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Stromboli - Eine gewaltige Explosion am Vulkan Stromboli und eine anschließende haushohe Flutwelle haben die Bewohner der gleichnamigen kleinen italienischen Mittelmeerinsel in Angst versetzt. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden sechs Menschen bei der Explosion verletzt. Sie wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser auf Sizilien geflogen. Die Schwere ihrer Verletzungen war zunächst unbekannt. Durch die Erschütterung brach den Angaben zufolge ein großer Teil der Kraterkuppe ab und rutschte ins Meer. Die anschließende Flutwelle ließ Boote kentern und setzte zahlreiche Häuser unter Wasser. 28. Dezember 2002, Rom - Der Insel-Vulkan Stromboli nördlich von Sizilien ist am Abend ausgebrochen. Begleitet von heftigen Explosionen fließen riesige Lavamassen ins Meer. Einheimische und Touristen verfolgten das Naturschauspiel. Es handelt sich um die heftigste Eruption seit 1985. Der Zivilschutz wurde alarmiert. Der Stromboli ist wie der Ätna auf Sizilien ein ständig aktiver Vulkan. 25. Dezember 2002, Catania - Der Vulkan Ätna auf Sizilien ist weiter aktiv. Aus einem neuen Krater fließt glühende Lava. Die Massen haben sich bereits bis auf eine Höhe von 2000 Meter ins Tal gewälzt, berichtete das italienische Fernsehen. Außerdem stößt der Vulkan weiterhin Aschewolken aus. Der Ätna ist seit seiner heftigen Eruption vor zwei Monaten nicht mehr zur Ruhe gekommen. 25. Dezember 2002, Teheran - bei einem Erdbeben sind in Iran tausende Häuser zerstört und 15 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA erschütterte der Erdstoß der Stärke 5,3 auf der Richter-Skala am Dienstagabend die Provinz Kermanschah im Westen des Landes. Dabei seien 3000 Häuser eingestürzt, die bereits im April bei einem Erdbeben stark beschädigt worden waren. Iran gehört zu den Ländern mit der größten Erdbebenhäufigkeit der Welt. 23. Dezember 2002, Mexiko-Stadt - Der Popocatepetl ist wieder aktiv. Der mexikanische Vulkan hat am Montag 2.000 Meter hohe Asche- und Dampffontänen ausgespien und umliegende Dörfer mit einer grauen Staubschicht bedeckt. Nach Angaben der mexikanischen Katastrophenschutzbehörde war es zu einer Reihe kurzer Explosionen im Kern des 5.452 Meter hohen Popocatepetl gekommen. Wissenschaftler haben für die kommenden Tage stärkere Aktivitäten vorausgesagt. Zu Evakuierungen sahen die Behörden bislang keinen Anlass, was sich nach Angaben einer Sprecherin jedoch schnell ändern könne. Der Vulkan 65 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt ist seit 1994 immer wieder ausgebrochen. 15. Dezember 2002, Peking - Ein starkes Erdbeben hat am Wochenende die chinesische Provinz Gansu im Nordwesten des Landes erschüttert. Der Erdstoß am Samstag hatte nach Angaben der Seismologischen Behörde vom Sonntag die Magnitude 5,9. Berichten zufolge gab es keine Verletzten oder größere Schäden. Das Epizentrum lag unter der Stadt Yumen, rund 1.500 Kilometer westlich von Peking. In einem Zeitraum von rund eineinhalb Stunden nach dem Erdstoß wurden 19 Nachbeben registriert, das stärkste hatte die Magnitude 4,3. 