasserdampfsäule ist am Samstag 50 Kilometer südöstlich
    der japanischen Insel Iwo Jima gesichtet worden. Wie die japanische Nachrichtenagentur
    Kyodo meldete, ist vermutlich der Ausbruch eines unter der Meeresoberfläche gelegenen
    Vulkans die Ursache. Die Wasserdampfsäule sei von auf Iwo Jima stationierten Truppen
    gesichtet worden. Die Küstenwache wolle am Sonntag ein Flugzeug in das Gebiet entsenden.
    Nach Angaben der Meteorologischen Behörde in Tokio bestand nicht die Gefahr eines Tsunamis,
    einer tödlichen Riesenwelle.
    01.Juli 2005
    Panama-Stadt - Ein Erdbeben der Stärke 5,8 hat am Donnerstagabend (Ortszeit) den
    Westen von Panama erschüttert. Zwei Gebäude in der Region wurden beschädigt, und
    in Teilen der Hafenstadt Puerto Armuelles fiel der Strom aus, wie ein Mitarbeiter
    des Zivilschutzes mitteilte. Größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.
    27.Juni 2005
    Mexiko-Stadt - Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat die Pazifikküste im mexikanischen
    Staat Jalisco erschüttert. Bislang gibt es keine Berichte über Schäden oder Verletzte.
    Das Epizentrum des Bebens lag knapp 300 Kilometer westlich der Stadt Cihuatlan. Es sei
    nur an der Küste wahrnehmbar gewesen, sagen Seismologen. Der Staat Jalisco liegt
    500 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt.
    20.Juni 2005
    Tokio - Ein Erdbeben der Stärke 4,9 hat am Montag den Norden Japans erschüttert. In
    der Präfektur Niigata schwankten Gebäude, Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor.
    Das Epizentrum lag nach Angaben der meteorologischen Agentur in einer Tiefe von etwa zehn
    Kilometern. In Niigata waren im letzten Oktober bei einem schweren Beben 39 Menschen ums
    Leben gekommen. Japan liegt geologisch an den Grenzen von mehreren tektonischen Platten,
    deren Verschiebungen die Erde zum Beben bringen.
    17.Juni 2005
    Los Angeles - Zum vierten Mal seit Sonntag hat in Kalifornien die Erde gebebt - und
    gleich zwei Mal innerhalb von nur wenigen Stunden. Es gab aber keine Verbindung zwischen
    den Beben. In beiden Fällen waren die gestrigen Erschütterungen noch in einer Entfernung
    von mehreren hundert Kilometern zu spüren. Nennenswerte Schäden wurden bislang nicht
    gemeldet. Seismologen blieben trotz der Beben-Serie gelassen. Die rasche Aufeinanderfolge
    sei kein Anlass zu größerer Sorge. Es heiße nicht, dass dem ein großes Beben folgt...
    16.Juni 2005
    Los Angeles - Ein Erdbeben mittlerer Stärke hat am Donnerstag weite Teile Südkaliforniens
    erschüttert. Es wurde um 13.53 Uhr (22.53 Uhr MESZ) mit einer vorläufigen Stärke von 5,3
    gemessen. Das Epizentrum befand sich bei Yucaipa im Kreis San Bernardino östlich von
    Los Angeles.
    15.Juni 2005
    Los Angeles - Nach einem schweren Erdbeben vor Kalifornien ist entlang der Westküste
    Nordamerikas vorübergehend Tsunami-Alarm ausgelöst worden. Nach Angaben von Seismologen
    wurde durch das Beben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala niemand getötet oder verletzt.
    Wegen seiner Heftigkeit wurde aber vorsichtshalber an der Küste von Mexiko bis Kanada
    Tsunami-Alarm ausgelöst. Das Epizentrum lag 146 Kilometer west-südwestlich von der
    kalifornischen Stadt Crescent City im Pazifischen Ozean. Zu einer Flutwelle kam es
    schließlich jedoch nicht. Dem US-Nachrichtensender CNN zufolge wurden die Bewohner
    der niedriger gelegenen Teile der Küstenstadt Crescent City evakuiert. Die
    Tsunami-Warnung für Kalifornien, Oregon, den Bundesstaat Washington, das kanadische
    Britisch-Kolumbien sowie Alaska wurde wenige Stunden später wieder zurückgezogen.
    Nach einem Erdbeben in Alaska hatte 1964 ein Tsunami Crescent City getroffen und
    elf Menschen getötet, zahlreiche Häuserblocks wurden damals zerstört. Wegen seiner
    Lage am San-Andreas-Graben, wo die Amerikanische und die Pazifische Erdplatte
    aufeinandertreffen, gibt es in und vor Kalifornien häufig Erdbeben. Forscher befürchten
    bereits seit längerem einen mächtigen Erdstoß. Nach einem schweren Erdbeben waren im
    Jahre 1906 in San Francisco rund 3000 Menschen getötet worden.
    14.Juni 2005
    Athen - Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat die griechische Ferieninsel
    Kreta erschüttert; Schäden seien aber zunächst nicht gemeldet worden, teilte das
    griechische Erdbebeninstitut mit. Die Erschütterung sei am Vormittag gegen 10.30 Uhr
    Ortszeit auf der ganzen Insel zu spüren gewesen. Das Epizentrum lag den Angaben
    zufolge rund 320 Kilometer südlich von Athen im Meer.
    14.Juni 2005
    Santiago - Bei einem schweren Erdbeben in Nordchile sind mindestens acht Menschen ums
    Leben gekommen und mehrere verletzt worden. In den Ortschaften der abgelegenen Andenregion
    im Grenzgebiet zu Peru wurden zahlreiche Gebäude beschädigt. Der Erdstoß hatte nach
    Messungen von Geologen eine Stärke von 7,9 und war damit eines der stärksten seit der
    Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 mit einem Wert von 9,0. Das Beben war auch
    in Peru und Bolivien zu spüren. In abgelegenen Bergdörfern der Region seien weitere
    Opfer zu befürchten, sagte am Montagabend der chilenische Innenminister Jorge Correa.
    Zahlreiche Telefonverbindungen brachen zusammen, so dass die betroffenen Ortschaften
    zunächst nicht zu erreichen waren. In der Nähe der Hafenstadt Iquique stürzte ein Fels
    auf ein Auto und erschlug alle fünf Insassen, drei Erwachsene und zwei Kinder. Mehrere
    Häuser und Straßen in Iquique wurden beschädigt. Dort und in Arica, nahe der Grenze zu
    Peru, brach die Stromversorgung zusammen. Zu spüren war der Erdstoß auch in Calama, in
    dessen Nähe die weltgrößte Tagebau-Kupfermine Chuquimata liegt. In Arequipa, der zweitgrößten
    Stadt Perus, gingen Fensterscheiben zu Bruch. In der bolivianischen Hauptstadt La Paz
    liefen Bewohner erschrocken auf die Straße. Das Beben hatte sein Epizentrum rund 1.500
    Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago in einer unbewohnten Region der Anden. Die
    Stadt Iquique ist etwa 320 Kilometer davon entfernt.
    09.Juni 2005
    Mexiko - Der Vulkan Colima steht offenbar vor einem großem Ausbruch. Angesichts der sich
    zuspitzenden Lage am Vulkan von Colima in Mexiko haben die Behörden erste Sicherheitsvorkehrungen
    getroffen.Im Falle eines größeren Ausbruchs müssten 13.000 Menschen in Sicherheit gebracht
    werden, teilte das Zivilschutzministerium laut Presseberichten heute mit. Besonders
    betroffen sind Gemeinden im Staate Jalisco, auf dessen Gebiet sich der 3860 Meter hohe
    Vulkan größtenteils befindet. Das Vulkanologische Observatorium der Universität von
    Colima veröffentlichte Empfehlungen für den Fall eines Ausbruchs, der jederzeit
    möglich sei. Der Vulkan von Colima liegt etwa 600 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt.
    Die Sperrzone rund um den Krater wurde von 6,5 auf 7,5 Kilometer erweitert. Der auch
    "El Fuego" (Feuer) genannte Koloss ist derzeit einer der aktivsten Vulkane weltweit.
    In den vergangenen zwei Wochen registrierten die Forscher drei größere Ausbrüche mit
    jeweils steigender Intensität.
    09.Juni 2005
    London - Die Menschen auf der indonesischen Insel Sumatra müssen mit neuen
    schweren Erdbeben und Tsunami-Flutwellen rechnen. In der Nähe von Sumatra könnten
    nach seinen Berechnungen schon binnen Jahresfrist von zwei Verschiebungen in der
    Erdoberfläche Beben der Stärke 7,5 und 9,0 auf der Richterskala ausgehen, erläutert
    der Erdbebenforscher John McCloskey in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins
    "Nature". Eines der Beben könne Flutwellen von bis zu zehn Meter Höhe auslösen.Ende
    2004 waren durch eine Flutwelle im Indischen Ozean mehr als 200.000 Menschen ums
    Leben gekommen. Im März wurde Sumatra erneut von einem schweren Beben erschüttert,
    das von McCloskey vorausgesagt worden war.Es wäre "unverantwortlich", die Menschen
    in der Gefahrenzone nicht auf die Risiken hinzuweisen, sagte McCloskey der
    Nachrichtenagentur AFP. Es würde ihn "nicht überraschen", wenn zumindest ein schweres
    Beben noch binnen Jahresfrist eintrete. "Aber selbst wenn in zehn Jahren noch nichts
    passiert, ist es besser, sich auf solche Dinge vorzubereiten, weil sie geschehen
    werden." Nach seinen Berechnungen dürften die Flutwellen 200 Kilometer vor der Küste
    entstehen. Damit hätten die Menschen nur 15 bis 20 Minuten Zeit, sich in Sicherheit
    zu bringen. Die von ihm vorausberechneten Erdbeben entstünden durch Verschiebungen
    in der Erdkruste, die von den voraufgegangenen Beben mitverursacht worden seien,
    erläuterte McCloskey. Ein Beben mit einer Stärke von bis zu 7,5 auf der Richterskala
    sei vier Grad nördlich des Äquators im Sumatra-Graben zu befürchten, das schwerere
    Beben im Sundagraben 200 Kilometer westlich von Sumatra. Bei dem Beben am 26. Dezember,
    das eine Stärke von 9,3 auf der Richterskala hatte, war der Meeresboden im Sundagraben
    auf einer Länge von 1200 Kilometern eingebrochen. Das Beben vom 28. März hatte eine
    Stärke von 8,7.
    08.Juni 2005
    Jakarta - Nach einem erneuten starken Erdbeben an der Westküste Sumatras ist
    am Mittwoch Panik unter den Bewohnern ausgebrochen. Einwohner der Stadt Sinabang
    seien aus ihren Häusern und Büros gerannt als ein Erdstoß mit der Stärke 5,8 auf
    der Richterskala die Stadt erschütterte, berichteten Augenzeugen. Das Zentrum
    des Bebens lokalisierten Experten etwa hundert Kilometer vor der Westküste von
    Sumatra und rund 30 Kilometer unter der Meeresoberfläche.
