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In Zusammenarbeit mit VolcanoDiscovery
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Neu Delhi - Das Ausmaß der Flutkatastrophe am Indischen Ozean wird immer schlimmer: Die Behörden der betroffenen Küstenregionen befürchten mittlerweile insgesamt rund 150 000 Tote. Während Millionen von Überlebenden vor allem Trinkwasser, Essen und Medikamente benötigen, läuft die internationale Hilfe auf Hochtouren. Bundeskanzler Gerhard Schröder setzt für langfristige Hilfen für die betroffenen Länder ein. In seiner Neujahrsansprache sagte der Kanzler, man dürfe die Menschen dort nicht allein lassen.. 31. Dezember 2004 Köln/Colombo - Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Seebeben in Süd- und Südostasien könnte sich auf mehr als 145.000 erhöhen. Allein in Indonesien seien bei der Flutkatastrophe am Sonntag möglicherweise bis zu hunderttausend Menschen ums Leben gekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Jakarta mit. Die Bundeswehr flog unterdessen knapp 50 Opfer der Flutkatastrophe nach Deutschland aus. Bislang waren in Indonesien rund 80.000 Tote bestätigt worden. Nach Angaben des deutschen Technischen Hilfswerkes (THW) ist ein Erkundungsteam auf dem Weg in die schwer zugängliche indonesische Provinz Aceh, um genauere Einsatzmöglichkeiten für das THW und weitere internationale Hilfsorganisationen zu prüfen. Die Zahl der amtlich gemeldeten Toten überschritt die Marke von 125.000. Nach amtlichen Angaben aus Neu Delhi starben an der indischen Küste fast 12.000 Menschen. Tausende Menschen würden immer noch vermisst.In Thailand kamen weitaus mehr Touristen in der Flutwelle um als bislang bekannt. Wie der Gouverneur der am schwersten betroffenen Provinz Phang Nga mitteilte, starben in dieser Region fast 3700 Menschen, darunter 2000 Ausländer. Insgesamt kamen damit in Thailand mehr als 4500 Menschen, davon 2200 ausländische Touristen, ums Leben. In Phang Nga liegt auch der bei Deutschen sehr beliebte Ferienort Khao Lak.Der Inselstaat Sri Lanka korrigierte die bisherige Todeszahl von knapp 25.000 auf insgesamt 28.475 Menschen. Fast 4900 Menschen würden immer noch vermisst, teilte das Büro von Präsidentin Chandrika Kumaratunga mit. 30. Dezember 2004 Jakarta - Die Zahl der Todesopfer durch die Flutkatastrophe im Indischen Ozean hat fast 120.000 erreicht. Wie das Gesundheitsministerium in Jakarta mitteilte, starben nach vorläufigen Angaben allein in Indonesien 79.940 Menschen - 27.000 mehr als bisher bekannt. Nach einer Warnung vor neuen Flutwellen ergriffen an der Küste Südindiens tausende Einwohner in Panik die Flucht.In Sri Lanka kamen mehr als 24.000 Menschen ums Leben, in Indien mehr als 10.000. Allein in Indonesien starben nach neuen Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 52.000 Menschen. Ein Mitarbeiter der Vereinten Nationen sagte in Jakarta, möglicherweise seien allein in dem Inselstaat bis zu 80.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezifferte die Zahl der Menschen, die in Indonesien durch die Flut obdachlos wurden, auf bis zu drei Millionen Menschen. Bis zu fünf Millionen Menschen insgesamt seien durch die Flutwellen obdachlos geworden, erklärte die WHO. In Sri Lanka verloren der WHO-Sprecherin zufolge bis zu einer Million Menschen ihre Bleibe. Die Flutwarnung war vom indischen Verteidigungs- und vom Innenministerium herausgegeben worden, nachdem es am Morgen in der Provinz Aceh Nachbeben gegeben hatte. "Die Wellen kommen", schrien Menschen an der indischen Küste, während sie zu Fuß oder mit Bussen und weiteren Fahrzeugen flüchteten. Die Erdstöße mit einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala seien aber nicht stark genug gewesen, um eine neue Flutwelle auszulösen, teilte das indonesische Wetteramt mit. Im thailändischen Ferienort Khao Lak wurden nach Angaben eines norwegischen Diplomaten bisher fast 4000 Leichen geborgen. Ein Team norwegischer Ärzte und Rechtsmediziner habe auf Straßen, in Tempelanlagen und an weiteren Stellen zahllose vom Wasser aufgedunsene Leichen gesehen. Khao Lak im Süden Thailands war ein beliebter Urlaubsort.Angesichts der katastrophalen Lage in den von der Flutwelle getroffenen Staaten Südasiens weitete die internationale Gemeinschaft ihre Hilfszusagen aus. 30. Dezember 2004 Ankara - Teile der Türkei und Griechenlands sind am Donnerstag von Erdbeben erschüttert worden. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Zentrum des Bebens der Stärke 4,6 kurz nach Mitternacht in der Türkei lag in der Ortschaft Cubuk bei Ankara. Ihm folgte nach Angaben des Kandilli-Observatoriums in Istanbul ein Nachbeben der Stärke 3,4. Bewohner von Cubuk rannten in Panik auf die Straßen. Rund neun Stunden später wurde die Mitte Griechenlands von einem Erdstoß der Stärke 4,3 erschüttert. Nach Angaben der Universität von Saloniki lag das Zentrum in der Nähe der Stadt Domoko, 250 Kilometer nördlich von Athen. In der Region ereignen sich häufiger Erdbeben. 30. Dezember 2004 Jakarta/Berlin - Auch drei Tage nach der Flutwelle in Südasien ist jede endgültige Bilanz zum Ausmaß der Verheerungen unmöglich. Bisher zählten die Behörden in den elf betroffenen Ländern mehr als 80.000 Tote. Die Schlamm- und Trümmerwüsten an den Küsten des Indischen Ozeans gaben immer mehr Opfer frei, das Rote Kreuz fürchtet mehr als 100.000 Tote. In laufend aktualisierten Zwischenbilanzen versuchten die Regierungen der betroffenen Länder, den Schrecken in Zahlen zu fassen. Indonesien, das dem Epizentrum des Bebens am nächsten lag, zählte mehr als 45.000 Tote - mehr als die Hälfte der Gesamtbilanz. Sri Lanka zählte mehr als 22.400 Tote, Indien mehr als 10.800, Thailand mehr als 1800, und selbst das weit entfernte Somalia in Afrika beklagte 114 Tote. Zehntausende gelten weiterhin als vermisst. In dem tausende Kilometer langen Katastrophengebiet um den Indischen Ozean wurden eilends Leichen begraben. Die UNO fürchtet viele weitere Opfer, sollten Seuchen ausbrechen.Das Rote Kreuz in Genf fürchtete einen Anstieg der Totenzahl auf mehr als 100.000, sobald das Ausmaß der Katastrophe auf allen entlegenen Inseln eingeschätzt werden kann. Besonders auf der zu Indien gehörenden Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren seien noch viele Tote zu befürchten, sagte der Koordinator Peter Rees von der Internationalen Föderation der Rot-Kreuz- und Roter-Halbmond-Gesellschaften in Genf. Erste Erkundungen des abgelegenen Archipels aus der Luft ließen die Sorge wachsen. "Wir sehen keine Spuren von Dörfern und Häusern, da ist nichts mehr", sagte ein indischer Hubschrauberpilot nach einem Flug über mehrere Nikobaren-Inseln, auf denen einmal 30.000 Menschen wohnten.Als weiterer Krisenschwerpunkt kristallisierte sich die indonesische Provinz Aceh auf Sumatra heraus. Dort hatten gewaltige Wellen mit zehn Metern Höhe ganze Dörfer verschlungen, viele Katastrophengebiete sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Erstmals erreichte ein Versorgungsschiff der Marine die zuvor abgeschnittene Provinzmetropole Meulaboh. Sie sei zu drei Vierteln zerstört, nur noch die Moschee ragte intakt aus der Schlammwüste hervor. Allein dort könnten 10.000 Menschen gestorben sei. Die UN-Behörde für humanitäre Einsätze hielt bis zu 80.000 Tote allein in Indonesien für denkbar.Bisher wurden insgesamt mindestens 99 tote und 2800 vermisste Europäer registriert. Besonders viele schwedische Touristen schienen unter den Opfern zu sein: Tausend von ihnen werden vermisst. Zwischenbilanzen zufolge starben auch mindestens 20 Franzosen, 26 Briten, 14 Italiener, zwölf US-Bürger, elf Schweizer und fünf Österreicher. 29. Dezember 2004 Jakarta/Colombo/Bangkok - Die Zahl der Toten in Folge der verheerenden Flutwelle in Asien ist auf mehr als 65 000 angestiegen. In Indonesien liegt die Opferzahl nach Regierungsangaben vom Mittwoch nun bei mehr als 32 800. Die Zahl der Toten auf Sri Lanka stieg nach offiziellen Angaben auf 21 000, der indische Nachrichtensender NDTV sprach sogar von 25 000 Toten auf der südasiatischen Insel.Die Zahl der Flutopfer in Thailand liegt nach offiziellen Angaben inzwischen bei mehr als 1500, davon fast drei Viertel Ausländer. In Thailand war das Schicksal von mindestens 600 Deutschen zunächst unklar, wie die deutsche Botschaft in Bangkok mitteilte. Die diplomatische Vertretung Schwedens berichtete sogar von mehr als 1500 vermissten Landsleuten. Am schwersten betroffen ist mit mindestens 950 Toten die Provinz Phong Nga, unweit der Urlauberinsel Phuket. Auf dem Eiland und der benachbarten Provinz Krabi kamen nach vorläufigen Angaben vom Mittwoch mehr als 400 Menschen um.In Indonesien stammt fast die Hälfte der Opfer aus dem Westen der Provinz Aceh im Norden der Insel Sumatra, teilte das Sozialministerium in der Hauptstadt Jakarta mit. Mehr als 80 000 Menschen seien obdachlos geworden. Die Behörden warnten vor dem Ausbruch von Epidemien, da es an sauberem Trinkwasser in der betroffenen Region mangele.In Indien liegt die Zahl der Toten bei mehr als 9500. NDTV berichtete, auf der besonders schwer betroffenen indischen Inselgruppe Andamanen und Nikobaren könnten Eingeborenenstämme von der Katastrophe vollständig ausgelöscht worden sein. 28. Dezember 2004 Banda Aceh - Das Erdbeben im Indischen Ozean und die davon ausgelöste Flutwelle war nach Einschätzung der Vereinten Nationen möglicherweise «die größte Naturkatastrophe aller Zeiten». Die in den zwölf Ländern der Katastrophenregion angerichteten Schäden überträfen alle Vorstellungskraft, sagte am Dienstag der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Egeland, der bei den Vereinten Nationen für humanitäre Einsätze zuständig ist. Bis Dienstag stieg die Zahl der Toten auf mehr als 44.000. Vor allem in Indonesien war das Ausmaß der Katastrophe viel höher als zunächst angenommen.Allein in der indonesischen Stadt Meulaboh kamen 10.000 Einwohner ums Leben. In der Provinz Aceh auf Sumatra lagen zahlreiche Leichen unter freiem Himmel. Die Behörden befürchten den Ausbruch von Seuchen. Bis Dienstag wurden in Indonesien etwa 19.000 Tote geborgen, die Regierung rechnete mit bis zu 25.000 Opfern. Soldaten und freiwillige Helfer drangen in abgelegene Ortschaften der Provinz Aceh vor und suchten in den Trümmern von Häusern nach Toten oder Überlebenden. «Wir arbeiten 24 Stunden am Tag, um die Leute rauszuholen», sagte Rotkreuzhelfer Tamin Faisil in der Provinzhauptstadt Banda Aceh. In Moscheen und Schulen drängten sich tausende Obdachlose. Hungernde Überlebende plünderten Geschäfte.In Thailand wurden bis Dienstag 1.516 Tote gezählt. Unter ihnen seien mehr als 700 Ausländer, teilte der stellvertretende Innenminister Sutham Saengprathum mit. Auch mindestens zehn deutsche Urlauber kamen in Thailand ums Leben, doch dauerten die Bergungsarbeiten in den Feriengebieten im Süden weiter an. Mehr als 100 deutsche Touristen wurden nach Angaben von Bundesaußenminister Joschka Fischer noch vermisst.Die meisten Toten gab es in der Provinz Phang Nga mit einem 30 Kilometer langen Strandabschnitt zwischen Takua Pa und Khao Lak sowie auf der Ferieninsel Phuket. Weitgehend zerstört wurde das Similan Beach and Spa Resort auf einer der Similan-Inseln bei Phuket. Dort hielten sich zum Zeitpunkt der Flutwelle etwa 60 zumeist aus Deutschland stammende Touristen auf. Zerstört wurden die ersten beiden Stockwerke des Hotels Sofitel Magic Lagoon Resort. Die thailändischen Behörden suchten noch nach etwa 100 Fischern, deren Boote zum Zeitpunkt der Flutwelle in der Nähe von Phuket auf See waren. In einem buddhistischen Tempel in Takua Pa, 150 Kilometer nördlich von Phuket, wurden am Dienstag 200 Leichen aufgebahrt.In Sri Lanka wurde am Dienstag bekannt, dass die Flutwelle einen Zug mit 1.000 Passagieren zum Entgleisen brachte. Viele von ihnen kamen ums Leben oder werden noch vermisst. Bis Dienstag wurden mehr als 18.700 Tote in Sri Lanka gezählt. Die Bevölkerung der besonders schwer betroffenen Stadt Galle wurde über Lautsprecher aufgerufen, die Toten zu Sammelpunkten zu bringen. Neben der Seuchengefahr gab es eine zusätzliche Gefahr durch Landminen aus dem Bürgerkrieg zwischen Regierung und Tamilen, die von der Flut ins Meer gespült wurden.Die Malediven, wo mindestens 55 Menschen ums Leben kamen, verschoben die für Freitag angesetzte Parlamentswahl. Auf den zu Indien gehörenden Andamanen und Nicobaren verloren vermutlich 3.000 Menschen ihr Leben. Aus Mangel an Brennholz wurden viele Tote in Indien entgegen der hinduistischen Tradition nicht verbrannt, sondern in Massengräbern beigesetzt. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag kamen in Indien 4.371 Menschen ums Leben, davon allein 3.618 im Unionsstaat Tamil Nadu.Unter den Toten sind tausende Kinder, die von der Flutwelle ins Meer gespült wurden und ertranken. Das Weltkinderhilfswerk UNICEF schätzt, dass mindestens jedes dritte Todesopfer ein Kind ist. Das besondere Augenmerk müsse jetzt der Hilfe für die Überlebenden gelten, da Kinder am anfälligsten für Krankheiten seien, sagte UNICEF-Sprecher Alfred Ironside. In Malaysia wurde ein 20 Tage altes Baby gerettet, das auf einer im Wasser treibenden Matratze überlebte. Das kleine Mädchen konnte zu seiner Familie zurückgebracht werden. 