07. Dezember 2002, Ein starkes Erdbeben hat am Samstagmorgen die neuseeländische Hauptstadt Wellington erschüttert. Nach Messungen des Institute of Geological an Nuclear Sciences erreichte das Beben kurz nach 08.00 Uhr MEZ die Stärke 5,0 auf der Richterskala. Das Epizentrum habe in rund 40 Kilometern Tiefe unter dem Küstendorf Te Horo, rund 50 Kilometer nördlich von Wellington, gelegen. Nach Angaben von Dorfbewohnern gab es keine Schäden. Laut Rundfunk wurde in der Hauptstadt niemand verletzt; Schäden an Gebäuden gab es demnach auch nicht. 06.Dezember 2002, Zagreb - Mehrere Erdbeben haben am Freitag den Norden Kroatiens erschüttert. Ein erstes Beben mit der Stärke 3,9 riss am frühen Morgen Einwohner in Koprivnica, rund 70 Kilometer nordöstlich von Zagreb, aus dem Schlaf. Ihm folgten etwa zwei Stunden später zwei weitere Erdstöße, wie das Seismologische Institut berichtete. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. 02. Dezember 2002, Tokio - Ein Erdbeben hat den Norden Japans erschüttert. Das Beben habe auf der nach oben offenen Richter-Skala eine Stärke von 4,5 erreicht, teilte das Meteorologische Institut in Tokio mit. Sein Epizentrum habe rund 350 Kilometer nördlich von Tokio vor der Küste des Bezirks Miyagi gelegen. Über Verletzte oder Schäden wurde bislang nichts bekannt. Das Beben ereignete sich laut dem Institut kurz nach acht Uhr morgens. 02. Dezember 2002, Athen - Ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richterskala hat am Morgen den Westen Griechenlands erschüttert und zahlreiche Schäden angerichtet. Verletzt wurde nach ersten Angaben der Polizei jedoch niemand. Wie das seismologische Institut von Athen weiter berichtet, lag das Epizentrum des Erdstoßes rund 240 Kilometer westlich der griechischen Hauptstadt. Der Polizei wurden erhebliche Schäden gemeldet. 29. November 2002, Taucht eine neue Vulkaninsel auf? Zwischen Sizilien und Tunesien rumort es heftig im Mittelmeer. Die alte Vulkaninsel Ferdinandea, letztmalig vor 170 Jahren aus dem Meer aufgetaucht und kurze Zeit später wieder verschwunden, könnte bald wieder an der Wasseroberfläche erscheinen. Mehr Infos unter: www.educeth.ch/stromboli/others/ferdinandea/ferdinandea02-de.html www.wetteragentur.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=11094 www.sueddeutsche.de/index.php?url=wissenschaft/mehrwissen/58136&datei=index.php 25. November 2002 Catania - Eine Gas- und Lavaexplosion hat am Montagmorgen einen neuen Krater auf dem sizilianischen Vulkan Ätna geöffnet. Die Explosion ereignete sich in 2.800 Metern Höhe auf der Nordseite des Vulkans und hinterließ einen Krater von etwa 20 Metern Durchmesser, wie die Nachrichtenagentur ANSA meldete. Insgesamt zeigte sich der Ätna jedoch ruhiger, die Lavaströme ließen langsam nach. Der Hauptlavastrom, der noch am Sonntag eine Berghütte bedrohte, verzweige sich langsam und kühle ab, hieß es. Am Sonntag hatte der Ätna unter anderem mit zwei heftigen Erdbeben die Menschen der umliegende Dörfer und Städte in Panik versetzt. Der Vulkan befinde sich jetzt in einer momentanen Phase der «Ermüdung», sagte ein Sprecher des Zivilschutzes, Guido De Bernardis, der ANSA. Man bleibe aber weiterhin in Alarmbereitschaft. Der Ätna, Europas aktivster Vulkan, war zuletzt am 27. Oktober ausgebrochen. Heftiger Ascheregen und Rauchsäulen bis zu zwei Kilometern Höhe hatten die tagelange Schließung des Flughafens in Catania zur Folge. In den vergangenen Wochen ließ der Asche- und Rauchausstoß nach, der Flughafen ist inzwischen wieder geöffnet. 