    06.Juni 2005
    Mexiko-Stadt - Der Vulkan von Colima in Mexiko ist erneut ausgebrochen. Nach
    Angaben des Zivilschutzes des Staates Jalisko stieß der Koloss eine 4000 Meter
    hohe Wolke aus Wasserdampf und Asche aus. Es sei die stärkste Eruption der letzten
    20 Jahre, hieß es am Sonntagabend (Ortszeit).Der Vulkan von Colima gehört zu den
    aktivsten Vulkanen der Welt. Seit zwei Wochen war dies die dritte große Eruption
    des 3800 Meter hohen Berges. Die neue Eruption habe die beiden vorherigen an
    Gewalt noch übertroffen. Bereits zuvor war die Sicherheitszone rund um den Berg
    von 6.5 Kilometer auf 7,5 Kilometer erweitert worden.
    06.Juni 2005
    Istanbul - Der Südosten der Türkei ist von einem Erdbeben erschüttert worden.
    Medienberichten zufolge wurden mindestens 45 Menschen verletzt. Zahlreiche Häuser
    wurden zerstört. Die Erdstöße in der Provinz Bingol erreichten eine Stärke von
    5,7 auf der Richter- Skala, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.
    Rettungskräfte wurden mit Zelten und Decken in das betroffene Gebiet entsandt.
    Im Laufe des Vormittags gab es mehrere Nachbeben.
    05.Juni 2005
    Istanbul - Der Südosten der Türkei ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Die Erdstöße
    in der Provinz Hakkari erreichten eine Stärke von 4,6 auf der Richter-Skala, wie die
    türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf örtliche Quellen meldete.
    In der Stadt Hakkari sei dabei kein Schaden entstanden; ob im Umland jemand zu Schaden
    gekommen sei, stand zunächst nicht fest.
    02.Juni 2005
    Taipeh - Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hat am Donnerstag den Nordosten Taiwans erschüttert.
    Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Das Zentrum des Bebens
    lag nach Angaben des Zentralen Wetteramtes unterhalb des Meeresbodens zwölf Kilometer
    nordöstlich von Suao. Der Erdstoß war der bislang stärkste in Taiwan in diesem Jahr.
    Laut Wetteramt wird Taiwan jährlich von durchschnittlich drei Beben der Stärke 6,0
    oder höher erschüttert. In Tibet wurde am frühen Donnerstagmorgen ein Beben der
    Stärke 5,9 registriert. Sein Zentrum lag nach Angaben von Seismologen in Hongkong
    370 Kilometer östlich von Lhasa. Ob Opfer oder Schäden zu verzeichnen waren, war
    zunächst nicht bekannt.
    30.Mai 2005
    Mexikostadt - Der Vulkan von Colima in Mexiko, einer der aktivsten Vulkane der Welt,
    hat erneut glühendes Lavagestein ausgestossen. Der 3800 Meter hohe Vulkan / KeystoneDie
    Beobachtungstation der Universität von Colima registrierte am Montag die heftigste
    Eruption des 3800 Meter hohen Berges seit 15 Jahren. Er befindet sich in einem
    menschenleeren Gebiet zwischen den Staaten Jalisko und Colima rund 600 Kilometer
    westlich der mexikanischen Hauptstadt. Der Koloss, der in den vergangenen Wochen
    mehrere Explosionen verzeichnet hatte, stiess das glühende Gestein bis zu 800 Meter
    hoch aus. Über dem Krater stand eine fast fünf Kilometer hohe Aschewolke, die auch
    in weiter entfernten Ortschaften niederging. Die Sicherheitszone rund um den Vulkan
    wurde von 6,5 Kilometer auf 7,5 Kilometer erweitert.
    29.Mai 2005
    Athen - Ein Seebeben hat Mittelgriechenland erschüttert. Nach Angaben des Seismologischen
    Zentrums in Straßburg erreichte der Erdstoß eine Stärke von 5,0. Das Zentrum habe jedoch
    in großer Tiefe unter dem Meeresboden des Golfes von Korinth gelegen. Wie die Polizei
    sagte, wurde niemand verletzt. Der Erdstoß wurde vor allem im Norden der Halbinsel
    Peloponnes sowie im Zentrum des Landes registriert, in Athen wackelte es in den oberen
    Etagen der Hochhäuser.
    24.Mai 2005
    Mexiko-Stadt - Der Vulkan Colima im Südwesten von Mexiko ist wieder aktiv. Er spie
    am Montag glühendes Gas aus und schleuderte Felsbrocken mehr als vier Kilometer den
    Abhang hinab. Gleichzeitig trat eine drei Kilometer hohe Aschewolke aus. Es war
    die stärkste Eruption seit 1991, wie Seismologen der Universität von Colima mitteilten.
    Schäden wurden zunächst nicht registriert, da es keine Siedlungen in unmittelbarer Nähe
    des rund 4.000 Meter hohen Berges gibt. Der Colima-Vulkan ist seit Beginn der
    Aufzeichnungen im Jahre 1560 schon Dutzende Male ausgebrochen. Die heftigste Eruption
    wurde im Jahre 1913 registriert. Damals wurde Asche bis auf die 120 Kilometer entfernte
    Metropole Guadalajara geschleudert.
    16.Mai 2005
    Wellington - Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,6 hat am Montag den Meeresgrund
    nördlich von Neuseeland erschüttert. Sein Epizentrum lag nach Angaben der Behörden
    425 Kilometer südwestlich der Insel Raoul. Diese gehört zu den unbewohnten Kermadec-Inseln,
    die sich rund 700 Kilometer nordöstlich von Auckland erstrecken. Seismologen in Neuseeland
    erklärten, dass es keine Gefahr einer Flutwelle wie bei der Tsunami-Katastrophe vom
    26. Dezember im Indischen Ozean gebe.
    15.Mai 2005
    Ankara - Zwei mittelstarke Erdbeben haben am Sonntagmorgen den Süden der Türkei
    erschüttert. Der erste Erdstoß mit einer vorläufigen Stärke von 4,8 auf der
    Moment-Magnitude ereignete sich im Bereich von Alanya an der Mittelmeerküste,
    wie das Kandilli-Observatorium in Istanbul mitteilte. In der Stadt Cay, rund
    250 Kilometer südwestlich von Ankara, wurde eine Erschütterung der Stärke 4,5
    registriert. Berichte über Schäden oder Opfer lagen in beiden Fällen nicht vor.
    14.Mai 2005
    Waldkirch/Freiburg - Ein Erdbeben der Stärke 3,2 hat am späten Freitagabend den
    Südschwarzwald erschüttert. Nach Angaben des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und
    Bergbau Baden-Württemberg (LGRB) in Freiburg bebte die Erde bei Waldkirch und
    Simonswald (Kreis Emmendingen) um 21.44 Uhr. Die Tiefe des Erdbebens wurde mit
    11 Kilometer angegeben. Schäden wurden bislang nicht gemeldet. Allerdings seien
    die Erschütterungen von vielen Menschen sehr deutlich gespürt worden. Die Geologen
    gingen davon aus, dass das Beben wahrscheinlich im Umkreis von etwa 20 Kilometern
    um das Epizentrum wahrgenommen worden ist. Das letzte größere Erdbeben in
    Baden-Württemberg hatte sich am 5. Dezember 2004 in Südbaden ereignet. Damals riss
    ein Beben der Stärke 5,4 auf der Richterskala Tausende von Menschen aus dem Schlaf.
    Das Epizentrum hatte bei Waldkirch nahe Freiburg gelegen. Die Erdstöße waren bis zu
    250 Kilometer weit spürbar gewesen.
    14.Mai 2005
    Jakarta - Ein starkes Seebeben im Indischen Ozean hat die Menschen an der indonesischen
    Küste erneut in Panik versetzt und aus ihren Häusern getrieben. Aus Furcht vor einer
    neuen Flutwelle flohen zahlreiche Menschen auf der indonesischen Insel Nias nach den
    Erdstößen der Stärke 6,9 aus ihren Häusern und suchten Schutz in höher gelegenen
    Regionen. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der Erdbebenwarte in Jakarta
    etwa 50 Kilometer nordwestlich der Stadt Padang. Mit einem Tsunami sei nicht zu
    rechnen. Die Menschen fürchteten eine Wiederholung der Bebenkatastrophen vom Dezember
    und März. Berichte über Opfer oder Sachschäden gab es zunächst nicht.
    14.Mai 2005
    Bukarest - Ein Erdbeben der Stärke 5,2 hat am Morgen eine Bergregion in Rumänien
    erschüttert. Das Erdbebenzentrum lag im Gebiet Vrancea am südöstlichen Karpatenbogen in
    einer Tiefe von 140 Kilometern. Das meldete Radio Bukarest. Das Beben sei in der
    Hauptstadt ebenfalls gespürt worden. Sachschäden seien nicht verzeichnet worden. Bei
    dem letzten starken Erdbeben im März 1977 starben in Rumänien mehr als 1500 Menschen.
    12.Mai 2005
    Zürich/Balsthal - Die Schweiz ist am Donnerstagmorgen von einem Erdbeben der Stärke 4,1
    erschüttert worden. Das Epizentrum lag in der Region um Balsthal im Kanton Solothurn,
    wie der Schweizerische Erdbebendienst mitteilte. Das Beben wurde um 03.38 Uhr registriert.
    Es war in weiten Teilen des Landes zu spüren, verursachte aber keine nennenswerten
    Schäden. Erdbeben der Stärke vier und mehr ereignen sich in der Schweiz im Schnitt ein
    bis drei Mal pro Jahr, wie ein Sprecher des Erdbebendienstes sagte.
    03.Mai 2005
    Teheran - Bei einem Erdbeben im Westen Irans sind ein Mensch getötet und weitere 26
    verletzt worden. Das Beben hatte die Stärke 5 auf der Richter-Skala, wie die amtliche
    iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. In der Region der Stadt Borudscherd
    seien mehrere Gebäude beschädigt worden, sagte Provinzgouverneur Dschafar Ardschomand
    Abassi. Die Bergungsarbeiten seien im Gange. Das Beben ereignete sich um 11.51 Uhr
    Ortszeit (09.21 MESZ). Borudscherd mit rund 250.000 Einwohnern ist eine der größten
    Städte der Provinz Lorestan. Das Epizentrum des Bebens lag rund 35 Kilometer von der
    Stadt entfernt.
    02.Mai 2005
    Tokio - Japan ist am Montag erneut von einer Reihe mittelschwerer Erdbeben erschüttert
    worden. Nach Angaben des Wetteramts in Tokio wurden im Abstand von wenigen Stunden
    mindestens fünf Beben mit einer Stärke zwischen 3,4 und 4,9 auf der Richterskala gemessen.
    Berichte über Schäden lagen den Behörden zunächst nicht vor.
    26.April 2005
    Jakarta - Indonesien ist am Dienstagmorgen abermals von mittelstarken Erdbeben
    heimgesucht worden. Der erste Erdstoß mit einer Stärke von 5,4 auf der Moment-Magnitude
    erschütterte kurz nach Mitternacht (Ortszeit) die östliche Insel Sulawesi (Celebes),
    wie das Amt für Meteorologie und Geophysik in Jakarta mitteilte. Das Zentrum des Bebens
    lag rund 150 Kilometer östlich der Nordspitze der Insel im Molukkenmeer. Etwa
    zweieinhalb Stunden später kam es zu einem neuen Erdbeben vor der westlichen Insel
    Sumatra. Das seismologische Observatorium in Hongkong registrierte eine Stärke von
    5,5 auf der Moment-Magnitude. Das Zentrum lag rund 370 Kilometer nordwestlich der Stadt
    Padang. Berichte über Schäden oder Opfer lagen in beiden Fällen zunächst nicht vor.