28. Dezember 2004 Los Angeles - Das schwere Seebeben vor der Küste Indonesiens hat nach Ansicht von Forschern womöglich ganze Inseln verrückt. Die Erdstöße mit dem Epizentrum etwa 250 Kilometer südöstlich von Sumatra könnten die kleineren Inseln in der Region um etwa 20 Meter nach Südwesten geschoben haben, sagte ein Experte des Amerikanischen Geologischen Institutes, Ken Hudnut, der Nachrichtenagentur AFP. Auf Grund von Modellen vermute er, dass sich auch die nordwestliche Spitze von Sumatra etwa 36 Meter nach Südwesten verschoben habe. Die bei dem Beben freigesetzte Energie habe zudem die Erdachse ins Wanken gebracht. 28. Dezember 2004 Jakarta - Die Zahl der Erdbebenopfer in Südostasien könnte auf mehr als 40.000 ansteigen. Allein in Indonesien kamen infolge des Bebens vom Sonntag und der von ihm verursachten Flutwellen bis zu 25.000 Menschen ums Leben, wie Vizepräsident Yusuf Kalla am späten Montagabend mitteilte. Das Internationale Rote Kreuz hatte zuvor von 23.700 registrierten Todesopfern berichtet.Kalla sagte laut einem Bericht er staatlichen Nachrichtenagentur Antara: «Wir haben noch keine Bestätigung. Aber ich gehe von 21.000 bis 25.000 Toten aus.» Der Vizepräsident äußerte sich in Medan. Er kam von der Insel Sumatra, wo er sich um die Koordinierung der Rettungsarbeiten gekümmert hatte. Das Beben der Stärke neun hatte sich am Sonntagmorgen vor der indonesischen Insel ereignet. Die Regierung in Jakarta hat bislang den Tod von 5.000 Menschen bestätigt. Die meisten Opfer waren in der Aceh-Provinz im Norden Sumatras zu beklagen.Tausende Menschen im gesamten Golf von Bengalen wurden am Montagabend noch vermisst. Allein in den am schlimmsten betroffenen Ländern Sri Lanka und Indonesien wurden jeweils eine Million Menschen obdachlos. Wegen der großflächigen Überschwemmungen und fehlenden Trinkwassers befürchteten Regierungsstellen und Hilfsorganisationen den Ausbruch von Seuchen wie Malaria und Cholera. An mehreren Flughäfen in Thailand brach Chaos aus, weil zahlreiche Touristen, darunter viele Verletzte, das Land fluchtartig verlassen wollten.Weil vielerorts das Wasser noch nicht abgeflossen war, konnten die Leichen nicht beerdigt werden und verwesten schnell in der Tropenhitze. Wo möglich, wurden Massengräber angelegt, so in dem indischen Dorf Cuddalore, wo 150 Kinder in einer Grube beigesetzt wurden. In Malaysia machten nach offiziellen Schätzungen Kinder, die in der Brandung spielten und von der Flutwelle überrascht wurden, ein Drittel der Opfer aus.In Sri Lanka, mit mindesten 12.000 Toten einer des am stärksten betroffen Landes, entsandte die Regierung 25.000 Soldaten zur Katastrophenhilfe. In Indien rissen die Fluten mindestens 4.000 Menschen in den Tod. Thailand meldete etwa 900 Tote, darunter auch ein Enkel des thailändischen Königs. In Malaysia kamen 52 Menschen in den Fluten um, auf den Malediven 43, in Birma 34, in Bangladesch 2.In Indien brachten Hubschrauber Hilfsgüter in besonders betroffene Gebiete. In Thailand eilten Kriegsschiffe in Urlaubsgebiete, um Überlebende zu evakuieren. Unterdessen kamen aus aller Welt Hilfslieferung und Hilfsmannschaften in den Krisenregionen an.Regierungsstellen in Indonesien und Thailand räumten ein, dass es keine ausreichenden Warnungen vor der Flutwelle gegeben habe. Zu gleich betonten sie aber auch, dass es für die Region kein internationales Warnsystem wie im Pazifik gebe. Unter den zigtausenden Opfern des schweren Seebebens in Südostasien sind auch zahlreiche ausländische Touristen, darunter mindestens vier Deutsche. Bis Dienstagmorgen wurde der Tod von rund 60 Europäern offiziell bestätigt, weitere Todesmeldungen wurden noch überprüft. Hunderte Menschen wurden noch vermisst. Auch mehrere Urlauber aus Amerika, Australien und Japan und Neuseeland verloren bei der Flutkatastrophe ihr Leben. 27. Dezember 2004 Colombo/Jakarta - Einen Tag nach der schweren Flutkatastrophe in Südasien steigt die Zahl der Todesopfer stündlich. Bis zum Nachmittag meldeten die Behörden der betroffenen Länder mehr als 23.000 Tote. Überall suchen Rettungsmannschaften und Angehörige verzweifelt nach Vermissten. Am schwersten betroffen ist Sri Lanka, wo fast 11.000 Menschen starben - unter ihnen vier Deutsche. Weltweit sind derweil erste Hilfsaktionen für die am schwersten betroffenen Regionen angelaufen.In Indien starben offiziellen Angaben zufolge mindestens 6600 Menschen, in Indonesien 4725 und in Thailand mindestens 870. Dort werden aber noch fast 1200 Menschen vermisst, unter ihnen 134 Urlauber. In Sri Lanka wiederum starben 70 ausländische Touristen, darunter die vier Deutschen. Ein Sprecher des Außenministeriums in Colombo sprach von weiteren 130 verletzten oder vermissten Ausländern. Im thailändischen Phuket wurden drei Österreicher tot aufgefunden, ein weiterer Österreicher starb an einem anderen Ort in Südthailand. In Thailand sind ersten Schätzungen zufolge rund ein Drittel der Opfer Touristen, wie ein Regierungsbeamter sagte. Allein auf der verwüsteten Ferieninsel Phi Phi starben nach Angaben von Rettungskräften mindestens 300 Menschen, die meisten von ihnen ältere Touristen. Eine Gruppe von etwa 200 Urlaubern sei laut Augenzeugenberichten am Sonntag mit voller Wucht von der Flutwelle getroffen worden, als sie gerade ein Schiff im Hafen verlassen habe.Nach dem schweren Erdbeben am Sonntag vor der Westküste der indonesischen Insel Sumatra wurde die Region bis Montagmorgen von 65 Nachbeben erschüttert. Laut indonesischem Seismologischen Institut wurden die letzten Erschütterungen um 09.00 Uhr (03.00 Uhr MEZ) gemessen. Mit erneuten verheerenden Flutwellen wird jedoch nicht mehr gerechnet.Das Erdbeben am Sonntagmorgen hatte eine Stärke von 9,0 auf der Richterskala. Es war das viertstärkste seit 1900. Die von ihm ausgelösten gigantischen Flutwellen verwüsteten weite Teile Südasiens. Schwere Auswirkungen waren noch bis nach Ostafrika zu spüren: In Somalia seien vermutlich mehr als hundert Fischer durch die Flutwellen getötet worden, sagte ein Präsidentensprecher. 27. Dezember 2004 Colombo/Jakarta - Nach der Flutkatastrophe in Südasien steigt die Zahl der Todesopfer nahezu stündlich. Nach offiziellen Angaben vom Morgen rissen die Wellen Wellen in acht Ländern mehr als 17.000 Menschen in den Tod. In Indien starben mindestens 6279 Menschen, auf Sri Lanka mindestens 5860. Indonesien meldete 4448 Tote, Thailand weitere 461. Zu den Opfern zählen zahlreiche ausländische Touristen. Tausende Menschen werden noch vermisst. Allein in Sri Lanka starben mindestens 70 ausländische Urlauber in den tosenden Fluten. Die Nationalität der Toten müsse aber noch festgestellt werden, teilte der srilankische Generaltourismusdirektor Kalai Selvam mit. In Thailand sind ersten Schätzungen zufolge rund ein Drittel der Opfer Touristen, wie ein Regierungsbeamter sagte. Bisher bestätigt wurde der Tod von drei US-Bürgern, vier Briten, zwei Franzosen, zwei Belgiern und einer Neuseeländerin. Nach Angaben eines niederländischen Automobilclubs werden in Thailand 15 Niederländer vermisst. Reiseveranstalter auf Sri Lanka brachten rund tausend meist deutsche Urlauber aus den Küstengebieten in die Hauptstadt Colombo, wie ein Sprecher des Veranstalters Hemtours am Sonntag sagte.Nach dem schweren Erdbeben am Sonntag vor der Westküste der indonesischen Insel Sumatra wurde die Region bis zum Morgen von 65 Nachbeben erschüttert. Laut indonesischem Seismologischen Institut wurden die letzten Erschütterungen um 09.00 Uhr (03.00 Uhr MEZ) gemessen. Das Erdbeben am Sonntagmorgen hatte eine Stärke von 9,0 auf der Richterskala. Es war das viertstärkste seit 1900. Die von ihm ausgelösten gigantischen Flutwellen verwüsteten weite Teile Südasiens. Augenzeugen berichteten von Bildern wie aus einem "Kriegsgebiet".Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono rief eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer des Bebens aus. US-Präsident George W. Bush versprach den am stärksten betroffenen Ländern umgehend "geeignete Hilfe" zukommen zu lassen.Nach Angaben der Vereinten Nationen sind hunderttausende weitere Menschen, darunter vor allem Kinder, in den betroffenen Ländern akut gefährdet. Gebraucht würden dringend sauberes Trinkwasser, Zelte, sanitäre Einrichtungen und Medikamente für die obdachlos gewordenen Menschen sowie Hubschrauber zur Evakuierung der von den Fluten eingeschlossenen Dörfer. Viele Staaten, die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen entsandten Katastrophenhelfer und Ausrüstung und versprachen Millionen von Euro an Soforthilfe. 26. Dezember 2004 Colombo (Zusammenfassung 20 Uhr)- Nach dem schwersten Erdbeben seit 40 Jahren und der darauf folgenden verheerenden Flutwelle steigt in ganz Südostasien die Zahl der Toten unaufhörlich. Bis zum Sonntagabend wurden aus mehreren Ländern mindestens 11.000 Todesopfer gemeldet, tausende Menschen werden noch vermisst. Die meterhohen Wellen - von Experten als Tsunami bezeichnet - verletzten Tausende und machte Millionen obdachlos. Auch Touristenzentren mit zurzeit etwa 6.000 deutschen Urlaubern wurden verwüstet, Reiseveranstalter stornierten ihre Flüge in die Katastrophenregion.Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes unter Leitung von Außenminister Joschka Fischer kündigte derweil die personelle Verstärkung der Konsulate in den betroffenen Ländern an. Zudem stellte die Bundesregierung eine Soforthilfe von einer Million Euro zur Verfügung, wie ein Sprecher am Sonntag mitteilte. Über deutsche Tote oder Verletzte gebe es noch keine gesicherten Informationen, die Regierung halte engen Kontakt mit Reiseveranstaltern und Hilfsorganisationen.Das erste Beben unter dem Meeresboden vor der indonesischen Insel Sumatra hatte nach seismologischen Messungen eine Stärke von 8,9 und war damit das gewaltigste seit 1964 sowie das fünftschwerste seit 1900. Im Epizentrum stoßen massive geologische Formationen aneinander; die Experten maßen mindestens ein halbes Dutzend Nachbeben in der Größenordnung bis 7,3.Allein in Sri Lanka starben rund 4.500 Menschen, eine Million wurden obdachlos, die Krankenhäuser waren überfüllt. Im Süden Indiens verloren nach Regierungsangaben etwa 2.300 Menschen ihr Leben, die Strände waren mit Leichen übersät, umgeworfene Boote und Autos lagen umher.Dem Zentrum des ersten Erdstoßes am nächsten lag die indonesische Provinz Aceh, wo nach Angaben der Behörden etwa 1.400 Menschen ums Leben kamen, hier flohen mindestens 50.000 Menschen in höhere Regionen. Die Regierung in Jakarta meldete rund 4.200 Todesopfer. Helfer berichteten von Ortschaften, die komplett eingeebnet wurden, Leichen hingen in den Bäumen.In Thailand brach die bis zu zehn Meter hohe Flutwelle über tausende Weihnachtsurlauber im Süden herein. Fast 300 Menschen kamen nach Angaben der Regierung ums Leben, etwa 3.700 wurden verletzt. Betroffen war auch die Ferieninsel Phuket, wo Menschen um ihr Leben rannten und sich auf Hausdächer flüchteten. Unter den zahlreichen Verletzten waren nach Angaben eines Kliniksprechers auch viele Touristen an den Stränden Kamala und Patong, darunter mindestens ein Deutscher.Zum Zeitpunkt der Flutwelle befanden sich Augenzeugen zufolge auch mindestens 30 Boote mit Touristen auf dem Meer. Der Sog der Wellen schleuderte Schwimmer auf Korallenriffe und zog Badegäste ins Meer, die sich gerade sonnten. Malaysia meldete mehr als 40 Tote, darunter mehrere ausländische Touristen. Hier brach die Flut mit fünf Meter hohen Wellen über die Ferieninsel Penang herein. In Bangladesch ertranken mindestens zwei Kinder, nachdem ein Boot mit Urlaubern in stürmischer See gekentert war. Große Teile der Malediven standen unter Wasser. In der Flutwelle ertranken selbst im afrikanischen Somalia mindestens neun Menschen. 26. Dezember 2004 Jakarta/Colombo (Zusammenfassung 15:30 Uhr)- Beim schwersten Erdbeben seit vier Jahrzehnten sind am Zweiten Weihnachtstag in Südasien mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen. Allein in Indonesien kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 1847 Menschen durch ein Erdbeben vor der Küste Sumatras und dadurch ausgelöste Flutwellen ums Leben. Mehr als 2000 Tote gab es in Sri Lanka, mehr als 1100 in Südindien, weitere in Südthailand und Malaysia. Augenzeugen berichteten von bis zu zehn Meter hohen Wasserwänden, den so genannten Tsunamis, die in rasender Geschwindigkeit auf Strände zurollten und Urlauber, Fischer, Hütten und Hotels mit aufs offene Meer rissen. In Sri Lanka war mehr als die Hälfte der Küste im Süden und Osten des Landes betroffen. Die Regierung rief den Notstand aus. Präsidentin Chandrika Kumaratunga bat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung.Auf den südthailändischen Ferieninseln Phuket und Phi Phi kamen mindestens 112 Menschen zu Tode, darunter auch Ausländer, wie ein Regierungsbeamter sagte. Ob Deutsche unter den Opfern sind, ist noch unklar. Insgesamt wurden den Behörden in der Region 195 Todesopfer und mehr als 2000 Verletzte gemeldet worden. Ein Polizist der Küstenwache sagte, auf Phi Phi rund 40 Kilometer vor dem Festland habe eine riesige Flutwelle so gut wie alle Häuser weggerissen. Die Lage auf den Malediven ist noch unklar. Mehrere tief gelegene Atolle wurden offenbar überschwemmt. Die Hauptstadt Male steht zu zwei Dritteln unter Wasser, der Flughafen wurde geschlossen. Aus Malaysia wurden 29 Tote gemeldet, darunter mindestens zwei Ausländer. Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, in dem nach Regierungsangaben zwischen 700 und 800 Menschen zu Tode kamen, herrschte völliges Chaos. Dörfer stehen unter Wasser, in den Fluten schwimmen Leichen. Die indischen Medien berichteten von fürchterlichen Szenen. In den südlichen Küstengebieten sind tausende Menschen aus Angst vor Nachbeben und neuen Tsunamis auf der Flucht.Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) sprach den betroffenen Ländern sein Beileid aus. Die Bundesregierung bot den betroffenen Ländern Unterstützung an. Die Europäische Union stellte eine Soforthilfe von drei Millionen Euro bereit. Das Auswärtige Amt schaltete außerdem eine Hotline für Angehörige. Die Nummer lautet: 030/5000 1000.Das Seebeben war mit einer Stärke von 8,9 auf der Richterskala das schlimmste Beben seit 40 Jahren. Seit dem Beben in Alaska 1964 mit einer Stärke von 9,2 habe es keinen so heftigen Erdstoß mehr gegeben, teilte das US-Institut für Geologie mit. Das Epizentrum lag nach indonesischen Angaben im Indischen Ozean westlich von Sumatra. Vor einem Jahr waren ebenfalls am Zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Erdbeben im iranischen Bam mehr als 30.000 Menschen getötet worden. 26.Dezember 2004 Potsdam - Das verheerende Erdbeben in Sumatra gehört nach Einschätzung des Geoforschungszentrums in Potsdam (GFZ) zu den bisher stärksten Beben. «Das ist wahrscheinlich eines der größten Beben, die auf der Erde registriert worden sind», sagte der GFZ-Seismologe Prof. Rainer Kind am Sonntag der dpa in Berlin.«Das war eines der sehr wenigen großen, starken Beben.» Die Stärke auf der Richterskala habe zwischen 8,2 und 8,9 betragen. Dies müsse noch genau bestimmt werden.Der Zeitpunkt des Bebens ist laut Kind «völlig unvorhersehbar» gewesen. Allerdings handele es sich bei Sumatra um eine typische Subduktionszone, bei der sich Erdschichten übereinander schieben. «Da wird der Meeresboden unter dem Kontinent verschluckt.» «Diese Zonen sind besonders gefährlich, weil dort immer wieder die stärksten Erdbeben auftreten können, die es auf der Erde überhaupt gibt», sagte der Leiter der GFZ-Sektion Seismologie. «Dort verhaken sich die beiden Schichten.» Wenn die Festigkeit von der Spannung übertroffen werde, komme es zum Bruch. «Dann schießt der Meeresboden mit einem Ruck nach unten und der Kontinent bewegt sich ruckartig nach oben.»Folge ist eine Flutwelle, ein gefürchteter Tsunami. «Wenn das unter Wasser geschieht, entsteht eine Flutwelle, die sich über den ganzen Ozean ausbreitet mit der Geschwindigkeit eines Passagierflugzeugs», sagte Kind. Im Pazifik gebe es deswegen ein Tsunami-Warnsystem, im Indischen Ozean ist dem Wissenschaftler keines bekannt. «Auf dem Ozean selbst ist die Flutwelle nicht sehr hoch, aber wenn sie auf die flache Küste trifft oder auf enge Hafeneinfahrten kann sie sich auf bis zu 30 Meter auftürmen.»Ein Ende des Schreckens ist nicht in Sicht: «Erdbeben gibt es die ganze Zeit, seit heute morgen.» Laut Kind handelt es sich dabei um zum Teil sehr starke Nachbeben. «Das ganze Gebiet über fast 1000 Kilometer ist von Sumatra bis zu den Andaman-Inseln gebrochen.» Deswegen sei auch weiter mit starken Nachbeben und in der Folge mit Flutwellen zu rechnen. «Das kann sich durchaus länger hinziehen.» 26.Dezember 2004 Colombo/Bangkok (Zusammenfassung 13:00 Uhr) - Die Zahl der Todesopfer bei den schweren Flutwellen in Asien ist auf über 4000 gestiegen. Allein auf Sri Lanka wurden mindestens 2134 Menschen getötet, berichteten Rettungskräfte und Polizei. In Indonesien stieg die Zahl der Toten nach dem schweren Seebeben vor Sumatra und den dadurch ausgelösten Flutwellen auf mindestens 721. Im touristischen Süden von Thailand wurden mindestens 168 Todesopfer gezählt, in Südindien ertranken nach Regierungsangaben mindestens tausend Menschen. Das Seebeben war mit einer Stärke von 8,9 auf der Richterskala das schlimmste Beben seit 44 Jahren. Seit 1960 in Chile habe es keinen so heftigen Erdstoß mehr gegeben, teilte das US-Institut für Geologie mit. In Chile war damals eine Stärke von 9,5 auf der Richter-Skala gemessen worden. Das Epizentrum des Seebebens lag offenbar im Indischen Ozean rund 150 Kilometer südlich der westlichen Stadt Meulaboh vor Sumatra. Mehr als die Hälfte der Küste von Sri Lanka war von den Flutwellen betroffen. Zahlreiche Menschen wurden noch vermisst. Die Regierung rief den Notstand aus. Präsidentin Chandirka Kumaratunga bat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung.Im Süden Indiens starben bei den Flutwellen über 1000 Menschen. Auf den Malediven kam eine noch nicht genauer bestimmte Zahl an Menschen ums Leben. Zwei Drittel der Hauptstadt Male ist angeblich von Wassermassen überschwemmt.Im Süden Thailands starben allein im auch bei deutschen Urlaubern beliebten Touristenort Phuket 50 Menschen. Zahlreiche Menschen wurden nach Angaben eines Helfers von den Flutwellen ins Meer gespült. Mindestens sechs der Toten sind nach Polizeiangaben Touristen, die an der Küste ertranken. Schwer betroffen ist nach Polizeiangaben auch der Touristenort Phi Phi.Weihnachten und Neujahr ist Hochsaison auf Phuket, wo hunderttausende ausländische Touristen jedes Jahr ihren Urlaub verbringen. Ein Tourismusmanager berichtete, die Urlauber und Anwohner versuchten, zu höher gelegenen Orten zu gelangen. Autos verstopften demnach die Zufahrt zu einer Brücke, die von der Insel auf das Festland führt. Zahlreiche Boote seien auf dem Meer gekentert.Vor genau einem Jahr waren ebenfalls am Zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Erdbeben im iranischen Bam mehr als 30.000 Menschen getötet worden. 26.Dezember 2004 Jakarta/Bangkok/Delhi - Ein verheerendes Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra und gewaltige Flutwellen haben am Sonntag in mehreren Ländern Südasiens Hunderte Menschen in den Tod gerissen.Auf Sri Lanka vor der Ostküste Indiens starben nach Behördenangaben mehr als 300 Menschen durch die Flutwelle (Tsunami). Zehntausende seien obdachlos geworden. In Südindien sind nach Medienangaben wahrscheinlich mehr als 250 Menschen durch die gewaltige Welle ertrunken, mehr als 200 - meist Fischer - würden noch vermisst. Auf der thailändischen Ferieninsel Phuket seien 21 Menschen ums Leben gekommen, berichteten japanische Medien. Auf Sumatra starben nach offiziellen Angaben 80 Menschen. Das Beben sei auch in Malaysia und Singapur sowie auf den Malediven, südwestlich von Indien, zu spüren gewesen.Das Zentrum des Bebens habe in der Stadt Padangsidempuan im Norden Sumatras, rund 1750 Kilometer nordwestlich von Jakarta gelegen. Der Herd des Bebens habe sich in 160 Kilometer Tiefe befunden. Die Erdstöße hatten nach indonesischen Angaben die Stärke 6,8. Das japanische meteorologische Zentrum sprach von 8,0, US-Geologen ermittelten eine Stärke von 8,5 auf der Richterskala. 26.Dezember 2004 Jakarta - Ein schweres Erdbeben hat am Sonntagmorgen den Norden der indonesischen Insel Sumatra erschüttert. Nach Angaben der Behörden und von Augenzeugen stürzten mehrere Gebäude in der Provinz Aceh zusammen oder wurden beschädigt. Ob es Opfer gab, war zunächst unklar. Indonesische Seismologen gaben die Stärke des Bebens mit 6,6 auf der Richterskala an, nach Messungen der Straßburger Erdbebenwarte hatten die Erdstöße sogar die Stärke 8 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag demnach im Indischen Ozean etwa 260 Kilometer vor der Westküste Acehs. 23.Dezember 2004 Straßburg - Ein Erdbeben der Stärke 8,2 auf der Richterskala hat die Antarktis erschüttert. Das Beben habe sich kurz vor 16.00 Uhr (MEZ) in der Region der zu Australien gehörenden Macquarie-Inseln ereignet, teilte die Straßburger Erdbebenwarte mit. Über mögliche Schäden wurde zunächst nichts bekannt. 21.Dezember 2004 Ankara - Die türkische Ägäisküste ist in der Nacht zum Dienstag von einem Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben des Kandilli-Observatoriums in Istanbul hatte das Beben eine Stärke von 5,1, sein Epizentrum lag in der Ortschaft Ula unweit des Urlaubsortes Marmaris. Die Erschütterungen waren auch in Bodrum und Izmir zu spüren. Mindestens drei Menschen wurden leicht verletzt, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Dem ersten Erdstoß um 01.02 Uhr Ortszeit folgten mehrere schwächere Nachbeben. 19.Dezember 2004 Panama-Stadt - Zwei Erdbeben haben am Sonntag Panama erschüttert. Über mögliche Schäden oder Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. Das Zentrum des ersten Erdstoßes der Stärke 5,4 lag in der Provinz San Blas, rund 90 Kilometer von Panama-Stadt entfernt, wie der Nationale Zivilschutz mitteilte. Er ereignete sich um 3.28 Uhr Ortszeit (10.23 Uhr MEZ) und war auch an der kolumbianischen Grenze noch zu spüren. Gut zwei Stunden später bebte die Erde an der Pazifikküste in der Nähe der Grenze zu Costa Rica. 15.Dezember 2004 Georgetown - Ein heftiges Erdbeben hat am Dienstag die Cayman-Inseln erschüttert. Die Erdbebenwarte in Golden im US-Staat Colorado gab die Stärke mit 6,7 an. Offenbar gab es aber dennoch keine gravierenden Sachschäden. Auch Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Der erste Erdstoß dauerte rund zehn Sekunden, die anschließenden Erschütterungen waren über einen Zeitraum von mehr als einer halben Stunde zu spüren.Das Epizentrum des Bebens lag rund 30 Kilometer südlich von Georgetown. 14.Dezember 2004 Tokio - Ein Erdbeben hat Japans nördlichste Hauptinsel Hokkaido erschüttert. Das Beben hatte nach Angaben von Messstationen eine Stärke von 5,8 auf der Richterskala. Berichte über Schäden oder Verletzte liegen bislang nicht vor. Japan ist eins der am stärksten durch Erdbeben gefährdeten Länder der Erde. 13.Dezember 2004 Managua - Ein kräftiges Erdbeben hat mehrere Länder Mittelamerikas erschüttert. Betroffen sind nach ersten Berichten die Pazifikküsten Nicaraguas, El Salvadors und Guatemalas. Schäden wurden noch nicht gemeldet, doch viele Menschen rannten in Panik ins Freie. Nach Angaben des Instituts für Erdstudien in Managua erreichte das Beben eine Stärke von 6,0 auf der Richterskala und hatte sein Epizentrum unter dem Pazifik vor El Salvador. 13.Dezember 2004 Jakarta - Auf der indonesischen Insel Sulawesi ist der Vulkan Soputan erneut ausgebrochen. Über dem Berg steht eine 1000 Meter hohe Rauchsäule, sagte ein Vulkanologe vor Ort. Aus dem Krater fließe Lava. Bislang seien aber keine Evakuierungen angeordnet worden. Der Soputan war zuletzt im Oktober ausgebrochen. 12.Dezember 2004 Athen - Ein Erdbeben der Stärke 4,6 auf der Richterskala hat Mittelgriechenland erschüttert. Verletzte oder größere Schäden wurden nach Rundfunkangaben jedoch nicht gemeldet. Das Zentrum des Bebens lag in der Region der Kleinstadt Karpenisi. Das ist rund 200 Kilometer nordwestlich von Athen. Der Erdstoß war in einem Umkreis von 150 Kilometern zu spüren. 12.Dezember 2004 Tokio - Der Süden Japans ist am Sonntagmorgen von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 5,1 lag westlich der Küste der Insel Kyushu zehn Kilometer unterhalb des Meeresbodens. Berichte über Verletzungen oder sonstige Schäden wurden zunächst nicht bekannt. 06.Dezember 2004 Tokio - Der Norden Japans ist am Montag erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt. Das Beben der Stärke 7,0 hatte sein Zentrum nach Angaben von Meteorologen in rund 50 Kilometern Tiefe vor der Küste der Insel Hokkaido. Das japanische Wetteramt gab vorübergehend eine Tsunami-Warnung heraus. 05.Dezember 2004 Freiburg - Ein Erdstoß der Stärke 5,4 auf der Richter-Skala hat in der Nacht zum Sonntag die Menschen im Südwesten Deutschlands wachgerüttelt. Nach Angaben der Polizei in Freiburg spürten dort hunderte Einwohner das Beben und alarmierten die Polizei oder die Feuerwehr. Laut dem Geologischen Landesamt Baden-Württemberg war der Erdstoß in einem Umkreis von 250 Kilometern bis nach Frankreich zu spüren. Den Angaben zufolge ereignete sich das Beben gegen 03.00 Uhr. Das Epizentrum lag in Waldkirch im Kreis Emmendingen im Schwarzwald. Im Elsass erreichte das Beben die Stärke 4,9 auf der Richter-Skala, wie das Observatorium für Erdwissenschaften in Straßburg mitteilte. Behörden rechneten mit materiellen Schäden im Umkreis von 40 Kilometern des Epizentrums. 02.Dezember 2004 Melilla/Barcelona - In Marokko und in Spanien hat es Erdbeben gegeben. Das Beben im Norden Marokkos hatte nach spanischen Angaben eine Stärke von 5,5 auf der Richterskala. Etwa 20 Minuten später erschütterte ein leichter Erdstoß der Stärke 3,1 die Gegen um Barcelona. Von Schäden wurde in beiden Fällen nichts bekannt. Im Februar waren in Marokko bei einem verheerenden Erdbeben fast 600 Menschen ums Leben gekommen. 