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In Zusammenarbeit mit VolcanoDiscovery
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Guatemala-Stadt - Die Behörden in Guatemala haben die Bevölkerung vor einem möglichen größeren Ausbruch des Vulkans Fuego gewarnt. Wie der Nationale Katastrophenschutz mitteilte, wurden Spezialisten in das Gebiet rund 60 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt entsandt, um herauszufinden, ob eine Evakuierung gefährdeter Gebiete notwendig wird. Der Vulkan hatte am Dienstag eine 1700 Meter hohe Aschewolke ausgestoßen. In der Dunkelheit war bei klarem Himmel Feuer über dem Krater zu sehen. Experten sahen darin jedoch keine unmittelbare Gefahr. Der Fuego produziere seit Jahren ständig Rauchwolken, die wegen der Wolken jedoch meist nicht zu sehen seien, hieß es am Institut für Vulkanologie in Guatemala. Wegen der Unberechenbarkeit des Vulkans mahnte sie dennoch zur Vorsicht. 25.Dezember 2005 Islamabad - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Sonntag die pakistanische Hauptstadt Islamabad sowie den Nordwesten des Landes erschüttert. Nach Angaben des Seismologischen Zentrums in Peshawar erreichte der Erdstoß eine Stärke von 5,2 auf der Moment-Magnitude. Sein Zentrum lag demnach rund 200 Kilometer nordöstlich von Peshawar, also etwas nördlich von Islamabad. Dort rannten zahlreiche Menschen in Panik auf die Straße. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst aber nicht vor. 25.Dezember 2005 Jakarta - Ein Erdbeben der Stärke 4,6 hat die indonesische Insel Nias an der Westküste Sumatras erschüttert. Nach Angaben des nationalen Geophysikalischen Instituts löste es unter den Einwohnern Panik aus. Verletzte habe es aber nicht gegeben. 21.Dezember 2005 Jakarta - Ein Seebeben der Stärke 6,3 auf der Richter-Skala hat die indonesische Insel Sulawesi erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des staatlichen Seismologischen Instituts rund 180 Kilometer südlich von Manado in der Molukkensee. Das Beben löste bei den Bewohnern Sulawesis Panik aus, Schäden sind bislang nicht bekannt. Erdbeben und Vulkanausbrüche kommen in Indonesien häufig vor. Durch den auf ein Erdbeben folgenden Tsunami vor Sumatra kamen am 26. Dezember 2004 insgesamt rund 220.000 Menschen ums Leben. 13.Dezember 2005 Suva - Zwei starke Unterseebeben haben sich am Dienstag in der Nähe der Fidschi-Inseln ereignet. Die Behörden gaben eine lokale Tsunami-Warnung heraus. Von Schäden oder Verletzten war zunächst nichts bekannt. Das erste Beben mit einer Stärke von 6,3 ereignete sich um 15.16 Uhr (Ortszeit) in einer Tiefe von 29 Kilometern etwa 250 Kilometer von Vanua Levu entfernt, einem der Haupttouristenorte der Inselkette. Sekunden später gab es ein zweites Beben mit der Stärke 6,8, in einer Tiefe von 166 Kilometern etwa 750 Kilometer von Apia entfernt, der Hauptstadt des benachbarten Samoa, wie US-Geologen berichteten. 13.Dezember 2005 Islamabad/Washington/Srinagar - Ein neues schweres Erdbeben in der Hindukusch-Region hat am Dienstagmorgen (Ortszeit) bei den Bewohnern im indischen Teil Kaschmirs Panik ausgelöst. Das Beben mit der Stärke 6,8 erschütterte auch den Nordosten Afghanistans und Teile Pakistans und war noch in der indischen Hauptstadt Neu Delhi zu spüren. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Auch die in Afghanistan stationierten Soldaten der Bundeswehr in der Hauptstadt Kabul und Faizabad spürten die Erdstöße. Nach Angaben eines Sprechers entstanden jedoch keine Schäden in den Lagern. Faizabad liegt rund 100 Kilometer nördlich vom Epizentrum des Bebens. In Afghanistan sind rund 2400 Bundeswehrsoldaten im Einsatz. Auch die Besatzungen der vier Bundeswehrhubschrauber in der 350 Kilometer entfernten pakistanischen Hauptstadt Islamabad bemerkten die Erdstöße. 11. Dezember 2005 Sydney - Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,8 hat in der Nacht zum Montag Papua-Neuguinea erschüttert. Das teilte die amerikanische Erdbebenwarte in Golden im US-Staat Colorado am Sonntag mit. Der Erdstoß sei um 0.20 Uhr Ortszeit (15.20 Uhr MEZ) registriert worden. Ein Sprecher des papua-neuguineischen Katastrophenschutzes in Port Moresby teilte mit, es habe zunächst keine Meldungen über Opfer und Schäden gegeben. Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Geologen rund 640 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Port Moresby. Das pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii gab eine Warnung heraus, ein Beben dieser Stärke könnte eine Flutwelle auslösen. 08.Dezember 2005 Port Vila - In dem südpazifischen Inselstaat Vanuatu ist am Donnerstag der Vulkan Manaro ausgebrochen. Bereits in den vergangenen Tagen brachten die Behörden tausende Dorfbewohner auf der Insel Ambae in Sicherheit. Etwa 5.000 Menschen, die in der unmittelbaren Umgebung des Vulkans Manaro leben, mussten ihre Häuser verlassen. Der Vulkan spuckt seit Ende November Asche und Gesteinbrocken in die Luft. Der örtliche Vulkanologe Douglas Charlie erklärte, der Vulkan sei derzeit einer der gefährlichsten der Welt. Wegen eines Sees im Krater des Bergs drohten «eine gigantische Explosion» und ein gewaltiger Erdrutsch, sagte Charlie. Am Donnerstag spie der Vulkan Dampf und giftige Gase bis zu 3.000 Meter in die Höhe. Über der Insel Ambae ging Ascheregen nieder. 06.Dezember 2005 Hawaii Volcanoes National Park - Vom Vulkan Kilauea in Hawaii hat sich am Montag ein Lavateppich in Richtung Ozean ergossen. Zuvor war ein riesiges Stück steinerne Klippe ins Meer gestürzt, Experten sprachen vom größten Einsturz versteinerter Lava seit der aktuellen Aktivität des Kilauea 1983. «Die Klippe ist einfach wie ein Gletscher eingebrochen», sagte ein Sprecher des Hawaii Volcanoes National Park, Jim Gale. Durch den Kontakt der heißen Lava mit dem Meerwasser habe sich eine riesige Dampfsäule gebildet. Das Spektakel dauerte rund viereinhalb Stunden. 06.Dezember 2005 Port Vila - Angesichts eines drohenden Vulkanausbruchs in der südpazifischen Inselgruppe Vanuatu haben die Behörden tausende Dorfbewohner in Sicherheit gebracht. Etwa 5.000 Menschen, die in der unmittelbaren Umgebung des Vulkans Manaro leben, mussten ihre Häuser verlassen. Der Vulkan spuckt seit Ende November Asche und Gesteinbrocken in die Luft. Der örtliche Vulkanologe Douglas Charlie erklärte, der Vulkan sei derzeit einer der gefährlichsten der Welt. Wegen eines Sees im Krater des Bergs drohten «eine gigantische Explosion» und ein gewaltiger Erdrutsch, sagte Charlie. 05.Dezember 2005 Nairobi - Ein schweres Erdbeben in Ostafrika hat die Region um den Tanganjikasee erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben verschiedener Messstationen eine Stärke zwischen 6,8 und 7,5 auf der Richterskala. Über Schäden wurde noch nichts bekannt. Das Zentrum des Bebens liegt im dünn besiedelten Westen Tansanias, wo der Große Afrikanische Graben verläuft. Selbst in der fast 1000 Kilometer entfernten kenianischen Hauptstadt Nairobi schwankten mehrstöckige Häuser. 27.November 2005 Teheran - Im Süden Irans sind bei einem Erdbeben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden verletzt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA erschütterte das Beben der Stärke 5,9 die Insel Qeshm mit rund 120 000 Einwohnern im Persischen Golf. Vier Dörfer wurden zerstört, Rettungskräfte versuchten die Orte zu erreichen. Nach offiziellen Angaben sind die Schäden aber nicht so schwer wie zunächst befürchtet. 26.November 2005 Peking - Bei einem Erdbeben der Stärke 5,7 sind am Samstag in Zentralchina mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Es gab 377 Verletzte, wie die Behörden mitteilten. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, zahlreiche Häuser seien eingestürzt. Betroffen waren vor allem die 420.000-Einwohner-Stadt Ruichang in der Provinz Jiangxi und der bei Touristen beliebte Ort Jiujiang. Auch in der benachbarten Provinz Hubei war das Beben um 8.49 Uhr Ortszeit zu spüren. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge bei Ruichang. Viele Menschen in der Stadt hielten sich aus Angst vor Nachbeben im Freien auf, wie eine Bewohnerin berichtete. Vor einem Krankenhaus seien Zelte als Notunterkünfte errichtet worden, weitere Zelte wurden auf den Weg gebracht. Xinhua berichtete, hunderte Gebäude seien eingestürzt, tausende beschädigt. US-Geologen gaben die Stärke des Bebens mit 5,5 an. 19.November 2005 Jakarta/Hongkong - Ein starkes Erdbeben hat die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,5 auf der Richter-Skala lag nach Angaben der Erdbebenwarte in Hongkong vor der Westküste Sumatras, 210 Kilometer westlich der Stadt Medan. Das Erdbebeninstitut von Jakarta gab die Stärke des Bebens mit 6,2 an. Über Opfer oder Schäden war zunächst nichts bekannt. 15.Oktober 2005 Saarbrücken - Im Saarland hat am frühen Morgen die Erde gebebt. Nach Polizeiangaben hatte das Beben die Stärke 3,1. Sein Epizentrum lag bei Lebach im Landkreis Saarlouis. Das Erdbeben wurde um 2.49 Uhr von Wissenschaftlern der Universität Freiburg registriert. Ob es Schäden gegeben hat, ist noch unklar. Erst am Samstagabend hatte ein Erdbeben der Stärke 4,4 den Süden Baden- Württembergs erschüttert. Das Zentrum dieses Bebens hatte im schweizerischen Laufenburg nahe der deutschen Grenze gelegen. 14.November 2005 Tokio - Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht zum Dienstag den Norden Japans erschüttert. Das Meteorologische Institut in Tokio erklärte, das Zentrum des Bebens der Stärke 6,9 habe vor der Küste von Sanriku gelegen. Zwischen 07.10 Uhr und 07.30 Uhr (Ortszeit) könnte ein Tsunami mit 50 Zentimeter hohen Wellen die Pazifikküste des Landes erreichen. Berichte über Verletzte lagen nicht vor. 12.November 2005 Freiburg - Ein Erdbeben der Stärke 4,4 hat am Abend den Süden Baden-Württembergs erschüttert. Wie die Polizei in Freiburg weiter mitteilte, lag das Epizentrum im schweizerischen Lauffenburg nahe der deutschen Grenze. Die Ausläufer des Bebens seien im Umkreis von 110 Kilometern um das Epizentrum zu spüren gewesen, sagte der Polizeisprecher. «Im Umkreis von acht Kilometern um das Epizentrum könnte es leichte Schäden gegeben haben. Meldungen gibt es bislang keine.» 30.Oktober 2005 Rom - Die Region rund um den Vulkan Ätna auf Sizilien ist von einer Reihe leichterer Erdbeben erschüttert worden. Der schwerste Erdstoß hatte eine Stärke von 3,7, meldet die Nachrichtenagentur Ansa. Die Beben waren danach in mehreren Dörfern an der südöstlichen Flanke des Ätna und bis in die Stadt Catania deutlich zu spüren. Anwohner liefen aus Angst aus ihren Häusern auf die Straße. Schäden oder Verletzte gibt es nicht. Der 3380 Meter hohe Ätna ist der aktivste Vulkan Europas. 24.Oktober 2005 Quito - Auf einer der Galapagos-Inseln vor der Küste von Ecuador ist ein Vulkan ausgebrochen. Drei Lava-Ströme ergossen sich am Sonntag aus dem 1.500 Meter hohen Sierra Negra auf der Insel Isabela, wie die Verwaltung des Nationalparks mitteilte. Ob die einmalige Tier- und Pflanzenwelt der Insel bedroht ist, war zunächst nicht bekannt. Viele der Galapagos-Schildkröten leben in der Nähe von Vulkan-Kratern. 21.Oktober 2005 Athen - Ein Erdbeben hat kurz nach Mitternacht die Ostägäisinseln und die türkische Ägäisküste erschüttert. Nach ersten Informationen des seismologischen Instituts von Athen lag das Epizentrum rund 90 Kilometer vor der türkischen Hafenstadt Izmir. Über die Stärke des Erdstoßes liegen noch keine Angaben vor. Der Erdstoß war auf den Ägäisinseln Chios, Samos und Lesbos stark zu spüren. Sogar in der griechischen Hauptstadt Athen war das Beben zu spüren. 19.Oktober 2005 Tokio - Ein Erdstoß der Stärke 6,2 hat am Mittwoch den Osten Japans erschüttert. Das Beben brachte Hochhäuser in Tokio ins Schwanken und war auch in den Präfekturen Ibaraki, Chiba und Fukushima zu spüren. Sein Epizentrum lag vor der Küste von Ibaraki. Meldungen über Schäden lagen zunächst nicht vor. Die Behörden erklärten, es bestehe keine Tsunami-Gefahr. 19.Oktober 2005 Islamabad - Zwei schwere Nachbeben haben die Überlebenden in den südasiatischen Katastrophengebieten am Mittwoch in Angst und Schrecken versetzt. Die Erschütterungen der Stärke 5,8 und 5,6 lösten mehrere Erdrutsche aus, Berichte über neue Opfer wurden zunächst aber nicht bekannt. Neue Zahlen zu den Todesopfern des ersten Bebens am 8. Oktober bestätigten unterdessen die schlimmsten Befürchtungen: Nach Angaben der Provinzregierungen im Nordwesten Pakistans und in Kaschmir kamen mehr als 79.000 Menschen ums Leben. Die Zentralregierung in Islamabad sprach unverändert von 42.000 Toten. Der Informationsminister der Provinz North West Frontier erklärte am Mittwoch jedoch, allein dort gebe es 37.958 Todesopfer. Im pakistanischen Teil Kaschmirs geht die Provinzregierung schon seit Tagen von mindestens 40.000 Toten aus. Jenseits der Grenze, im indischen Unionsstaat Kaschmir, kamen nach offiziellen Angaben 1.360 Menschen ums Leben. 17.Oktober 2005 Istanbul - Bei einer Serie von schweren Erdstößen in der südöstlichen Ägäis sind in der Türkei mindestens sechs Menschen verletzt worden. Sie seien in Panik aus Fenstern oder von Balkonen gesprungen, berichteten türkische Medien. Am Morgen hatte ein Beben der Stärke 5,7 den Meeresboden der Ägäis erschüttert. Gegen Mittag folgten zwei weitere Erdstöße. Die Erschütterungen waren vor allem im türkischen Izmir sowie auf den griechischen Ägäisinseln Chios, Samos und Ikaria zu spüren. Auf griechischer Seite gab es keine Verletzten. 13.Oktober 2005 Islamabad - Die teils schwer verwüsteten Erdbebenregionen in Südasien kommen nicht zur Ruhe. Dutzende Nachbeben haben seit dem schweren Erdstoß der Stärke 7,7 vom Samstag die Erde erschüttert und die leidgeprüften Menschen in Angst und Schrecken versetzt. In der Nacht zum Donnerstag lösten Erdstöße im von Pakistan kontrollierten Teil Kaschmirs Panik aus, wie der private Fernsehsender Geo TV meldete. Berichte über Opfer oder Schäden gab es aber zunächst nicht. Die Erschütterungen seien bis in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu spüren gewesen. Pakistans Präsident Pervez Musharraf bat in einer Fernsehansprache um mehr finanzielle Unterstützung. Zugleich bedankte er sich für die bislang geleistete, internationale Hilfe. Bisher stellte die Weltgemeinschaft 600 Millionen Dollar zur Verfügung, entsandte Rettungsteams mit Hubschraubern und schickte Hilfsgüter. Bei dem Beben kamen vermutlich mehr als 41 000 Menschen ums Leben. 