    20.April 2005
    Tokio - In Japan hat erneut die Erde gebebt. Bei dem Erstoß der Stärke 5,8 auf der
    Richterskala wurden nach Angaben der Behörden mindestens 13 Menschen verletzt. Auf
    der Insel Genkai gab es mehrere Erdrutsche. Viele Bewohner hatten die Insel allerdings
    schon vor einem Monat verlassen, als das Gebiet von einem Beben der Stärke 7,0
    erschüttert worden war.
    19.April 2005
    Tokio - Vor der Küste Japans hat sich am Dienstag ein starkes Seebeben ereignet. Berichte
    über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Beben der Stärke 6,2 war auch
    in Tokio zu spüren. Eine Tsunami-Gefahr bestand nach Angaben der Meteorologischen Behörde
    nicht. Das Zentrum des Bebens lag rund 600 Kilometer südlich von Tokio in einer Tiefe von
    420 Kilometer unter dem Meeresboden.
    17.April 2005
    Nairobi - Die Furcht vor einem massiven Ausbruch des Vulkans Karthala auf den Komoren
    hat hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Der Berg auf der Hauptinsel Grande Comore
    stieß am Sonntag eine riesige schwarze Rauchwolke aus. Daraufhin rieten die Behörden den
    Anwohnern dringend zur Evakuierung, wie die UN-Mitarbeiterin auf der Inselgruppe vor der
    Ostküste Afrikas, Giuseppina Mazza, mitteilte. Zugleich wurde medizinisches Personal in
    das betroffene Gebiet entsandt, da viele Menschen an Atemproblemen litten. Der aktive
    Vulkan befindet sich auf der südlichen Hälfte von Grande Comore unweit von Moroni, der
    Hauptstadt des Inselstaats. Der Karthala brach zuletzt im Juli 1991 aus.
    17.April 2005
    Jakarta - Erneut hat ein starkes Erdbeben Provinzen der indonesischen Insel Sumatra
    erschüttert und in der Bevölkerung die Furcht vor einem weiteren Tsunami ausgelöst.
    Das Beben wurde am Samstag vom Observatorium in Hongkong mit einer Stärke von 6,3 gemessen.
    Nach Angaben eines Sprechers der Geophysikalischen Behörde in Jakarta vom Sonntag wurden
    zunächst keine Schäden gemeldet. Bewohner der Provinzen Aceh, Nordsumatra und Westsumatra
    seien aber in Panik auf höher gelegene Orte geflüchtet, weil sie eine Riesenwelle wie
    am 26. Dezember befürchteten. Das Epizentrum des neuerlichen Bebens lag rund 100 Kilometer
    südwestlich der Insel Nias. Dort kamen am 28. März bei einem Erdstoß der Stärke 8,7
    mindestens 647 Menschen ums Leben.
    17.April 2005
    Los Angeles - Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat Südkalifornien erschüttert. Berichte über
    Schäden oder Verletzte gibt es nach Polizeiangaben noch nicht. Wie es weiter hieß, lag
    das Epizentrum in der Nähe der Stadt Bakersfield etwa 140 Kilometer nördlich von Los
    Angeles. Sogar dort sei das Beben noch deutlich zu spüren gewesen, berichten US-Medien.
    16.April 2005
    Jakarta - Auf der indonesischen Insel Sumatra sind mehr als 40.000 Menschen vor dem
    glühend heißen Asche-Regen des Vulkans Talang geflohen. Nach Angaben der Behörden vom
    Samstag wurden die Anwohner aus der Umgebung des rund 2600 Meter hohen Berges evakuiert;
    der Bereich um die drei Krater des Vulkans wurde im Umkreis von fünf Kilometern für
    Anwohner und Besucher gesperrt. Der Talang wurde als einer von elf Vulkanen Indonesiens
    unter besondere Beobachtung gestellt, weil Experten wegen gestiegener tektonischer
    Aktivitäten einen großen Ausbruch erwarten.
    14.April 2005
    Jakarta - Die Erde unter Indonesien kommt nicht zur Ruhe: Bis Donnerstag stellten die
    Behörden elf Vulkane unter besondere Aufsicht, weil Experten wegen stark gestiegener
    tektonischer Aktivitäten einen großen Ausbruch erwarten. Nach der Tsunami-Flut vom Dezember
    und dem heftigen Erdbeben vom März wächst in dem Inselstaat die Furcht vor einer weiteren
    Naturkatastrophe. Bei einem Besuch am Vulkan Talang auf der Insel Sumatra, wo seit Montag
    mehr als 20.000 Menschen vor den glühend heißen Asche-Regen geflohen sind, rief Präsident
    Susilo Bambang Yudhoyono Anwohner und Behörden zur Wachsamkeit auf. Die Menschen müssten
    sich auf einen Ausbruch gefasst machen. Auch für den Vulkan Krakatau gaben die Behörden eine
    Ausbruchswarnung heraus. Zudem warnten sie vor giftigen Gasschwaden. Der Vulkan Krakatau auf
    der gleichnamigen Insel war 1883 in einer der gewaltigsten Eruptionen der Geschichte in die
    Luft geflogen. Die Insel ist unbewohnt, wird aber von vielen Touristen besucht. Eine weitere
    Ausbruchswarnung gaben die Behörden für den Vulkan Tangkuban Perahu auf der Insel heraus; er
    liegt nahe der Stadt Bandung, wo sich kommende Woche 50 Staats- und Regierungschefs zum
    asiatisch-afrikanischen Gipfel treffen sollen. Geologen halten die bevorstehende Eruption
    eines "Super-Vulkans" in Indonesien für denkbar. So wurde im Toba-See, einem gewaltigen
    Kratersee auf der Insel Sumatra, erhöhte vulkanische Aktivität registriert. Derzeit sei
    aber noch nicht mit Gewissheit vorauszusagen, ob die tektonischen Spannungen zu einer
    großen Eruption führen oder sich wieder verringern, sagte Isya Nur Ahmad Dana von der
    Behörde für Vulkanologie.In Indonesien gibt es 130 aktive Vulkane. Ein massives Beben der
    Stärke 9,3 hatte im Dezember eine Flutwelle ausgelöst, die mehr als 200.000 Menschen tötete.
    Im vergangenen Monat starben bei einem Beben der Stärke 8,7 mindestens 670 Menschen.
    12.April 2005
    Jakarta - Ein Vulkanausbruch im Zentrum der indonesischen Insel Sumatra hat Panik unter
    der Bevölkerung verbreitet. Der 2600 Meter hohe Talang spuckte nach Angaben des Erdbebenzentrums
    in der nahegelegenen Stadt Padang Panjang Asche, die in einem Umkreis von einem Kilometer
    niederregnete. Die bereits durch ein starkes Erdbeben am Sonntag verängstigte Bevölkerung
    in der Umgebung des Feuerbergs geriet in Panik. Zehntausende Menschen aus vier Dörfern
    nahe des Vulkans wurden aus der Gefahrenzone evakuiert, wie die Nachrichtenwebsite
    Detikcom berichtete.
    11.April 2005
    Tokio - Ein schweres Erdbeben hat die Region um Tokio erschüttert, ohne jedoch größere
    Schäden anzurichten. Der Erdstoß in der dicht besiedelten Präfektur Chiba rund 100 Kilometer
    östlich der japanischen Hauptstadt erreichte die Stärke 6,1 auf der Richter-Skala, wie die
    Wetterbehörde mitteilte. Nach Angaben der Polizei gab es zunächst keine Berichte über Opfer.
    Auch eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Mehrere Hochgeschwindigkeits- und
    Regionalzüge verspäteten sich; einige Pendler stiegen auf offener Strecke aus. Der Flughafen
    Tokio-Narita nahm seinen Betrieb nach einer kurzen Unterbrechung wieder auf. In der
    Hauptstadt waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Nachbeben waren den Angaben
    zufolge nahezu ausgeschlossen. Zuletzt wurde die Region Tokio im Jahr 2000 von einem
    ähnlich starken Beben erschüttert. Japan liegt am Schnittpunkt von vier tektonischen
    Platten, weshalb es jedes Jahr von tausenden Beben erschüttert wird.
    08.April 2005
    Peking - Ein starkes Erdbeben hat am Morgen eine entlegene Gebirgsregion in Tibet
    erschüttert. Das Beben erreichte eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala, wie die
    chinesischen Behörden mitteilten. Sein Epizentrum habe etwa 400 Kilometer westlich
    der heiligen buddhistischen Stadt Shigatse gelegen. Die Gegend sei dünn besiedelt.
    Im Umkreis von 70 Kilometern um das Epizentrum lägen zwei Dörfer. Über mögliche Schäden
    lagen zunächst keine Informationen vor.
    06.April 2005
    Saipan - Auf den Nördlichen Marianen ist am Mittwoch wieder der Vulkan auf der Insel
    Anatahan ausgebrochen. Die Wolke aus Asche und Staub stieg 15 Kilometer in die Höhe und
    verdunkelte den Himmel. Die Behörden des rund 6.000 Kilometer südwestlich von Hawaii
    gelegenen und mit den USA assoziierten Gebiets erklärten die Insel zur Sperrzone. Flugzeuge
    wurden aufgefordert, das Gebiet zu umfliegen. Es war der vierte Ausbruch in zwei Jahren.
    02.April 2005
    Jakarta - Sechs Tage nach dem starken Seebeben in Indonesien ist die Insel Nias im
    Westen des Inselstaates von einem starken Nachbeben erschüttert worden. Der Erdstoß in
    der Nacht habe auf der Richter-Skala eine Stärke von 5,8 erreicht, teilte das Wetteramt
    mit. Das Epizentrum habe 195 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Gunung Sitoli im
    Meer gelegen. Ob bei dem Nachbeben Menschen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt.
    Unterdessen fanden Helfer noch einen Überlebenden des Bebens von vor fünf Tagen. Der Mann
    sei in den Trümmern eines zweistöckigen Gebäudes in der Stadt Gunung Sitoli auf der Insel
    Nias entdeckt worden, teilten die Behörden mit. "Ich bin von meiner Frau und meinen Kindern
    getrennt worden. Ich kann sie nicht sehen", zitierten die Bergungskräfte den Überlebenden.
    Seit dem schweren Beben am Montag wurden Nias und die betroffene Region von mehr als
    siebenhundert Nachbeben erschüttert. Bei dem Seebeben waren nach Angaben der Vereinten
    Nationen rund 1300 Menschen ums Leben gekommen.
    01.April 2005
    Sydney - Ein australischer Wissenschaftler hat vor einem verheerenden Ausbruch des
    indonesischen Vulkans Toba auf der Insel Sumatra gewarnt. Eine derartige Naturkatastrophe
    bedrohe Millionen von Menschen, sagte der Geologe Ray Cas von der Universität Monash.
    Nach den zwei schweren Seebeben vom Montag und vom 26. Dezember vergangenen Jahres sei
    die Gefahr gestiegen, dass der Vulkan ausbreche, sagte Cas. Der Toba befinde sich genau
    auf einer Erdspalte, die durch die beiden Beben vor Sumatra erschüttert worden sei.