28.November 2004 Tokio - Ein schweres Erdbeben hat am Montagfrüh (Ortszeit) die nordjapanische Insel Hokkaido erschüttert. Das Beben erreichte die Stärke 7,1 auf der Richter-Skala, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Über mögliche Opfer oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Bei einer Serie von Beben und Nachbeben kamen in der zentraljapanischen Region Niigata seit dem 23. Oktober rund 40 Menschen ums Leben. 28.November 2004 Port Moresby - Wegen eines drohenden Vulkanausbruchs sind in Papua-Neuguinea am Sonntag hunderte Dorfbewohner von einer Insel in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt sollten mehr als 9.000 Menschen von der Insel Manam in eilig eingerichteten Versorgungszentren untergebracht werden. Ein Sprecher des Katastrophenbüros der Provinz erklärte, Fachleute hätten davor gewarnt, dass die derzeitige stärkere Aktivität des Vulkans auf einen bevorstehenden Ausbruch hindeuten könne. Eine Frau und ein Kind seien bereits gestorben, weil sie mit Vulkanasche verseuchtes Wasser getrunken hätten. Der 1.807 Meter hohe Vulkan Manam ist der aktivste im Pazifikstaat Papua-Neuguinea. Seit 1616, als seine Aktivität erstmals verzeichnet wurde, brach er mindestens 30 Mal aus. In der vergangenen Woche stieg eine Rauchwolke nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA bis in 14 Kilometer Höhe auf. 26.November 2004 Hamburg - Hamburger Wissenschaftler haben eine neue Methode zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen entwickelt. Die Universität bestätigte am Freitag einen Bericht der Wissenschaftszeitschrift «Science», wonach die Geophysiker Spannungen im Untergrund des neuseeländischen Vulkans Mount Ruapehu gemessen hatten. Dabei zeigte sich, dass sich der Druck vor und nach einem Ausbruch veränderte. Die Forscher sehen darin ein bisher unentdecktes Signal für eine gefüllte Magmakammer und damit für einen bevorstehenden Ausbruch. Die Wissenschaftler hoffen jetzt, dass die Methode auch an anderen Vulkanen funktioniert. Die Spannungseigenschaften im Untergrund des Mount Ruapehu seien jenen von zahlreichen anderen Vulkanen ähnlich, erklärte Alexander Gerst vom Geophysikalischen Institut in Hamburg. Allerdings seien bisher nur die Grundlagen erforscht. Neben den Hamburger Wissenschaftlern waren auch Forscher der Universität Wellington beteiligt. 26.November 2004 Jakarta - Bei einem schweren Erdbeben in der indonesischen Provinz West-Papua sind in der Nacht zum Freitag mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen und 65 weitere verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, stürzten rund 170 Gebäude ein, darunter eine Kirche. Auch drei Brücken wurden zerstört. Der örtliche Flughafen wurde geschlossen, nachdem ein Riss in der Landebahn entdeckt worden war. Das Beben um 23.25 Uhr Ortszeit (03.25 Uhr MEZ) hatte nach Angaben eines Seismologen die Stärke 6,4. Sein Epizentrum lag etwa 30 Kilometer von der Stadt Nabire entfernt. Erst im Februar war Nabire von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Damals kamen 28 Menschen ums Leben, viele Häuser in der Stadt wurden beschädigt oder stürzten ein. Indonesien liegt in einer seismologisch äußerst aktiven Region, dem so genannten Ring aus Feuer. 25.November 2004 Rom - Ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Richterskala hat gegen Mitternacht weite Teile Norditaliens erschüttert. Das Fernsehen spricht von vier Verletzten. In der Gegend am Gardasee wurden auch zahlreiche Gebäude beschädigt. Das Epi-Zentrum befand sich am Ufer des Sees in 25 Kilometer Tiefe. Es dauerte mehr als eine halbe Minute und war auch in der Lombardei, in Piemont sowie in Venetien deutlich zu spüren. In mehreren Ortschaften liefen die Menschen in Panik aus ihren Häusern. 23.November 2004 Wellington - Ein schweres Erdbeben hat Neuseelands Südinsel erschüttert. Nach Angaben der Behörden erreichten die Erdstöße eine Stärke von 7,2 auf der Richterskala. Über mögliche Opfer oder Schäden ist noch nichts bekannt. Das Epizentrum lag 240 Kilometer vor der Küste in rund 33 Kilometern Tiefe. Nach Angaben des neuseeländischen Rundfunks waren die Erschütterungen auf der gesamten Südinsel zu spüren. 21.November 2004 Pointe-à-Pitre - Bei einem Erdbeben auf der französischen Karibik-Insel Guadeloupe ist am Sonntag mindestens ein Mensch getötet worden. Mehrere Menschen wurden bei dem Beben der Stärke 6,3 auf der Richterskala verletzt, wie die Behörden mitteilten. Nach Angaben des Präfekten der Hauptstadtregion Pointe-à-Pitre, Paul Girot de Langlade, starb ein Mann beim Sturz aus dem vierten Stock seines Wohnhauses. Im Süden der Antillen-Insel wurden nach Behördenangaben zwei Menschen beim Einsturz eines Hauses verletzt. Die größten Schäden verursachte das Beben den Angaben zufolge auf der nahe gelegenen kleinen Insel Terre-de-Bas. Unter den 1300 Einwohnern habe es mehrere Verletzte gegeben. Sieben Häuser seien zerstört worden. Die Erdbebenwarten in Straßburg und Guadeloupe orteten das Epizentrum zwischen den Inseln Les Saintes und der südlich von ihnen gelegenen Insel Dominica. Nach dem ersten Erdstoß gab es mehrere leichte Nachbeben. 20.November 2004 San José - Ein kräftiges Erdbeben hat in Costa Rica mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. Wie die Behörden mitteilten, entstanden außerdem in einigen Landesteilen erhebliche Sachschäden. Die Erdstöße erreichten eine Stärke von 6,0 auf der Richterskala und rissen tausende Menschen aus dem Schlaf.Dem ersten Beben folgten zahlreiche Nachbeben. 15.November 2004 Kolumbien - Ein schweres Erdbeben hat das nördliche Südamerika erschüttert. Das Beben erreichte nach unterschiedlichen Meldungen gegen 10:07 Uhr MEZ (04:07 Uhr Ortszeit) etwa die Stärke 7 bis 7,5 und nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,0 auf der Richter-Skala, es ereignete sich im Westen Kolumbiens. Das Epizentrum lag dabei nach ersten Erkenntnissen an der Pazifikküste Kolumbiens bei 4.8 Grad nördlicher Breite und 77.4 Grad westlicher Länge an einem recht dünn besiedelten Küstenabschnitt und damit etwa 95 Kilometer nordwestlich der Stadt Buenaventura, wo etwa 235.000 Menschen leben. Wegen der Stärke und recht geringen Tiefe (ca. 10 bis 30 Kilometer) des Bebens muss mit größeren Schäden gerechnet werden. Trotz der Küstennähe wurde keine Tsunamiwarnung für die Pazifikküsten anderer Staaten herausgegeben. 14.November 2004 Tokio - Mit lauten Explosionen hat sich der japanische Vulkan Asama am Sonntag zurückgemeldet. Vermutlich habe der gut 2.500 Meter hohe Vulkan Aschewolken in die Luft gepustet, teilten die Meteorologischen Behörden in Tokio mit. Wegen starker Bewölkung war der Ausbruch allerdings nicht zu sehen. Berichte über Opfer oder größere Schäden lagen nicht vor. Der Asama gilt als einer der aktivsten Vulkane Japans, in den letzten Monaten ist er wiederholt ausgebrochen. 12.November 2004 Jakarta - Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Osten Indonesiens erschüttert. Bei dem Erdstoß der Stärke 6,0 kam auf der Insel Alor ein Mensch ums Leben, 20 weitere erlitten Verletzungen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Antara meldete. Hunderte Gebäude wurden beschädigt. Das Epizentrum lag 30 Kilometer vor der Küste von Alor. Die Erschütterungen waren bis in die osttimoresische Hauptstadt Dili zu spüren, wie Augenzeugen berichteten. Dem ersten Erdstoß um 05.26 Uhr Ortszeit (23.26 Uhr MEZ) folgten zwei Nachbeben. 10.November 2004 Seattle - Der Mount Rainier im US-Staat Washington ist vom stärksten Erdbeben seit 30 Jahren erschüttert worden. Wissenschaftlern zufolge ist die erhöhte seismische Aktivität aber kein Anzeichen für einen bevorstehenden Ausbruch des Vulkans. Das Beben der Stärke 3,2 vom Dienstag stehe auch nicht in Verbindung mit der Aktivität des 80 Kilometer südlich gelegenen Vulkans Mount St. Helens, der im September wieder zum Leben erwachte. Das Zentrum des Bebens am Mount Rainier lag nach Angaben eines Experten der Universität von Washington nur 1,6 Kilometer unterhalb der Oberfläche des Vulkankraters. 10.November 2004 Tokio - Die Erdbebenregion im Norden Japans ist in der Nacht zum Mittwoch erneut von heftigen Erdstößen erschüttert worden. Das Beben der Stärke 5,3 ereignete sich wie die vorigen in den vergangenen beiden Wochen in der Präfektur Niigita, wie Meteorologen mitteilten. In der Ortschaft Mitsuke, wo das Beben am stärksten zu spüren war, wurde nach Behördenangaben eine Frau verletzt. Im benachbarten Tochio ging ein Erdrutsch nieder. Ende Oktober kosteten ein Erdbeben der Stärke 6,8 und zahlreiche Nachbeben in der Region 39 Menschen das Leben, mehr als 2.000 wurden verletzt. 08.November 2004 Tokio - Der Norden Japans ist am Montag erneut von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Mindestens acht Menschen wurden verletzt, wie Behörden mitteilten. Die Erdstöße wurden um 11.16 Uhr Ortszeit registriert und erreichten eine Stärke von 5,9. Ihr Zentrum lag Meteorologen zufolge in der Präfektur Niigata. Eine halbe Stunde nach dem Beben seien noch drei weitere leichtere zu spüren gewesen. Aus Sicherheitsgründen stellte der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Tokio und Niigata seinen Betrieb ein. 04.November 2004 Tokio - Die erst kürzlich von einem Erdbeben heimgesuchte japanische Provinz Niigata ist erneut von einem heftigen Nachbeben erschüttert worden. Bei dem Beben der Stärke 5,2 auf der Richterskala gab es nach Medienberichten einen Verletzten. Die Region war im Oktober von einer Serie schwerer Beben heimgesucht worden, in deren Folge 38 Menschen starben und tausende Häuser zerstört wurden. Noch immer leben 46 000 Menschen in Notbehausungen. 02.November 2004 Oslo - Auf Island ist unter dem Vatnajökull-Gletscher ein Vulkan ausgebrochen. Nach der Eruption unter den Eismassen stieg über dem Osten der Insel eine riesige Rauchwolke in den Himmel. Einige transatlantische Flüge mussten wegen der Sichtbehinderung umgeleitetet werden. «Die Asche- und Staubwolken sind bis auf eine Höhe von 13 000 Metern gestiegen», berichtete ein Meteorologe der norwegischen Nachrichtenagentur NTB in Oslo. In der weitgehend unbewohnten Gegend sind Menschen von dem Ausbruch nicht betroffen. 31.Oktober 2004 Lissabon - Eine Serie von kleineren Erdbeben hat am Sonntag die Azoren-Insel Sao Miguel erschüttert. Insgesamt wurden zehn Erdstöße bis zur Stufe 4 der Mercalli-Skala registriert, wie die portugiesischen Behörden mitteilten. Diese Stufe beschreibt spürbare Beben mit in der Regel nur geringen Schäden. Verletzte oder stärkere Schäden auf Sao Miguel wurden nicht gemeldet. 28.Oktober 2004 Ankara - Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht zum Donnerstag weite Teile des Balkans erschüttert. Nach türkischen Medienberichten war vor allem Rumänien betroffen, doch seien die Erdstöße auch in Moldawien und der Ukraine sowie in der türkischen Metropole Istanbul vernommen worden. Die Nachrichtenagentur Andaolu meldete unter Berufung auf die Erdbebenwarte Kandilli in Istanbul, das Beben habe eine Stärke von 6,5 auf der Moment-Magnitude gehabt. 24.Oktober 2004 Tokio - Die Zahl der Todesopfer nach einer Serie starker Erdstöße in Nordwestjapan ist auf 23 gestiegen. Mehr als 2100 Menschen wurden verletzt. Bis zu 86 000 mussten in der Provinz Niigata die zweite Nacht in Notunterkünften ausharren. Am frühen Morgen erschütterte ein weiteres heftiges Nachbeben der Stärke 5,6 auf der Richterskala die Unglücksregion. Die andauernden Nachbeben erschweren die Bergungsarbeiten. Viele Häuser, Straßen und Tunnel in der bergigen Gegend sind völlig zerstört. 23.Oktober 2004 Tokio - Japan kommt nicht zur Ruhe: Nach einer Serie heftiger Taifune erschütterte ein schweres Erdbeben mit der Stärke 6,8 auf der Richteskala die nordwestliche Provinz Niigata. Nach unterschiedlichen Informationen japanischer Medien starben zwischen vier und neun Menschen. Darunter seien auch Kinder und ein Säugling. Mindestens 500 Menschen wurden verletzt. Mehrere Menschen werden vermisst. Es gab mehrere schwere Nachbeben. Wohnhäuser wurden zerstört und Straßen aufgerissen. 20.Oktober 2004 Neuenkirchen/Hannover - Ein Erdbeben der Stärke 4,5 hat am Mittwochmorgen Norddeutschland erschüttert. Es habe sich um das stärkste Beben in der Region seit Beginn der seismologischen Aufzeichnungen Anfang des 19. Jahrhunderts gehandelt, sagte ein Experte der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover. Das Zentrum des Bebens lag in der Lüneburger Heide, die Erdstöße waren aber noch bis Hamburg, Hannover und Bremen zu spüren. Es gab nach ersten Erkenntnissen weder Sachschäden noch Verletzte. Wie der Leiter der Seismologie bei der Bundesanstalt, Manfred Henger, erläuterte, ereignete sich das Beben um exakt 08.58 Uhr in fünf Kilometern Tiefe, wobei das Epizentrum in der Nähe des niedersächsischen Neuenkirchen lag. Der Erdstoß erschütterte nach Angaben der Bundesanstalt insbesondere den Raum zwischen Rotenburg und Neuenkirchen.Erdbeben seien in Norddeutschland generell eine Rarität, erklärte Henger. In der Region habe die Erde zuletzt 1977 bei Soltau gebebt. Dieses Erdbeben habe die Stärke 4,0 erreicht. Die Tiefe des neuen Bebens dürfte Henger zufolge der Grund dafür sein, dass Schäden ausblieben. Die genaue Bestimmung der Ursache werde vermutlich noch bis zum Ende der Woche dauern, sagte der Seismologe. 