22. November 2002, Catania - Vier Wochen nach der schweren Eruption spuckt der Vulkan Ätna auf Sizilien wieder Lavafontänen in den Himmel. Zudem öffnete sich auf 2 700 Meter Höhe ein neuer Krater, aus dem ein Lavastrom ungewöhnlich rasch ins Tal fließt. Er bedroht mittlerweile eine Skipiste. Wegen neuer Aschewolken musste erneut der Flughafen von Catania geschlossen werden, berichtet das italienische Fernsehen. Ende Oktober wurden bei einem Erdbeben im Zuge des Ätnaausbruchs 1000 Menschen obdachlos. 21. November 2002 Bei einem Erdbeben sind in Pakistan mehrere Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben eines Regierungsmitglieds starben bei dem Erdstoß der Stärke 5,6 auf der Richter-Skala im Norden des Landes "etwa 19" Menschen. Das Beben ereignete sich im Karakorum-Gebirge. Anfang des Monats waren dort bei einem weiteren Erdstoß bereits zwölf Menschen getötet worden. 15. November 2002 Jakarta - Der indonesische Vulkan Papandayan hat am Freitagmorgen (Ortszeit) in der bislang gewaltigsten Eruption Asche und Lava ausgestoßen und Panik unter Anwohnern ausgelöst. Über dem Krater des 2665 Meter hohen Bergs in der Provinz West-Java stehe eine sechs Kilometer hohe Rauchsäule, teilte das vulkanologische Institut für Java und Sumatra mit. Gesteinsbrocken seien bis zu vier Kilometer entfernt niedergegangen. Nach dem heftigen Ausbruch seien zehn kleinere Eruptionen innerhalb nur einer Stunde registriert worden. 12. November 2002 Jakarta - In der indonesischen Provinz West-Java hat ein Vulkanausbruch mehr als 4000 Menschen in die Flucht getrieben. Der Papandayan in West-Java schleudert schwarzen Rauch und Asche bis zu einen Kilometer in die Höhe, teilte ein Vulkanologe mit. Der Vulkan war zuletzt 1993 ausgebrochen. Als verheerendste Eruption gilt ein Ausbruch im Jahr 1772, bei dem bis zu 3000 Menschen starben. 04. November 2002 Anchorage - Ein Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala hat am Sonntag ein dünn besiedeltes Gebiet im US-Bundesstaat Alaska erschüttert, Berichte über Verletzte gab es jedoch nicht. Nach Angaben der Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des Bebens rund 120 Kilometer südlich der Stadt Fairbanks und 280 Kilometer nordöstlich von Anchorage. Der einzige zunächst bekannte Schaden sei ein 30 Zentimeter breiter Riss sowie Erdverschiebungen in einem Stück der Autobahn von Fairbanks nach Anchorage. Die Besitzerin eines Restaurants des Denali Nationalparks berichtete, durch das Erdbeben sei ihr komplettes Weindepot zu Bruch gegangen. Im Oktober hatte ein Beben der Stärke 6,7 auf der Richterskala die Region erschüttert. 04. November 2002 Quito - In Ecuador ist am Sonntag der Vulkan El Reventador ausgebrochen und hat die Hauptstadt Quito mit einer dicken Ascheschicht bedeckt. Die Behörden riefen die 1,4 Millionen Bewohner der Stadt auf, in ihren Häusern zu bleiben, um Gesundheitsgefahren durch ein Einatmen der Asche zu vermeiden. Der Flughafen wurde bis auf Weiteres geschlossen. Berichte über Verletzte gab es nicht. Der Vulkan liegt etwa 95 Kilometer von Quito entfernt im Amazonas und ist rund 3500 Meter hoch. Nach Angaben des Geophysischen Instituts brachten sich die meisten der rund 3000 in der Nähe des Vulkans lebenden Bewohner in nahe Städten in Sicherheit. 