    Der Geologe bezeichnete den Toba als mächtigsten Vulkan der Erde. Ein drittes Beben in
    der Region könne ihn zum Ausbrechen bringen. Das Erdbeben vom Dezember hatte eine Stärke
    von 9,3 auf der Richterskala erreicht, das Beben vom Montag eine Stärke von 8,7. Der
    Inselstaat Indonesien liegt in einem der vulkanisch und seismisch aktivsten Gebiete der
    Erde. Zuletzt brach der Toba vor etwa 73.000 Jahren aus. Dabei wurden laut Cas rund
    1000 Kubikkilometer Asche und Gesteinsbrocken in die Atmosphäre geschleudert. Die
    freigesetzten Kräfte seien so gewaltig gewesen, dass sie das Klima des ganzen Planeten
    für mehrere Jahre verändert hätten. "Die Asche tauchte die Erde in Finsternis und
    schickte den Planeten zurück in die Eiszeit." Riesige Vulkane wie der Toba seien die
    größte Bedrohung für die Erde, sagte der Geologe. Irgendwann werde der Vulkan
    ausbrechen - wenn vielleicht auch erst in 50 oder 1000 Jahren.
    31.März 2005
    Jakarta - Drei Tage nach dem schweren Seebeben im Indischen Ozean ist die Lage im indonesischen
    Katastrophengebiet weiter chaotisch. Heftige Nachbeben bis zur Stärke 6,1 versetzten die
    Menschen auf der Insel Nias in der Nacht erneut in Angst und Schrecken. Hilfsmannschaften
    beklagen vor allem den Mangel an schwerem Räumgerät. Auch Trinkwasser und Nahrung sind
    knapp. Unterdessen gelang es, mehrere Überlebende aus den Trümmern eingestürzter
    Häuser zu bergen.
    29.März 2005
    Jakarta - Drei Monate nach der Tsunami-Katastrophe hat ein neues schweres Erdbeben
    im Indischen Ozean bis zu 2000 Menschen getötet. Die minutenlangen Erschütterungen der
    Stärke 8,7 forderten in der Nacht zum Montag (Ortszeit) vor allem auf den indonesischen
    Inseln Nias und Simeulue zahlreiche Todesopfer. Noch am Dienstag lief die internationale
    Hilfe an. Viele Regionen waren für die Helfer nicht erreichbar, weil Flughäfen, Brücken
    und Straßen zerstört waren. Mit der verheerenden Flutwelle vom 26. Dezember, bei der etwa
    300 000 Menschen starben, ist das neue Seebeben jedoch nicht zu vergleichen. Indonesiens
    Vizepräsident Jusuf Kalla rechnete allein auf Nias mit bis zu 2000 Toten. Dies sei nur
    eine «grobe Schätzung». Helfer suchten verzweifelt in den Trümmern der vor Sumatra
    gelegenen Insel nach Überlebenden. In den ersten Stunden nach dem Beben wurden bereits
    400 Leichen geborgen. Gut 1000 Menschen galten als vermisst. «Das Problem ist, überhaupt
    in das Katastrophengebiet zu gelangen», sagte der Sprecher des UN-Kinderhilfswerks UNICEF,
    John Budd. Auf der Nachbarinsel Simeulue wurden nach ersten Angaben 100 Menschen getötet
    und 2000 verletzt. Eine drei Meter hohe Flutwelle soll die Insel, die bereits im Dezember
    schwere Schäden erlitten hatte, getroffen haben. Auch in anderen Teilen Südostasiens brach
    unter den Menschen nach Erdstößen eine Massenpanik aus. Vor allem in der indonesischen
    Provinz Aceh hatte die Angst vor einem Tsunami die Menschen in die Flucht getrieben.
    «Dabei kam es zu zahlreichen Massenunfällen auf den überfüllten Straßen», berichtete
    Birgit Zeitler von der Welthungerhilfe. Später beruhigte sich die Lage wieder. Auch in
    den Küstengebieten Indiens und Sri Lankas ließ die Angst vor einer Flutwelle nach. Die
    Menschen kehrten in ihre Häuser zurück. Die Hilfseinsätze auf der Insel Nias wurden
    durch den teilweise zerstörten Flughafen sowie beschädigte Brücken und Straßen erschwert.
    Nur Helikopter und kleine Flugzeuge konnten nach Augenzeugenberichten noch landen.
    «Von der Westküste haben wir überhaupt keine Nachrichten», sagte Johanniter-Mitarbeiter
    Marc Cachon. Nach Informationen des Komitees des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK)
    sind mehr als 80 Prozent der Gebäude in der Hauptstadt Gunungsitoli eingestürzt. Etwa
    10 000 Menschen sollen obdachlos und Tausende verschüttet sein. «Gunungsitoli ist eine
    tote Stadt», sagte ein Behördenvertreter. In dem Verwaltungszentrum leben 30 000 Einwohner.
    Die rund 1500 Kilometer nordwestlich von Jakarta gelegenen Inseln Nias und Simeulue
    befinden sich nahe des Epizentrums des neuen Bebens. In dieser Region hatte im Dezember
    die Tsunami-Katastrophe nach Erdstößen der Stärke 9,0 verheerende Schäden verursacht.
    Nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam kann es bei dem jüngsten Beben «keine
    erhebliche Aufwärtsbewegung des Meeresbodens» gegeben haben. Daher sei diesmal ein
    großer Tsunami ausgeblieben. Das neue Beben habe auch auf Sumatra Straßen und Brücken
    zerstört, sagte der Vizechef des Komitees des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) in
    Jakarta, Markus Dolder. Teilweise sei der Strom ausgefallen. Im Süden der Provinz Aceh
    habe es eine «kleinere Welle ins Landesinnere» gegeben. «Aber die war natürlich nie von
    der Stärke des Tsunamis Ende 2004.» An manchen Stränden seien Läden weggespült worden.
    Hunderte von Häusern sollen zerstört worden sein; es gab aber keine Informationen über
    Todesopfer auf Sumatra.
    28.März 2005
    Jakarta/Bangkok (22:40 Uhr) - Ein schweres Erdbeben vor der indonesischen Insel Sumatra
    hat am Montag vermutlich Dutzende von Opfern gefordert, aber wohl nicht wie zunächst
    befürchtet einen Tsunami wie vor drei Monaten ausgelöst. Thailand gab am frühen Dienstag
    (Ortszeit) Entwarnung, auch ein indonesischer Experte sagte, nach der verstrichenen Zeit
    hätte eine Flutwelle die nächstgelegenen Küsten erreichen müssen. Auf der dem Epizentrum
    nächstgelegenen Insel Nias wurden aber Dutzende von Menschen unter den Trümmern eingestürzter
    Häuser befürchtet. Das teilte der stellvertretende Bezirkschef von Nias, Agus Mendrofa mit.
    Er fügte hinzu: «Es hat keinen Tsunami gegeben.» Die US-Erdbebenwarte in Golden gab die
    Stärke des Bebens mit 8,7 an; zunächst hatte sie 8,2 gemessen.Der indonesische
    Erdbebenforscher Prihar Yadi vom Geophysikalischen Institut in Jakarta sagte einige Zeit
    nach dem Beben, wenn es einen Tsunami gegeben hätte, müsste er inzwischen die Küste von
    Sumatra erreicht haben. «Und wenn es keinen Tsunami an der Küste nahe dem Epizentrum des
    Bebens gibt, gibt es auch keinen in eine andere Richtung», erklärte Yadi. Der stellvertretende
    Direktor des thailändischen Meteorologischen Amtes, Chalermchai Aekkantrong, sagte, man sage
    jetzt die Küstenbewohnern, sie könnten in ihre Häuser zurückkehren. «Wir glauben, dass das
    jetzt sicher ist. Wir glauben, dass uns die Flutwelle inzwischen erreicht haben müsste, wenn
    es eine gegeben haben sollte», sagte er. Auch die Vereinten Nationen in New York teilten mit,
    ihr lägen keine Berichte über einen Tsunami vor. Die Streitkräfte auf Sri Lanka, einem
    weiteren am 26. Dezember verheerend getroffenen Land, teilten mit, es gebe zunächst keine
    Anzeichen für eine Flutwelle. In Erinnerung an die mehr als 176.000 Toten nach der Flutwelle
    vor drei Monaten wurde in mehreren Ländern, darunter Thailand, Sri Lanka und Japan, eine
    Tsunami-Warnung ausgegeben. Küstenbewohner wurden unmittelbar nach dem zweiminütigen Beben
    gebeten, höher gelegene Orte aufzusuchen. In Banda Aceh, der Hauptstadt der gleichnamigen
    indonesischen Provinz, flohen tausende von Einwohnern aus niedrig gelegenen Vierteln.
    «Die Menschen sind immer noch traumatisiert, angsterfüllt, sie fliehen auf höher gelegene
    Orte», sagte ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, Feri. Behördensprecher Budi Waluyo
    sagte, das Beben sei auf ganz Sumatra zu spüren gewesen. Das Epizentrum befand sich in
    rund 30 Kilometer Tiefe 200 Kilometer west-nordwestlich der Stadt Sibolga auf Sumatra
    und 240 Kilometer südwestlich von Medan auf Sumatra, teilte die US-Erdbebenwarte mit.
    Nur 90 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt die Insel Simeulu, direkt nördlich davon
    befindest sich Nias. Ein Sprecher der US-Geologen in Golden, Dale Grant, sprach von
    einem Nachbeben des 9,0-Erdstoßes vom 26. Dezember. «Es ist im selben Grabensegment»,
    sagte er. Wir erwarten Nachbeben.» Er betonte, keine Hinweise auf einen Tsunami zu
    haben. Erschütterungen waren bis Malaysia und Thailand zu spüren; an der malaysischen
    Westküste flohen tausende von Menschen aus Hochhäusern und Hotels.
    28.März 2005
    Banda Aceh/Bangkok (20:10 Uhr) - Drei Monate nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien
    hat sich am Montag vor der indonesischen Insel Sumatra erneut ein schweres Erdbeben
    ereignet. Einwohner der damals schwer getroffenen Provinz Banda Aceh flohen aus ihren
    Häusern, berichteten Einwohner. Die US-Erdbebenwarte in Golden/Colorado registrierte
    das Beben im Andaman-Meer am Montag mit der Stärke 8,2; das Meteorologische Amt in
    Tokio maß die Stärke 8,5. Für südliche thailändische Provinzen wurde eine Tsunami-Warnung
    ausgegeben. Das Beben wurde um 23.09 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von fast 30 Kilometern
    registriert, sagten die US-Geologen in Golden. Es war bis Malaysia und Thailand zu spüren;
    an der malaysischen Westküste flohen tausende von Menschen aus Hochhäusern und Hotels.
    28.März 2005
    Washington (19:17 Uhr) - Die amerikanische Geologiebehörde hat ein schweres Erdbeben in
    derselben Region Asiens verzeichnet, die im Dezember von der Tsunami-Katastrophe heimgesucht
    wurde. Das Erdbeben in der Nähe von Sumatra hatte eine Stärke von 8,2 auf der Richterskala.
    Das teilte die Behörde in Colorado mit. Die Regierungsstellen in der Region seien
    benachrichtigt worden.
    27.März 2005
    Heidelberg - Ein leichtes Erdbeben der Stärke 2,5 auf der Richterskala war am Abend
    im Großraum Heidelberg zu spüren. Nach Angaben des Landesamtes für Geologie Baden-Württemberg
    in Freiburg bebte die Erde in drei Kilometer Tiefe. Menschen wurden nicht verletzt,
    wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auch Sachschäden seien nicht gemeldet worden.
    Die Erschütterungen konnten in einem Umkreis von rund 20 Kilometer wahrgenommen werden.