19.Oktober 2004 Jakarta - Im Norden Indonesiens ist ein Vulkan ausgebrochen. Aus dem Krater des Vulkans Soputan in der Provinz Sulawesi stieg 400 Meter hoch Rauch auf, wie das Vulkanbeobachtungszentrum im nahe gelegenen Tomohon mitteilte. Gefährlich könnten demnach die Hitzewolken mit Temperaturen von bis zu 600 Grad werden, die alles verbrennen, was auf ihrem Weg liegt. Bislang sei nichts über Opfer oder Schäden bekannt. Der 1830 Meter hohe Feuerberg war zuletzt vor zwei Jahren aktiv. 19.Oktober 2004 Peking - Ein starkes Erdbeben hat am Dienstag den Südwesten Chinas erschüttert. Mindestens fünf Menschen wurden nach ersten Angaben verletzt und 20.000 Häuser beschädigt. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, das Beben der Stärke fünf habe die dichtbevölkerte Stadt Baoshan in der Provinz Yunnan getroffen. Einige Gebäude seien vollständig eingestürzt, darunter auch Schlafsääle von Schulen. Das Beben ereignete sich um 06:00 Uhr. 15.Oktober 2004 Taipeh - Ein schweres Erdbeben hat den Norden Taiwans und die südjapanische Insel Okinawa erschüttert. Die Erdstöße erreichten die Stärke 7 auf der Richterskala. Das Zentrum des Bebens lag etwa 110 Kilometer östlich von Taiwan im Meer. In der Inselrepublik wurden nur kleinere Schäden und einige Verletzte gemeldet. In der Hauptstadt Taipeh wurde der U-Bahn-Verkehr für eine Stunde gestoppt. Der mit 508 Metern höchste Wolkenkratzer der Welt in Taipeh schwankte merklich. Auch auf Okinawa gab es keine Schäden. 14.Oktober 2004 Mount St. Helens/USA - Im US-Vulkan St. Helens steigt die glühende Lava auf. Nachts erleuchtet der Schein des im Krater an die Oberfläche getretenen 700 Grad heißen Gesteins die niedrig hängenden Wolken. Nach Angaben von Wissenschaftlern kann dies noch Tage, Wochen oder gar Monate so weitergehen. Unklar ist auch noch, ob es zu einer Eruption kommt. Wenn dies der Fall sein sollte, wird sie aber vermutlich weit weniger stark sein als 1980 beim letzten großen Ausbruch, als 57 Menschen getötet wurden und die Wucht der Explosion etwa 390 Meter von der Vulkanspitze wegriss. 08.Oktober 2004 Teheran - Ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richterskala hat den Nordosten des Iran erschüttert. Nach Angaben der Behörden gab es 50 Verletzte. Das Epizentrum des Bebens lag nahe der Grenze zu Turkmenistan, berichtete das iranische Fernsehen. Schon vor Mitternacht habe es fünf heftige Erdstöße gegeben. Die Menschen hätten ihre Wohnungen verlassen und die Nacht im Freien verbracht. Über Ausmaß und Höhe möglicher Schäden sei noch nichts bekannt. Bereits vorgestern hatte es im Iran ein Beben der Stärke 5,2 gegeben. 06.Oktober 2004 Seattle - Im Inneren des Mount St. Helens rumort es weiter. Wissenschaftler warten auf den großen Knall: Erneut stieg der Vulkan eine große Dampf- und Aschewolke aus. Es war die heftigste Eruption, seitdem der Vulkan im US-Staat Washington vor zwei Wochen aus seinem 20-jährigen Ruhezustand erwachte. Auf dem Kraterboden entdeckten Geologen mehrere neue Öffnungen, aus denen Gase austreten. 01.Oktober 2004 Seattle - Die Gefahr eines Ausbruchs des Vulkans Mount St. Helens im US-BundesstaatWashington hat sich am Donnerstag (Ortszeit) weiter verschärft. Wissenschaftler gehen nun mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit von einer Eruption in den nächsten Tagen oder Wochen aus. Ein alarmierendes Zeichen sei die immer stärker werdende Serie kleiner Erdbeben, die nun mit einer Häufigkeit von drei bis vier Erdstößen pro Minute gemessen werden. Nach Angaben der Wissenschaftler der Bundesbehörde Geological Survey (USGS) hat sich der Lavadom im Krater des Vulkans seit Montag um mehr als sechs Zentimeter bewegt. 30.September 2004 Seattle - US-Wissenschaftler haben ihre Warnungen vor einem möglicherweise bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens im Bundesstaat Washington verschärft. Der Vulkan könne innerhalb weniger Tage ausbrechen, hieß es nach einer Serie von Erdbeben in der Region.«Wir glauben, dass die Wahrscheinlichkeit einer Eruption angestiegen ist», teilte Cynthia Gardner von der Bundesbehörde Geological Survey vor Reportern mit. Die Wissenschaftler rechnen mit einer «kleinen bis mittelgroßen» Explosion, die Asche einige Kilometer hoch in die Luft schleudern und damit auch den Flugverkehr beeinträchtigen könnte. Der verheerende Ausbruch des Mount St. Helens, bei dem 57 Menschen ums Leben kamen und knapp 200 Häuser zerstört wurden, liegt mehr als 24 Jahre zurück. Im Mai 1980 kam es nach einem Beben der Stärke 5,1 zu einer großen Explosion, bei der die Bergspitze weggesprengt wurde. Eine Aschewolke schoss über 20 Kilometer hoch in den Himmel. Eine breite Schutt- und Schlammlawine verwüstete hunderte Quadratkilometer Wald. Nach einer ungewöhnlichen Serie kleiner Erdbeben wird der Vulkan seit letzter Woche aus der Luft und durch Messgeräte am Boden überwacht. Es ist die bisher größte Aktivität seit 1986, als ein leichter Vulkanausbruch verzeichnet wurde. Einige Wanderwege am Rande des Kraters wurden von der Parkverwaltung vorsichtshalber gesperrt. 24.September 2004 Tokio - Einer der aktivsten Vulkane Japans, der Mount Asama, ist wieder ausgebrochen. Die Behörden sperrten am Freitag eine Mautstraße zu dem westlich von Tokio gelegenen Berg ab, um Geröll und Asche zu entfernen. Schon am Donnerstag war eine mittelstarke Eruption des gut 2.500 Meter hohen Vulkans registriert worden, der seit einem Monat wiederholt schwarzen Rauch und Asche in die Luft geschleudert hat. In der vergangenen Woche kam es an fünf Tagen in Folge zu Eruptionen. Dabei ging auch in der 150 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio ein feiner Ascheregen nieder. Zum letzten Mal war dies 1982 der Fall gewesen. 19.September 2004 Mammoth Lakes/USA - Eine Serie von etwa 70 Erdstößen hat in Kalifornien den Ostrand der Sierra Nevada erschüttert. Das heftigste Beben erreichte am Samstag eine Stärke von 5,5. Das Zentrum lag nach Angaben der Seismologen an der Grenze zum Nachbarstaat Nevada, etwa 50 Kilometer nordöstlich der Ortschaft Mammoth Lakes. Meldungen über Schäden lagen nicht vor. Der Ostrand der Sierra Nevada gilt als geologisch besonders aktive Region. 15.September 2004 Tokio - Der japanische Vulkan Asama ist am Mittwoch den zweiten Tag in Folge ausgebrochen. Innerhalb von weniger Stunden sei es zu zwei kleineren Ausbrüchen gekommen, teilte die Meteorologische Behörde in Tokio mit. Bei der zweiten Eruption spuckte der Vulkan Asche, die noch im zehn Kilometer entfernten Urlaubsort Karuizawa niederging. Aus dem Krater stiegen mehr als 300 Meter hohe Rauchsäulen auf. Die Meteorologische Behörde erwartet für die nächste Zeit noch weitere kleine Ausbrüche. Bereits am Dienstag hatte es drei kleinere Eruptionen gegeben. In umliegenden Ortschaften ging ein Ascheregen nieder, verletzt wurde niemand. Zuletzt hatte sich der Asama am 1. September mit einer rund zwei Kilometer hohen Aschefontäne zurückgemeldet. Der letzte gewaltige Ausbruch des 2.568 Meter hohen Asama war 1783. Seitdem gab es immer wieder leichte bis mittelstarke Eruptionen. 1947 kamen dabei elf Bergsteiger ums Leben. In Japan gibt es insgesamt 108 aktive Vulkane. Der Asama ist einer der größten von ihnen. 13.September 2004 Kailua-Kona/USA - Der größte Vulkan der Welt, der Mauna Loa auf Hawaii, bereitet sich Wissenschaftlern zufolge offenbar auf einen neuen Ausbruch vor. Er war zuletzt vor 20 Jahren aktiv und hat damals innerhalb von drei Wochen einen 26 Kilometer langen Lava-Fluss ausgespuckt. Eine Eruption stehe zwar vermutlich noch nicht direkt vor der Tür, sagte der Seismologe Paul Okubo vom Vulkan-Observatorium auf Hawaii. Mit jedem Tag rücke ein Ausbruch aber näher.Seit Juli registrierten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben mehr als 350 Erdbeben unterhalb des 4.103 Meter hohen Vulkans. Ein Unmissverständliches Zeichen für einen bevorstehenden Ausbruch sei eine drastische Zunahme der Beben auf mehrere Dutzend bis hundert pro Tag, erklärte Okubo. 13.September 2004 Catania - Der Vulkan Ätna auf Sizilien ist wieder aktiv: Aus der Südostseite des Kraters tritt in rund 2700 Metern Höhe ein breiter Lavastrom aus. Die glühende Masse bewegt sich in Richtung eines unbewohnten Tals. Lavafontänen und Gestein würden bis zu 30 Meter in die Luft geschleudert, berichten italienische Medien. Mittlerweile sei die Lava bis auf knapp 2000 Meter Höhe heruntergeflossen. Die Situation ist aber unter Kontrolle: Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, sagen Experten. 07.September 2004 Buenos Aires - Ein starkes Erdbeben hat Teile Argentiniens erschüttert. Ersten Medienberichten zufolge wurden in der nordwestlichen Stadt Catamarca mehrere Kinder in einer Schule verletzt. Selbst in der Hauptstadt Buenos Aires waren die Erdstöße zu spüren. Die genaue Stärke des Bebens ist noch nicht bekannt. Die Erdbebenwarte im französischen Straßburg registrierte eine Stärke von 6,3 auf der Richterskala. Das Beben habe das Zentrum und den Norden des südamerikanischen Landes erschüttert. 05.September 2004 Tokio - Ein starkes Erdbeben hat am Sonntag die japanische Halbinsel Kii erschüttert. Das Epizentrum lag rund 110 Kilometer vor der Küste. Vorläufigen Messungen zufolge hatte das Beben eine Stärke von 6,8. Am heftigsten war es in Wakayama und Nara zu spüren, aber auch in der 450 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio gerieten Hochhäuser ins Wanken. Die Meteorologen warnten vor Flutwellen, so genannten Tsunamis. Sie forderten die Bewohner in den betroffenen Gebieten auf, der Küste fernzubleiben. Berichte über Verletzte oder Sachschäden lagen zunächst nicht vor. 02.September 2004 Tokio - Mit rund zwei Kilometer hohen Aschefontänen hat sich der japanische Vulkan Asama zurückgemeldet. Mehrere Dutzend Menschen wurden vor dem Ausbruch am Mittwochabend in der Präfektur Gunma evakuiert, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen nicht vor. Am Donnerstag schien sich der Vulkan rund 150 Kilometer westlich von Tokio zu beruhigen, die Behörden riefen aber weiter zu Wachsamkeit auf und schlossen einen weiteren Ausbruch nicht aus. Der letzte gewaltige Ausbruch des 2.568 Meter hohen Asama war 1783. Seitdem kam es immer wieder zu leichten und mittleren Eruptionen, 1947 kamen dabei elf Bergsteiger ums Leben. 21.August 2004 Frankfurt/Main - Ein Erdbeben der Stärke 2,8 hat in der Nacht zum Samstag zahlreiche Menschen in Südhessen aus dem Schlaf gerüttelt. Betroffen war das Gebiet um Groß-Gerau und Gernsheim westlich von Darmstadt. Die Polizei registrierte zwischen 1.35 und 1.40 Uhr mehrere Anrufe besorgter Bürger. Von Schäden sei bislang nichts bekannt, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg ereignete sich das Beben in etwa zehn Kilometern Tiefe. Bereits im April hatte die Erde in der Region schon einmal gebebt, damals wurden maximal Werte von 2,7 erreicht. 11.August 2004 Ankara - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Mittwochabend den Südosten der Türkei erschüttert. Dabei wurden mindestens vier Menschen verletzt, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Das Beben der Stärke 5,5 habe in der rund 750 Kilometer südöstlich von Ankara gelegenen Provinz Elazig einigen Sachschaden angerichtet. Mindestens sieben Wohnhäuser sowie eine Moschee, eine Polizeistation und mehrere Regierungsgebäude in insgesamt drei Ortschaften seien teilweise eingestürzt. In der Türkei kommt es auf Grund ihrer geographischen Lage häufig zu Erdbeben. Im Jahre 1999 kamen dabei etwa 18.000 Menschen ums Leben. 11.August 2004 Peking - Bei einem schweren Erdbeben sind in China mindestens drei Menschen getötet und weitere 600 verletzt worden. 50.000 Menschen mussten nach dem Erdstoß der Stärke 5,6 auf der Richterskala in der südwestlichen Provinz Yunnan am Dienstagabend evakuiert werden, wie das Büro für Katastrophenschutz im Bezirk Ludian mitteile. Etwa 5000 Häuser seien eingestürzt oder beschädigt, darunter 155 Schulen. Die Rettungskräfte suchen weiter nach Verschütteten. Die am schwersten betroffenen Städte sind Taoyuan und Buga etwa 255 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Kunming. Dutzende Nachbeben erschütterten die Region. Es sei mit weiteren Toten zu rechnen, weil die Verschütteten in der Nacht zunächst schwer zu finden waren, sagte Li Ranwan vom Katastrophenschutzbüro. Die Menschen benötigten dringend Lebensmittel, Kleidung, Medikamente und Zelte. Glücklicherweise seien bei den Erdstößen nach der Abendessenszeit viele Bewohner nicht zu Hause gewesen, sonst wäre die Zahl der Verschütteten noch höher ausgefallen. Alle Verletzten wurden den Angaben zufolge in Krankenhäuser gebracht, müssten dort aber zum Teil im Freien behandelt werden.Mit 370.000 Einwohnern ist Ludian eine der ärmsten Landkreise Chinas. Der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen der Bewohner umgerechnet knapp 100 Euro. Ludian wurde in den vergangenen zwölf Monaten bereits zwei Mal von Erdbeben der Stärke 5,1 und 5,0 getroffen. 