09.Oktober 2005 Islamabad - Bei dem schweren Erdbeben in Pakistan sind nach neuen offiziellen Angaben zwischen 30.000 und 40.000 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 60.000 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung in der Hauptstadt Islamabad. Unterdessen schwindet die Hoffnung auf die Bergung von Verschütteten zusehends. Helfer konnten viele zerstörte Ortschaften in dem schwer zugänglichen Katastrophengebiet noch nicht erreichen. Die Zahl von 30.000 bis 40.000 Toten wurde auch von einer Sprecherin des UN-Kinderhilfswerks UNICEF genannt. Ein Sprecher der pakistanischen Armee sagte, "eine ganze Generation ist verloren gegangen". Das Erdbeben habe vor allem Schulen getroffen und zahlreiche Kinder getötet. Benötigt für die Rettungsarbeiten werden vor allem noch Hubschrauber: Wegen starker Zerstörungen am Straßennetz sind viele Ortschaften nicht auf dem Landweg zu erreichen. Der Einsatz-Chef des UN-Katastrophenhilfswerks UNDAC, Gerhard Putman-Cramer, sagte in Islamabad, schweres Räumgerät aus dem Ausland stecke in der pakistanischen Hauptstadt fest.In den Trümmern moderner Stahl- und Betonbauten könnten Verschüttete drei bis vier Tage überleben, wenn sie sich in einem Hohlraum befinden, sagte UNDAC-Experte Alain Pasche. Die meisten der eingestürzten Häuser seien allerdings aus Steinen gebaut, die durch starke Erdstöße in sich zusammenfallen, ohne lebensrettende Hohlräume zu bilden. Es gibt jedoch auch Fälle, die Hoffnung auf weitere Überlebende machen: Aus den Trümmern einer Schule in Nordpakistan wurden zwei Tage nach dem Beben zwei Kinder lebend geborgen. Die zum teil mit bloßen Händen grabenden Einwohner der schwer zerstörten Stadt Balakot fanden ein vierjähriges Mädchen und einen sechsjährigen Jungen in den Ruinen. In Balakot war die Lage besonders dramatisch. Dort stürzten bei dem Beben am Samstag drei Schulen ein und begruben etwa tausend Kinder unter sich. "Wir haben hier noch keine Rettungsteams gesehen", sagte der Arzt Farid Ahmed, dessen vier Kinder unter den Trümmern der Shaheen-Schule begraben lagen. Über der Ortschaft breitete sich am Montag Verwesungsgeruch aus. 02.Oktober 2005 Lima - Bei einem Erdbeben der Stärke 4,2 sind im Süden Perus mindestens 300 aus Lehm gebaute Häuser eingestürzt. Die am stärksten betroffene Region um den Ort Omate sei zudem durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten, teilten die Behörden weiter mit. Von Toten oder Verletzten in der Andenregion ist noch nichts bekannt. Erst vor einer Woche waren bei einem Erdbeben in Peru fünf Menschen ums Leben gekommen und 50 weitere verletzt worden. 01.Oktober 2005 Palo Campana - Der Ausbruch eines Vulkans im Westen des mittelamerikanischen Landes El Salvador hat am Samstag Erdrutsche verursacht. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben. Die Behörden ordneten die Evakuierung von drei Ortschaften in der Umgebung des Vulkans Ilamatepec an. Der Vulkanberg liegt in der Nähe von Santa Ana, der zweitgrößten Stadt El Salvadors. Wie viele Menschen ihre Häuser verlassen müssen, war zunächst nicht bekannt. Innenminister Rene Figueroa sagte auf einer Pressekonferenz, im Einzugsgebiet des Vulkans wohnten bis zu 10.000 Menschen. Die meisten Gebiete müssten aber nicht geräumt werden. 27.September 2005 Dearborn - Forscher der University of Michigan http://www.umich.edu warnen davor, dass die beiden Seen Nyon und Monoun in Kamerun erneut zu einer tödlichen Bedrohung für die Menschen werden könnten. In den 80-er Jahren hatten beide Seen enorme Mengen an Giftgasen ausgespuckt und damit 1.800 Menschen getötet. Wenn nicht sofort reagiert werde, drohe ein solches Unglück erneut, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist . Das Gas stammt aus den unterirdischen Vulkanen, die unter den Seen liegen. Wenn diese Gase nicht langsam ausdampfen, stellen sie eine enorme Bedrohung dar, berichtet der Wissenschaftler George Kling von der University of Michigan. Derzeit arbeiten die Forscher daran, große Mengen von CO2 aus den Seen zu pumpen. Allerdings haben die Daten aus den vergangenen 12 Jahren gezeigt, dass dieses Unterfangen wahrscheinlich nicht ausreicht, da die Pumpen zu wenig effektiv arbeiten. Nach Angaben der Wissenschaftler steigen in den Seen die Konzentrationen von Gasen immer noch stetig an. Im kommenden Jahr können mit den derzeitigen Mitteln nur zehn Prozent der Gase abgepumpt werden. "Die langsame Entgasung der Seen bedeutet eine große Bedrohung für die Bevölkerung", so Kling. "Unser Modell sieht vor, dass 75 bis 99 Prozent der in den Seen verbleibenden Gase bis 2010 mit weiteren zwei Pumpen in Monoun und fünf Pumpen in Nyos abgepumpt werden", erklärt der Forscher. Weitere Informationen: http://www.biology.lsa.umich.edu/~gwk/research/nyos_nmdp.htm .. 26.September 2005 Lima - Mindestens vier Menschen sind bei einem Erdbeben im Norden Perus am Sonntagabend (Ortszeit) ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben hatte das Beben eine Stärke von 7,5. Häuser seien zusammengebrochen. Am stärksten sei die Ortschaft Lamas betroffen gewesen, in der die vier Barbesucher starben. Dort seien etwa 70 Prozent der Häuser beschädigt, sagte Bürgermeister Rafael Díaz. Auch in den Nachbarstaaten Ecuador und Kolumbien seien die Erdstöße zu spüren gewesen. Das Beben habe sich gegen 21.00 Uhr Ortszeit (4.00 Uhr MESZ) ereignet. Das Epizentrum habe etwa 100 Kilometer von der Stadt Moyobamba entfernt in einer Tiefe von etwa 85 Kilometer gelegen. Nach Angaben des Nationalen Erdbebeninformationszentrums der USA in Denver (Colorado) liegt Moyobamba etwa 715 Kilometer nördlich der peruanischen Hauptstadt Lima und rund 650 Kilometer südlich von Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Das Beben in Peru ist dem US- Erdbebeninformationszentrum zufolge das neunte in diesem Jahr mit einer Stärke von mehr als 7,0. Die heftigsten Erdstöße wurden mit 8,7 am 28. März im Norden Sumatras ermittelt. Damals hatte es nach offiziellen Angaben 640 Tote gegeben. 22. September 2005 Mettler/USA - Eine Serie von Erdbeben bis zur Stärke 4,9 hat am Donnerstag die Region nördlich der kalifornischen Metropole Los Angeles erschüttert. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Nach Angaben des Geologischen Dienstes in Pasadena begann die Serie im San Joaquin Valley mit einem Beben der Stärke 4,0, dicht gefolgt von einem Erdstoß der Stärke 4,9 um 13.24 Uhr Ortszeit (22.24 Uhr MESZ). Es folgten mindestens fünf Nachbeben der Stärke 3,0 bis 3,7. 22.September 2005 Cheb/Leipzig - Deutsche Wissenschaftler haben erstmals Anzeichen für vulkanische Aktivitäten in Mitteleuropa beobachtet. Unterhalb des Cheb-Beckens an der deutsch-tschechischen Grenze bewegt sich Magma stärker auf die Erdoberfläche zu, wie das Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) am Donnerstag mitteilte. Das habe die Untersuchung von aufsteigenden Gasen und Mineralquelllen ergeben. Das Gas stammt aus Magmablasen in etwa 30 Kilometern unter der Erdoberfläche. Messungen in den vergangenen zwölf Jahren hätten gezeigt, dass sich das Verhältnis von Heliumisotopen in diesen Gasen verändert habe. Dabei seien die höchsten Werte in Europa nördlich der Alpen gemessen worden. "Solche Werte sind sonst nur von aktiven Vulkanen wie dem Ätna bekannt", erklärte Karin Bräuer vom UFZ. Die Wissenschaftler werten dies als ein Anzeichen für den Anstieg von vulkanischer Aktivität unter dem Cheb-Becken. Das aufsteigende flüssige Gestein aus dem Erdinnern könnte zugleich einer der Auslöser für die Schwarmbeben sein, die regelmäßig im Vogtland, in Nordwest-Böhmen, im Fichtelgebirge und in der Oberpfalz auftreten. Bis die ehemaligen Vulkane wieder Feuer speien, könnten aber noch Hunderttausende von Jahren vergehen, betonten die issenschaftler. Auch mit starken Erdbeben sei in diesem Zeitraum nicht zu rechnen. Es könne aber immer wieder zu schwachen Erdbeben kommen. Für Bewohner der Region bestehe kein Grund zur Sorge, betonte Horst Kämpf vom ebenfalls beteiligten Geoforschungszentrum. Vulkanausbrüche hat es an der heutigen sächsisch-böhmisch-bayerischen Grenze zuletzt wahrscheinlich vor etwa 300.000 Jahren gegeben. Ein ganzer Tourismuszweig lebt heute von den Spätfolgen des Vulkanismus. Weltbekannte böhmische Heilbäder wie Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázne (Marienbad) oder Frantiskovy Lázne (Franzensbad), aber auch die sächsischen Kurorte Bad Elster und Bad Brambach sowie Sibyllenbad im Oberpfälzer Wald verdanken ihre Existenz den sprudelnden Kohlendioxid-Mineralquellen und damit der magmatischen Aktivität im Untergrund. Zuletzt hatte im September 2000 ein Erdbeben der Stärke drei die Region im Dreiländerdreieck erschüttert. 21.September 2005 Lissabon - Nach einer Serie Erdbeben haben hunderte Menschen auf den Azoren die Nacht zum Mittwoch im Freien verbracht. Auf der größten der neun zu Portugal gehörenden Inseln im Atlantik, Sao Miguel, seien seit Dienstag mehr als 200 leichte und mittlere Erdbeben registriert worden, teilten die Behörden mit. Trotz einer leichten Beruhigung wurden am Mittwoch immer noch stärkere Erdbebenaktivitäten gemeldet. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die Menschen schliefen in Parks und auf Plätzen. Alte und Kranke wurden in einer Turnhalle aufgenommen. Die Behörden gaben die zweithöchste Alarmstufe aus. Schulen blieben am Mittwoch den zweiten Tag in Folge geschlossen. 20.September 2005 Athen - Ein Seebeben der Stärke 4,9 hat in der Nacht Westgriechenland erschüttert und die Einwohner der Region aus dem Schlaf gerissen. Das Epizentrum des Bebens lag rund 300 Kilometer westlich Athens in einer Tiefe von rund 60 Kilometer unter dem Meeresboden, gab das seismologische Institut der griechischen Hauptstadt bekannt. Stark zu spüren war der Erdstoß vor allem auf der Insel Kefallinia im Ionischen Meer. Berichte über Verletzte oder Schäden gibt es nicht. 13.September 2005 Athen - Eine Serie von Erd- und Seebeben hat Griechenland erschüttert. Zuletzt registrierte das seismologische Institut in Athen am Morgen ein Seebeben der Stärke 5 nahe der Insel Kefallinia im Ionischen Meer. Das Zentrum lag rund 300 Kilometer westlich Athens. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Bereits in der Nacht hatten zwei Erdstöße der Stärke 4,5 und 4,2 die nordgriechische Hafenstadt Thessaloniki erschüttert. Tausende Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen. 09.September 2005 Sydney - Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,3 hat am Freitag die Nordostküste des Inselstaats Papua-Neuguinea erschüttert. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Epizentrum lag nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA etwa 870 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Port Moresby in 96 Kilometern Tiefe vor der Inselgruppe New Ireland. Eine Tsunami-Gefahr bestehe nicht, teilten die örtlichen Behörden mit. 08.September 2005 Zürich - Ein Erdbeben hat am frühen Donnerstagnachmittag weite Teile der Schweiz erschüttert und im Wallis einen Steinschlag ausgelöst. Das Epizentrum lag nördlich von Chamonix in Frankreich, wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Die Straße von Salvan bei Martigny wurde vorübergehend gesperrt. Es gab keine Verletzten. Das Beben der Stärke 4,9 auf der Richterskala ereignete sich um 13.30 Uhr. Das Epizentrum lag in sieben bis zehn Kilometern Tiefe in der Region des Col de Balme, wie der Schweizerische Erdbebendienst mitteilte.Im Wallis löste der Erdstoß auf der Straße von Salvan einen kleinen Steinschlag aus. Laut Polizei gingen rund sechs Kubikmeter Gestein nieder. In der Ortschaft Finhaut wurde ein Auto durch Steine beschädigt, die ins Tal rollten.Das Erdbeben sei vor allem im Wallis und in der Zentralschweiz sowie bis nach Basel und in den Bodenseeraum, in Italien bis nach Mailand und in Frankreich bis nach Lyon spürbar gewesen, sagte ein Sprecher des Erdbebendiensts.Erdstöße der Stärke 4,9 können laut Erdbebendienst leichte Schäden anrichten, falls das Epizentrum nahe an der Oberfläche oder in der Nähe eines bewohnten Gebiets liegt. Beben dieser Stärke kommen in der Schweiz im ungefähr einmal pro Jahr vor. 05.September 2005 Jakarta - Ein starkes Erdbeben hat die ostindonesische Insel Sulawesi erschüttert. Über Opfer oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Der Erdstoß hatte die Stärke 6,2 auf der Richterskala. Indonesien wird jedes Jahr von hunderten Erdbeben heimgesucht. Die wenigsten richten allerdings größere Schäden an. 27.August 2005 Islamabad - Ein Beben der Stärke 5,2 hat am Samstag die pakistanische Hauptstadt Islamabad erschüttert. Die Erdstöße waren auch in Peshawar und Chitral im Norden des Landes zu spüren, wie Seismologen berichteten. Das Epizentrum lag im Hindukusch, rund 300 Kilometer nördlich von Peshawar in Afghanistan. Berichte über Schäden lagen den Behörden zunächst nicht vor. 24.August 2005 Athen - Ein Seebeben der Stärke 4,6 hat am Morgen die Inseln der nördlichen Ägäis erschüttert. Tausende Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen. Hinweise auf Personenschäden liegen noch nicht vor. Das Zentrum des Seebebens lag rund 20 Kilometer südöstlich von Limnos in einer Tiefe von rund 25 Kilometern unter dem Meeresboden. Eine Flutwelle soll nicht ausgelöst worden sein. 22.August 2005 Rom - Bei einem Erdbeben der Stärke 4,4 in Rom ist ein Mann ums Leben gekommen. Der Rentner fiel bei Arbeiten an seinem Haus von einer Leiter. Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes befand sich das Epizentrum des Bebens im Meer vor der Küste der Region Latium. Die Erdstöße waren Medienberichten zufolge auch im historischen Zentrum der Ewigen Stadt deutlich zu spüren. Unter den zahlreichen Touristen sei es kurzzeitig zu Panik gekommen. Auch viele Badegäste an der Küste hätten fluchtartig die Strände verlassen. 16.August 2005 Tokio - Bei einem Erdbeben im Norden von Japan sind mehrere Menschen verletzt worden. In der Stadt Sendai hätten 14 Menschen Verletzungen erlitten, als das Dach eines Sportzentrums eingestürzt sei, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Einer von ihnen sei schwer verletzt. Aus der Stadt Fukushima wurde ein weiterer Verletzter gemeldet. Das Beben ereignete sich am Vormittag im Verwaltungsgebiet Miyagi, das etwa dreihundert Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio liegt. Auch in Tokio waren die Erdstöße deutlich zu spüren; mehrere Hochhäuser gerieten ins Wanken. Der japanische Sender NHK hatte zunächst berichtet, dass etwa achtzig Menschen Verletzungen erlitten hätten, als das Dach der Sportanlage SpoPark Matsumori eingestürzt sei. "Wir haben gehört, dass es einige Verletzte gegeben hat, aber wir wissen noch nichts Genaues", sagte eine Sprecherin der Stadt Sendai, der Hauptstadt des Verwaltungsgebietes Miyagi. Laut Kyodo erreichte das Erdbeben auf der Richter-Skala eine Stärke von 6,8 - genausoviel wie das Beben, bei dem im Oktober im Verwaltungsgebiet Niigata 40 Menschen ums Leben gekommen waren. Dem japanischen Wetteramt zufolge lag das Epizentrum des Bebens etwa zwanzig Kilometer vor der Küste von Miyagi. Die Erdstöße seien auch in Tokio zu spüren gewesen. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein; ein Kernkraftwerk wurde vorsichtshalber abgeschaltet und mehrere Hochgeschwindigkeitszüge angehalten. Die Flughäfen in Tokio, Narita und Haneda wurden geschlossen, nach kurzer Zeit aber wieder in Betrieb genommen. Für die japanische Pazifikküste gaben die Behörden eine Flutwellenwarnung aus. Knapp zwanzig Minuten nach dem Beben schwappte in Ayukawa eine etwa zehn Zentimeter hohe Flutwelle an Land; das Wetteramt warnte, dass im Laufe des Tages aber größere Tsunami-Wellen möglich seien. Die Bewohner wurden per Lautsprecher aufgefordert, sich von der Küste fernzuhalten. Die Feuerwehr war in Alarmbereitschaft. 03.August 2005 Managua - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat am Mittwochmorgen Nicaragua und den Norden Costa Ricas erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA 120 Kilometer südöstlich der nicaraguanischen Hauptstadt Managua. 31.Juli 2005 Ankara - Ein Erdbeben der Stärke 5,3 hat am Sonntagmorgen Teile der Türkei erschüttert, Berichte über Schäden oder Opfer lagen aber nicht vor. Das Zentrum des Bebens lag rund 60 Kilometer südöstlich von Ankara bei der Stadt Bala, wie die Istanbuler Erdbebenwarte Kandilli mitteilte. In Ankara schwankten einige Gebäude. 30.Juli 2005 Banda Aceh - Ein Seebeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala hat am Samstag die Menschen der indonesischen Provinz Aceh in Panik versetzt. Gut sieben Monate nach der Tsunami-Katastrophe, bei der Aceh besonders hart getroffen wurde, flüchteten zahlreiche Menschen nach den Erdstößen auf die Straßen. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der staatlichen Instituts für Meteorologie rund 33 Kilometer vor der Küste Acehs. Die Behörden lösten keinen Tsunami-Alarm aus. Zunächst lagen keine Berichte darüber vor, dass Menschen verletzt wurden. Auch größere Sachschäden wurden nicht bekannt. 29.Juli 2005 Mexiko-Stadt - Der Vulkan Popocatepetl ist am Freitagmorgen ausgebrochen und hat einen Ascheregen auf Viertel im Süden von Mexiko-Stadt niedergehen lassen. Eine 2,5 Kilometer hohe Aschesäule stieg in die Luft, wie das nationale Zentrum zur Katastrophenvorbeugung mitteilte. Die Aktivität des 5.450 Meter hohen Vulkans stellte keine Gefahr für nahegelegene Ortschaften dar. Die Behörden wiesen die Bewohner lediglich an, das Einatmen der Asche zu vermeiden. Der Popocatepetl ist seit Dezember 1994 in unregelmäßigen Abständen immer wieder einmal ausgebrochen. 26.Juli 2005 Helena/USA - Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat Teile des an Kanada grenzenden US-Staates Montana erschüttert. Bewohner in Washington und Idaho spürten Berichten zufolge am Montagabend ebenfalls die Erschütterung. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des Geologischen Dienstes etwa 21 Kilometer nordwestlich der Stadt Dillon. Berichte über Verletzte oder größere Sachschäden gab es nicht, an mehreren Häusern in Dillon gingen jedoch Fensterscheiben zu Bruch. 24.Juli 2005 Neu-Delhi/Bangkok - Ein starkes Erdbeben hat am Sonntagabend die Nikobaren im Indischen Ozean erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 7,2 löste Panik auf den zu Indien gehörenden Inseln und eine Tsunami-Warnung in Thailand aus. Es gab aber zunächst keine Meldungen über Opfer und Schäden. Die thailändischen Behörden hoben den Tsunami-Alarm wenige Stunden nach dem Beben auf, nachdem keine Riesenwellen gesichtet wurden. Auch in der indonesischen Provinz Aceh wurden die Bewohner von einem starken Erdbeben aus dem Schlaf gerissen. Nach indonesischen Angaben erreichte der Erdstoß eine Stärke von 6,6. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Die gesamte Region war vor sieben Monaten von der Tsunami-Katastrophe mit zehntausenden Opfern getroffen worden. Der Tsunami vom 26. Dezember riss in elf asiatischen Ländern mindestens 178.953 Menschen in den Tod. Bis heute werden noch 49.616 Menschen vermisst. Die US-Erdbebenwarte in Colorado registrierte das Beben im Andamanischen Meer mit einer Stärke von 7,2. Das Epizentrum habe 135 Kilometer westlich der nikobarischen Insel Misha gelegen. Der Erdstoß sei um 17.42 Uhr MESZ erfolgt. 24.Juli 2005 Bangkok/Washington - Nach einem schweren Erdbeben auf den Nikobaren-Inseln hat Thailand eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Es gebe die Gefahr einer Flutwelle für die Provinzen Phuket, Phang Nga, Krabi, Ranong, Satun und Trang, teilte der Direktor des Alarmzentrums für Naturkatastrophen im Fernsehen mit. Phuket war bei dem Tsunami am 26. Dezember schwer getroffen worden. Zuvor hatte es auf den zu Indien gehörenden Nikobaren-Inseln ein Beben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala gegeben, wie das US-Zentrum für geologische Studien (USGS) mitteilte. Bislang gebe es keine Angaben über Schäden und mögliche Opfer. Die Nikobaren befinden sich rund 450 Kilometer nordwestlich von Banda Aceh auf Sumatra, das nahe dem Epizentrum des verheerenden Seebebens am 26. Dezember war. 23.Juli 2005 Tokio - Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hat am Samstag den Großraum Tokio erschüttert und mindestens 16 Menschen verletzt. Der öffentliche Verkehr in der Millionenstadt und in ihrer Umgebung wurde durch die heftige Erschütterung von 16.35 Uhr (Ortszeit) zeitweise stark beeinträchtigt.Der U-Bahnbetrieb in Tokio kam zum Erliegen und konnte erst nach vier Stunden wieder vollständig aufgenommen werden. Viele Menschen blieben nach Angaben der Feuerwehr in Fahrstühlen stecken. Gebäude und Strommasten in der japanischen Hauptstadt und ihrer Umgebung gerieten ins Wanken. Die Feuerwehr musste Medienberichten zufolge vereinzelte Brände an Gebäuden löschen. Es war Medienberichten zufolge das stärkste in Tokios Stadtgebiet gemessene Erdbeben seit 13 Jahren. Eine Gefahr vor Flutwellen bestand jedoch nach Angaben der Behörden nicht. In der Provinz Saitama wurden fünf Menschen in einem Supermarkt von einem herabfallenden Schild leicht verletzt. Die Behörden warnten unterdessen für die kommenden Tage vor Nachbeben. In Tokio erlitt ein Bewohner Verbrennungen durch einen Kessel. Eine Frau verletzte sich an Glasscherben. Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Tokio und der Provinz Shizuoka wurden zeitweise gestoppt, konnten jedoch bald darauf wieder fahren. Auch auf den Tokioter Flughäfen Haneda und Narita wurden Rollbahnen zur Sicherheitsüberprüfung kurzzeitig gesperrt. Der Verkehr auf vielen Regionalbahnstrecken sowie auf Autobahnen wurde ebenfalls zeitweise gestoppt. Die Elektrizitätwerke im weiträumig betroffenen Osten des Inselreiches wiesen laut Betreiber keine Schäden auf, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. In Tokio beschädigte ein umgefallenes Gerüst ein Dach, verletzt wurde niemand. Das Zentrum des Bebens, dessen Stärke zunächst auf 5,7 geschätzt worden war, lag im Nordwesten der Tokioter Nachbarprovinz Chiba in einer Tiefe von 90 Kilometern. Japan ist eines der am stärksten erdbebengefährdeten Länder der Welt. Rund 20 Prozent aller weltweiten Erdbeben der Stärke 6 oder höher ereignen sich hier. Durch die tektonische Beschaffenheit des Inselreiches gibt es praktisch keinen Ort in Japan, der nicht potenziell von einem verheerenden Beben betroffen sein könnte. Am 1. September 1923 waren bei einem Beben der Stärke 7,9 rund 145 000 Menschen in Tokio und dem angrenzenden Yokohama ums Leben gekommen. Dass Tokio irgendwann erneut von einem großen Beben heim gesucht wird, gilt als sicher. Präzise Vorhersagen sind jedoch nicht möglich. 21.Juli 2005 Hongkong - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat am Donnerstag den Norden Chinas an der Grenze zur Mongolei erschüttert. Über Schäden und Opfer war zunächst nichts bekannt. Das Zentrum der Erschütterung lag etwa 275 Kilometer nordwestlich der Stadt Baotou, wie Seismologen in Hongkong mitteilten. 15.Juli 2005 Hannover - Ein leichtes Erdbeben hat am Abend den Boden im Nordwesten erzittern lassen. Das Epizentrum lag nahe der Oberfläche fünf Kilometer südlich von Syke bei Bremen. Die Erdstöße waren im Umkreis von bis zu 70 Kilometern spürbar. Über Schäden und Verletzte ist der Polizei nichts bekannt. Das Beben erreichte eine Stärke von 3,8 bis 4,0. Im vergangenen Oktober hatte das bisher schwerste in Norddeutschland gemessene Beben einen Wert von 4,5 erreicht. 13.Juli 2005 Tsunami: Die Erdkruste brach auf 1000 Kilometer - Der verheerende Tsunami am zweiten Weihnachtstag im Indischen Ozean mit bis zu 300 000 Toten wurde von einem Bruch der Erdkruste von 1000 Kilometern Länge ausgelöst.Die Erdplatten hätten sich am Meeresboden auf 1000 Kilometer Länge mit großer Geschwindigkeit gegeneinander verschoben, berichtet der Geologe Christophe Vigny vom Pariser Forschungsinstitut CNRS in der neuen Ausgabe der britischen Zeitschrift «Nature» (Bd. 436, S. 201). Erste Schätzungen waren von 500 bis 600 Kilometer ausgegangen. Vignys Studie stützt sich auf die Auswertung der Daten von etwa 60 GPS-Stationen in Südostasien, die zwischen 400 und 3000 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt liegen. Sie zeigen anhand von Satelliten-Messdaten die Bewegung der Erdkruste an ihrem Ort an. In Thailand hätten sich Messstationen nur zehn Minuten nach dem Beben in ihrer neuen Endposition befunden, berichten die Forscher. Die thailändische Touristeninsel Phuket habe sich um 27 Zentimeter nach Norden verschoben, die malaysische Insel Langkawi um 15 Zentimeter.In der Bruchzone entlang der Küsten Sumatras und Thailands taucht die Indisch-Australische Platte mit einer Geschwindigkeit von bis zu fünf Zentimetern pro Jahr unter die Asiatische Platte. Bei dem Beben am 26. Dezember 2004 wurde dabei der unterseeische Rand der Asiatischen Platte zusätzlich zur Nordverschiebung um zehn Meter angehoben. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 9,0 lag vor Sumatra. Anhand von Messungen an Korallenbänken geht das CNRS davon aus, dass es 1833 und 1861 nur wenige hundert Kilometer südlich ebenfalls schwere Seebeben gegeben hat. 06.Juli 2005 Guadalajara - Der Vulkan des Feuers in Mexiko hat nach einer heftigen Explosion wieder eine rund fünf Kilometer hohe Wolke aus Asche und Gasen ausgespuckt. Die Eruption vom Dienstagabend war aber nicht so stark wie einige frühere in der letzten Zeit. Die Behörden sahen von Evakuierungen umliegender Dörfer ab. Berichte über Schäden lagen nicht vor. Der 3.820 Meter hohe Vulkan liegt auf der Grenze der mexikanischen Staaten Colima und Jalisco. Er ist einer der aktivsten und potenziell gefährlichsten Vulkane Mexikos. Die Experten erwarten bald wieder eine größere Explosion. 05.Juli 2005 Jakarta - Ein starkes Erdbeben hat am Dienstag die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,0 auf der Richter-Skala lag nach Angaben der Behörde für Meteorologie und Geophysik rund 190 Kilometer westlich der Küstenstadt Sibolga in der Provinz West-Sumatra. Unter den Einwohnern brach Panik aus, über Opfer oder Schäden war zunächst jedoch nichts bekannt. Das Beben war auch auf der Insel Nias zu spüren, wo bei einem Beben der Stärke 8,7 am 28. März mehr als 900 Menschen ums Leben kamen. 02.Juli 2005 Tokio - Eine ein Kilometer hohe Wasserdampfsäule ist am Samstag 50 Kilometer südöstlich der japanischen Insel Iwo Jima gesichtet worden. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete, ist vermutlich der Ausbruch eines unter der Meeresoberfläche gelegenen Vulkans die Ursache. Die Wasserdampfsäule sei von auf Iwo Jima stationierten Truppen gesichtet worden. Die Küstenwache wolle am Sonntag ein Flugzeug in das Gebiet entsenden. Nach Angaben der Meteorologischen Behörde in Tokio bestand nicht die Gefahr eines Tsunamis, einer tödlichen Riesenwelle. 01.Juli 2005 Panama-Stadt - Ein Erdbeben der Stärke 5,8 hat am Donnerstagabend (Ortszeit) den Westen von Panama erschüttert. Zwei Gebäude in der Region wurden beschädigt, und in Teilen der Hafenstadt Puerto Armuelles fiel der Strom aus, wie ein Mitarbeiter des Zivilschutzes mitteilte. Größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. 27.Juni 2005 Mexiko-Stadt - Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat die Pazifikküste im mexikanischen Staat Jalisco erschüttert. Bislang gibt es keine Berichte über Schäden oder Verletzte. Das Epizentrum des Bebens lag knapp 300 Kilometer westlich der Stadt Cihuatlan. Es sei nur an der Küste wahrnehmbar gewesen, sagen Seismologen. Der Staat Jalisco liegt 500 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt. 20.Juni 2005 Tokio - Ein Erdbeben der Stärke 4,9 hat am Montag den Norden Japans erschüttert. In der Präfektur Niigata schwankten Gebäude, Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Epizentrum lag nach Angaben der meteorologischen Agentur in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern. In Niigata waren im letzten Oktober bei einem schweren Beben 39 Menschen ums Leben gekommen. Japan liegt geologisch an den Grenzen von mehreren tektonischen Platten, deren Verschiebungen die Erde zum Beben bringen. 17.Juni 2005 Los Angeles - Zum vierten Mal seit Sonntag hat in Kalifornien die Erde gebebt - und gleich zwei Mal innerhalb von nur wenigen Stunden. Es gab aber keine Verbindung zwischen den Beben. In beiden Fällen waren die gestrigen Erschütterungen noch in einer Entfernung von mehreren hundert Kilometern zu spüren. Nennenswerte Schäden wurden bislang nicht gemeldet. Seismologen blieben trotz der Beben-Serie gelassen. Die rasche Aufeinanderfolge sei kein Anlass zu größerer Sorge. Es heiße nicht, dass dem ein großes Beben folgt... 16.Juni 2005 Los Angeles - Ein Erdbeben mittlerer Stärke hat am Donnerstag weite Teile Südkaliforniens erschüttert. Es wurde um 13.53 Uhr (22.53 Uhr MESZ) mit einer vorläufigen Stärke von 5,3 gemessen. Das Epizentrum befand sich bei Yucaipa im Kreis San Bernardino östlich von Los Angeles. 