03. November 2002 Erdbeben in Asien fordern 10 Tote Islamabad/Jakarta/Tokio/ - Mehrere heftige Erdbeben haben am Wochenende verschiedene Regionen Asiens erschüttert. Im Norden Pakistans wurden am Sonntag acht Mitglieder einer Familie erschlagen, deren Haus bei einem Nachbeben zusammenstürzte. Ein Beben der Stärke 5 auf der Richterskala hatte am Samstag die Himalaya-Region erschüttert und Erdrutsche ausgelöst. Seitdem gab es etliche Nachbeben. Eine der wichtigsten Verbindungsstraßen der Region mit China wurde an mehreren Stellen von Erdrutschen blockiert. Etwa 150 Reisende, die unweit der Stadt Gilgit eingeschlossen waren, konnten gerettet werden. Auf der indonesischen Insel Sumatra verloren am Samstag zwei Menschen durch ein starkes Erdbeben ihr Leben, mehr als 60 wurden verletzt. Über 300 Gebäude wurden nach Behördenangaben vom Sonntag zerstört oder beschädigt. Die Erdbebenwarte in Jakarta registrierte eine Stärke von 5,5 auf der Richterskala. Australische Seismologen sprachen sogar von einer Stärke von 7,7. Das Epizentrum lag rund 40 Kilometer nördlich der Stadt Singkil im Meer. Zwei Erdbeben der geschätzten Stärke von 6,1 und 4,2 schreckten am Sonntag die Menschen im Nordosten Japans auf. Berichte über Schäden oder ernsthafte Verletzungen lagen Polizei und Feuerwehr zunächst aber nicht vor. Auch wurde nicht vor Flutwellen gewarnt. Wegen der Erschütterung wurden Hochgeschwindigkeitszüge vorübergehend gestoppt. Der Betrieb örtlicher Nuklearanlagen war den Betreiberfirmen zufolge nicht beeinträchtigt. Die Epizentren lagen ebenfalls im Meer. 02. November 2002 Banda Aceh - Bei einem schweren Erdbeben vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra sind Dutzende Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Ärzten mussten 36 Einwohner der kleinen Insel Simeulu im Krankenhaus behandelt werden. Australische und US-Seismologen registrierten das Beben mit einer Stärke von 7,7 auf der Richterskala; indonesische Meteorologen gaben die Stärke dagegen mit nur 5,6 an. Simeulu ist rund hundert Kilometer vom Epizentrum entfernt. Dieses lag den Angaben zufolge auf hoher See rund 200 Kilometer vor der Küstenstadt Padang auf Sumatra. Ein so starkes Erdbeben werde weltweit höchstens zwei oder drei Mal im Jahr gemessen, sagte ein australischer Wissenschaftler. Wie zerstörerisch ein solches Beben ist, hängt unter anderem von der Tiefe seines Epizentrums ab. 01. November 2002 Mexiko-Stadt - Auf der Karibikinsel Montserrat droht ein Vulkanausbruch: Wissenschaftler registrierten rund um den knapp 1000 Meter hohen Berg im Wochenverlauf 148 Erdbeben. Es habe immer wieder Gas- und Gesteinseruptionen gegeben, heißt es. Alle Einwohner und Besucher Montserrats sind angewiesen worden, sich ständig per Radio über die Lage auf dem Laufenden zu halten. Der Vulkan ist seit 1995 wieder aktiv. 01. November 2002 San Giuliano di Puglia - Die mittelitalienische Region Molise ist am Freitag erneut von heftigen Erdstößen erschüttert worden. Das stärkste Beben habe die Stärke 5,3 auf der Richterskala gehabt, teilten die Behörden mit. Nahe der Regionalhauptstadt Campobasso stürzte ein Kirchturm ein. In San Giuliano di Puglia, wo am Vortag beim Einsturz einer Schule 26 Kinder und eine Lehrerin umgekommen waren, wurden drei Menschen durch Trümmer verletzt. Das erneute Beben war nach Angaben der Behörden bis nach Rom und Neapel zu spüren. Beim schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten waren am Donnerstag 29 Menschen ums Leben gekommen. Inzwischen wird scharfe Kritik an den Behörden laut. 01. November 2002 Catania - Fünf Tag nach Ausbruch des Ätna auf Sizilien haben weitere Nachbeben die Region um den Vulkan erschüttert. Die Beben der Stärke 2,7 und drei auf der Richterskala seien von den Menschen deutlich zu spüren gewesen. Die Behörden berichteten, einige der Lavaströme seien zum Stillstand gekommenen, andere würden sich nur noch sehr langsam die Hänge herab wälzen. Die dunkle Aschewolke verziehe sich in Richtung Norden. Der Flughafen von Catania wurde wieder geöffnet. 31. Oktober 2002 Rom - Ein heftiges Erdbeben der Stärke 5,4 auf der Richterskala hat in Mittelitalien schwere Schäden verursacht. In mehreren Gemeinden stürzten Häuser ein oder wurden schwer beschädigt, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Menschen liefen in Panik auf die Straße. Die Erschütterungen waren auch in Apulien an der südlichen Adria sowie bis nach Rom zu spüren. Unklar ist, ob das Beben mit dem Ausbruch des Ätna in Zusammenhang steht. In der Altstadt von Campobasso stürzten mehrere Häuser ein, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Auch in sechs umliegenden Dörfern seien Gebäude in sich zusammengefallen. 31. Oktober 2002 Catania - Nach dem Erdbeben am Ätna auf Sizilien hat die italiensche Regierung schnelle Hilfen versprochen. Zunächst müsse aber das ganze Ausmaß der Schäden festgestellt werden, sagte ein Regierungsvertreter. Die Menschen in der Krisenregion konnten ein wenig aufatmen: Die Aktivität des Vulkans ließ etwas nach, der Lavastrom wälzte sich merklich langsamer die Hänge hinab. Obdachlose schliefen in der Nacht zum Donnerstag in Zeltstädten, die Rettungsmannschaften errichtet hatten. Unklar war, ob der Flughafen Catania und die Schulen wie geplant an diesem Donnerstag wieder geöffnet werden. «Der Ätna macht jetzt weniger Angst», meinte das staatliche Fernsehen. Die Lava floss nur noch mit einer Geschwindigkeit von zwei Meter pro Stunde die Gebirgshänge hinab. Dennoch könne nicht Entwarnung gegeben werden, hieß es. Niemand wisse, wie sich die Lage in den nächsten Tagen entwickelt. Experten sprechen von den schwersten Ausbruch seit vielen Jahren. Der größte Vulkan Europas habe deutlich mehr Lava in den Himmel gespuckt als bei den Eruptionen im Sommer vergangenen Jahres. Einige Vulkanologen fürchten, dass der Ätna seinen Charakter verändert und zunehmend explosiver und gefährlicher wird. 30. Oktober 2002 Catania - Ein Erdbeben am Lava und Asche spuckenden Ätna auf Sizilien hat am Dienstag über 1000 Menschen obdachlos gemacht. Der Erdstoß von der Stärke 4,4 auf der Richterskala zerstörte oder beschädigte hunderte Häuser vor allem in der Ortschaft Santa Venerina am Fuße des Vulkans. Die Regierung in Rom trat am Abend zusammen, um den Notstand für die Krisenregion auszurufen. Neun Menschen erlitten leichte Verletzungen. Zugleich wälzte sich die Lavaflut an dem über 3300 Meter hohen Ätna weiter in das Tal. Eine dunkle Aschewolke breitete sich bis nach Malta und Nordafrika aus. In Catania wurden Atemmasken verteilt, berichtete das italienische Fernsehen. Gleichzeitig verbreiteten Nachbeben am Abend erneut Angst und Schrecken unter den Menschen. Rettungsmannschaften begannen, Zelte für Obdachlose zu errichten. Feuerwehrleute und Angehörige des