    24.März 2005
    Ankara - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat zum zweiten Mal in zwei Wochen den Südosten der
    Türkei erschüttert. In der Umgebung der anatolischen Stadt Karliova in der Provinz
    Bingöl liefen Bewohner in Panik aus ihren Häusern. In Karliova sei aber niemand verletzt
    worden, und es seien auch keine Schäden entstanden, sagte Bürgermeister Muzaffer Gölen
    der Nachrichtenagentur Anadolu. Erst am 12. März waren in Karliova 15 Menschen verletzt
    und 150 Häuser beschädigt worden; Seismologen hatten damals eine Stärke von 5,7 gemessen.
    23.März 2005
    Taipeh - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Mittwoch den Nordosten des Inselstaats
    Taiwan erschüttert. Der Erdstoß erreichte einen Wert von 4,8 auf der Moment-Magnitude,
    wie der nationale Wetterdienst in Taipeh mitteilte. Das Zentrum lag etwa 100 Kilometer
    südöstlich der Hauptstadt. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor.
    Taiwan ist häufig von Erdbeben betroffen. Bei einer Erschütterung der Stärke 7,6 kamen
    im September 1999 mehr als 2.300 Menschen ums Leben.
    21.März 2005
    Genkaijima/Japan - Einen Tag nach dem schweren Erdstoß vor der südjapanischen Insel
    Kyushu ist die Region weiterhin von Nachbeben erschüttert worden. Deren Zahl überschritt
    bis Montagmorgen die Marke von 100, wie die Behörden der Präfektur Fukuoka mitteilten.
    Fast 3.000 Menschen wurden dort in spezielle Zufluchtsstätten evakuiert, da ihre Häuser
    als gefährdet galten. Bei dem Erdstoß der Stärke 7,0 auf der Moment-Magnitude war am
    Sonntagmorgen eine 75-jährige Frau von einer einstürzenden Hauswand erschlagen worden.
    Mindestens 400 Menschen wurden wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Am schlimmsten
    betroffen war die kleine Insel Genkai unweit von Kyushu.
    20.März 2005
    Tokio - Bei einem schweren Erdbeben in Japan ist am Sonntag eine Bewohnerin der betroffenen
    Region ums Leben gekommen.Mindestens 250 Menschen wurden verletzt. Der Erdstoß der Stärke 7,0
    löste eine Tsunami-Warnung aus, die nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde. Das Zentrum
    des Bebens lag etwa 70 Kilometer vor der Küste der Insel Kyushu und nur neun Kilometer
    unter dem Meeresgrund. Es brachte nach Angaben der Behörden Wasser- und Gasleitungen
    zum Bersten und unterbrach die Stromversorgung. Minuten nach dem Erdstoß um 10.53 Uhr
    Ortszeit (02.53 Uhr MEZ) löste der Erdstoß eine Tsunami-Warnung aus - also die Warnung
    vor einem Seebeben, wie es am 26. Dezember vergangenen Jahres die Küsten von Indonesien,
    Sri Lanka, Indien und Thailand heimgesucht hatte. Die Bevölkerung niedrig gelegener
    Küstengebiete wurde aufgerufen, sich ins Landesinnere zu begeben. Innerhalb einer
    Stunde wurde die Warnung wieder aufgehoben.
    14.März 2005
    Freiburg - Ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,1 auf der Richterskala hat die Region
    bei Teningen in Baden-Württemberg erschüttert. Nach Angaben von Geologen bebte die Erde
    um 13.35 Uhr. Laut Polizei gab es keine Verletzten oder Schäden. Das Beben war im Umkreis
    von 20 Kilometern zu spüren. Besorgte Menschen aus Freiburg meldeten sich beim Landesamt
    für Geologie und berichteten unter anderem von klirrendem Geschirr. An fast derselben
    Stelle hatte es im November 2000 ein ähnliches Erdbeben der Stärke 2,9 gegeben.
    14.März 2005
    Ankara - Beim zweiten Erdbeben binnen zwei Tagen im Osten der Türkei sind mindestens
    elf Menschen leicht verletzt worden. Das Beben der Stärke 5,9 auf der Richter-Skala in
    der Provinz Bingöl richtete nach Angaben örtlicher Behörden außerdem Sachschaden an,
    wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Einige Häuser stürzten ein; in einigen
    abgelegene Ortschaften funktionierten die Telefonleitungen nicht mehr.Wie bei dem
    Beben der Stärke 5,7 vom Samstag, bei dem 16 Menschen verletzt wurden, lag das
    Epizentrum in der Stadt Karliova.
    13.März 2005
    Teheran - Ein Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala hat am Morgen den Südosten
    des Iran erschüttert. Der Erdstoß ereignete sich nahe der Stadt Sarvan an der Grenze zu
    Pakistan. Berichte über Opfer oder Zerstörungen liegen nicht vor, so die Medien. Erst
    am 22. Februar war der Südosten des Landes von einem Beben der Stärke 6,4 erschüttert
    worden. Mehr als 600 Menschen starben, rund 1400 wurden verletzt.
    12.März 2005
    Ankara - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Samstagmorgen den Südosten der Türkei
    erschüttert. Der Erdstoß erreichte einen vorläufigen Wert von 5,7 auf der Moment-
    Magnitude, wie das Kandilli-Observatorium in Istanbul mitteilte. Das Zentrum lag
    im Bereich der Stadt Karliova in der ländlichen Provinz Bingöl, war aber auch in
    mehreren Nachprovinzen noch zu spüren. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens
    sieben Menschen verletzt, in mindestens vier Dörfern wurden Häuser beschädigt. Vielerorts
    brach Panik aus.Der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge löste das Beben ferner mindestens
    einen Erdrutsch aus. Dadurch war die Hauptverbindungsstraße zwischen den Städten Erzurum
    und Cat blockiert. In der Türkei kommt es häufig zu Erderschütterungen. In der betroffenen
    Provinz Bingöl kamen 2003 bei einem Beben der Stärke 6,4 insgesamt 177 Menschen ums Leben.
    Bei zwei schweren Erdbeben im Jahre 1999 starben rund 18.000 Menschen.
    11.März 2005
    Mexico City - Einen Tag nach dem Mount St. Helens in den USA und dem Popocapetl
    ist auch der Colima-Vulkan in Mexiko aktiv geworden. Nach einem Bericht des mexikanischen
    Zivilschutzes war dies der heftigste Ausbruch des Vulkans seit einem Jahr. Der Berg etwa
    600 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt stieß eine 2000 Meter Hohe Aschewolke aus. Sie ging
    zum Teil über der Stadt Guzman und weiteren Ortschaften nieder. Die Bevölkerung im
    Bereich des Berges wurde vorsorglich auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet.
    10.März 2005
    Mexiko - Der Vulkan Popocatepetl 65 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt ist wieder
    ausgebrochen. Er spuckte am Mittwoch (Ortszeit) Asche und Dampf und setzte dadurch
    einen Wald in Brand. Soldaten und Feuerwehrleute konnten das Feuer allerdings bald
    wieder unter Kontrolle bringen. Die Flammen nahe der Stadt San Nicolas de los Ranchos
    hätten keine Menschen bedroht, teilte das Ministerium für Katastrophenschutz mit. Der
    Popocatepetl ist nach mehreren aktiven Jahren in den vergangenen Monaten ruhig gewesen.
    09.März 2005
    Johannesburg - Nach einem Erdbeben sind in Südafrika 42 Arbeiter einer Goldmine unter
    Tage eingeschlossen worden. "Die 42 Arbeiter sitzen in einem Schacht 2400 Meter unter
    der Erde fest", erklärte ein Sprecher des Betreibers zweier Goldminen nahe der Stadt
    Klerksdorp 160 Kilometer südwestlich von Johannesburg. Rettungskräfte versuchten, durch
    das Gestein einen Weg zu den Eingeschlossenen zu schlagen. Die Bergung von 3200 Arbeitern
    dauerte am Nachmittag an. 13 Bergleute waren durch Steinschlag verletzt worden.In den
    Städten Klerksdorp und Stilfontein wurden nach Polizeiangaben mindestens 40 weitere
    Menschen verletzt. Zahlreiche Gebäude seien beschädigt worden. Das Beben in der
    zentralen Region Südafrikas hatte eine Stärke von 5,3 auf der Richterskala.
    09.März 2005
    Seattle - Der Vulkan Mount St. Helens im US-Staat Washington hat wieder Asche und
    Dampf ausgestoßen. Wegen der über 11 000 Meter hohen Rauchsäule und dichten Aschewolken
    über dem US-Bundesstaat musste der Flugverkehr laut CNN teilweise umgeleitet werden.
    Der jüngsten Vulkanaktivität war ein kleines Erdbeben vorausgegangen. Im vergangenen
    Herbst war der Mount St. Helens nach einer längeren Ruhephase wieder zum Leben erwacht.
    Der letzte verheerende Ausbruch ereignete sich im Mai 1980. Damals kamen 57 Menschen
    ums Leben.
    06.März 2005
    Montreal - Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat am Sonntag Teile der kanadischen Provinz Quebec
    erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen nach Behördenangaben zunächst
    nicht vor. Das Zentrum des Bebens lag in der Nähe der Ortschaft Rivière-du-Loup, 400
    Kilometer nordöstlich von Montreal, wie eine Sprecherin des Ministeriums für Bodenschätze
    erklärte. Auch in Montreal, Ottawa und Boston war der Erdstoß um 1.17 Uhr Ortszeit zu spüren.
    06.März 2005
    Taipeh - Ein Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala hat am frühen Sonntagmorgen
    (Ortszeit) Taiwan erschüttert. Wie das seismologische Institut in der Hauptstadt Taipeh
    mitteilte, befand sich das Zentrum des Bebens wenige Kilometer nördlich der Stadt Suao
    an der Ostküste der Insel. Zunächst lagen keine Informationen über mögliche Schäden oder
    Opfer vor. Bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 waren im September 1999 in Taiwan rund
    2400 Menschen getötet worden.
    02.März 2005
    Sydney - Vor der Ostküste Indonesiens hat sich am Mittwochabend ein schweres Erdbeben
    der Stärke 7,2 ereignet. Die Erschütterung war bis an die über 600 Kilometer entfernte
    Nordküste Australiens zu spüren, wie die australische Polizei mitteilte. Berichte über
    Verletzungen oder Sachschaden wurden zunächst nicht bekannt. Nach Angaben australischer
    Seismologen lag das Epizentrum des Bebens rund 190 Kilometer unter dem Meeresboden,
    deshalb seien auch keine größeren Schäden zu erwarten. Auch löste das Beben keine
    Flutwelle (Tsunami) aus.
    02.März 2005
    Lima - Ein Erdbeben hat am Mittwoch die peruanische Hauptstadt Lima erschüttert. Das
    Epizentrum des Bebens, das nach ersten Messungen eine Stärke von 5,7 auf der Moment-Magnitude
    erreichte, lag knapp 100 Kilometer östlich von Lima in den Anden, wie das Geophysikalische
    Institut des Landes mitteilte. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
    02.März 2005
    Straßburg - Das indonesische Archipel ist erneut von einem Erdbeben erschüttert worden.
    Nach Angaben der Straßburger Erdbebenwarte wurde das Beben der Stärke von 7,1 auf der
    Richter-Skala um 11.41 Uhr MEZ registriert. Das Epizentrum lag demnach im Banda-Meer
    rund 300 Kilometer nordöstlich der Insel Timor und rund 2500 Kilometer östlich der
    Hauptstadt Jakarta. Angaben über Schäden liegen noch nicht vor.Am 26. Dezember
    hatte ein Seebeben der Stärke 9,0 vor der indonesischen Insel Sumatra in Südasien
    gewaltige Flutwellen ausgelöst und mindestens 285.000 Menschen getötet. Seitdem
    registrierten Forscher mehr als 200 Nachbeben in der Region.