15.Juni 2005 Los Angeles - Nach einem schweren Erdbeben vor Kalifornien ist entlang der Westküste Nordamerikas vorübergehend Tsunami-Alarm ausgelöst worden. Nach Angaben von Seismologen wurde durch das Beben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala niemand getötet oder verletzt. Wegen seiner Heftigkeit wurde aber vorsichtshalber an der Küste von Mexiko bis Kanada Tsunami-Alarm ausgelöst. Das Epizentrum lag 146 Kilometer west-südwestlich von der kalifornischen Stadt Crescent City im Pazifischen Ozean. Zu einer Flutwelle kam es schließlich jedoch nicht. Dem US-Nachrichtensender CNN zufolge wurden die Bewohner der niedriger gelegenen Teile der Küstenstadt Crescent City evakuiert. Die Tsunami-Warnung für Kalifornien, Oregon, den Bundesstaat Washington, das kanadische Britisch-Kolumbien sowie Alaska wurde wenige Stunden später wieder zurückgezogen. Nach einem Erdbeben in Alaska hatte 1964 ein Tsunami Crescent City getroffen und elf Menschen getötet, zahlreiche Häuserblocks wurden damals zerstört. Wegen seiner Lage am San-Andreas-Graben, wo die Amerikanische und die Pazifische Erdplatte aufeinandertreffen, gibt es in und vor Kalifornien häufig Erdbeben. Forscher befürchten bereits seit längerem einen mächtigen Erdstoß. Nach einem schweren Erdbeben waren im Jahre 1906 in San Francisco rund 3000 Menschen getötet worden. 14.Juni 2005 Athen - Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat die griechische Ferieninsel Kreta erschüttert; Schäden seien aber zunächst nicht gemeldet worden, teilte das griechische Erdbebeninstitut mit. Die Erschütterung sei am Vormittag gegen 10.30 Uhr Ortszeit auf der ganzen Insel zu spüren gewesen. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge rund 320 Kilometer südlich von Athen im Meer. 14.Juni 2005 Santiago - Bei einem schweren Erdbeben in Nordchile sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und mehrere verletzt worden. In den Ortschaften der abgelegenen Andenregion im Grenzgebiet zu Peru wurden zahlreiche Gebäude beschädigt. Der Erdstoß hatte nach Messungen von Geologen eine Stärke von 7,9 und war damit eines der stärksten seit der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 mit einem Wert von 9,0. Das Beben war auch in Peru und Bolivien zu spüren. In abgelegenen Bergdörfern der Region seien weitere Opfer zu befürchten, sagte am Montagabend der chilenische Innenminister Jorge Correa. Zahlreiche Telefonverbindungen brachen zusammen, so dass die betroffenen Ortschaften zunächst nicht zu erreichen waren. In der Nähe der Hafenstadt Iquique stürzte ein Fels auf ein Auto und erschlug alle fünf Insassen, drei Erwachsene und zwei Kinder. Mehrere Häuser und Straßen in Iquique wurden beschädigt. Dort und in Arica, nahe der Grenze zu Peru, brach die Stromversorgung zusammen. Zu spüren war der Erdstoß auch in Calama, in dessen Nähe die weltgrößte Tagebau-Kupfermine Chuquimata liegt. In Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus, gingen Fensterscheiben zu Bruch. In der bolivianischen Hauptstadt La Paz liefen Bewohner erschrocken auf die Straße. Das Beben hatte sein Epizentrum rund 1.500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago in einer unbewohnten Region der Anden. Die Stadt Iquique ist etwa 320 Kilometer davon entfernt. 09.Juni 2005 Mexiko - Der Vulkan Colima steht offenbar vor einem großem Ausbruch. Angesichts der sich zuspitzenden Lage am Vulkan von Colima in Mexiko haben die Behörden erste Sicherheitsvorkehrungen getroffen.Im Falle eines größeren Ausbruchs müssten 13.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, teilte das Zivilschutzministerium laut Presseberichten heute mit. Besonders betroffen sind Gemeinden im Staate Jalisco, auf dessen Gebiet sich der 3860 Meter hohe Vulkan größtenteils befindet. Das Vulkanologische Observatorium der Universität von Colima veröffentlichte Empfehlungen für den Fall eines Ausbruchs, der jederzeit möglich sei. Der Vulkan von Colima liegt etwa 600 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt. Die Sperrzone rund um den Krater wurde von 6,5 auf 7,5 Kilometer erweitert. Der auch "El Fuego" (Feuer) genannte Koloss ist derzeit einer der aktivsten Vulkane weltweit. In den vergangenen zwei Wochen registrierten die Forscher drei größere Ausbrüche mit jeweils steigender Intensität. 09.Juni 2005 London - Die Menschen auf der indonesischen Insel Sumatra müssen mit neuen schweren Erdbeben und Tsunami-Flutwellen rechnen. In der Nähe von Sumatra könnten nach seinen Berechnungen schon binnen Jahresfrist von zwei Verschiebungen in der Erdoberfläche Beben der Stärke 7,5 und 9,0 auf der Richterskala ausgehen, erläutert der Erdbebenforscher John McCloskey in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature". Eines der Beben könne Flutwellen von bis zu zehn Meter Höhe auslösen.Ende 2004 waren durch eine Flutwelle im Indischen Ozean mehr als 200.000 Menschen ums Leben gekommen. Im März wurde Sumatra erneut von einem schweren Beben erschüttert, das von McCloskey vorausgesagt worden war.Es wäre "unverantwortlich", die Menschen in der Gefahrenzone nicht auf die Risiken hinzuweisen, sagte McCloskey der Nachrichtenagentur AFP. Es würde ihn "nicht überraschen", wenn zumindest ein schweres Beben noch binnen Jahresfrist eintrete. "Aber selbst wenn in zehn Jahren noch nichts passiert, ist es besser, sich auf solche Dinge vorzubereiten, weil sie geschehen werden." Nach seinen Berechnungen dürften die Flutwellen 200 Kilometer vor der Küste entstehen. Damit hätten die Menschen nur 15 bis 20 Minuten Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Die von ihm vorausberechneten Erdbeben entstünden durch Verschiebungen in der Erdkruste, die von den voraufgegangenen Beben mitverursacht worden seien, erläuterte McCloskey. Ein Beben mit einer Stärke von bis zu 7,5 auf der Richterskala sei vier Grad nördlich des Äquators im Sumatra-Graben zu befürchten, das schwerere Beben im Sundagraben 200 Kilometer westlich von Sumatra. Bei dem Beben am 26. Dezember, das eine Stärke von 9,3 auf der Richterskala hatte, war der Meeresboden im Sundagraben auf einer Länge von 1200 Kilometern eingebrochen. Das Beben vom 28. März hatte eine Stärke von 8,7. 08.Juni 2005 Jakarta - Nach einem erneuten starken Erdbeben an der Westküste Sumatras ist am Mittwoch Panik unter den Bewohnern ausgebrochen. Einwohner der Stadt Sinabang seien aus ihren Häusern und Büros gerannt als ein Erdstoß mit der Stärke 5,8 auf der Richterskala die Stadt erschütterte, berichteten Augenzeugen. Das Zentrum des Bebens lokalisierten Experten etwa hundert Kilometer vor der Westküste von Sumatra und rund 30 Kilometer unter der Meeresoberfläche. 06.Juni 2005 Mexiko-Stadt - Der Vulkan von Colima in Mexiko ist erneut ausgebrochen. Nach Angaben des Zivilschutzes des Staates Jalisko stieß der Koloss eine 4000 Meter hohe Wolke aus Wasserdampf und Asche aus. Es sei die stärkste Eruption der letzten 20 Jahre, hieß es am Sonntagabend (Ortszeit).Der Vulkan von Colima gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Seit zwei Wochen war dies die dritte große Eruption des 3800 Meter hohen Berges. Die neue Eruption habe die beiden vorherigen an Gewalt noch übertroffen. Bereits zuvor war die Sicherheitszone rund um den Berg von 6.5 Kilometer auf 7,5 Kilometer erweitert worden. 06.Juni 2005 Istanbul - Der Südosten der Türkei ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Medienberichten zufolge wurden mindestens 45 Menschen verletzt. Zahlreiche Häuser wurden zerstört. Die Erdstöße in der Provinz Bingol erreichten eine Stärke von 5,7 auf der Richter- Skala, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Rettungskräfte wurden mit Zelten und Decken in das betroffene Gebiet entsandt. Im Laufe des Vormittags gab es mehrere Nachbeben. 05.Juni 2005 Istanbul - Der Südosten der Türkei ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Die Erdstöße in der Provinz Hakkari erreichten eine Stärke von 4,6 auf der Richter-Skala, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf örtliche Quellen meldete. In der Stadt Hakkari sei dabei kein Schaden entstanden; ob im Umland jemand zu Schaden gekommen sei, stand zunächst nicht fest. 02.Juni 2005 Taipeh - Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hat am Donnerstag den Nordosten Taiwans erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des Zentralen Wetteramtes unterhalb des Meeresbodens zwölf Kilometer nordöstlich von Suao. Der Erdstoß war der bislang stärkste in Taiwan in diesem Jahr. Laut Wetteramt wird Taiwan jährlich von durchschnittlich drei Beben der Stärke 6,0 oder höher erschüttert. In Tibet wurde am frühen Donnerstagmorgen ein Beben der Stärke 5,9 registriert. Sein Zentrum lag nach Angaben von Seismologen in Hongkong 370 Kilometer östlich von Lhasa. Ob Opfer oder Schäden zu verzeichnen waren, war zunächst nicht bekannt. 30.Mai 2005 Mexikostadt - Der Vulkan von Colima in Mexiko, einer der aktivsten Vulkane der Welt, hat erneut glühendes Lavagestein ausgestossen. Der 3800 Meter hohe Vulkan / KeystoneDie Beobachtungstation der Universität von Colima registrierte am Montag die heftigste Eruption des 3800 Meter hohen Berges seit 15 Jahren. Er befindet sich in einem menschenleeren Gebiet zwischen den Staaten Jalisko und Colima rund 600 Kilometer westlich der mexikanischen Hauptstadt. Der Koloss, der in den vergangenen Wochen mehrere Explosionen verzeichnet hatte, stiess das glühende Gestein bis zu 800 Meter hoch aus. Über dem Krater stand eine fast fünf Kilometer hohe Aschewolke, die auch in weiter entfernten Ortschaften niederging. Die Sicherheitszone rund um den Vulkan wurde von 6,5 Kilometer auf 7,5 Kilometer erweitert. 29.Mai 2005 Athen - Ein Seebeben hat Mittelgriechenland erschüttert. Nach Angaben des Seismologischen Zentrums in Straßburg erreichte der Erdstoß eine Stärke von 5,0. Das Zentrum habe jedoch in großer Tiefe unter dem Meeresboden des Golfes von Korinth gelegen. Wie die Polizei sagte, wurde niemand verletzt. Der Erdstoß wurde vor allem im Norden der Halbinsel Peloponnes sowie im Zentrum des Landes registriert, in Athen wackelte es in den oberen Etagen der Hochhäuser. 24.Mai 2005 Mexiko-Stadt - Der Vulkan Colima im Südwesten von Mexiko ist wieder aktiv. Er spie am Montag glühendes Gas aus und schleuderte Felsbrocken mehr als vier Kilometer den Abhang hinab. Gleichzeitig trat eine drei Kilometer hohe Aschewolke aus. Es war die stärkste Eruption seit 1991, wie Seismologen der Universität von Colima mitteilten. Schäden wurden zunächst nicht registriert, da es keine Siedlungen in unmittelbarer Nähe des rund 4.000 Meter hohen Berges gibt. Der Colima-Vulkan ist seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1560 schon Dutzende Male ausgebrochen. Die heftigste Eruption wurde im Jahre 1913 registriert. Damals wurde Asche bis auf die 120 Kilometer entfernte Metropole Guadalajara geschleudert. 16.Mai 2005 Wellington - Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,6 hat am Montag den Meeresgrund nördlich von Neuseeland erschüttert. Sein Epizentrum lag nach Angaben der Behörden 425 Kilometer südwestlich der Insel Raoul. Diese gehört zu den unbewohnten Kermadec-Inseln, die sich rund 700 Kilometer nordöstlich von Auckland erstrecken. Seismologen in Neuseeland erklärten, dass es keine Gefahr einer Flutwelle wie bei der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember im Indischen Ozean gebe. 15.Mai 2005 Ankara - Zwei mittelstarke Erdbeben haben am Sonntagmorgen den Süden der Türkei erschüttert. Der erste Erdstoß mit einer vorläufigen Stärke von 4,8 auf der Moment-Magnitude ereignete sich im Bereich von Alanya an der Mittelmeerküste, wie das Kandilli-Observatorium in Istanbul mitteilte. In der Stadt Cay, rund 250 Kilometer südwestlich von Ankara, wurde eine Erschütterung der Stärke 4,5 registriert. Berichte über Schäden oder Opfer lagen in beiden Fällen nicht vor. 14.Mai 2005 Waldkirch/Freiburg - Ein Erdbeben der Stärke 3,2 hat am späten Freitagabend den Südschwarzwald erschüttert. Nach Angaben des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRB) in Freiburg bebte die Erde bei Waldkirch und Simonswald (Kreis Emmendingen) um 21.44 Uhr. Die Tiefe des Erdbebens wurde mit 11 Kilometer angegeben. Schäden wurden bislang nicht gemeldet. Allerdings seien die Erschütterungen von vielen Menschen sehr deutlich gespürt worden. Die Geologen gingen davon aus, dass das Beben wahrscheinlich im Umkreis von etwa 20 Kilometern um das Epizentrum wahrgenommen worden ist. Das letzte größere Erdbeben in Baden-Württemberg hatte sich am 5. Dezember 2004 in Südbaden ereignet. Damals riss ein Beben der Stärke 5,4 auf der Richterskala Tausende von Menschen aus dem Schlaf. Das Epizentrum hatte bei Waldkirch nahe Freiburg gelegen. Die Erdstöße waren bis zu 250 Kilometer weit spürbar gewesen. 14.Mai 2005 Jakarta - Ein starkes Seebeben im Indischen Ozean hat die Menschen an der indonesischen Küste erneut in Panik versetzt und aus ihren Häusern getrieben. Aus Furcht vor einer neuen Flutwelle flohen zahlreiche Menschen auf der indonesischen Insel Nias nach den Erdstößen der Stärke 6,9 aus ihren Häusern und suchten Schutz in höher gelegenen Regionen. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der Erdbebenwarte in Jakarta etwa 50 Kilometer nordwestlich der Stadt Padang. Mit einem Tsunami sei nicht zu rechnen. Die Menschen fürchteten eine Wiederholung der Bebenkatastrophen vom Dezember und März. Berichte über Opfer oder Sachschäden gab es zunächst nicht. 14.Mai 2005 Bukarest - Ein Erdbeben der Stärke 5,2 hat am Morgen eine Bergregion in Rumänien erschüttert. Das Erdbebenzentrum lag im Gebiet Vrancea am südöstlichen Karpatenbogen in einer Tiefe von 140 Kilometern. Das meldete Radio Bukarest. Das Beben sei in der Hauptstadt ebenfalls gespürt worden. Sachschäden seien nicht verzeichnet worden. Bei dem letzten starken Erdbeben im März 1977 starben in Rumänien mehr als 1500 Menschen. 12.Mai 2005 Zürich/Balsthal - Die Schweiz ist am Donnerstagmorgen von einem Erdbeben der Stärke 4,1 erschüttert worden. Das Epizentrum lag in der Region um Balsthal im Kanton Solothurn, wie der Schweizerische Erdbebendienst mitteilte. Das Beben wurde um 03.38 Uhr registriert. Es war in weiten Teilen des Landes zu spüren, verursachte aber keine nennenswerten Schäden. Erdbeben der Stärke vier und mehr ereignen sich in der Schweiz im Schnitt ein bis drei Mal pro Jahr, wie ein Sprecher des Erdbebendienstes sagte. 03.Mai 2005 Teheran - Bei einem Erdbeben im Westen Irans sind ein Mensch getötet und weitere 26 verletzt worden. Das Beben hatte die Stärke 5 auf der Richter-Skala, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. In der Region der Stadt Borudscherd seien mehrere Gebäude beschädigt worden, sagte Provinzgouverneur Dschafar Ardschomand Abassi. Die Bergungsarbeiten seien im Gange. Das Beben ereignete sich um 11.51 Uhr Ortszeit (09.21 MESZ). Borudscherd mit rund 250.000 Einwohnern ist eine der größten Städte der Provinz Lorestan. Das Epizentrum des Bebens lag rund 35 Kilometer von der Stadt entfernt. 