04.August 2004 Ankara - Die türkische Ägäisküste ist am Mittwoch von einem Erdbeben erschüttert worden. Auch auf der griechischen Mittelmeerinsel Kos waren die Erdstöße zu spüren. In den türkischen Touristenzentren Marmaris und Bodrum rannten Urlauber und Einheimische in Panik auf die Straßen. Berichte über Verletzte oder Sachschäden lagen zunächst nicht vor. Das Beben, dessen Stärke die Erdbebenwarte in Istanbul mit 5,4 angab, schreckte viele Menschen gegen 06.00 Uhr morgens aus dem Schlaf. Mehrere leichtere Nachbeben folgten. Das Epizentrum lag in der Bucht von Gökova. 30.Juli 2004 Ankara - Ein mittelschweres Erdbeben und mehrere Nachbeben haben am Freitag den Osten der Türkei erschüttert. Die Erdstoß der Stärke 4,6 ereignete sich um 10.14 Uhr Ortszeit, wie das Kandilli-Observatorium in Istanbul erklärte. Zwei weitere Erdstöße der Stärke 4,3 und 4,0 folgten wenig später. Das Zentrum lag in der Nähe der Stadt Dogubeyazit an der Grenze zum Iran. Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unter Berufung auf einen Behördensprecher, in einigen Dörfern der Umgebung seien Lehmhäuser eingestürzt. Berichte über mögliche Todesopfer lagen zunächst nicht vor. In Dogubeyazit wurden mindestens sechs Menschen verletzt, die sich in Panik aus Fenstern oder von Balkonen stürzten. Der Rote Halbmond entsandte 500 Zelte, Decken und eine Feldküche in die Region. Dieselbe Gegend war vor kurzem von einem Erdbeben der Stärke 5,0 erschüttert worden, bei dem 18 Menschen ums Leben kamen. Viele Einwohner hätten daher noch in Zelten gelebt. 25.Juli 2004 Jakarta - Ein kräftiges Erdbeben hat am Sonntagabend den Westen Indonesiens erschüttert. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Antara lagen zunächst keine Informationen über Schäden oder Verletzte vor. Das Observatorium in Hongkong gab die Stärke des Bebens mit 7,3 an. In Padang auf der Insel Sumatra rannten Menschen den Berichten zufolge in Panik auf die Straße. Das Beben um 21.35 Uhr Ortszeit (16.35 Uhr MESZ) war auch auf der benachbarten Insel Java und in den Hochhäusern der Hauptstadt Jakarta zu spüren. 25.Juli 2004 Athen - Die griechische Insel Kreta ist am Samstagabend von einem Erdbeben erschüttert worden. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, gab es weder Verletzte noch größere Sachschäden. Das Beben, dessen Epizentrum in der Nähe von Chania lag, hatte nach Angaben des Geodynamischen Instituts in Athen eine Stärke von 4,9. Es ereignete sich gegen 22.00 Uhr Ortszeit. 22.Juli 2004 Bam - Sieben Monate nach der Erdbebenkatastrophe in Bam mit mehr als 30 000 Toten ist die iranische Stadt erneut betroffen. Die Erdstöße der Stärke 4,2 auf der Richterskala zerstörten einige der neu gebauten Fertighäuser, berichtet die Nachrichtenagentur IRNA. Unter den noch von der Katastrophe traumatisierten Menschen brach Panik aus. Berichte über Verletzte oder Tote liegen bislang nicht vor. 17.Juli 2004 Tokio - Ein schweres Erdbeben hat Tokio und östliche Regionen Japans erschüttert. Berichte über Opfer oder Schäden lagen noch nicht vor. Nach Angaben der japanischen Behörde für Meteorologie hatte das Beben eine Stärke von 5,5 auf der Richterskala. Das Epizentrum des Bebens lag rund hundert Kilometer südlich der japanischen Hauptstadt nahe der Halbinsel Boso.Es bestehe keine Gefahr von Tsunami-Flutwellen, hieß es weiter. Am stärksten war das Beben in den Orten Chiba und Kanagawa bei Tokio zu spüren. 15.Juli 2004 Islamabad - Ein starkes Erdbeben hat am Donnerstag den Norden Pakistans und Grenzregionen im Nachbarland Afghanistan erschüttert. Über mögliche Opfer lagen zunächst keine Berichte vor. Das Beben war in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar und in der afghanischen Hauptstadt Kabul zu spüren. Das Epizentrum lag offenbar in Abbotabad, rund 150 Kilometer nordöstlich von Peshawar, wie ein Sprecher der Erdbebenwarte in Peshawar mitteilte. «Wir hören, dass es in Abbotabad sehr stark war», sagte Arif Ullah. 12.Juli 2004 Ljubljana - Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat Slowenien, Teile Kroatiens, Italiens und Österreichs erschüttert. Seitdem sind nach Angaben des slowenischen Rundfunks zwei Bergsteiger vermisst. Laut Behörden in Ljubljana lag das Epizentrum 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Ljubljana. Radioberichten zufolge machten Erdrutsche Straßen in der Region unpassierbar. Auch in der kroatische Hauptstadt Zagreb war das Erdbeben spürbar. Erdstöße wurden auch in den Grenzregionen Italiens und Österreichs registriert. 12.Juli 2004 Peking - Ein starkes Erdbeben hat am Montag Tibet erschüttert. Das Beben der Stärke 6,7 auf der Richterskala habe sich rund hundert Kilometer von der tibetischen Grenze zu Nepal ereignet, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Berichte über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor. Ein örtlicher Funktionär sagte, vor Ort seien nur leichte Erschütterungen zu spüren gewesen und Schäden seien kaum sichtbar. Erdbebenspezialisten seien in die Region entsandt worden, um das Ausmaß der Schäden festzustellen, meldete Xinhua weiter. Die Region ist den Angaben zufolge nur dünn besiedelt. 10.Juli 2004 Tokio - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Samstag Wolkenkratzer in Tokio zum Schwanken gebracht. Das Zentrum des Bebens der Stärke 4,9 lag nach Angaben der Erdbebenwarte nordöstlich der japanischen Hauptstadt in rund 40 Kilometern Tiefe. Berichte über Verletzte oder größere Schäden lagen zunächst nicht vor. 02.Juli 2004 Ankara - Bei einem Erdbeben im Osten der Türkei sind in der Nacht zum Freitag 18 Menschen ums Leben gekommen und 21 weitere verletzt worden. Die Erdstöße erschütterten gegen 01.30 Uhr Ortszeit die Grenzregion zu Iran, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Das Epizentrum lag demnach bei Dogubeyazit in der Provinz Agri im äußersten Osten des Landes. Die Toten stammen laut Provinzgouverneur Hüseyin Yavuzdemir alle aus einem Dorf in der von Landwirtschaft geprägten Region. Nach Angaben der Straßburger Erdbebenwarte erreichte das Beben eine Stärke von 5,1 auf der Richterskala. Das 700-Seelen-Dorf Yingincali sei besonders stark in Mitleidenschaft gezogen, berichtete Anadolu. Alle 67 aus Lehm gebauten Häuser seien beschädigt. Da die Mehrheit der Dorfbewohner mit ihren Herden auf den Weiden im Umland sei, sei die Zahl der Opfer relativ gering; sie hätte sonst viel höher liegen könne. Die Suche nach Opfern sei inzwischen beendet, sagte Yavuzdemir. Laut Anadolu wurden zwei weitere Dörfer leicht beschädigt. Dem Beben folgten fünf kleinere Nachbeben. 29.Juni 2004 Managua - Ein kräftiges Erdbeben hat Teile Nicaraguas erschüttert. Wie das Institut für Erdstudien in Managua mitteilte, erreichte es die Stärke von 6,0 auf der Richterskala. Schäden sind noch nicht bekannt. Das Epizentrum des Bebens lag unter dem Pazifischen Ozean, mehr als 200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Managua. 24.Juni 2004 Dessau/Frankfurt - Eine Unwetterfront mit orkanartigen Böen und Wirbelstürmen ist in der Nacht zum Donnerstag über Deutschland hinweggefegt und hat Schäden in Millionenhöhe angerichtet. In Sachsen-Anhalt zog am Mittwochabend ein Tornado eine Schneise der Verwüstung durch zwei Dörfer und beschädigte laut einer vorläufigen Bilanz 275 Häuser. Sechs Menschen wurden verletzt, ein Mann schwer. Auch in Norddeutschland richteten zwei Wirbelstürme Schäden an. Auf dem Chiemsee kenterte ein Segelboot im Sturm, ein 62-jähriger Mann ertrank.In zahlreichen Bundesländern blockierten umgestürzte Bäume Straßen und Bahnstrecken und lösten Einsätze der Feuerwehr aus. Züge hatten Verspätung, Autos wurden beschädigt. Bei Unfällen auf regennassen Fahrbahnen wurden mehrere Menschen schwer verletzt.Der Tornado in Sachsen-Anhalt zog am Mittwochabend zwischen 18.45 und 19.00 Uhr durch die beiden Ortschaften Micheln und Trebbichau. Der Wirbelsturm deckte ganze Dächer ab, ließ Fenster zerbersten, riss Bäume und Autos um und schleuderte selbst Eisenträger durch die Luft. Insgesamt beschädigte er einer vorläufigen Bilanz der Polizei zufolge bis zu 80 Prozent der Häuser. Sechs Häuser seien vorerst gänzlich unbewohnbar, berichtete Polizeisprecher Marcus Benedix am Donnerstag in Dessau. Der Wirbelsturm schleuderte einen Mann gegen eine Hauswand und verletzte ihn dabei schwer. Die anderen fünf Verletzten trugen vor allem Schnittwunden von umherfliegenden Glassplittern davon.Die Polizei schätzte den Sachschaden auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Feuerwehr und Rettungsdiensten bot sich ein Bild der Verwüstung, umgestürzte Bäume, Strommasten, Ziegel und ganze Teile von Dächern versperrten die Straßen, wie der Polizeisprecher berichtete. Die Aufräumarbeiten dauerten auch am Donnerstag noch an.Innerhalb von nur drei Minuten richtete zudem ein Wirbelsturm in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Marne am Mittwochnachmittag hohe Schäden an. «Das sah hier aus wie nach dem Krieg», beschrieb Feuerwehrchef Erich Hinrichs am Donnerstag das Bild der Verwüstung.Den Angaben zufolge deckte die Windhose das Dach einer Grund- und Hauptschule ab und beschädigte eine Turnhalle. Bei einer Realschule hob sie das komplette Dach an und setzte es wieder ab. Der Sturm schleuderte Dachziegel auf Autos und drückte Schaufensterscheiben ein. Bei 14 Wohnhäusern deckte die Windhose die Dächer ab. Zahlreiche Bäume wurden umgeknickt, Parkanlagen verwüstet. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf mehrere hunderttausend Euro.Eine Windhose verwüstete zudem den nördlichen Strand der Insel Borkum und verletzte drei Lebensretter der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Eine DLRG-Beschäftigte erlitt schwere Verletzungen, als der Wirbelwind die Hütte der Lebensretter am Strand anhob und zerstörte. Im niedersächsischen Celle stürzte am Abend eine alte Linde um, unter der Abiturienten feierten. 15 von ihnen wurden verletzt, mehrere mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden.Über fast ganz Deutschland zog nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes als Ausläufer des Sturmtiefs «Yasna» starker Wind hinweg, in den Niederungen registrierten die Meteorologen Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern, auf den Bergen wie dem Brocken im Harz auch orkanartige Böen von bis zu 110 Stundenkilometern. «Es ist alles vertreten gewesen, was es an Windarten gibt», berichtete Norbert Bonanati vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Der Wetterdienst warnte auch für (den morgigen) Freitag vor Orkan- und Sturmböen im Norden. 16.Juni 2004 San Diego - Ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Moment-Magnitude hat am Dienstag das Grenzgebiet von Kalifornien und Mexiko erschüttert. Die Erdstöße waren in San Diego ebenso zu spüren wie in Tijuana. Auch im weiter nördlich liegenden Los Angeles waren noch Erschütterungen zu vernehmen. Über Schäden oder Opfer gab es vorerst jedoch keine Berichte. Das Zentrum des Bebens lag auf der Halbinsel Baja California an der mexikanischen Westküste, wie Seismologen vom Kalifornischen Institut für Technologie in Pasadena mitteilten. Die Region wird häufig von Erdbeben heimgesucht. 15. Juni 2004 Mexiko-Stadt - Ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richterskala hat am Montagabend (Ortszeit) Mexiko-Stadt und das Umland der Hauptstadt erschüttert. Bislang gebe es keine Angaben zu möglichen Opfern oder Sachschäden, sagte ein Sprecher des Nationalen Seismologischen Instituts der Nachrichtenagentur AFP. Im Stadtzentrum von Mexiko-Stadt seien zahlreiche Bürogebäude vorrübergehend evakuiert worden, anschließend seien die Menschen jedoch wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Das Beben habe etwa 40 Sekunden lang gedauert und um 17.54 Uhr Ortszeit (00.54 Uhr MESZ) begonnen. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge im Pazifik vor der Küste von Oaxaca im Süden des Landes in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. 08.Juni 2004 Jakarta - Der Ausbruch von zwei Vulkanen in Indonesien hat am Dienstag zwei Menschen das Leben gekostet und tausende zur Flucht gezwungen. Zwei Wanderer wurden getötet, als sie im Osten von Java von Geröll des Vulkans Bromo getroffen wurden, wie der Wissenschaftler Atje Purbawinata erklärte. Mindestens sieben weitere Wanderer wurden nach Behördenangaben verletzt.Über dem Mount Bromo stieg der Rauch 3.000 Meter in die Höhe. Der Vulkan ist ein beliebtes Touristenziel, die Nationalität der getöteten Wanderer wurde jedoch nicht mitgeteilt. Nach Medienberichten soll es sich bei einem der Toten um einen Malaysier handeln. Zahlreiche Häuser in den umliegenden Ortschaften waren mit Asche bedeckt. In Nordsulawesi im Nordosten des Landes flohen 5.000 Menschen in Erwartung eines gewaltigen Vulkanausbruchs aus ihren Häusern. Der Vulkan Awu auf der Insel Sangihe spuckt seit Tagen Rauch und heiße Asche in die Luft.