    22.Februar 2005
    Sarand - Gut ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben von Bam sind bei einem
    neuerlichen Erdstoß im Südosten des Iran möglicherweise mehr als 500 Menschen
    getötet worden. Rettungskräfte bargen bislang mehr als 270 Leichen und mehr als
    700 Verletzte aus den Trümmern eingestürzter Häuser. Mehrere abgelegene Dörfer
    in den Bergen der betroffenen Region Kerman sind völlig von der Außenwelt
    abgeschnitten; ein Krankenhaussprecher rechnet dort mit weiteren hunderten Toten.
    Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds wurden die Hälfte der 40 von dem Beben
    betroffenen Dörfer vollständig zerstört. Schlechte Straßenverhältnisse und
    Regenwetter behinderten die Rettungs- und Sucharbeiten. Es sei zu befürchten,
    dass die Zahl der Opfer auf mehr als 500 Tote und 5000 Verletzte steigen werde,
    sagte Krankenhaussprecher Iradsch Scharifi. Auch der Landeskoordinator des Malteser
    Hilfsdienstes im Iran, Peter Staudacher, rechnet mit deutlich mehr Toten als
    zunächst bekannt. Gouverneur Mohammed Ali Karimi hofft dagegen, dass die Zahl
    der Todesopfer bei etwa 300 bleiben werde, da die abgelegenen Dörfer während der
    kalten Jahreszeit nur wenige Bewohner hätten. Der Erdstoß der Stärke 6,4 am frühen
    Morgen überraschte die meisten Menschen im Schlaf. In dem nahezu vollständig zerstörten
    Dorf Dahujeh wurden zahlreiche Gläubige beim Morgengebet in der Moschee lebendig
    begraben. Dorfbewohner gruben mit bloßen Händen nach Toten und Überlebenden. Das
    Epizentrum lag 60 Kilometer nordwestlich der Stadt Kerman und etwa 200 Kilometer
    von der Stadt Bam, wo am 26. Dezember 2003 bei einem verheerenden Erdbeben mehr
    als 30.000 Menschen ums Leben gekommen waren.
    16.Februar 2005
    Tokio/Jakarta - Bei einem Erdbeben nahe der japanischen Hauptstadt Tokio sind mindestens
    27 Menschen leicht verletzt worden. Größere Sachschäden wurden nicht gemeldet.
    In Indonesien erschütterte mehrere Stunden später ein Erdbeben der Stärke 5,3 die
    durch die Flutkatastrophe heimgesuchte Provinz Aceh. Ein weiteres Erdbeben in der
    indonesischen Provinz Nord-Sulawesi erreichte sogar die Stärke 6,2. Auch in Indiens
    Nordosten bebte die Erde. Das Beben der Stärke 5,4 auf der Richter-Skala in Japan
    ereignete sich am frühen Mittwochmorgen. Laut dem japanischen Wetteramt war das Beben
    in der nordöstlich von Tokio gelegenen Region Ibaraki so stark, dass es im Zentrum der
    Hauptstadt Häuser zum Wanken brachte. Die Fernsehsender unterbrachen ihr Programm und
    zeigten Bilder von schwankenden Gebäuden. Eine Tsunami-Warnung gab es nicht. Die Region
    Ibaraki liegt etwa 140 Kilomter nordöstlich von Tokio. Das Epizentrum lag in 40
    Kilometern Tiefe im Süden von Ibaraki.
    15.Februar 2005
    Peking - Ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala hat den Nordwesten Chinas
    erschüttert. Über Opfer oder Schäden ist noch nichts bekannt. Wie die Nachrichtenagentur
    Xinhua berichtete, war eine Gegend in der autonomen Region Xinjiang nahe der Grenze zu
    Kirgisien betroffen.
    15.Februar 2005
    Hongkong - Gut sieben Wochen nach der Flutkatastrophe am Indischen Ozean ist die
    indonesische Insel Sumatra erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Anders als
    am 26. Dezember gab es aber keinen Tsunami. Das Beben in der Nacht zum Dienstag hatte
    nach Angaben der Erdbebenwarte in Hongkong eine Stärke von 6,0. Sein Epizentrum lag
    rund 200 Kilometer nordwestlich von Padang im Meer. Es habe weder Verletzte noch
    Sachschäden gegeben, sagte ein Behördenvertreter in Padang Panjang.
    02.Februar 2005
    Tokio - Mehrere Regionen in Asien sind am Mittwoch wieder von Erdbeben erschüttert
    worden. Ein Beben der Stärke 5,2 erschütterte die indonesische Insel Java. Es kam zu
    einer Panik unter der Bevölkerung, in Gebäuden entstanden Risse. Berichte über Opfer
    lagen aber nicht vor. Auch im Norden Japans bebte die Erde. Das Beben hatte eine Stärke
    von 4,6, sein Zentrum lag rund 30 Kilometer unter der Erde. Berichte über Schäden oder
    Opfer lagen auch nicht vor.
    31.Januar 2005
    Athen - Ein Erdstoß der Stärke 5,6 auf der Richterskala hat am Montagmorgen die
    griechische Insel Zante im Ionischen Meer erschüttert. Der "sehr starke" Stoß habe
    sein Epizentrum rund 340 Kilometer westlich der Hauptstadt Athen im Meer gehabt,
    teilten die Behörden mit. Bei dem Beben sei niemand verletzt worden oder zu Schaden
    gekommen.
    29.Januar 2005
    Madrid - Ein Erdbeben der Stärke 4,6 hat am Samstag den Südosten Spaniens erschüttert.
    Sein Epizentrum lag in Bullas in der Region Murcia, wie das Nationale Geographische
    Institut mitteilte. Die Erschütterungen seien auch in den Provinzen Almeria, Jaen,
    Granada, Albacete und Ciudad Real zu spüren gewesen. In Bullas bebte die Erde sechs
    bis acht Sekunden lang, wie Polizeichef Francisco Espin sagte. Verletzt wurde offenbar
    niemand, an Gebäuden entstand leichter Sachschaden.
    27.Januar 2005
    Hongkong - Zwei starke Seebeben haben die Region im Indischen Ozean zwischen der zu
    Indien gehörenden Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren und Indonesien erschüttert.
    Zunächst sei ein Beben der Stärke 5,6 auf der Richterskala rund 345 Kilometer nordöstlich
    der Hauptstadt der indonesischen Provinz Aceh, Banda Aceh, registriert worden, teilte
    das Hongkonger Erdbeben-Observatorium mit. Davon seien vor allem die Andamanen und
    Nikobaren betroffen gewesen.Wenige Stunden später seien dann Erschütterungen der
    Stärke 6,1 vor der Westküste von Sumatra gemessen worden, hieß es weiter. Berichte
    über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
    26.Januar 2005
    Peking - Bei einem Erdbeben der Stärke 5,0 sind im Südwesten Chinas am Mittwoch mindestens
    drei Menschen verletzt worden. Meldungen über Tote gab es zunächst nicht, wie die Behörden
    der Provinz Yunnan mitteilten. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua
    wurden in der Stadt Simao mehrere Gebäude beschädigt.Die gebirgige Provinz Yunnan wird
    immer wieder von moderaten bis starken Erdbeben erschüttert. Zuletzt wurden im Bezirk Ludian
    bei einem Beben der Stärke 5,0 am 10. August vier Menschen getötet und mehr als 600 verletzt.
    25.Januar 2005
    Ankara - Eine Serie von Erdbeben hat am Dienstag das türkische Grenzgebiet zum Iran
    erschüttert. Dabei kamen nach offiziellen Angaben in der Ortschaft Kaymakli zwei Menschen
    beim Einsturz eines Hauses ums Leben. Mehr als 20 Menschen wurden bei dem Erdbeben in der
    Provinz Hakkari verletzt. Das Stärkste der drei Beben hatte den Angaben zufolge die
    Stärke 5,5. Viele Menschen sprangen in Panik von den Balkonen ihrer Häuser und verletzten
    sich dabei.
    24.Januar 2005
    Jakarta - Bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala ist auf der
    ostindonesischen Insel Sulawesi mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Aus Angst
    vor einer Flutwelle flüchteten tausende Einwohner aus ihren Häusern. Nach Polizeiangaben
    wurden etwa 50 Gebäude in der Provinzhauptstadt Palu durch den Erdstoß stark beschädigt.
    Mindestens vier Menschen erlitten durch herabfallenden Trümmern schwere Verletzungen.
    Auch in der Katastrophenprovinz Aceh bebte erneut die Erde.
    22.Januar 2005
    Manila - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Samstagmorgen die südlichen Philippinen
    erschüttert. Nach Angaben des Instituts für Vulkanologie und Seismologie in Manila
    erreichte es eine Stärke von 5,4 auf der Moment-Magnitude. Das Zentrum lag südöstlich
    der Insel Mindanao rund 200 Kilometer unter dem Meeresboden. Wegen dieser Tiefe bestand
    einem Wissenschaftler des Instituts zufolge keine Gefahr einer Flutwelle. Berichte
    über Schäden oder Verletzte sowie über etwaige Nachbeben lagen zunächst nicht vor.
    20.Januar 2005
    Wellington - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat am Freitagvormittag (Ortszeit) die
    neuseeländische Hauptstadt Wellington erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag 30
    Kilometer vom Stadtzentrum entfernt in 30 Kilometer Tiefe, wie das Erdbebeninstitut
    des Landes mitteilte. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.
    Das Beben war in der gesamten Mitte Neuseelands zu spüren. Ihm gingen zehn Erdstöße
    binnen zehn Stunden am Dienstag voraus. Der stärkste hatte die Stärke 5,3.
    20.Januar 2005
    Banda Aceh - Die Zahl der Toten durch die Flutkatastrophe in Asien steigt und steigt-
    vor allem in Indonesien. Nach offiziellen Angaben kamen dort mindestens 166 000 Menschen
    ums Leben. Damit steigt die Zahl der Toten auf insgesamt 220 000 Menschen. Grund für
    den hohen Anstieg der Opferzahl seien neueste Berichte aus bisher unzugänglichen Regionen.
    Die Zahl der in den Flutgebieten vermissten Deutschen ist von 598 auf 581 gesunken.
    Heute findet im Berliner Reichstag ein Staatsakt zum Gedenken an die Flutopfer statt.
    18.Januar 2005
    Tokio - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat die nordjapanische Insel Hokkaido erschüttert.
    Wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die japanische Wetterbehörde meldete,
    lagen zunächst keine Berichte über Opfer oder Sachschäden vor. Eine Tsunami-Flutwellenwarnung
    wurde nicht erlassen. Kurz zuvor hatte ein Erdbeben der Stärke 4,6 die zentraljapanische
    Region Niigata erschüttert, ohne dass es zunächst Meldungen über Verletzte oder Schäden
    gab. In Niigata hatte es bereits im vergangenen Oktober eine Serie schwerer Erdbeben gegeben.
    Das Epizentrum des Bebens lag etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio.