02.Mai 2005 Tokio - Japan ist am Montag erneut von einer Reihe mittelschwerer Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben des Wetteramts in Tokio wurden im Abstand von wenigen Stunden mindestens fünf Beben mit einer Stärke zwischen 3,4 und 4,9 auf der Richterskala gemessen. Berichte über Schäden lagen den Behörden zunächst nicht vor. 26.April 2005 Jakarta - Indonesien ist am Dienstagmorgen abermals von mittelstarken Erdbeben heimgesucht worden. Der erste Erdstoß mit einer Stärke von 5,4 auf der Moment-Magnitude erschütterte kurz nach Mitternacht (Ortszeit) die östliche Insel Sulawesi (Celebes), wie das Amt für Meteorologie und Geophysik in Jakarta mitteilte. Das Zentrum des Bebens lag rund 150 Kilometer östlich der Nordspitze der Insel im Molukkenmeer. Etwa zweieinhalb Stunden später kam es zu einem neuen Erdbeben vor der westlichen Insel Sumatra. Das seismologische Observatorium in Hongkong registrierte eine Stärke von 5,5 auf der Moment-Magnitude. Das Zentrum lag rund 370 Kilometer nordwestlich der Stadt Padang. Berichte über Schäden oder Opfer lagen in beiden Fällen zunächst nicht vor. 20.April 2005 Tokio - In Japan hat erneut die Erde gebebt. Bei dem Erstoß der Stärke 5,8 auf der Richterskala wurden nach Angaben der Behörden mindestens 13 Menschen verletzt. Auf der Insel Genkai gab es mehrere Erdrutsche. Viele Bewohner hatten die Insel allerdings schon vor einem Monat verlassen, als das Gebiet von einem Beben der Stärke 7,0 erschüttert worden war. 19.April 2005 Tokio - Vor der Küste Japans hat sich am Dienstag ein starkes Seebeben ereignet. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Beben der Stärke 6,2 war auch in Tokio zu spüren. Eine Tsunami-Gefahr bestand nach Angaben der Meteorologischen Behörde nicht. Das Zentrum des Bebens lag rund 600 Kilometer südlich von Tokio in einer Tiefe von 420 Kilometer unter dem Meeresboden. 17.April 2005 Nairobi - Die Furcht vor einem massiven Ausbruch des Vulkans Karthala auf den Komoren hat hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Der Berg auf der Hauptinsel Grande Comore stieß am Sonntag eine riesige schwarze Rauchwolke aus. Daraufhin rieten die Behörden den Anwohnern dringend zur Evakuierung, wie die UN-Mitarbeiterin auf der Inselgruppe vor der Ostküste Afrikas, Giuseppina Mazza, mitteilte. Zugleich wurde medizinisches Personal in das betroffene Gebiet entsandt, da viele Menschen an Atemproblemen litten. Der aktive Vulkan befindet sich auf der südlichen Hälfte von Grande Comore unweit von Moroni, der Hauptstadt des Inselstaats. Der Karthala brach zuletzt im Juli 1991 aus. 17.April 2005 Jakarta - Erneut hat ein starkes Erdbeben Provinzen der indonesischen Insel Sumatra erschüttert und in der Bevölkerung die Furcht vor einem weiteren Tsunami ausgelöst. Das Beben wurde am Samstag vom Observatorium in Hongkong mit einer Stärke von 6,3 gemessen. Nach Angaben eines Sprechers der Geophysikalischen Behörde in Jakarta vom Sonntag wurden zunächst keine Schäden gemeldet. Bewohner der Provinzen Aceh, Nordsumatra und Westsumatra seien aber in Panik auf höher gelegene Orte geflüchtet, weil sie eine Riesenwelle wie am 26. Dezember befürchteten. Das Epizentrum des neuerlichen Bebens lag rund 100 Kilometer südwestlich der Insel Nias. Dort kamen am 28. März bei einem Erdstoß der Stärke 8,7 mindestens 647 Menschen ums Leben. 17.April 2005 Los Angeles - Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat Südkalifornien erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte gibt es nach Polizeiangaben noch nicht. Wie es weiter hieß, lag das Epizentrum in der Nähe der Stadt Bakersfield etwa 140 Kilometer nördlich von Los Angeles. Sogar dort sei das Beben noch deutlich zu spüren gewesen, berichten US-Medien. 16.April 2005 Jakarta - Auf der indonesischen Insel Sumatra sind mehr als 40.000 Menschen vor dem glühend heißen Asche-Regen des Vulkans Talang geflohen. Nach Angaben der Behörden vom Samstag wurden die Anwohner aus der Umgebung des rund 2600 Meter hohen Berges evakuiert; der Bereich um die drei Krater des Vulkans wurde im Umkreis von fünf Kilometern für Anwohner und Besucher gesperrt. Der Talang wurde als einer von elf Vulkanen Indonesiens unter besondere Beobachtung gestellt, weil Experten wegen gestiegener tektonischer Aktivitäten einen großen Ausbruch erwarten. 14.April 2005 Jakarta - Die Erde unter Indonesien kommt nicht zur Ruhe: Bis Donnerstag stellten die Behörden elf Vulkane unter besondere Aufsicht, weil Experten wegen stark gestiegener tektonischer Aktivitäten einen großen Ausbruch erwarten. Nach der Tsunami-Flut vom Dezember und dem heftigen Erdbeben vom März wächst in dem Inselstaat die Furcht vor einer weiteren Naturkatastrophe. Bei einem Besuch am Vulkan Talang auf der Insel Sumatra, wo seit Montag mehr als 20.000 Menschen vor den glühend heißen Asche-Regen geflohen sind, rief Präsident Susilo Bambang Yudhoyono Anwohner und Behörden zur Wachsamkeit auf. Die Menschen müssten sich auf einen Ausbruch gefasst machen. Auch für den Vulkan Krakatau gaben die Behörden eine Ausbruchswarnung heraus. Zudem warnten sie vor giftigen Gasschwaden. Der Vulkan Krakatau auf der gleichnamigen Insel war 1883 in einer der gewaltigsten Eruptionen der Geschichte in die Luft geflogen. Die Insel ist unbewohnt, wird aber von vielen Touristen besucht. Eine weitere Ausbruchswarnung gaben die Behörden für den Vulkan Tangkuban Perahu auf der Insel heraus; er liegt nahe der Stadt Bandung, wo sich kommende Woche 50 Staats- und Regierungschefs zum asiatisch-afrikanischen Gipfel treffen sollen. Geologen halten die bevorstehende Eruption eines "Super-Vulkans" in Indonesien für denkbar. So wurde im Toba-See, einem gewaltigen Kratersee auf der Insel Sumatra, erhöhte vulkanische Aktivität registriert. Derzeit sei aber noch nicht mit Gewissheit vorauszusagen, ob die tektonischen Spannungen zu einer großen Eruption führen oder sich wieder verringern, sagte Isya Nur Ahmad Dana von der Behörde für Vulkanologie.In Indonesien gibt es 130 aktive Vulkane. Ein massives Beben der Stärke 9,3 hatte im Dezember eine Flutwelle ausgelöst, die mehr als 200.000 Menschen tötete. Im vergangenen Monat starben bei einem Beben der Stärke 8,7 mindestens 670 Menschen. 12.April 2005 Jakarta - Ein Vulkanausbruch im Zentrum der indonesischen Insel Sumatra hat Panik unter der Bevölkerung verbreitet. Der 2600 Meter hohe Talang spuckte nach Angaben des Erdbebenzentrums in der nahegelegenen Stadt Padang Panjang Asche, die in einem Umkreis von einem Kilometer niederregnete. Die bereits durch ein starkes Erdbeben am Sonntag verängstigte Bevölkerung in der Umgebung des Feuerbergs geriet in Panik. Zehntausende Menschen aus vier Dörfern nahe des Vulkans wurden aus der Gefahrenzone evakuiert, wie die Nachrichtenwebsite Detikcom berichtete. 11.April 2005 Tokio - Ein schweres Erdbeben hat die Region um Tokio erschüttert, ohne jedoch größere Schäden anzurichten. Der Erdstoß in der dicht besiedelten Präfektur Chiba rund 100 Kilometer östlich der japanischen Hauptstadt erreichte die Stärke 6,1 auf der Richter-Skala, wie die Wetterbehörde mitteilte. Nach Angaben der Polizei gab es zunächst keine Berichte über Opfer. Auch eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Mehrere Hochgeschwindigkeits- und Regionalzüge verspäteten sich; einige Pendler stiegen auf offener Strecke aus. Der Flughafen Tokio-Narita nahm seinen Betrieb nach einer kurzen Unterbrechung wieder auf. In der Hauptstadt waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Nachbeben waren den Angaben zufolge nahezu ausgeschlossen. Zuletzt wurde die Region Tokio im Jahr 2000 von einem ähnlich starken Beben erschüttert. Japan liegt am Schnittpunkt von vier tektonischen Platten, weshalb es jedes Jahr von tausenden Beben erschüttert wird. 08.April 2005 Peking - Ein starkes Erdbeben hat am Morgen eine entlegene Gebirgsregion in Tibet erschüttert. Das Beben erreichte eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala, wie die chinesischen Behörden mitteilten. Sein Epizentrum habe etwa 400 Kilometer westlich der heiligen buddhistischen Stadt Shigatse gelegen. Die Gegend sei dünn besiedelt. Im Umkreis von 70 Kilometern um das Epizentrum lägen zwei Dörfer. Über mögliche Schäden lagen zunächst keine Informationen vor. 06.April 2005 Saipan - Auf den Nördlichen Marianen ist am Mittwoch wieder der Vulkan auf der Insel Anatahan ausgebrochen. Die Wolke aus Asche und Staub stieg 15 Kilometer in die Höhe und verdunkelte den Himmel. Die Behörden des rund 6.000 Kilometer südwestlich von Hawaii gelegenen und mit den USA assoziierten Gebiets erklärten die Insel zur Sperrzone. Flugzeuge wurden aufgefordert, das Gebiet zu umfliegen. Es war der vierte Ausbruch in zwei Jahren. 02.April 2005 Jakarta - Sechs Tage nach dem starken Seebeben in Indonesien ist die Insel Nias im Westen des Inselstaates von einem starken Nachbeben erschüttert worden. Der Erdstoß in der Nacht habe auf der Richter-Skala eine Stärke von 5,8 erreicht, teilte das Wetteramt mit. Das Epizentrum habe 195 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Gunung Sitoli im Meer gelegen. Ob bei dem Nachbeben Menschen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Unterdessen fanden Helfer noch einen Überlebenden des Bebens von vor fünf Tagen. Der Mann sei in den Trümmern eines zweistöckigen Gebäudes in der Stadt Gunung Sitoli auf der Insel Nias entdeckt worden, teilten die Behörden mit. "Ich bin von meiner Frau und meinen Kindern getrennt worden. Ich kann sie nicht sehen", zitierten die Bergungskräfte den Überlebenden. Seit dem schweren Beben am Montag wurden Nias und die betroffene Region von mehr als siebenhundert Nachbeben erschüttert. Bei dem Seebeben waren nach Angaben der Vereinten Nationen rund 1300 Menschen ums Leben gekommen. 01.April 2005 Sydney - Ein australischer Wissenschaftler hat vor einem verheerenden Ausbruch des indonesischen Vulkans Toba auf der Insel Sumatra gewarnt. Eine derartige Naturkatastrophe bedrohe Millionen von Menschen, sagte der Geologe Ray Cas von der Universität Monash. Nach den zwei schweren Seebeben vom Montag und vom 26. Dezember vergangenen Jahres sei die Gefahr gestiegen, dass der Vulkan ausbreche, sagte Cas. Der Toba befinde sich genau auf einer Erdspalte, die durch die beiden Beben vor Sumatra erschüttert worden sei. Der Geologe bezeichnete den Toba als mächtigsten Vulkan der Erde. Ein drittes Beben in der Region könne ihn zum Ausbrechen bringen. Das Erdbeben vom Dezember hatte eine Stärke von 9,3 auf der Richterskala erreicht, das Beben vom Montag eine Stärke von 8,7. Der Inselstaat Indonesien liegt in einem der vulkanisch und seismisch aktivsten Gebiete der Erde. Zuletzt brach der Toba vor etwa 73.000 Jahren aus. Dabei wurden laut Cas rund 1000 Kubikkilometer Asche und Gesteinsbrocken in die Atmosphäre geschleudert. Die freigesetzten Kräfte seien so gewaltig gewesen, dass sie das Klima des ganzen Planeten für mehrere Jahre verändert hätten. "Die Asche tauchte die Erde in Finsternis und schickte den Planeten zurück in die Eiszeit." Riesige Vulkane wie der Toba seien die größte Bedrohung für die Erde, sagte der Geologe. Irgendwann werde der Vulkan ausbrechen - wenn vielleicht auch erst in 50 oder 1000 Jahren. 31.März 2005 Jakarta - Drei Tage nach dem schweren Seebeben im Indischen Ozean ist die Lage im indonesischen Katastrophengebiet weiter chaotisch. Heftige Nachbeben bis zur Stärke 6,1 versetzten die Menschen auf der Insel Nias in der Nacht erneut in Angst und Schrecken. Hilfsmannschaften beklagen vor allem den Mangel an schwerem Räumgerät. Auch Trinkwasser und Nahrung sind knapp. Unterdessen gelang es, mehrere Überlebende aus den Trümmern eingestürzter Häuser zu bergen. 29.März 2005 Jakarta - Drei Monate nach der Tsunami-Katastrophe hat ein neues schweres Erdbeben im Indischen Ozean bis zu 2000 Menschen getötet. Die minutenlangen Erschütterungen der Stärke 8,7 forderten in der Nacht zum Montag (Ortszeit) vor allem auf den indonesischen Inseln Nias und Simeulue zahlreiche Todesopfer. Noch am Dienstag lief die internationale Hilfe an. Viele Regionen waren für die Helfer nicht erreichbar, weil Flughäfen, Brücken und Straßen zerstört waren. Mit der verheerenden Flutwelle vom 26. Dezember, bei der etwa 300 000 Menschen starben, ist das neue Seebeben jedoch nicht zu vergleichen. Indonesiens Vizepräsident Jusuf Kalla rechnete allein auf Nias mit bis zu 2000 Toten. Dies sei nur eine «grobe Schätzung». Helfer suchten verzweifelt in den Trümmern der vor Sumatra gelegenen Insel nach Überlebenden. In den ersten Stunden nach dem Beben wurden bereits 400 Leichen geborgen. Gut 1000 Menschen galten als vermisst. «Das Problem ist, überhaupt in das Katastrophengebiet zu gelangen», sagte der Sprecher des UN-Kinderhilfswerks UNICEF, John Budd. Auf der Nachbarinsel Simeulue wurden nach ersten Angaben 100 Menschen getötet und 2000 verletzt. Eine drei Meter hohe Flutwelle soll die Insel, die bereits im Dezember schwere Schäden erlitten hatte, getroffen haben. Auch in anderen Teilen Südostasiens brach unter den Menschen nach Erdstößen eine Massenpanik aus. Vor allem in der indonesischen Provinz Aceh hatte die Angst vor einem Tsunami die Menschen in die Flucht getrieben. «Dabei kam es zu zahlreichen Massenunfällen auf den überfüllten Straßen», berichtete Birgit Zeitler von der Welthungerhilfe. Später beruhigte sich die Lage wieder. Auch in den Küstengebieten Indiens und Sri Lankas ließ die Angst vor einer Flutwelle nach. Die Menschen kehrten in ihre Häuser zurück. Die Hilfseinsätze auf der Insel Nias wurden durch den teilweise zerstörten Flughafen sowie beschädigte Brücken und Straßen erschwert. Nur Helikopter und kleine Flugzeuge konnten nach Augenzeugenberichten noch landen. «Von der Westküste haben wir überhaupt keine Nachrichten», sagte Johanniter-Mitarbeiter Marc Cachon. Nach Informationen des Komitees des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) sind mehr als 80 Prozent der Gebäude in der Hauptstadt Gunungsitoli eingestürzt. Etwa 10 000 Menschen sollen obdachlos und Tausende verschüttet sein. «Gunungsitoli ist eine tote Stadt», sagte ein Behördenvertreter. In dem Verwaltungszentrum leben 30 000 Einwohner. Die rund 1500 Kilometer nordwestlich von Jakarta gelegenen Inseln Nias und Simeulue befinden sich nahe des Epizentrums des neuen Bebens. In dieser Region hatte im Dezember die Tsunami-Katastrophe nach Erdstößen der Stärke 9,0 verheerende Schäden verursacht. Nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam kann es bei dem jüngsten Beben «keine erhebliche Aufwärtsbewegung des Meeresbodens» gegeben haben. Daher sei diesmal ein großer Tsunami ausgeblieben. Das neue Beben habe auch auf Sumatra Straßen und Brücken zerstört, sagte der Vizechef des Komitees des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) in Jakarta, Markus Dolder. Teilweise sei der Strom ausgefallen. Im Süden der Provinz Aceh habe es eine «kleinere Welle ins Landesinnere» gegeben. «Aber die war natürlich nie von der Stärke des Tsunamis Ende 2004.» An manchen Stränden seien Läden weggespült worden. Hunderte von Häusern sollen zerstört worden sein; es gab aber keine Informationen über Todesopfer auf Sumatra. 