«Wir warten nur auf die große Explosion», sagte Behördensprecher Barelang in Tahuna, einer Ortschaft in der Nähe des Vulkans. Mindestens 5.000 Menschen hätten am Dienstag ihre Häuser in der Umgebung verlassen, weitere 7.000 seien bereits am Freitag geflohen. Die Menschen wurden in öffentlichen Gebäuden untergebracht, die Behörden stellten Decken und Lebensmittel zur Verfügung. Die Asche des Vulkans bedeckt inzwischen die Ortschaften und Strände der Region. Im August 1966 waren bei einem Ausbruch des 1.320 Meter hohen Vulkans 40 Menschen ums Leben gekommen. Awu brach zuletzt im Oktober 1992 aus. 08.Juni 2004 Jakarta - Auf der kleinen nordindonesischen Insel Sangihe sind bis Dienstag rund 20.000 Einwohner vor einem drohenden Vulkanausbruch evakuiert worden. Nach Angaben eines örtlichen Forschers regnet aus dem mehr als 1300 Meter hohen Vulkan Awu bereits Asche auf die angrenzenden Dörfer nieder. Alle Ortschaften an seinen Hängen würden evakuiert und die Menschen in Schulen und Amtsgebäuden der Inselhauptstadt Tahuna untergebracht. Es gelte höchste Alarmstufe. Das letzte Mal war der Vulkan 1992 ausgebrochen. Tausende Menschen mussten fliehen, doch kam niemand zu Schaden. Das indonesische Archipel mit seinen rund 18.000 Inseln zählt rund 130 noch aktive Vulkane. 29.Mai 2004 Tokio - Ein Erdbeben der geschätzten Stärke von 5,9 auf der Richterskala hat den Nordosten Japans erschüttert. Berichte über Schäden oder Opfer liegen noch nicht vor. Auch Warnung vor Flutwellen gibt es nicht. Das Erdbebenzentrum lag 40 Kilometer unter dem Meer vor der Provinz Fukushima. 29.Mai 2004 Santo Domingo - Die von einer Überschwemmungskatastrophe heimgesuchte Stadt Jimani in der Dominikanischen Republik ist am Samstag auch noch von einem Erdbeben erschüttert worden. Über Schäden oder Opfer lagen zunächst keine Informationen vor. Die Telefonverbindungen in die Stadt an der Grenze zu Haiti auf der Insel Hispaniola waren unterbrochen.Wie ein Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes mitteile, hatte das Beben die Stärke 4,4. Es dauerte vier Sekunden. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge jenseits der Grenze in Haiti. 28.Mai 2004 Straßburg/Teheran - Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Norden Irans erschüttert. Wie die französische Bebenwarte in Straßburg mitteilte, erreichten die Erdstöße am Nachmittag die Stärke 6,1 auf der Richter-Skala. Das Beben war auch in der Hauptstadt Teheran zu spüren, wo zahlreiche Menschen in Panik auf die Straßen rannten. Nach Angaben des staatlichen iranischen Fernsehens waren der Norden und Westen des Landes von der "relativ starken" Erschütterung betroffen. 27.Mai 2004 Am Donnerstag, den 27. Mai 2004, ist der Ätna nach einer relativ ruhigen Phase wieder ausgebrochen. Die Aschewolke war weithin sichtbar und auch auf Satellitenbildern zu erkennen. Alle Webcambilder zeigten die weithin sichtbare Rauchwolke. 23.Mai 2004 Bensberg - Ein Erdbeben der Stärke 3,7 auf der Richter-Skala hat am Samstag das südliche Rheinland erschüttert. Das Epizentrum lag in Plaidt bei Neuwied, wie die Erdbebenstation Bensberg mitteilte. Größere Schäden seien unwahrscheinlich, aber das Beben sei sehr weit zu spüren gewesen - bis nach Bonn, Düsseldorf oder Dietz (Rheinland-Pfalz).Das Erdbeben ereignete sich am Morgen um 07.19 Uhr. Ein Augenzeuge aus der Gegend um Linz am Rhein berichtete, es habe sich mit einem tiefen Grollen angekündigt. Dann habe es ein bis zwei Sekunden lang das Haus geschüttelt. 11.Mai 2004 Wladiwostok - Nach einem gewaltigen Vulkanausbruch im äußersten Osten Russlands sind etwa 5000 Menschen vom Rest des Landes abgeschnitten. Die einzige Straße zu der Ortschaft Ust-Kamtschatsk auf der Halbinsel Kamtschatka sei nach Erdrutschen versperrt, teilten die Behörden am Dienstag mit. Auch Flüge in die Region seien verboten, weil der Vulkan noch immer Asche bis auf eine Höhe von bis zu zehn Kilometern ausspucke. Die Anwohner seien jedoch nicht gefährdet. Der 3283 Meter hohe Vulkan Schewelutsch war am Montag ausgebrochen. In Kamtschatka gibt es rund 120 Vulkane, davon sind 28 aktiv. 14.April 2004 Ankara - Ein mittelschweres Erdbeben hat in der Nacht zu Mittwoch den Nordwesten der Türkei erschüttert. Vier Menschen wurden verletzt, weil sie in Panik aus Fenstern oder von Balkonen sprangen. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 4,6 lag nach Angaben des seismologischen Messzentrums Kandilli in der Stadt Bolu. Im Jahr 1999 war die Region von zwei schweren Erdbeben erschüttert worden, die insgesamt 18.000 Menschen das Leben kosteten. 12.April 2004 Tokio - Ein Erdbeben hat Japans nördliche Insel Hokkaido erschüttert. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 5,7 auf der Richterskala. Berichte über Verletzte oder Schäden liegen bislang nicht vor. Die japanischen Behörden verzichteten auch darauf, eine Warnung vor Flutwellen ausgegeben. Besonders stark war die Erschütterung in der Stadt Kushiro und umliegenden Gebieten. 01.April 2004 Santo Domingo - Ein kräftiges Erdbeben hat Teile der Dominikanischen Republik erschüttert. Nach Angaben des Zivilschutzes richteten die Erdstöße der Stärke 5,3 auf der Richterskala keine Schäden an. In der Hauptstadt Santo Domingo rannten aber viele Menschen in Panik aus ihren Häusern auf die Straße. Das Epizentrum des Bebens lag rund 85 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Santo Domingo. 28.März 2004 Istanbul - Beim zweiten Erdbeben im Osten der Türkei binnen drei Tagen sind mindestens zwölf Menschen verletzt worden. Die Erdstöße in der Provinz Erzurum erreichten eine Stärke von 5,3 auf der Richterskala, sagte Provinzgouverneur Mustafa Malay. Es seien Sachschäden entstanden. Die Region war bereits am Donnerstag von einem Beben der Stärke 5,1 erschüttert worden. Dabei waren zehn Menschen gestorben. 27.März 2004 Istanbul/Peking - Bei einem Erdbeben im Osten der Türkei sind mindestens neun Menschen getötet worden. Sieben Kinder und zwei ältere Menschen seien ums Leben gekommen, als das Beben in der Provinz Erzurum Häuser zum Einsturz brachte, sagte Provinzgouverneur Mustafa Malay. 46 weitere Menschen wurden am Donnerstagabend durch die Erschütterungen der Stärke 5,1 auf der Richterskala verletzt. Wie erst jetzt bekannt wurde, bebte in der vergangenen Woche auch im Norden Chinas die Erde. Dabei wurden in der Inneren Mongolie etwa hundert Menschen verletzt. Das Beben in der türkischen Provinz Erzurum traf eine wenig bewohnte Bergegend. Bei den Opfern handelt es sich den Angaben zufolge um die Einwohner von zwei Dörfern. Nach Informationen des Fernsehsenders NTV waren bis Freitagmorgen alle Opfer geborgen. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond versorge die Überlebenden mit Zelten, Decken und Lebensmitteln, sagte Gesundheitsminister Recep Akdag. Die Türkei ist häufig Schauplatz schwerer Erdbeben. Bei einem großen Beben 1999 kamen im Nordwesten des Landes mehr als 20.000 Menschen ums Leben. Unter den hundert Verletzten in der Monogolei waren nach Angaben eines Sprechers der Provinzregierung drei Schwerverletzte. Das Beben habe die Region rund 550 Kilometer nördlich von Peking mit einer Stärke von 5,9 auf der Richterskala erschüttert. Hunderte von Häusern nahe dem Epizentrum seien beschädigt worden, berichtete die Zeitung "China Daily" am Freitag. In dem ländlichen Gebiet leben rund 140.000 Menschen. 24.März 2004 Peking - Ein mittelschweres Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala hat eine Region in Nordchina erschüttert. Das meldeten Behörden. Über mögliche Verletzte oder Schäden war zunächst nichts bekannt. Das Beben war in einem Umkreis von mehreren hundert Kilometern zu spüren, hieß es. 17.März 2004 Athen - Ein Seebeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala hat am Morgen die Mittelmeerinsel Kreta erschüttert. Tausende Menschen rannten nach Berichten des griechischen Rundfunks auf die Straße. Die Menschen in fast allen Teilen Südgriechenlands spürten den Erdstoß, etwa auf dem Peloponnes und auch in Athen. Verletzungen oder Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. 13. März 2004 Stegen - Ein leichtes Erdbeben hat am Abend die Gegend um Freiburg erschüttert. Das Beben hatte die Stärke von 2,8. Sein Epizentrum lag im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Freiburg. Einige Sekunden habe die Erde «kräftig gewackelt». Bislang sei aber noch kein Sachschaden gemeldet worden. Besorgte Bürger hätten bei der Polizei angerufen. Der Oberrheingraben gilt als erdbebengefährdetes Gebiet. 08.März 2004 Teheran - Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat am Morgen den Norden Irans erschüttert. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Betroffen ist vor allem die Provinzhauptstadt Gorgan. Über mögliche Opfer oder Schäden liegen bislang keine Informationen vor. Bei einem schweren Erdbeben im Dezember waren in Südiran mindestens 35 000 Menschen ums Leben gekommen. 04.März 2004 Brades/Montserrat - Ein dreiviertel Jahr nach seinem letzten Ausbruch ist der Vulkan Soufrière auf der Karibikinsel Montserrat wieder aktiv. Rund sechs Kilometer hoch spie er am Mittwoch eine Aschewolke in die Luft. Opfer oder größere Schäden wurden nach Angaben der Behörden nicht bekannt. Der geologisch relativ junge Vulkan ist nach 400 Jahren Ruhe seit 1992 in Bewegung. 1995 öffnete eine Wasserdampfexplosion einen Schlot. Magma - flüssige Gesteinsmasse - stieg auf, und es kam zu einem schweren Ausbruch. Bei einer weiteren Eruption im Juli 1997 kamen 19 Einwohner ums Leben. Inzwischen lebt die überwiegende Mehrheit der 4.500 Insulaner in dem als sicher geltenden Norden. Der Süden ist weitgehend unbewohnbar geworden. Montserrat ist Teil der britischen Überseegebiete, hat aber seit 1960 eine autonome Verwaltung. 03.März 2004 Ankara - Bei einem leichten Erdbeben in der südosttürkischen Provinz Adiyaman sind in der Nacht zum Dienstag sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben des Provinzgouverneurs brachte das Beben trotz seiner geringen Stärke von 3,8 auf der Richterskala in einem kleinen Dorf ein Haus zum Einsturz. Dessen Bewohner, darunter drei Kinder im Alter von fünf, neun und zwölf Jahren, wurden getötet. Die selbe Region war eine Woche zuvor von einem Beben der Stärke 5,0 erschüttert worden. 24.Februar 2004 Skopje - Ein Erdbeben hat die mazedonische Hauptstadt Skopje erschüttert. Das Beben erreichte eine Stärke zwischen 4,5 und 5 auf der Richter-Skala. Das gab das Seismologische Institut in Skopje bekannt. Zunächst gab es keine Angaben über Opfer und Schäden. Das Beben verursachte eine Panik bei den Bewohnern. 1963 sind starben in Skopje bei einem katastrophalen Erdbeben mehr als 1000 Menschen. 24.Februar 2004 Madrid - Bei einem Erdbeben der Stärke 6,3 sind am Morgen in Marokko mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Das berichten örtliche Medien. Das Beben erschütterte auch die spanische Exklave Melilla und überraschte die Menschen im Schlaf. Viele Bewohner seien in Panik auf die Straßen gelaufen. Schäden wurden dort zunächst nicht registriert. Die Erdstöße waren auch in Südspanien zu spüren. 23.Februar 2004 Freiburg - Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat am Montagabend den Südwesten Baden-Württembergs und Teile Ostfrankreichs erschüttert. Wie die Polizei in Freiburg unter Berufung auf das Geologische Landesamt berichtete, lag das Epizentrum in Frankreich, rund 80 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt - östlich der Stadt Besançon im Jura. Schäden wurden nach Angaben der Behörden in Deutschland zunächst nicht gemeldet. Nach Angaben des Landesamtes waren die Erdstöße gegen 18.31 Uhr vermutlich im Umkreis von etwa 180 Kilometern zu spüren. In Deutschland war das Beben Polizeiangaben zufolge vor allem in den Regionen um Lörrach, Basel und Freiburg und in der Rheinschiene zu spüren. Mit Gebäudeschäden rechneten die Seismologen im Umkreis von etwa 25 Kilometern um das Epizentrum. Auch in Frankreich war nach Behördenangaben zunächst nichts von Opfern bekannt. Es seien jedoch Strom- und Telefonverbindungen gekappt worden, hieß es. 17.Februar 2004 Jakarta - Bei einem Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. 60 Häuser wurden beschädigt, Tausende von Panik erfüllte Menschen rannten auf die Straßen, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Das Beben am Montagabend hatte nach offiziellen Angaben die Stärke 5,6. Zunächst war von zwei Toten die Rede gewesen. Indonesien liegt in einer der seismologisch aktivsten Regionen der Welt, dem so genannten Ring aus Feuer im Pazifik. Vor gut einer Woche waren bei einer Reihe starker Erdbeben im indonesischen Teil der Insel Neuguinea 26 Menschen ums Leben gekommen. 14.Februar 2004 Bakersfield/USA - Ein Beben der Stärke 4,3 hat am Samstag einige ländliche Gebiete im Süden Kaliforniens erschüttert. Berichte über Schäden oder Opfer lagen nicht vor. Das Zentrum lag in der Nähe der Ortschaft Wheeler Ridge im Bezirk Kern, der rund 30 Kilometer südlich von Bakersfield. 