    17.Januar 2005
    Hongkong - In der Nähe der Pazifik-Inselgruppe Mikronesien hat sich ein starkes Erdbeben
    ereignet. Wie das Beobachtungszentrum in Hongkong mitteilte, hatte das Beben eine Stärke
    von 6,6 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag demnach im Meer des westlichen Teils
    Mikronesiens, rund 330 Kilometer ost-nordöstlich der Insel Yap. Der australische
    Wetterdienst meldete, die Erschütterungen seien zu schwach gewesen, um eine mögliche
    gefährliche Tsunami-Flutwelle auszulösen.
    17.Januar 2005
    Colombo/Jakarta - Die Zahl der Todesopfer in der Krisenregion rund um den Indischen
    Ozean ist auf rund 170 000 angestiegen. Vor dem Hintergrund der Tragödie beginnt an
    diesem Dienstag in der japanischen Stadt Kobe eine UN-Konferenz zum Katastrophenschutz.
    Unterdessen hat die Eröffnung eines weiteren Flughafens im indonesischen Katastrophengebiet
    das Einfliegen von Hilfsgütern deutlich vereinfacht. Der neue Militärflugplatz auf der Insel
    Weh vor der Küste Sumatras habe «eine enorme Last von den Flughäfen in Medan und Banda Aceh
    genommen», sagte Michael Huggins vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN) am
    Montag. Dadurch könnten noch mehr Hilfslieferungen zu den rund 700 000 Obdachlosen im Norden
    Sumatras gebracht werden.Bei der Lieferung von Hilfsgütern in die Flutgebiete kommt es nach
    Angaben der Bundesregierung allerdings dennoch zu Engpässen im Lufttransport. Die Regierung
    und humanitäre Organisationen treibe die Sorge um, ob ausreichend Transportflugzeuge zur
    Verfügung stünden, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Walter Lindner, am Montag
    in Berlin.In Sri Lanka stieg die Zahl der Todesopfer um mehr als 7200 auf nun 38 195,
    sagte der Staatssekretär im Ministerium für Öffentliche Sicherheit, Tilak Ranaviraja,
    in Colombo. «Die Opferzahl wird mit Leichtigkeit auf mehr als 40 000 steigen, bei der
    Geschwindigkeit, mit der wir Leichen finden.» Die Flutwellen haben an fast zwei Drittel
    von Sri Lankas Küste Verwüstung angerichtet. Gemessen an der Einwohnerzahl von nur 20
    Millionen ist Sri Lanka das am schwersten von der Naturkatastrophe vor gut drei Wochen
    betroffene Land.
    15.Januar 2005
    Jakarta - Drei Wochen nach dem katastrophalen Seebeben vor der Küste Indonesiens ist
    der Inselstaat erneut von einem starken Erdstoß erschüttert worden. Das Beben mit dem
    Epizentrum 200 Kilometer südwestlich von Jakarta erreichte eine Stärke von 5,5 auf der
    Richter-Skala, wie ein Sprecher der staatlichen Wetterbehörde mitteilte. Der Erdstoß
    richtete keine größeren Schäden an, Menschen wurden offenbar nicht verletzt.
    11.Januar 2005
    Athen - Ein Seebeben der Stärke 5,4 auf der Richterskala hat den Südosten der Ägäis
    erschüttert. Laut dem seismologischen Institut in Athen lag das Zentrum des Seebebens
    in einer Tiefe von rund 20 Kilometer unter dem Meeresboden zwischen der griechischen
    Insel Kos und der türkischen Hafenstadt Bodrum. Nach Angaben der Polizei der Insel
    Kos wurden die Einwohner zwar aus dem Schlaf gerissen, verletzt wurde aber niemand.
    Gespürt wurde der Erdstoß auch auf der Touristeninsel Rhodos sowie entlang der
    türkischen Ägäisküste.
    10.Januar 2005
    Teheran - Ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richterskala hat am Montagabend den
    Bewohnern der Region um Agh Ghala im Nordosten des Iran einen Schrecken eingejagt.
    Wie ein Sprecher des Innenministeriums in Teheran mitteilte, wurde nach ersten
    Informationen der örtlichen Behörden niemand verletzt. Die Nachrichtenagentur Irna
    meldete, die Bewohner der Region seien aus Panik auf die Straßen gelaufen.
    10.Januar 2005
    Sumatra- Ein schweres Nachbeben hat am Sonntagabend die Region der von der Flutkatastrophe
    in Südasien am schwersten betroffenen indonesischen Provinz Aceh erschüttert.
    Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 6,2 auf der Richterskala sei vor der Küste
    von Sumatra rund 60 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Banda Aceh gemessen
    worden, teilte die Erdbebenwarte in Hong Kong mit. Aceh ist in den vergangenen Wochen
    von einer Serie von Nachbeben erschüttert worden.
    08.Januar 2005
    Catania - Der Vulkan Ätna auf Sizilien spuckt nach über einem Jahr Ruhe wieder Feuer
    und Asche. Wie die italienischen Behörden berichteten, ist ein Krater im Südosten
    des rund 3300 Meter hohen Berges wieder aktiv geworden. Aus ihm steige Rauch und
    schwarze Asche in die Höhe. Aus einer seitlichen Öffnung auf 2600 Meter Höhe fließe
    Lava. Es bestehe aber keine Gefahr für die Bewohner der Berghänge, hieß es weiter.
    Der Ätna ist der größte und aktivste Vulkan Europas.
    08.Januar 2005
    Saipan - Ein Vulkanausbruch auf einer kleinen Pazifikinsel hat eine Warnung für den
    internationalen Flugverkehr ausgelöst. Der Vulkan auf der zu den Nördlichen Marianen
    gehörenden unbewohnten Insel Anatahan könne Asche in bis zu 4,6 Kilometern Höhe
    ausspeien, warnten die Behörden der zu den USA gehörenden Inselgruppe am Freitag.
    Der Vulkan sei am Dienstag ausgebrochen. Zwar sei er derzeit für die meisten Flugzeuge
    im Luftraum ungefährlich, aber da sich die Wetterbedingungen schnell ändern könnten,
    sollten die Maschinen die Insel weiträumig umfliegen, hieß es in einer Erklärung.
    Möglicherweise könne sich der Vulkanausbruch verstärken.
    07.Januar 2005
    Pagadian - Meeresbewegungen wie vor einem Tsunami haben im Süden der Philippinen eine
    Massenpanik ausgelöst. Nach einem leichten Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala
    habe sich das Meer vor der Hafenstadt Pagadian auf der südlichen Insel Mindanao am
    Donnerstagabend ungewöhnlich weit zurückgezogen, teilten Behördenvertreter mit.
    Daraufhin seien mehr als 5000 verängstigte Einwohner der Stadt panikartig auf
    Anhöhen geflüchtet. Die Menschen hätten teils in ihren Schlafanzügen Kinder und
    einige persönliche Gegenstände an sich gerissen und unverzüglich die Flucht ergriffen.
    06.Januar 2005
    Guatemala-Stadt - Bei einem Vulkanausbruch in Guatemala sind große Mengen Asche bis
    zu fünf Kilometer hoch in die Luft geschleudert worden. Der Vulkan Fuego rund 60 Kilometer
    südwestlich von der Hauptstadt Guatemala-Stadt sei von drei heftigen Explosionen erschüttert
    worden, teilte die Erdbeben- und Vulkanwarte mit. An den Hängen des 3700 Meter hohen
    Vulkans seien Lavaflüsse und Gesteinslawinen beobachtet worden. Opfer habe es nicht
    gegeben, teilte der Katastrophenschutz mit.
    06.Januar 2005
    Hongkong - Elf Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit anschließendem Tsunami kommt die
    Region am Indischen Ozean nicht zur Ruhe. Vor der Insel Sumatra wurden in der Nacht zum
    Donnerstag zwei neue Erdstöße registriert. Sie hatten die Stärke 6,2 und 5,6 auf der
    Moment-Magnitude, wie die Erdbebenwarte in Hongkong mitteilte.Demnach lag das Zentrum
    der Erdstöße 60 bis 110 Kilometer westlich von Banda Aceh in unmittelbarer Nähe der
    Stelle, wo sich am 26. Dezember das schwere Beben der Stärke 9,0 ereignet hatte.
    Seitdem ist es in dieser Region immer wieder zu Nachbeben gekommen. Berichte über
    Opfer oder Schäden infolge der jüngsten Erderschütterungen lagen zunächst nicht vor.
    Ein moderates Erdbeben erschütterte am Donnerstagmorgen auch die südlichen Philippinen.
    Die Stärke betrug 4,9 auf der Moment-Magnitude, wie das Institut für Seismologie in
    Manila mitteilte. Das Zentrum lag etwa 130 Kilometer östlich der Insel Jolo. Berichte
    über Schäden oder Opfer lagen auch hier zunächst nicht vor.
    05.Januar 2005
    Mogadischu - Somalia hat die Zahl der Todesopfer nach der Flutkatastrophe im Indischen
    Ozean stark nach oben korrigiert. 298 Menschen seien durch die Flut in dem
    ostafrikanischen Land ums Leben gekommen, sagte der Vize-Präsident der besonders
    betroffenen nordöstlichen Küstenregion Puntland, Mohammed Abdi Gagab, am Mittwoch.
    Bislang war offiziell von 176 Todesopfern die Rede gewesen. Rund 17.000 Menschen
    hätten durch die Katastrophe vor zehn Tagen ihr Zuhause verloren, sagte Gagab.
    Die Flutwellen hatten Somalia rund sieben Stunden nach dem Seebeben vor der
    indonesischen Insel Sumatra erreicht. Somalia liegt mehr als 4500 Kilometer
    vom Epizentrum entfernt.
    04.Januar 2005
    Neu Delhi/Jakarta/Colombo - Neun Tage nach der Flutkatastrophe in Asien benötigen
    immer noch mehr als 1,8 Millionen Menschen dringend Nahrungsmittel. Die UN warnten
    davor, dass Tausende verhungern oder an Krankheiten sterben könnten, weil Versorgungsgüter
    nicht rechtzeitig ankommen.Hilfsorganisationen rechnen damit, dass es einige Tage dauern
    könnte, bis auch die entlegensten Gegenden erreicht werden. In Indonesien stieg derweil
    die Zahl der Überlebenden in Auffanglagern nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom
    Dienstag auf knapp 390 000. Zuvor war von 272 000 Menschen die Rede, die in Notquartieren
    im Norden der schwer getroffenen Insel Sumatra aufgenommen wurden.Der Flughafen in der
    verwüsteten Provinzhauptstadt Banda Aceh auf Sumatra musste am Dienstag vorübergehend
    gesperrt werden, nachdem eine Maschine mit Hilfsgütern von der Landebahn gerutscht war.