28.März 2005 Jakarta/Bangkok (22:40 Uhr) - Ein schweres Erdbeben vor der indonesischen Insel Sumatra hat am Montag vermutlich Dutzende von Opfern gefordert, aber wohl nicht wie zunächst befürchtet einen Tsunami wie vor drei Monaten ausgelöst. Thailand gab am frühen Dienstag (Ortszeit) Entwarnung, auch ein indonesischer Experte sagte, nach der verstrichenen Zeit hätte eine Flutwelle die nächstgelegenen Küsten erreichen müssen. Auf der dem Epizentrum nächstgelegenen Insel Nias wurden aber Dutzende von Menschen unter den Trümmern eingestürzter Häuser befürchtet. Das teilte der stellvertretende Bezirkschef von Nias, Agus Mendrofa mit. Er fügte hinzu: «Es hat keinen Tsunami gegeben.» Die US-Erdbebenwarte in Golden gab die Stärke des Bebens mit 8,7 an; zunächst hatte sie 8,2 gemessen.Der indonesische Erdbebenforscher Prihar Yadi vom Geophysikalischen Institut in Jakarta sagte einige Zeit nach dem Beben, wenn es einen Tsunami gegeben hätte, müsste er inzwischen die Küste von Sumatra erreicht haben. «Und wenn es keinen Tsunami an der Küste nahe dem Epizentrum des Bebens gibt, gibt es auch keinen in eine andere Richtung», erklärte Yadi. Der stellvertretende Direktor des thailändischen Meteorologischen Amtes, Chalermchai Aekkantrong, sagte, man sage jetzt die Küstenbewohnern, sie könnten in ihre Häuser zurückkehren. «Wir glauben, dass das jetzt sicher ist. Wir glauben, dass uns die Flutwelle inzwischen erreicht haben müsste, wenn es eine gegeben haben sollte», sagte er. Auch die Vereinten Nationen in New York teilten mit, ihr lägen keine Berichte über einen Tsunami vor. Die Streitkräfte auf Sri Lanka, einem weiteren am 26. Dezember verheerend getroffenen Land, teilten mit, es gebe zunächst keine Anzeichen für eine Flutwelle. In Erinnerung an die mehr als 176.000 Toten nach der Flutwelle vor drei Monaten wurde in mehreren Ländern, darunter Thailand, Sri Lanka und Japan, eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Küstenbewohner wurden unmittelbar nach dem zweiminütigen Beben gebeten, höher gelegene Orte aufzusuchen. In Banda Aceh, der Hauptstadt der gleichnamigen indonesischen Provinz, flohen tausende von Einwohnern aus niedrig gelegenen Vierteln. «Die Menschen sind immer noch traumatisiert, angsterfüllt, sie fliehen auf höher gelegene Orte», sagte ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, Feri. Behördensprecher Budi Waluyo sagte, das Beben sei auf ganz Sumatra zu spüren gewesen. Das Epizentrum befand sich in rund 30 Kilometer Tiefe 200 Kilometer west-nordwestlich der Stadt Sibolga auf Sumatra und 240 Kilometer südwestlich von Medan auf Sumatra, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Nur 90 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt die Insel Simeulu, direkt nördlich davon befindest sich Nias. Ein Sprecher der US-Geologen in Golden, Dale Grant, sprach von einem Nachbeben des 9,0-Erdstoßes vom 26. Dezember. «Es ist im selben Grabensegment», sagte er. Wir erwarten Nachbeben.» Er betonte, keine Hinweise auf einen Tsunami zu haben. Erschütterungen waren bis Malaysia und Thailand zu spüren; an der malaysischen Westküste flohen tausende von Menschen aus Hochhäusern und Hotels. 28.März 2005 Banda Aceh/Bangkok (20:10 Uhr) - Drei Monate nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien hat sich am Montag vor der indonesischen Insel Sumatra erneut ein schweres Erdbeben ereignet. Einwohner der damals schwer getroffenen Provinz Banda Aceh flohen aus ihren Häusern, berichteten Einwohner. Die US-Erdbebenwarte in Golden/Colorado registrierte das Beben im Andaman-Meer am Montag mit der Stärke 8,2; das Meteorologische Amt in Tokio maß die Stärke 8,5. Für südliche thailändische Provinzen wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Das Beben wurde um 23.09 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von fast 30 Kilometern registriert, sagten die US-Geologen in Golden. Es war bis Malaysia und Thailand zu spüren; an der malaysischen Westküste flohen tausende von Menschen aus Hochhäusern und Hotels. 28.März 2005 Washington (19:17 Uhr) - Die amerikanische Geologiebehörde hat ein schweres Erdbeben in derselben Region Asiens verzeichnet, die im Dezember von der Tsunami-Katastrophe heimgesucht wurde. Das Erdbeben in der Nähe von Sumatra hatte eine Stärke von 8,2 auf der Richterskala. Das teilte die Behörde in Colorado mit. Die Regierungsstellen in der Region seien benachrichtigt worden. 27.März 2005 Heidelberg - Ein leichtes Erdbeben der Stärke 2,5 auf der Richterskala war am Abend im Großraum Heidelberg zu spüren. Nach Angaben des Landesamtes für Geologie Baden-Württemberg in Freiburg bebte die Erde in drei Kilometer Tiefe. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auch Sachschäden seien nicht gemeldet worden. Die Erschütterungen konnten in einem Umkreis von rund 20 Kilometer wahrgenommen werden. 24.März 2005 Ankara - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat zum zweiten Mal in zwei Wochen den Südosten der Türkei erschüttert. In der Umgebung der anatolischen Stadt Karliova in der Provinz Bingöl liefen Bewohner in Panik aus ihren Häusern. In Karliova sei aber niemand verletzt worden, und es seien auch keine Schäden entstanden, sagte Bürgermeister Muzaffer Gölen der Nachrichtenagentur Anadolu. Erst am 12. März waren in Karliova 15 Menschen verletzt und 150 Häuser beschädigt worden; Seismologen hatten damals eine Stärke von 5,7 gemessen. 23.März 2005 Taipeh - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Mittwoch den Nordosten des Inselstaats Taiwan erschüttert. Der Erdstoß erreichte einen Wert von 4,8 auf der Moment-Magnitude, wie der nationale Wetterdienst in Taipeh mitteilte. Das Zentrum lag etwa 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Taiwan ist häufig von Erdbeben betroffen. Bei einer Erschütterung der Stärke 7,6 kamen im September 1999 mehr als 2.300 Menschen ums Leben. 21.März 2005 Genkaijima/Japan - Einen Tag nach dem schweren Erdstoß vor der südjapanischen Insel Kyushu ist die Region weiterhin von Nachbeben erschüttert worden. Deren Zahl überschritt bis Montagmorgen die Marke von 100, wie die Behörden der Präfektur Fukuoka mitteilten. Fast 3.000 Menschen wurden dort in spezielle Zufluchtsstätten evakuiert, da ihre Häuser als gefährdet galten. Bei dem Erdstoß der Stärke 7,0 auf der Moment-Magnitude war am Sonntagmorgen eine 75-jährige Frau von einer einstürzenden Hauswand erschlagen worden. Mindestens 400 Menschen wurden wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Am schlimmsten betroffen war die kleine Insel Genkai unweit von Kyushu. 20.März 2005 Tokio - Bei einem schweren Erdbeben in Japan ist am Sonntag eine Bewohnerin der betroffenen Region ums Leben gekommen.Mindestens 250 Menschen wurden verletzt. Der Erdstoß der Stärke 7,0 löste eine Tsunami-Warnung aus, die nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde. Das Zentrum des Bebens lag etwa 70 Kilometer vor der Küste der Insel Kyushu und nur neun Kilometer unter dem Meeresgrund. Es brachte nach Angaben der Behörden Wasser- und Gasleitungen zum Bersten und unterbrach die Stromversorgung. Minuten nach dem Erdstoß um 10.53 Uhr Ortszeit (02.53 Uhr MEZ) löste der Erdstoß eine Tsunami-Warnung aus - also die Warnung vor einem Seebeben, wie es am 26. Dezember vergangenen Jahres die Küsten von Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand heimgesucht hatte. Die Bevölkerung niedrig gelegener Küstengebiete wurde aufgerufen, sich ins Landesinnere zu begeben. Innerhalb einer Stunde wurde die Warnung wieder aufgehoben. 14.März 2005 Freiburg - Ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,1 auf der Richterskala hat die Region bei Teningen in Baden-Württemberg erschüttert. Nach Angaben von Geologen bebte die Erde um 13.35 Uhr. Laut Polizei gab es keine Verletzten oder Schäden. Das Beben war im Umkreis von 20 Kilometern zu spüren. Besorgte Menschen aus Freiburg meldeten sich beim Landesamt für Geologie und berichteten unter anderem von klirrendem Geschirr. An fast derselben Stelle hatte es im November 2000 ein ähnliches Erdbeben der Stärke 2,9 gegeben. 14.März 2005 Ankara - Beim zweiten Erdbeben binnen zwei Tagen im Osten der Türkei sind mindestens elf Menschen leicht verletzt worden. Das Beben der Stärke 5,9 auf der Richter-Skala in der Provinz Bingöl richtete nach Angaben örtlicher Behörden außerdem Sachschaden an, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Einige Häuser stürzten ein; in einigen abgelegene Ortschaften funktionierten die Telefonleitungen nicht mehr.Wie bei dem Beben der Stärke 5,7 vom Samstag, bei dem 16 Menschen verletzt wurden, lag das Epizentrum in der Stadt Karliova. 13.März 2005 Teheran - Ein Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala hat am Morgen den Südosten des Iran erschüttert. Der Erdstoß ereignete sich nahe der Stadt Sarvan an der Grenze zu Pakistan. Berichte über Opfer oder Zerstörungen liegen nicht vor, so die Medien. Erst am 22. Februar war der Südosten des Landes von einem Beben der Stärke 6,4 erschüttert worden. Mehr als 600 Menschen starben, rund 1400 wurden verletzt. 12.März 2005 Ankara - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Samstagmorgen den Südosten der Türkei erschüttert. Der Erdstoß erreichte einen vorläufigen Wert von 5,7 auf der Moment- Magnitude, wie das Kandilli-Observatorium in Istanbul mitteilte. Das Zentrum lag im Bereich der Stadt Karliova in der ländlichen Provinz Bingöl, war aber auch in mehreren Nachprovinzen noch zu spüren. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens sieben Menschen verletzt, in mindestens vier Dörfern wurden Häuser beschädigt. Vielerorts brach Panik aus.Der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge löste das Beben ferner mindestens einen Erdrutsch aus. Dadurch war die Hauptverbindungsstraße zwischen den Städten Erzurum und Cat blockiert. In der Türkei kommt es häufig zu Erderschütterungen. In der betroffenen Provinz Bingöl kamen 2003 bei einem Beben der Stärke 6,4 insgesamt 177 Menschen ums Leben. Bei zwei schweren Erdbeben im Jahre 1999 starben rund 18.000 Menschen. 11.März 2005 Mexico City - Einen Tag nach dem Mount St. Helens in den USA und dem Popocapetl ist auch der Colima-Vulkan in Mexiko aktiv geworden. Nach einem Bericht des mexikanischen Zivilschutzes war dies der heftigste Ausbruch des Vulkans seit einem Jahr. Der Berg etwa 600 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt stieß eine 2000 Meter Hohe Aschewolke aus. Sie ging zum Teil über der Stadt Guzman und weiteren Ortschaften nieder. Die Bevölkerung im Bereich des Berges wurde vorsorglich auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet. 10.März 2005 Mexiko - Der Vulkan Popocatepetl 65 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt ist wieder ausgebrochen. Er spuckte am Mittwoch (Ortszeit) Asche und Dampf und setzte dadurch einen Wald in Brand. Soldaten und Feuerwehrleute konnten das Feuer allerdings bald wieder unter Kontrolle bringen. Die Flammen nahe der Stadt San Nicolas de los Ranchos hätten keine Menschen bedroht, teilte das Ministerium für Katastrophenschutz mit. Der Popocatepetl ist nach mehreren aktiven Jahren in den vergangenen Monaten ruhig gewesen. 09.März 2005 Johannesburg - Nach einem Erdbeben sind in Südafrika 42 Arbeiter einer Goldmine unter Tage eingeschlossen worden. "Die 42 Arbeiter sitzen in einem Schacht 2400 Meter unter der Erde fest", erklärte ein Sprecher des Betreibers zweier Goldminen nahe der Stadt Klerksdorp 160 Kilometer südwestlich von Johannesburg. Rettungskräfte versuchten, durch das Gestein einen Weg zu den Eingeschlossenen zu schlagen. Die Bergung von 3200 Arbeitern dauerte am Nachmittag an. 13 Bergleute waren durch Steinschlag verletzt worden.In den Städten Klerksdorp und Stilfontein wurden nach Polizeiangaben mindestens 40 weitere Menschen verletzt. Zahlreiche Gebäude seien beschädigt worden. Das Beben in der zentralen Region Südafrikas hatte eine Stärke von 5,3 auf der Richterskala. 09.März 2005 Seattle - Der Vulkan Mount St. Helens im US-Staat Washington hat wieder Asche und Dampf ausgestoßen. Wegen der über 11 000 Meter hohen Rauchsäule und dichten Aschewolken über dem US-Bundesstaat musste der Flugverkehr laut CNN teilweise umgeleitet werden. Der jüngsten Vulkanaktivität war ein kleines Erdbeben vorausgegangen. Im vergangenen Herbst war der Mount St. Helens nach einer längeren Ruhephase wieder zum Leben erwacht. Der letzte verheerende Ausbruch ereignete sich im Mai 1980. Damals kamen 57 Menschen ums Leben. 06.März 2005 Montreal - Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat am Sonntag Teile der kanadischen Provinz Quebec erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen nach Behördenangaben zunächst nicht vor. Das Zentrum des Bebens lag in der Nähe der Ortschaft Rivière-du-Loup, 400 Kilometer nordöstlich von Montreal, wie eine Sprecherin des Ministeriums für Bodenschätze erklärte. Auch in Montreal, Ottawa und Boston war der Erdstoß um 1.17 Uhr Ortszeit zu spüren. 06.März 2005 Taipeh - Ein Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala hat am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) Taiwan erschüttert. Wie das seismologische Institut in der Hauptstadt Taipeh mitteilte, befand sich das Zentrum des Bebens wenige Kilometer nördlich der Stadt Suao an der Ostküste der Insel. Zunächst lagen keine Informationen über mögliche Schäden oder Opfer vor. Bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 waren im September 1999 in Taiwan rund 2400 Menschen getötet worden. 02.März 2005 Sydney - Vor der Ostküste Indonesiens hat sich am Mittwochabend ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 ereignet. Die Erschütterung war bis an die über 600 Kilometer entfernte Nordküste Australiens zu spüren, wie die australische Polizei mitteilte. Berichte über Verletzungen oder Sachschaden wurden zunächst nicht bekannt. Nach Angaben australischer Seismologen lag das Epizentrum des Bebens rund 190 Kilometer unter dem Meeresboden, deshalb seien auch keine größeren Schäden zu erwarten. Auch löste das Beben keine Flutwelle (Tsunami) aus. 02.März 2005 Lima - Ein Erdbeben hat am Mittwoch die peruanische Hauptstadt Lima erschüttert. Das Epizentrum des Bebens, das nach ersten Messungen eine Stärke von 5,7 auf der Moment-Magnitude erreichte, lag knapp 100 Kilometer östlich von Lima in den Anden, wie das Geophysikalische Institut des Landes mitteilte. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. 02.März 2005 Straßburg - Das indonesische Archipel ist erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben der Straßburger Erdbebenwarte wurde das Beben der Stärke von 7,1 auf der Richter-Skala um 11.41 Uhr MEZ registriert. Das Epizentrum lag demnach im Banda-Meer rund 300 Kilometer nordöstlich der Insel Timor und rund 2500 Kilometer östlich der Hauptstadt Jakarta. Angaben über Schäden liegen noch nicht vor.Am 26. Dezember hatte ein Seebeben der Stärke 9,0 vor der indonesischen Insel Sumatra in Südasien gewaltige Flutwellen ausgelöst und mindestens 285.000 Menschen getötet. Seitdem registrierten Forscher mehr als 200 Nachbeben in der Region. 22.Februar 2005 Sarand - Gut ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben von Bam sind bei einem neuerlichen Erdstoß im Südosten des Iran möglicherweise mehr als 500 Menschen getötet worden. Rettungskräfte bargen bislang mehr als 270 Leichen und mehr als 700 Verletzte aus den Trümmern eingestürzter Häuser. Mehrere abgelegene Dörfer in den Bergen der betroffenen Region Kerman sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten; ein Krankenhaussprecher rechnet dort mit weiteren hunderten Toten. Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds wurden die Hälfte der 40 von dem Beben betroffenen Dörfer vollständig zerstört. Schlechte Straßenverhältnisse und Regenwetter behinderten die Rettungs- und Sucharbeiten. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Opfer auf mehr als 500 Tote und 5000 Verletzte steigen werde, sagte Krankenhaussprecher Iradsch Scharifi. Auch der Landeskoordinator des Malteser Hilfsdienstes im Iran, Peter Staudacher, rechnet mit deutlich mehr Toten als zunächst bekannt. Gouverneur Mohammed Ali Karimi hofft dagegen, dass die Zahl der Todesopfer bei etwa 300 bleiben werde, da die abgelegenen Dörfer während der kalten Jahreszeit nur wenige Bewohner hätten. Der Erdstoß der Stärke 6,4 am frühen Morgen überraschte die meisten Menschen im Schlaf. In dem nahezu vollständig zerstörten Dorf Dahujeh wurden zahlreiche Gläubige beim Morgengebet in der Moschee lebendig begraben. Dorfbewohner gruben mit bloßen Händen nach Toten und Überlebenden. Das Epizentrum lag 60 Kilometer nordwestlich der Stadt Kerman und etwa 200 Kilometer von der Stadt Bam, wo am 26. Dezember 2003 bei einem verheerenden Erdbeben mehr als 30.000 Menschen ums Leben gekommen waren. 16.Februar 2005 Tokio/Jakarta - Bei einem Erdbeben nahe der japanischen Hauptstadt Tokio sind mindestens 27 Menschen leicht verletzt worden. Größere Sachschäden wurden nicht gemeldet. In Indonesien erschütterte mehrere Stunden später ein Erdbeben der Stärke 5,3 die durch die Flutkatastrophe heimgesuchte Provinz Aceh. Ein weiteres Erdbeben in der indonesischen Provinz Nord-Sulawesi erreichte sogar die Stärke 6,2. Auch in Indiens Nordosten bebte die Erde. Das Beben der Stärke 5,4 auf der Richter-Skala in Japan ereignete sich am frühen Mittwochmorgen. Laut dem japanischen Wetteramt war das Beben in der nordöstlich von Tokio gelegenen Region Ibaraki so stark, dass es im Zentrum der Hauptstadt Häuser zum Wanken brachte. Die Fernsehsender unterbrachen ihr Programm und zeigten Bilder von schwankenden Gebäuden. Eine Tsunami-Warnung gab es nicht. Die Region Ibaraki liegt etwa 140 Kilomter nordöstlich von Tokio. Das Epizentrum lag in 40 Kilometern Tiefe im Süden von Ibaraki. 15.Februar 2005 Peking - Ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala hat den Nordwesten Chinas erschüttert. Über Opfer oder Schäden ist noch nichts bekannt. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, war eine Gegend in der autonomen Region Xinjiang nahe der Grenze zu Kirgisien betroffen. 15.Februar 2005 Hongkong - Gut sieben Wochen nach der Flutkatastrophe am Indischen Ozean ist die indonesische Insel Sumatra erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Anders als am 26. Dezember gab es aber keinen Tsunami. Das Beben in der Nacht zum Dienstag hatte nach Angaben der Erdbebenwarte in Hongkong eine Stärke von 6,0. Sein Epizentrum lag rund 200 Kilometer nordwestlich von Padang im Meer. Es habe weder Verletzte noch Sachschäden gegeben, sagte ein Behördenvertreter in Padang Panjang. 02.Februar 2005 Tokio - Mehrere Regionen in Asien sind am Mittwoch wieder von Erdbeben erschüttert worden. Ein Beben der Stärke 5,2 erschütterte die indonesische Insel Java. Es kam zu einer Panik unter der Bevölkerung, in Gebäuden entstanden Risse. Berichte über Opfer lagen aber nicht vor. Auch im Norden Japans bebte die Erde. Das Beben hatte eine Stärke von 4,6, sein Zentrum lag rund 30 Kilometer unter der Erde. Berichte über Schäden oder Opfer lagen auch nicht vor. 31.Januar 2005 Athen - Ein Erdstoß der Stärke 5,6 auf der Richterskala hat am Montagmorgen die griechische Insel Zante im Ionischen Meer erschüttert. Der "sehr starke" Stoß habe sein Epizentrum rund 340 Kilometer westlich der Hauptstadt Athen im Meer gehabt, teilten die Behörden mit. Bei dem Beben sei niemand verletzt worden oder zu Schaden gekommen. 29.Januar 2005 Madrid - Ein Erdbeben der Stärke 4,6 hat am Samstag den Südosten Spaniens erschüttert. Sein Epizentrum lag in Bullas in der Region Murcia, wie das Nationale Geographische Institut mitteilte. Die Erschütterungen seien auch in den Provinzen Almeria, Jaen, Granada, Albacete und Ciudad Real zu spüren gewesen. In Bullas bebte die Erde sechs bis acht Sekunden lang, wie Polizeichef Francisco Espin sagte. Verletzt wurde offenbar niemand, an Gebäuden entstand leichter Sachschaden. 27.Januar 2005 Hongkong - Zwei starke Seebeben haben die Region im Indischen Ozean zwischen der zu Indien gehörenden Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren und Indonesien erschüttert. Zunächst sei ein Beben der Stärke 5,6 auf der Richterskala rund 345 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt der indonesischen Provinz Aceh, Banda Aceh, registriert worden, teilte das Hongkonger Erdbeben-Observatorium mit. Davon seien vor allem die Andamanen und Nikobaren betroffen gewesen.Wenige Stunden später seien dann Erschütterungen der Stärke 6,1 vor der Westküste von Sumatra gemessen worden, hieß es weiter. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. 26.Januar 2005 Peking - Bei einem Erdbeben der Stärke 5,0 sind im Südwesten Chinas am Mittwoch mindestens drei Menschen verletzt worden. Meldungen über Tote gab es zunächst nicht, wie die Behörden der Provinz Yunnan mitteilten. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden in der Stadt Simao mehrere Gebäude beschädigt.Die gebirgige Provinz Yunnan wird immer wieder von moderaten bis starken Erdbeben erschüttert. Zuletzt wurden im Bezirk Ludian bei einem Beben der Stärke 5,0 am 10. August vier Menschen getötet und mehr als 600 verletzt. 25.Januar 2005 Ankara - Eine Serie von Erdbeben hat am Dienstag das türkische Grenzgebiet zum Iran erschüttert. Dabei kamen nach offiziellen Angaben in der Ortschaft Kaymakli zwei Menschen beim Einsturz eines Hauses ums Leben. Mehr als 20 Menschen wurden bei dem Erdbeben in der Provinz Hakkari verletzt. Das Stärkste der drei Beben hatte den Angaben zufolge die Stärke 5,5. Viele Menschen sprangen in Panik von den Balkonen ihrer Häuser und verletzten sich dabei. 24.Januar 2005 Jakarta - Bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala ist auf der ostindonesischen Insel Sulawesi mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Aus Angst vor einer Flutwelle flüchteten tausende Einwohner aus ihren Häusern. Nach Polizeiangaben wurden etwa 50 Gebäude in der Provinzhauptstadt Palu durch den Erdstoß stark beschädigt. Mindestens vier Menschen erlitten durch herabfallenden Trümmern schwere Verletzungen. Auch in der Katastrophenprovinz Aceh bebte erneut die Erde. 22.Januar 2005 Manila - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Samstagmorgen die südlichen Philippinen erschüttert. Nach Angaben des Instituts für Vulkanologie und Seismologie in Manila erreichte es eine Stärke von 5,4 auf der Moment-Magnitude. Das Zentrum lag südöstlich der Insel Mindanao rund 200 Kilometer unter dem Meeresboden. Wegen dieser Tiefe bestand einem Wissenschaftler des Instituts zufolge keine Gefahr einer Flutwelle. Berichte über Schäden oder Verletzte sowie über etwaige Nachbeben lagen zunächst nicht vor. 20.Januar 2005 Wellington - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat am Freitagvormittag (Ortszeit) die neuseeländische Hauptstadt Wellington erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag 30 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt in 30 Kilometer Tiefe, wie das Erdbebeninstitut des Landes mitteilte. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Beben war in der gesamten Mitte Neuseelands zu spüren. Ihm gingen zehn Erdstöße binnen zehn Stunden am Dienstag voraus. Der stärkste hatte die Stärke 5,3. 20.Januar 2005 Banda Aceh - Die Zahl der Toten durch die Flutkatastrophe in Asien steigt und steigt- vor allem in Indonesien. Nach offiziellen Angaben kamen dort mindestens 166 000 Menschen ums Leben. Damit steigt die Zahl der Toten auf insgesamt 220 000 Menschen. Grund für den hohen Anstieg der Opferzahl seien neueste Berichte aus bisher unzugänglichen Regionen. Die Zahl der in den Flutgebieten vermissten Deutschen ist von 598 auf 581 gesunken. Heute findet im Berliner Reichstag ein Staatsakt zum Gedenken an die Flutopfer statt. 18.Januar 2005 Tokio - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat die nordjapanische Insel Hokkaido erschüttert. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die japanische Wetterbehörde meldete, lagen zunächst keine Berichte über Opfer oder Sachschäden vor. Eine Tsunami-Flutwellenwarnung wurde nicht erlassen. Kurz zuvor hatte ein Erdbeben der Stärke 4,6 die zentraljapanische Region Niigata erschüttert, ohne dass es zunächst Meldungen über Verletzte oder Schäden gab. In Niigata hatte es bereits im vergangenen Oktober eine Serie schwerer Erdbeben gegeben. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio. 17.Januar 2005 Hongkong - In der Nähe der Pazifik-Inselgruppe Mikronesien hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Wie das Beobachtungszentrum in Hongkong mitteilte, hatte das Beben eine Stärke von 6,6 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag demnach im Meer des westlichen Teils Mikronesiens, rund 330 Kilometer ost-nordöstlich der Insel Yap. Der australische Wetterdienst meldete, die Erschütterungen seien zu schwach gewesen, um eine mögliche gefährliche Tsunami-Flutwelle auszulösen. 17.Januar 2005 Colombo/Jakarta - Die Zahl der Todesopfer in der Krisenregion rund um den Indischen Ozean ist auf rund 170 000 angestiegen. Vor dem Hintergrund der Tragödie beginnt an diesem Dienstag in der japanischen Stadt Kobe eine UN-Konferenz zum Katastrophenschutz. Unterdessen hat die Eröffnung eines weiteren Flughafens im indonesischen Katastrophengebiet das Einfliegen von Hilfsgütern deutlich vereinfacht. Der neue Militärflugplatz auf der Insel Weh vor der Küste Sumatras habe «eine enorme Last von den Flughäfen in Medan und Banda Aceh genommen», sagte Michael Huggins vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN) am Montag. Dadurch könnten noch mehr Hilfslieferungen zu den rund 700 000 Obdachlosen im Norden Sumatras gebracht werden.Bei der Lieferung von Hilfsgütern in die Flutgebiete kommt es nach Angaben der Bundesregierung allerdings dennoch zu Engpässen im Lufttransport. Die Regierung und humanitäre Organisationen treibe die Sorge um, ob ausreichend Transportflugzeuge zur Verfügung stünden, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Walter Lindner, am Montag in Berlin.In Sri Lanka stieg die Zahl der Todesopfer um mehr als 7200 auf nun 38 195, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Öffentliche Sicherheit, Tilak Ranaviraja, in Colombo. «Die Opferzahl wird mit Leichtigkeit auf mehr als 40 000 steigen, bei der Geschwindigkeit, mit der wir Leichen finden.» Die Flutwellen haben an fast zwei Drittel von Sri Lankas Küste Verwüstung angerichtet. Gemessen an der Einwohnerzahl von nur 20 Millionen ist Sri Lanka das am schwersten von der Naturkatastrophe vor gut drei Wochen betroffene Land. 15.Januar 2005 Jakarta - Drei Wochen nach dem katastrophalen Seebeben vor der Küste Indonesiens ist der Inselstaat erneut von einem starken Erdstoß erschüttert worden. Das Beben mit dem Epizentrum 200 Kilometer südwestlich von Jakarta erreichte eine Stärke von 5,5 auf der Richter-Skala, wie ein Sprecher der staatlichen Wetterbehörde mitteilte. Der Erdstoß richtete keine größeren Schäden an, Menschen wurden offenbar nicht verletzt. 11.Januar 2005 Athen - Ein Seebeben der Stärke 5,4 auf der Richterskala hat den Südosten der Ägäis erschüttert. Laut dem seismologischen Institut in Athen lag das Zentrum des Seebebens in einer Tiefe von rund 20 Kilometer unter dem Meeresboden zwischen der griechischen Insel Kos und der türkischen Hafenstadt Bodrum. Nach Angaben der Polizei der Insel Kos wurden die Einwohner zwar aus dem Schlaf gerissen, verletzt wurde aber niemand. Gespürt wurde der Erdstoß auch auf der Touristeninsel Rhodos sowie entlang der türkischen Ägäisküste. 10.Januar 2005 Teheran - Ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richterskala hat am Montagabend den Bewohnern der Region um Agh Ghala im Nordosten des Iran einen Schrecken eingejagt. Wie ein Sprecher des Innenministeriums in Teheran mitteilte, wurde nach ersten Informationen der örtlichen Behörden niemand verletzt. Die Nachrichtenagentur Irna meldete, die Bewohner der Region seien aus Panik auf die Straßen gelaufen. 10.Januar 2005 Sumatra- Ein schweres Nachbeben hat am Sonntagabend die Region der von der Flutkatastrophe in Südasien am schwersten betroffenen indonesischen Provinz Aceh erschüttert. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 6,2 auf der Richterskala sei vor der Küste von Sumatra rund 60 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Banda Aceh gemessen worden, teilte die Erdbebenwarte in Hong Kong mit. Aceh ist in den vergangenen Wochen von einer Serie von Nachbeben erschüttert worden. 08.Januar 2005 Catania - Der Vulkan Ätna auf Sizilien spuckt nach über einem Jahr Ruhe wieder Feuer und Asche. Wie die italienischen Behörden berichteten, ist ein Krater im Südosten des rund 3300 Meter hohen Berges wieder aktiv geworden. Aus ihm steige Rauch und schwarze Asche in die Höhe. Aus einer seitlichen Öffnung auf 2600 Meter Höhe fließe Lava. Es bestehe aber keine Gefahr für die Bewohner der Berghänge, hieß es weiter. Der Ätna ist der größte und aktivste Vulkan Europas. 