14.Februar 2004 Islamabad - Bei dem starken Erdbeben im Norden Pakistans sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere seien verletzt worden, sagten Vertreter des Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Samstag. Die Erdstöße erreichten nach Angaben von Seismologen die Stärke 5,7 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum habe 200 Kilometer nordwestlich von Peshawar gelegen, aber auch in anderen Städten der Region sowie in Kaschmir sei das Beben zu spüren gewesen, teilte das Wetteramt in Islamabad mit. In den Bezirken Jabori, Mansehra und Balakot stürzten Häuser ein. In der Sommerhauptstadt von Kaschmir, Srinagar, rissen nach Angaben von Augenzeugen bei dem Beben gegen 15.30 Uhr Ortszeit Telefon- und Stromleitungen. 90 Minuten später erschütterte nach Angaben des Wetteramts ein Nachbeben der Stärke 5,5 die Region in der North West Frontier Province. Erdbeben sind in diesem Gebiet häufig, da dort die indische und die eurasische Platte aufeinandertreffen. 11.Februar 2004 Jerusalem/Amman - Der Nahe Osten ist von einem starken Erdbeben erschüttert worden. In Israel, Jordanien und den Palästinensergebieten brach an mehreren Orten Panik aus, als das Beben die Häuser erzittern ließ. Das Israelische Seismologische Institut maß laut Radioberichten eine Stärke von 4,5 auf der Richterskala, das Institut in Jordanien gab eine Stärke von 4,9 bekannt. Das Epizentrum lag rund 40 Kilometer südwestlich von Amman in der Nähe des Toten Meeres. In Jerusalem ließen die Behörden sicherheitshalber mehrere Gebäude räumen. Laut Rundfunk wurden zwei Gebäude beschädigt, darunter eines in Tel Aviv. In Amman fielen die Telefonverbindungen aus. 07.Februar 2004 Athen - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 auf der Richterskala hat am Samstagabend die griechische Ägäisinsel Rhodos erschüttert. Das Epizentrum des Bebens habe zwischen den Inseln Rhodos und Karpathos gelegen, teilte das Institut für Erdbebenbeobachtung in Athen mit. Der örtlichen Polizei lagen zunächst keine Informationen über Schäden vor. Das Beben sei um 22.17 Uhr (MEZ) registriert worden. 07.Februar 2004 Paris - Erneut hat ein schweres Erdbebenbeben die indonesische Provinz Papua erschüttert. Wie die Erdbebenwarte in Straßburg am Samstagmorgen mitteilte, erreichten die Erdstöße um 03.42 MEZ die Stärke von 7,5 auf der Richterskala. Über eventuelle Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Erst am Freitag waren in der ostindonesischen Provinz mehr als zwanzig Menschen getötet und 180 verletzt worden, als ein Beben der Stärke 6,9 die Erde erschütterte. 06.Februar 2004 Jakarta - Eine Reihe starker Erdbeben im indonesischen Teil der Pazifikinsel Neuguinea hat am Freitag 23 Menschen das Leben gekostet. Bis zu 600 weitere wurden verletzt, wie Behörden mitteilten. Der Erdstoß in der Provinz Papua erreichte die Stärke 6,9, ihm folgten mehrere Nachbeben. Das Zentrum des Bebens lag sieben Kilometer östlich der Stadt Nabire in rund 80 Kilometer Tiefe. In Nabire und den Nachbarstädten Enarotali und Manokwari wurden mehrere hundert Häuser zerstört. Außerdem wurden Schäden vom Flughafen, an einer Brücke und zahlreichen Straßen gemeldet. Beschädigt wurde auch das Krankenhaus von Nabire, so dass Patienten in Zelten untergebracht werden mussten. Es sei mit einer steigenden Zahl von Verletzten zu rechnen, erklärte ein Seismologe aus der Provinzhauptstadt Jayapura. Dorfbewohner berichteten nach Angaben des Meteorologischen und Geophysischen Instituts von einer gewaltigen Flutwelle (Tsunami) in der Cendrawasih-Bucht. Sollten diese Informationen zutreffen, könnte es zu verheerenden Schäden gekommen sein, sagte ein Sprecher. Der Gouverneur von Papua wurde für (den morgigen) Samstag in der Region erwartet. Der 30 Sekunden dauernde Erdstoß gegen 06.05 Uhr (00.05 Uhr MEZ) erreichte die Stärke von 6,9. Bereits zwei Stunden zuvor gab es mehrere Beben, unmittelbar im Anschluss wurden neun Nachbeben registriert. Nabire liegt 3.200 Kilometer östlich der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Die indonesischen Inseln sind Teil des pazifischen «Rings aus Feuer», eines pazifischen Grabensystems mit hoher vulkanischer Aktivität. 04.Februar 2004 Panama - Panama und Costa Rica sind am Mittwoch von einem Erdbeben der Stärke 5,8 erschüttert worden. Über Schäden oder Verletzte lagen zunächst keine Berichte vor. Das Bebenzentrum lag 385 Kilometer westlich von Panama Stadt unweit der Grenze zu Costa Rica. Viele Menschen liefen in Panik aus ihren Häusern, wie die Behörden mitteilten. Es war bereits das zweite mäßigstarke Beben binnen zwei Monaten. Bei einem Beben am 25. Dezember an der Grenze beider Länder waren zwei Menschen, darunter ein Kind, ums Leben gekommen. 04.Februar 2004 Straßburg - Ein Erdbeben hat in der Nacht zum Mittwoch das Zentrum des Pyrenäen- Massivs erschüttert. Wie die Erdbebenwarte in Straßburg mitteilte, erreichte das Beben in der nach oben offenen Richterskala die Stärke 4. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge rund 20 Kilometer vom höchsten Berg des Massivs entfernt, dem 3404 Meter hohen Aneto auf der spanischen Seite der Pyrenäen. Es handelt sich um das schwerste Beben in dieser Region seit mehr als 20 Jahren. Das letzte Beben in der Region um den Aneto hatte im Juli 1997 die Stärke 3,9 erreicht. 04.Februar 2004 Taipeh - Ein starkes Erdbeben hat am Mittwoch die Ostküste von Taiwan erschüttert. Die Erdstöße erreichten eine Stärke von 6,0 auf der Moment-Magnitude, wie der zentrale Wetterdienst in Taipeh mitteilte. Das Epizentrum lag rund 75 Kilometer südöstlich der Küstenstadt Hualien im Pazifischen Ozean. Auch in der Hauptstadt Taipeh am nördlichen Ende der Insel wurden Gebäude erschüttert. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst aber nicht vor. Erdbeben kommen in Taiwan häufig vor. 1999 wurden bei einem Beben der Stärke 7,6 mehr als 2.300 Menschen getötet. 31.Januar 2004 Jakarta - Bei einem Vulkanausbruch auf der ostindonesischen Insel Flores ist ein Mensch getötet wurden. 20 weitere wurden leicht verletzt, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Der Vulkan Ego brach am Donnerstag aus und spuckte Feuer und Asche. Etwa 4.000 Anwohner wurden vorsorglich evakuiert. Der Vulkan liegt in der Nähe der Ortschaft Maumere. In Indonesien gibt es mehrere hundert Vulkane, mindestens 129 davon sind noch aktiv. 29.Januar 2004 Jakarta - Wegen eines drohenden Vulkanausbruchs sind auf der ostindonesischen Insel Flores hunderte Menschen evakuiert worden. Der Mount Egon speie seit Donnerstagmorgen dichte schwarze Rauchwolken, sagte ein Behördensprecher. Sicherheitshalber müsse die Bevölkerung die Hänge des 1703 Meter hohen Vulkans verlassen. Die Behörden schickten Lastwagen, um die Anwohner in Sicherheit zu bringen. Experten wurden zum Vulkan entsandt, um die Gefahr einer Eruption zu prüfen. 29.Januar 2004 Jakarta - Ein Erdbeben hat die indonesischen Molukkeninseln erschüttert. Der Erdstoß habe eine Stärke von 6,8 auf der Richterskala gehabt, wurde in Jakarta mitgeteilt. Bislang ist nichts über Opfer oder Schäden bekannt. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge rund 120 Kilometer vor der Küste. Das riesige Inselreich Indonesien wird jedes Jahr von hunderten Erdbeben erschüttert. 21.Januar 2004 Bukarest - Ein mittelschweres Erdbeben hat am Mittwoch Teile Rumäniens erschüttert. Die Erdstöße um 07.49 Uhr hatten vorläufigen Messungen zufolge eine Stärke von 4,1, wie das Institut für Geophysik mitteilte. Das Epizentrum lag im Bezirk Vrancea, rund 180 Kilometer nordöstlich von Bukarest. Die Erschütterungen seien auch in der Hauptstadt zu spüren gewesen, hieß es weiter. Berichte über Verletzte oder Sachschäden lagen nicht vor. 13.Januar 2004 Mexiko-Stadt - Mexiko ist am Dienstag von zwei Erdbeben erschüttert worden. Nach Behördenangaben gab es jedoch zunächst keine Hinweise auf Schäden. Das Zentrum beider Beben lag 70 Kilometer nordwestlich von Puerto Angel nahe der Pazifikküste. Nach dem leichten Vorbeben hatte der zweite Erdstoß eine Stärke von 5,4, wie das US-Institut für Geologische Überwachung in Colorado mitteilte. Hochhäuser in Mexiko-Stadt, 400 Kilometer vom Erdbebenzentrum entfernt, gerieten ins Schwanken. 11.Januar 2004 Algier - Bei einem Erdbeben der Stärke 5,7 auf der Richterskala sind in Nordalgerien mehr als 200 Menschen verletzt worden. Betroffen sei die Region zwischen der Hauptstadt Algier und Bourmerdès, berichteten die Behörden. Aus Angst wollten viele Menschen die Nacht im Freien verbringen. Bei einem Beben im Mai vergangenen Jahres mit der Stärke 6,8 waren in Algerien mehr als 2200 Menschen ums Leben gekommen. 10.Januar 2004 Der Südwesten Irans ist erneut von Erdbeben erschüttert worden. Wie die Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf Seismologen an der Teheraner Universität berichtete, wurden am Vortag nahe der Städte Masdsched Soleiman und Iseh in der Provinz Chusestan vier Erdstöße gemessen. Der schwerste erreichte demnach die Stärke 3,9 auf der Richterskala. Seit Dienstag wurden in der Gegend mindestens 34 Erdbeben registriert. Wegen der ausgedehnten Erdöl- und Erdgasvorkommen ist bei Erdbeben in der Gegend die Gefahr von Explosionen sehr hoch. Präsident Mohammed Chatami hatte am Mittwoch für das Gebiet die höchste Alarmstufe ausgerufen. Am 26. Dezember starben bei einem Erdbeben rings um die Stadt Bam im Südosten Irans zwischen 30.000 und 35.000 Menschen. 06.Januar 2004 Tokio - Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Dienstagmorgen den Westen Japans erschüttert. Das Amt für Meteorologie in Tokio registrierte nach eigenen Angaben eine vorläufige Stärke von 5,2 auf der Moment-Magnitude. Das Zentrum des Bebens lag vor der Küste der Präfektur Mie in 40 Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden. Am heftigsten waren die Erdstöße nahe der Stadt Ise, rund 320 Kilometer südwestlich von Tokio, zu spüren. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Die Gefahr von Flutwellen, so genannten Tsunami, bestand nach Ansicht des Meteorologischen Amtes nicht. 05.Januar 2004 Taiwan - Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat am Montag Taiwan erschüttert. Das Epizentrum des Erdstoßes am Mittaglag nach Angaben des seismologischen Zentrums in Taipeh nördöstlich der Stadt Taitung im Südosten der Insel in 25,2 Kilometern Tiefe. Angaben über Schäden lagen zunächst nicht vor. Erst am Donnerstag hatte sich vor der Insel ein Seebeben der Stärke 5,9 ereignet. Taiwan ist häufig von Erdbeben betroffen. Ein heftiger Erdstoß am 10. Dezember 2003 der Stärke 6,6 verursachte lediglich geringfügige Schäden in einigen südlichen Städten. Im September 1999 waren bei einem schweren Beben der Stärke 7,6 2400 Menschen ums Leben gekommen. 04.Januar 2004 Hongkong - Das französische Überseegebiet Neukaledonien ist am Sonntag von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Observatorium in Hongkong gab die Stärke der Erdstöße mit 7,1 an. Das Zentrum des Bebens lag 340 Kilometer östlich der Hauptstadt Noumea. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht. Neukaledonien liegt im Pazifischen Ozean, rund 2.000 Kilometer nordöstlich von Sydney. 02.Januar 2004 Die Millionenmetropole Mexiko-Stadt ist am Donnerstag von einem Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben von Sicherheits- und Rettungskräften gab es zunächst keine Angaben über Opfer oder Schäden. Auch die Stärke und das Epizentrum des Bebens, das sich gegen 17.35 Uhr Ortszeit (00.35 Uhr MEZ) ereignete, war zunächst unklar. Die Erdstöße waren insbesondere in den Hochhäusern der 22-Millionen-Einwohner-Stadt zu spüren. 02.Januar 2004 Bensberg/Aachen - In der Westeifel hat es am Donnerstagabend ein leichtes Erdbeben gegeben. Nach Angaben der Erdbebenstation Bensberg ereigneten sich in der Gegend um Simmerath drei kleinere Beben mit einer Stärke von etwas über 2 auf der Richterskala. Bei der Polizei in Aachen meldeten sich gegen 22.12 Uhr besorgte Bürger, die die leichten Erdstöße wahrgenommen hatten. Wie Klaus-Günter Hinzen von der Erdbebenstation mitteilte, wurden auch Knallgeräusche wie bei einer Explosion wahrgenommen. 02.Januar 2004 Jakarta - Ein starkes Erdbeben hat am Freitagmorgen die indonesischen Ferieninseln Bali und Lombok erschüttert. Mindestens 30 Menschen wurden verletzt und ein alter Mann starb, vermutlich weil er einen Schock erlitt, wie die Behörden mitteilten. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, Tausende von Menschen stürzten in Panik aus ihren Häusern. In den bei Touristen beliebten Gegenden gab es ersten Berichten zufolge keine größeren Schäden. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,1 lag 30 Kilometer östlich von Bali. Der Erdstoß war fast so stark wie das verheerende Erdbeben in Iran vor einer Woche, das eine Stärke von 6,3 erreichte. Indonesien liegt in einer der seismologisch aktivsten Regionen der Welt, dem so genannten Ring aus Feuer im Pazifik. 01.Januar 2004 Taipeh - Für die Einwohner von Taiwan hat das neue Jahr mit einem heftigen Erdbeben begonnen. Gegen 11.15 Uhr Ortszeit (04.15 Uhr MEZ) erschütterte der Erdstoß der Stärke 5,9 die östliche Küstenregion von Hualien, wie der Wetterdienst mitteilte. Das Zentrum des Bebens lag in einer Tiefe von 17 Kilometern unter dem Meeresgrund. Meldungen über Verletzte oder Sachschäden lagen nicht vor. Vor vier Jahren kamen bei einem Erdbeben im Zentrum Taiwans mehr als 2.300 Menschen ums Leben. |
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