    Hubschrauber könnten aber weiterhin ihre Einsätze fliegen, teilte ein Militärsprecher
    mit. Auf dem kleinen Flughafen von Banda Aceh starten und landen inzwischen rund um die
    Uhr Flugzeuge im Katastropheneinsatz. Vor der Flutwelle wurden auf dem Flughafen pro
    Tag nicht mehr als sechs Flüge abgefertigt.Helfer berichteten derweil von einem Mangel
    an Leichensäcken. «Wir brauchen dringen einige tausend mehr», sagte ein Helfer dem
    privaten Radiosender El Shinta. Seinen Schätzungen zufolge sind 15 000 Leichen alleine
    in der Umgebung von Banda Aceh noch immer nicht geborgen. Die Regierung befürchtet, dass
    die Flutwelle in und um Banda Aceh rund 30 000 Menschen das Leben kostete. Offiziell
    bestätigt wurden in Indonesien zunächst 94 100 Tote. Die Regierung rechnet jedoch mit
    rund 100 000. Insgesamt wird von 165 000 Toten ausgegangen.Eine Gruppe wütender
    Überlebender auf den südindischen Nikobar-Inseln nahmen einen Beamten und einen
    Polizeichef als Geiseln, um gegen unzureichende Hilfsmaßnahmen zu protestieren,
    wie die Zeitung «Hindustan Times» berichtete. Die Überlebenden hatten demnach
    vier Tage lang ohne Lebensmittel ausgeharrt, bevor sie sich durch den Dschungel
    zu einem Stützpunkt in der Campbell-Bucht schlugen, wo sie den Beamten und
    Polizisten beim Essen vorfanden. Sie wurden später freigelassen, nachdem sie
    versprochen hatten, für Nahrungsmittel zu sorgen. Hilfsorganisationen zufolge
    warteten noch immer Inselbewohner der Region auf Hilfe.In Sri Lanka trafen die
    ersten US-Soldaten zur Katastrophenhilfe ein. Die Soldaten seien durch die Hauptstadt
    Colombo gekommen, sagte ein Sprecher der US-Botschaft am Dienstag. Noch sei unklar,
    wann Truppen in der besonders schwer betroffenen Stadt Galle im Südwesten Sri Lankas
    landen würden. Dorthin ist ein Hubschrauber-Träger unterwegs. Nach Angaben der
    Hafenmeisterei in Galle erkundigten sich die Soldaten zunächst nach dem Zustand
    des noch geschlossenen Hafens. Im Bezirk Galle hat die Flutwelle bis zu zwei
    Kilometer landeinwärts Zerstörung angerichtet.
    03.Januar 2005
    Pasadena - Das Erdbeben von Sumatra, das zu dem verheerenden Tsunami - Flutwellen geführt hat,
    war nach Angaben von US-Forschern so stark, dass es die Erdrotation beschleunigt hat.
    Geophysiker des NASA-Jet Propulsion Center in Pasadena haben berechnet, dass die Erde
    sich danach um etwa drei Mikrosekunden schneller drehte, berichtet das Wissenschaftsmagazin
    Nature http://www.nature.com .Der schnelle Wechsel ist daher zustande gekommen, weil
    sich die Massen der tektonischen Platten verschoben haben. Auswirkungen auf den
    Planeten habe dies allerdings nicht, meinen die Forscher. Da die kürzere Umlaufzeit
    nur ein paar Millionstel einer Sekunde betrage, wären Korrekturen nicht notwendig,
    berichtet Tom O'Brian vom US-National Institute of Standards and Technology. Wie
    gewaltig das Erdbeben tatsächlich war, berichtet die US-Geological Society: Die
    Energie des Bebens kommt 475.000 Kilotonnen TNT gleich. Das entspricht einer Gewalt
    von 23.000 Atombomben wie sie in Hiroshima Ende des 2. Weltkrieges gezündet wurden.
    Das stärkste Beben, das je auf der Erde gemessen wurde, war es nicht, denn 1960 gab
    es in Chile nahe der Stadt Conception ein noch gewaltigeres, das zwischen 15 und
    30 Minuten nach dem Beben zu Wellen von mehr als 50 Metern Höhe führte. Etwa 15
    Stunden nach den Erschütterungen wurde die hawaiianische Stadt Hilo, rund 6.800
    Kilometer vom Epizentrum entfernt, von gewaltigen zehn-Meter-Brechern getroffen
    und verwüstet.Das zweitschwerste je gemessene Erdbeben wurde 1964 in Alaska
    registriert. Damals wurde ein Gebiet von 80.000 Quadratkilometern zerstört.
    Eine Tsunami-Welle erreichte an der Shoup-Bay am Valdez Inlet eine Maximalhöhe
    von 67 Metern. Dem Umstand, dass damals relativ wenig Menschen starben, ist
    lediglich der Tatsache zu verdanken, dass die betroffenen Gebiete, die Küste
    Alaskas, West-Kanadas, Oregons und Washingtons relativ schwach besiedelt waren.
    Die USGS berichtet jedenfalls davon, dass Tsunami-Flutwellen in jedem Ozean
    auftreten können. Besonders gefährdet ist der Pazifik mit dem so genannten
    "Ring Of Fire", einem Ring aus aktiven Vulkanen rund um die Außengrenzen des
    großen Ozeans. Dass eine Warnung vor den großen Wellen nur selten früh genug
    kommt, zeigen auch zahlreiche Beispiele wie etwa jener Tsunami, der am 17. Juli
    1998 mehr als 2.000 Menschen in Papua Neuguinea in den Tod riss. Innerhalb weniger
    Minuten nach dem Beben zerstörten drei aufeinander folgende Wellen drei Dörfer
    komplett. Besonders tragisch war der Umstand, dass das Seebeben, das zu den tödlichen
    Wellen führte, die sich mehr als 15 Meter aufbäumten, relativ leicht war. Bewohner
    in anderen Dörfern, die nur 15 Kilometer von den betroffenen Ortschaften entfernt
    lebten, spürten kaum ein Beben. Wissenschaftler wie der Autor des Buches "Tsunami!",
    Walter Dudley, räumt auch mit der Vorstellung auf, dass Tsunamis einfache
    gigantische Wellen sein. Vielmehr handle es sich um zehn oder mehr aufeinander
    folgende Wellen, die das Wasser nach vor und zurück transportieren, schreibt
    Anne Rosenthal von der California Academy of Sciences. Daher wiesen die Toten
    in Papua Neuguinea Brandverletzungen auf. Ihre Körper wurden über den rauen
    Korallensand geschliffen.Die zerstörerischen Wellen werden aber nicht nur durch
    unterseeische Beben ausgelöst. So sorgte der Ausbruch des Vulkans Krakatau in
    Indonesien am 27. August 1883 für Wogen, die 165 Dörfer einfach unter sich
    begruben und keine Spuren mehr hinterließen. Gerade diese Tatsache macht es
    so schwierig ein zuverlässiges Warnsystem zu etablieren.
    03.Januar 2005
    Neu Delhi - Gut eine Woche nach der Flutwelle in Asien ist das wahre Ausmaß der Tragödie
    immer noch unklar. Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer ist erneut dramatisch
    gestiegen. Nach Angaben des indonesischen Gesundheitsministeriums kamen alleine auf
    der besonders schwer getroffenen Insel Sumatra mehr als 94 000 Menschen ums Leben.
    Die Vereinten Nationen befürchten, dass insgesamt deutlich mehr als 165 000 Menschen
    getötet wurden. Inzwischen erreicht die internationale Hilfe auch abgelegenere Krisengebiete.
    02.Januar 2005
    Phuket - Eine Woche nach der verheerenden Flutwelle im Indischen Ozean ist der Meeresgrund
    immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Mehrere Nachbeben erschütterten am Sonntag die
    indische Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren. Der heftigste Erdstoß erreichte
    nach Angaben indischer Seismologen eine Stärke von 5,9.Unterdessen untersuchten
    deutsche Gerichtsmediziner in Mai Khao die Leichen von Tsunami-Opfern. Um ihre
    Identität zu klären, nahmen sie DNA-Proben aus Knochen und prüften zahnmedizinische
    Befunde. Jede Leiche wird mit einer Kennnummer versehen, die auf einem Mikrochip am
    Körper des Toten gespeichert wird, wie Teamleiter Jürgen Peter mitteilte. Sein
    Einsatz sei ähnlich wie bei anderen Katastrophen, aber die Dimension sei nicht
    vergleichbar, sagte Peter.Bislang haben die Behörden in Thailand 4.985 Tote
    registriert. 6.424 Menschen werden noch als vermisst geführt. «Wir werden weiter
    nach Toten suchen», sagte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra. Die Gesamtzahl
    der Toten in den elf betroffen Ländern stieg am Sonntag auf mehr als 123.000.
    Die Vereinten Nationen befürchten bis zu 150.000 Todesopfer.Bei den Bergungsarbeiten
    in den zerstörten Ferienzentren setzt Thailand jetzt auch Elefanten ein. Eine Gruppe
    von Arbeitselefanten, die sonst in der Holzwirtschaft tätig sind, traf am Sonntag
    in der Provinz Phang Nga ein. Vor allem in schwer zugänglichen Gebieten seien die
    Tiere ideal, um schwere Trümmerteile aus Gebäuden zu ziehen, sagte der Verwaltungsbeamte
    Siriphong Leeprasit
    01.Januar 2005
    Jakarta/Colombo - Knapp eine Woche nach Beginn der Flutkatastrophe in Asien hat ein starkes
    Seebeben die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Die Gefahr einer Flutwelle wie bei dem
    Beben vor einer Woche bestehe aber nicht, sagte ein Seismologe des Erdbebenobservatoriums
    in Straßburg. Die Zahl der Toten in der asiatischen Unglücksregion steigt unterdessen immer
    weiter. Allein in Sri Lanka wurden möglicherweise über 42.000 Menschen getötet.Das jüngste Beben
    hatte den Straßburger Wissenschaftlern zufolge eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala.
    Das staatliche chinesische Erdbebenzentrum hatte eine Stärke von sieben gemessen. Das
    Epizentrum lag demzufolge 410 Kilometer vom Epizentrum des verheerenden Bebens am vergangenen
    Sonntag entfernt. Ein AFP-Reporter berichtete aus Banda Aceh im Norden Sumatras, dort seien
    die Erdstöße nicht zu spüren gewesen.Der Norden Sumatras war am stärksten von der Flutkatastrophe
    betroffen, bei der allein auf der indonesischen Insel möglicherweise bis zu 100.000 Menschen
    starben. Nach UN-Angaben könnte es noch Wochen dauern, bis Hilfslieferungen die Opfer in den
    entlegenen Gebieten der indonesischen Provinz Aceh erreichen.Insgesamt könnte die Zahl der
    Toten in der gesamten Region nach Einschätzung der UNO bei bis zu 150.000 liegen.
    Wahrscheinlich werde nie geklärt werden können, wie viele Menschen tatsächlich ums Leben
    kamen, sagte UN-Krisenkoordinator Jan Egeland in New York. Die Zahl der bestätigten Todesopfer
    näherte sich 126.000. Indonesien meldete 79.940 Tote, rechnete aber mit bis zu 100.000 Toten.
    Das Präsidentenbüro in Colombo gab die Zahl der Vermissten in Sri Lanka mit knapp 14.000 an.
    Bisher war von fast 5000 Vermissten die Rede gewesen. Präsidentin Chandrika Kumaratunga
    hatte schon am Donnerstag gesagt, es müsse davon ausgegangen werden, dass die meisten
    der Vermissten tot seien. Die Zahl der offiziell erfassten Toten lag bisher bei über
    28.000. Tausende Überlebende mussten im Osten Sri Lankas erleben, wie ihre Unterkünfte
    durch heftige Regenfälle erneut weggeschwemmt wurden.In Thailand, das etwa 4800 Todesfälle
    bestätigte, sind nach Regierungsangaben bis zu 8000 Tote zu befürchten. Mehr als 2000
    ausländische Touristen starben nach Behördenangaben allein in der südlichen Provinz
    Phang Nga. Dort befindet sich auch der zerstörte Ferienort Khao Lak, wo zahlreiche
    Deutsche ihren Weihnachtsurlaub verbrachten. Unter den tausenden in der Region Vermissten
    sind deutlich mehr als tausend Deutsche.