08.Januar 2005 Saipan - Ein Vulkanausbruch auf einer kleinen Pazifikinsel hat eine Warnung für den internationalen Flugverkehr ausgelöst. Der Vulkan auf der zu den Nördlichen Marianen gehörenden unbewohnten Insel Anatahan könne Asche in bis zu 4,6 Kilometern Höhe ausspeien, warnten die Behörden der zu den USA gehörenden Inselgruppe am Freitag. Der Vulkan sei am Dienstag ausgebrochen. Zwar sei er derzeit für die meisten Flugzeuge im Luftraum ungefährlich, aber da sich die Wetterbedingungen schnell ändern könnten, sollten die Maschinen die Insel weiträumig umfliegen, hieß es in einer Erklärung. Möglicherweise könne sich der Vulkanausbruch verstärken. 07.Januar 2005 Pagadian - Meeresbewegungen wie vor einem Tsunami haben im Süden der Philippinen eine Massenpanik ausgelöst. Nach einem leichten Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala habe sich das Meer vor der Hafenstadt Pagadian auf der südlichen Insel Mindanao am Donnerstagabend ungewöhnlich weit zurückgezogen, teilten Behördenvertreter mit. Daraufhin seien mehr als 5000 verängstigte Einwohner der Stadt panikartig auf Anhöhen geflüchtet. Die Menschen hätten teils in ihren Schlafanzügen Kinder und einige persönliche Gegenstände an sich gerissen und unverzüglich die Flucht ergriffen. 06.Januar 2005 Guatemala-Stadt - Bei einem Vulkanausbruch in Guatemala sind große Mengen Asche bis zu fünf Kilometer hoch in die Luft geschleudert worden. Der Vulkan Fuego rund 60 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Guatemala-Stadt sei von drei heftigen Explosionen erschüttert worden, teilte die Erdbeben- und Vulkanwarte mit. An den Hängen des 3700 Meter hohen Vulkans seien Lavaflüsse und Gesteinslawinen beobachtet worden. Opfer habe es nicht gegeben, teilte der Katastrophenschutz mit. 06.Januar 2005 Hongkong - Elf Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit anschließendem Tsunami kommt die Region am Indischen Ozean nicht zur Ruhe. Vor der Insel Sumatra wurden in der Nacht zum Donnerstag zwei neue Erdstöße registriert. Sie hatten die Stärke 6,2 und 5,6 auf der Moment-Magnitude, wie die Erdbebenwarte in Hongkong mitteilte.Demnach lag das Zentrum der Erdstöße 60 bis 110 Kilometer westlich von Banda Aceh in unmittelbarer Nähe der Stelle, wo sich am 26. Dezember das schwere Beben der Stärke 9,0 ereignet hatte. Seitdem ist es in dieser Region immer wieder zu Nachbeben gekommen. Berichte über Opfer oder Schäden infolge der jüngsten Erderschütterungen lagen zunächst nicht vor. Ein moderates Erdbeben erschütterte am Donnerstagmorgen auch die südlichen Philippinen. Die Stärke betrug 4,9 auf der Moment-Magnitude, wie das Institut für Seismologie in Manila mitteilte. Das Zentrum lag etwa 130 Kilometer östlich der Insel Jolo. Berichte über Schäden oder Opfer lagen auch hier zunächst nicht vor. 05.Januar 2005 Mogadischu - Somalia hat die Zahl der Todesopfer nach der Flutkatastrophe im Indischen Ozean stark nach oben korrigiert. 298 Menschen seien durch die Flut in dem ostafrikanischen Land ums Leben gekommen, sagte der Vize-Präsident der besonders betroffenen nordöstlichen Küstenregion Puntland, Mohammed Abdi Gagab, am Mittwoch. Bislang war offiziell von 176 Todesopfern die Rede gewesen. Rund 17.000 Menschen hätten durch die Katastrophe vor zehn Tagen ihr Zuhause verloren, sagte Gagab. Die Flutwellen hatten Somalia rund sieben Stunden nach dem Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra erreicht. Somalia liegt mehr als 4500 Kilometer vom Epizentrum entfernt. 04.Januar 2005 Neu Delhi/Jakarta/Colombo - Neun Tage nach der Flutkatastrophe in Asien benötigen immer noch mehr als 1,8 Millionen Menschen dringend Nahrungsmittel. Die UN warnten davor, dass Tausende verhungern oder an Krankheiten sterben könnten, weil Versorgungsgüter nicht rechtzeitig ankommen.Hilfsorganisationen rechnen damit, dass es einige Tage dauern könnte, bis auch die entlegensten Gegenden erreicht werden. In Indonesien stieg derweil die Zahl der Überlebenden in Auffanglagern nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag auf knapp 390 000. Zuvor war von 272 000 Menschen die Rede, die in Notquartieren im Norden der schwer getroffenen Insel Sumatra aufgenommen wurden.Der Flughafen in der verwüsteten Provinzhauptstadt Banda Aceh auf Sumatra musste am Dienstag vorübergehend gesperrt werden, nachdem eine Maschine mit Hilfsgütern von der Landebahn gerutscht war. Hubschrauber könnten aber weiterhin ihre Einsätze fliegen, teilte ein Militärsprecher mit. Auf dem kleinen Flughafen von Banda Aceh starten und landen inzwischen rund um die Uhr Flugzeuge im Katastropheneinsatz. Vor der Flutwelle wurden auf dem Flughafen pro Tag nicht mehr als sechs Flüge abgefertigt.Helfer berichteten derweil von einem Mangel an Leichensäcken. «Wir brauchen dringen einige tausend mehr», sagte ein Helfer dem privaten Radiosender El Shinta. Seinen Schätzungen zufolge sind 15 000 Leichen alleine in der Umgebung von Banda Aceh noch immer nicht geborgen. Die Regierung befürchtet, dass die Flutwelle in und um Banda Aceh rund 30 000 Menschen das Leben kostete. Offiziell bestätigt wurden in Indonesien zunächst 94 100 Tote. Die Regierung rechnet jedoch mit rund 100 000. Insgesamt wird von 165 000 Toten ausgegangen.Eine Gruppe wütender Überlebender auf den südindischen Nikobar-Inseln nahmen einen Beamten und einen Polizeichef als Geiseln, um gegen unzureichende Hilfsmaßnahmen zu protestieren, wie die Zeitung «Hindustan Times» berichtete. Die Überlebenden hatten demnach vier Tage lang ohne Lebensmittel ausgeharrt, bevor sie sich durch den Dschungel zu einem Stützpunkt in der Campbell-Bucht schlugen, wo sie den Beamten und Polizisten beim Essen vorfanden. Sie wurden später freigelassen, nachdem sie versprochen hatten, für Nahrungsmittel zu sorgen. Hilfsorganisationen zufolge warteten noch immer Inselbewohner der Region auf Hilfe.In Sri Lanka trafen die ersten US-Soldaten zur Katastrophenhilfe ein. Die Soldaten seien durch die Hauptstadt Colombo gekommen, sagte ein Sprecher der US-Botschaft am Dienstag. Noch sei unklar, wann Truppen in der besonders schwer betroffenen Stadt Galle im Südwesten Sri Lankas landen würden. Dorthin ist ein Hubschrauber-Träger unterwegs. Nach Angaben der Hafenmeisterei in Galle erkundigten sich die Soldaten zunächst nach dem Zustand des noch geschlossenen Hafens. Im Bezirk Galle hat die Flutwelle bis zu zwei Kilometer landeinwärts Zerstörung angerichtet. 03.Januar 2005 Pasadena - Das Erdbeben von Sumatra, das zu dem verheerenden Tsunami - Flutwellen geführt hat, war nach Angaben von US-Forschern so stark, dass es die Erdrotation beschleunigt hat. Geophysiker des NASA-Jet Propulsion Center in Pasadena haben berechnet, dass die Erde sich danach um etwa drei Mikrosekunden schneller drehte, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com .Der schnelle Wechsel ist daher zustande gekommen, weil sich die Massen der tektonischen Platten verschoben haben. Auswirkungen auf den Planeten habe dies allerdings nicht, meinen die Forscher. Da die kürzere Umlaufzeit nur ein paar Millionstel einer Sekunde betrage, wären Korrekturen nicht notwendig, berichtet Tom O'Brian vom US-National Institute of Standards and Technology. Wie gewaltig das Erdbeben tatsächlich war, berichtet die US-Geological Society: Die Energie des Bebens kommt 475.000 Kilotonnen TNT gleich. Das entspricht einer Gewalt von 23.000 Atombomben wie sie in Hiroshima Ende des 2. Weltkrieges gezündet wurden. Das stärkste Beben, das je auf der Erde gemessen wurde, war es nicht, denn 1960 gab es in Chile nahe der Stadt Conception ein noch gewaltigeres, das zwischen 15 und 30 Minuten nach dem Beben zu Wellen von mehr als 50 Metern Höhe führte. Etwa 15 Stunden nach den Erschütterungen wurde die hawaiianische Stadt Hilo, rund 6.800 Kilometer vom Epizentrum entfernt, von gewaltigen zehn-Meter-Brechern getroffen und verwüstet.Das zweitschwerste je gemessene Erdbeben wurde 1964 in Alaska registriert. Damals wurde ein Gebiet von 80.000 Quadratkilometern zerstört. Eine Tsunami-Welle erreichte an der Shoup-Bay am Valdez Inlet eine Maximalhöhe von 67 Metern. Dem Umstand, dass damals relativ wenig Menschen starben, ist lediglich der Tatsache zu verdanken, dass die betroffenen Gebiete, die Küste Alaskas, West-Kanadas, Oregons und Washingtons relativ schwach besiedelt waren. Die USGS berichtet jedenfalls davon, dass Tsunami-Flutwellen in jedem Ozean auftreten können. Besonders gefährdet ist der Pazifik mit dem so genannten "Ring Of Fire", einem Ring aus aktiven Vulkanen rund um die Außengrenzen des großen Ozeans. Dass eine Warnung vor den großen Wellen nur selten früh genug kommt, zeigen auch zahlreiche Beispiele wie etwa jener Tsunami, der am 17. Juli 1998 mehr als 2.000 Menschen in Papua Neuguinea in den Tod riss. Innerhalb weniger Minuten nach dem Beben zerstörten drei aufeinander folgende Wellen drei Dörfer komplett. Besonders tragisch war der Umstand, dass das Seebeben, das zu den tödlichen Wellen führte, die sich mehr als 15 Meter aufbäumten, relativ leicht war. Bewohner in anderen Dörfern, die nur 15 Kilometer von den betroffenen Ortschaften entfernt lebten, spürten kaum ein Beben. Wissenschaftler wie der Autor des Buches "Tsunami!", Walter Dudley, räumt auch mit der Vorstellung auf, dass Tsunamis einfache gigantische Wellen sein. Vielmehr handle es sich um zehn oder mehr aufeinander folgende Wellen, die das Wasser nach vor und zurück transportieren, schreibt Anne Rosenthal von der California Academy of Sciences. Daher wiesen die Toten in Papua Neuguinea Brandverletzungen auf. Ihre Körper wurden über den rauen Korallensand geschliffen.Die zerstörerischen Wellen werden aber nicht nur durch unterseeische Beben ausgelöst. So sorgte der Ausbruch des Vulkans Krakatau in Indonesien am 27. August 1883 für Wogen, die 165 Dörfer einfach unter sich begruben und keine Spuren mehr hinterließen. Gerade diese Tatsache macht es so schwierig ein zuverlässiges Warnsystem zu etablieren. 03.Januar 2005 Neu Delhi - Gut eine Woche nach der Flutwelle in Asien ist das wahre Ausmaß der Tragödie immer noch unklar. Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer ist erneut dramatisch gestiegen. Nach Angaben des indonesischen Gesundheitsministeriums kamen alleine auf der besonders schwer getroffenen Insel Sumatra mehr als 94 000 Menschen ums Leben. Die Vereinten Nationen befürchten, dass insgesamt deutlich mehr als 165 000 Menschen getötet wurden. Inzwischen erreicht die internationale Hilfe auch abgelegenere Krisengebiete. 02.Januar 2005 Phuket - Eine Woche nach der verheerenden Flutwelle im Indischen Ozean ist der Meeresgrund immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Mehrere Nachbeben erschütterten am Sonntag die indische Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren. Der heftigste Erdstoß erreichte nach Angaben indischer Seismologen eine Stärke von 5,9.Unterdessen untersuchten deutsche Gerichtsmediziner in Mai Khao die Leichen von Tsunami-Opfern. Um ihre Identität zu klären, nahmen sie DNA-Proben aus Knochen und prüften zahnmedizinische Befunde. Jede Leiche wird mit einer Kennnummer versehen, die auf einem Mikrochip am Körper des Toten gespeichert wird, wie Teamleiter Jürgen Peter mitteilte. Sein Einsatz sei ähnlich wie bei anderen Katastrophen, aber die Dimension sei nicht vergleichbar, sagte Peter.Bislang haben die Behörden in Thailand 4.985 Tote registriert. 6.424 Menschen werden noch als vermisst geführt. «Wir werden weiter nach Toten suchen», sagte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra. Die Gesamtzahl der Toten in den elf betroffen Ländern stieg am Sonntag auf mehr als 123.000. Die Vereinten Nationen befürchten bis zu 150.000 Todesopfer.Bei den Bergungsarbeiten in den zerstörten Ferienzentren setzt Thailand jetzt auch Elefanten ein. Eine Gruppe von Arbeitselefanten, die sonst in der Holzwirtschaft tätig sind, traf am Sonntag in der Provinz Phang Nga ein. Vor allem in schwer zugänglichen Gebieten seien die Tiere ideal, um schwere Trümmerteile aus Gebäuden zu ziehen, sagte der Verwaltungsbeamte Siriphong Leeprasit 01.Januar 2005 Jakarta/Colombo - Knapp eine Woche nach Beginn der Flutkatastrophe in Asien hat ein starkes Seebeben die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Die Gefahr einer Flutwelle wie bei dem Beben vor einer Woche bestehe aber nicht, sagte ein Seismologe des Erdbebenobservatoriums in Straßburg. Die Zahl der Toten in der asiatischen Unglücksregion steigt unterdessen immer weiter. Allein in Sri Lanka wurden möglicherweise über 42.000 Menschen getötet.Das jüngste Beben hatte den Straßburger Wissenschaftlern zufolge eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala. Das staatliche chinesische Erdbebenzentrum hatte eine Stärke von sieben gemessen. Das Epizentrum lag demzufolge 410 Kilometer vom Epizentrum des verheerenden Bebens am vergangenen Sonntag entfernt. Ein AFP-Reporter berichtete aus Banda Aceh im Norden Sumatras, dort seien die Erdstöße nicht zu spüren gewesen.Der Norden Sumatras war am stärksten von der Flutkatastrophe betroffen, bei der allein auf der indonesischen Insel möglicherweise bis zu 100.000 Menschen starben. Nach UN-Angaben könnte es noch Wochen dauern, bis Hilfslieferungen die Opfer in den entlegenen Gebieten der indonesischen Provinz Aceh erreichen.Insgesamt könnte die Zahl der Toten in der gesamten Region nach Einschätzung der UNO bei bis zu 150.000 liegen. Wahrscheinlich werde nie geklärt werden können, wie viele Menschen tatsächlich ums Leben kamen, sagte UN-Krisenkoordinator Jan Egeland in New York. Die Zahl der bestätigten Todesopfer näherte sich 126.000. Indonesien meldete 79.940 Tote, rechnete aber mit bis zu 100.000 Toten. Das Präsidentenbüro in Colombo gab die Zahl der Vermissten in Sri Lanka mit knapp 14.000 an. Bisher war von fast 5000 Vermissten die Rede gewesen. Präsidentin Chandrika Kumaratunga hatte schon am Donnerstag gesagt, es müsse davon ausgegangen werden, dass die meisten der Vermissten tot seien. Die Zahl der offiziell erfassten Toten lag bisher bei über 28.000. Tausende Überlebende mussten im Osten Sri Lankas erleben, wie ihre Unterkünfte durch heftige Regenfälle erneut weggeschwemmt wurden.In Thailand, das etwa 4800 Todesfälle bestätigte, sind nach Regierungsangaben bis zu 8000 Tote zu befürchten. Mehr als 2000 ausländische Touristen starben nach Behördenangaben allein in der südlichen Provinz Phang Nga. Dort befindet sich auch der zerstörte Ferienort Khao Lak, wo zahlreiche Deutsche ihren Weihnachtsurlaub verbrachten. Unter den tausenden in der Region Vermissten sind deutlich mehr als tausend Deutsche. |
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