Zivilschutzes aus ganz Italien standen vor einem Einsatz in Sizilien. Viele Menschen in der Erdbebenregion rannten bei dem schweren Erdstoß am Mittag in Panik ins Freie. Auch in der Hafenmetropole Catania waren die Erdstöße zu spüren. Unmittelbar darauf ging erneut ein dunkler Ascheregen nieder. «So schlimm waren die Auswirkungen eines Ätnaausbruchs noch nie», meinte ein Bewohner. Vor allem älteren Menschen falle das Atmen schwer. Der Flughafen von Catania bleibt bis Donnerstag geschlossen. Ein Vulkanologe sagte allerdings, es sei nicht ganz klar, ob zwischen dem Erdbeben und dem Ausbruch ein Zusammenhang bestehe. Große Teile der Nordostseite des Vulkans seien um etwa einen Meter in Richtung Meer verschoben worden, sagte der deutsche Vulkanologe Boris Behnke der dpa. Er warnte davor, die Gefahren des Bebens zu unterschätzen. «Der Berg ist in Bewegung geraten.» Allerdings bedrohe die Lava derzeit keine größeren Ortschaften. Experten sprachen von einer der schwersten Ätna-Eruptionen seit Jahren. Die Feuerwehr versuchte weiter, mit Baggern Schneisen zu schlagen, damit die Lavaströme keine Ortschaften gefährden. Am bedrohlichsten ist die Lage weiterhin in der Nähe des Skiortes Linguaglossa (deutsch: Lavazunge) am Nordostrand des Berges. Hier zerstörten Flammen Teile einen der schönsten Pinienwälder der Mittelmeerinsel. «Die Lava kommt immer näher», berichtete ein Augenzeuge. Wie auf Sizilien schossen auch aus dem Vulkan auf der nahe gelegenen Insel Stromboli Lavafontänen über 200 Meter in die Höhe. In der Nacht spuckten erneut etwa ein Dutzend Krater des Ätnas Lava in den Himmel. Der aktivste Vulkan Europas war am Sonntag ausgebrochen. Erst im Juli vergangenen Jahres hatten nach einer schweren Eruption die Lavaströme über Wochen hinweg mehrere Dörfer bedroht. 1979 waren bei einem Ausbruch am Ätna mehrere Touristen ums Leben gekommen. 29. Oktober 2002 Catania - Nach dem Ausbruch des Ätnas auf Sizilien haben am frühen Dienstagmorgen erneut Erdbeben eingesetzt. Es habe eine ganze Serie von Erdstößen gegeben, berichteten die Behörden. Auch glühende Lava fließe in mehreren Strömen die Abhänge des Vulkans hinunter. Die Lavaströme wälzten sich sowohl an der Nordseite als auch im Osten des über 3000 Meter hohen Bergmassivs ins Tal. Insgesamt hätten sich seit dem Ausbruch am Sonntag über ein Dutzend kleinerer Krater geöffnet, die riesige Lavafontänen in die Luft schleudern. Menschen kamen bei schwersten Ausbruch seit 15 Monaten nicht zu Schaden. Unter anderem hätten die Lavaströme wertvolle Pinienwälder zerstört. Auch in der Landwirtschaft gebe es beträchtliche Schäden. In der Ortschaft Linguaglossa am Fuße des Vulkans sollen auch am heutigen Dienstag die Schule geschlossen bleiben. In Catania ordnete der Bürgermeister ein Fahrverbot für Motorräder und Mopeds an, da es bei dem dichtem Ascheregen leicht zu Unfällen kommen könne. Streckenweise seien die Lavaströme, die sich ins Tal wälzten, 400 Meter breit und bis zu sechs Meter hoch. Allerdings sind nach Angaben der Behörden keine Ortschaften gefährdet. Nach dem Vulkanausbruch des Ätnas auf Sizilien wollen die Behörden nach Angaben des italienischen Rundfunks den Notstand ausrufen. Damit solle sicher gestellt werden, dass der betroffenen Region um die Stadt Catania effektiv und rasch geholfen werden kann. Die Schäden durch die Eruption werden bereits auf Millionen von Euro geschätzt. 28. Oktober 2002 Catania : Der Ätna spukt weiter Lava. Seit Sonntag ist der italienische Vulkan wieder aktiv. Der Flughafen in Catania im Osten Siziliens blieb entgegen erster Planungen an Montag weiter geschlossen. Die Flugzeuge konnten wegen der weiterhin großen Aschewolke nicht landen. Die Behörden rechneten nun damit, dass sich der Verkehr am Montagmittag wieder normalisiert. Im südlich des Ätna gelegenen Piano Vetore hat der Lavastrom nur knapp ein Observatorium verfehlt. In Richtung Piano Provenzana zerstörte die Lava bereits einige Stützpfeiler von Skiliften. Mehrere kleinere Erdbeben beschädigten zwei Hotels. Der kräftigste der rund 200 Erdstöße hatte laut dem nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie die Stärke 4,2. Die Messungen am Montag ergaben eine Stärke von 3.8. Obwohl der Lavastrom unaufhörlich weiterfließt, sind keine Dörfer bedroht. Verletzt wurde nach offiziellen Angaben niemand, die gefährdete Region ist evakuiert und von Sicherheitskräften abgeriegelt. Am Sonntagabend gerieten einige Pinienwälder in der Umgebung von Piano Provenzana in Brand. Die Feuerwehr konnte die Flammen von Hubschraubern aus löschen. Zuletzt war der 3.340 Meter hohe Ätna im Osten Siziliens im Sommer 2001 ausgebrochen. 27. Oktober 2002 Der Ätna auf Sizilien ist seit Sonntag wieder aktiv: Ein Lavastrom ergoss sich entlang des Vulkanhanges in Richtung Piano Provenzana und zerstörte einige Stützpfeiler von Skiliften. Mehrere kleinere Erdbeben beschädigten zwei Hotels. Der kräftigste der rund 200 Erdstöße hatte laut dem nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie die Stärke 4,2. Verletzt wurde nach offiziellen Angaben niemand, die gefährdete Region ist evakuiert und von Sicherheitskräften abgeriegelt. Siedlungen waren zunächst nicht bedroht. 14. Oktober 2002 Tokio, ein heftiges Erdbeben hat am Montag den Nordosten Japans erschüttert. Meteorologen gaben die Stärke des Bebens mit 5,8 an. Sein Zentrum lag vor der Küste der Präfektur Aomori, rund 50 Kilometer unter dem Meeresboden. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden. Auch die Gefahr einer Flutwelle bestand nach Angaben der Meteorologischen Behörde nicht. Japan liegt in einer der seismisch aktivsten Regionen der Erde. 12. Oktober 2002 Kreta, Heraklion/Griechenland - Die griechische Insel Kreta ist am Samstag von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Berichte über mögliche Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Das Zentrum des Bebens der Stärke 5,2 lag südöstlich der Insel auf dem Meeresgrund, 410 Kilometer südlich von Athen, wie das Institut für Geophysik in der Hauptstadt mitteilte. Der Erdstoß erschütterte Kreta am frühen Morgen. 30. September 2002 Bretagne - Zwei starke Erdbeben haben weite Teile der Bretagne erschüttert. Die ersten Erdstöße der Stärke 5,4 auf der Richterskala wurden am Morgen in der Region Lorient registriert, wie die französische Erdbebenwarte in Straßburg mitteilte. Ein Nachbeben am Mittag erreichte die Stärke 4,1. Nach Angaben der Rettungsbehörden gab es weder Verletzte noch größere Sachschäden. Es war das schwerste Beben in der Region seit 22 Jahren. Die Erdstöße waren in den Departements Loire-Atlantique, Morbihan, Finistère, Côtes-d'Armor und Ille-et-Vilaine zu spüren. 05. September 2002 Erdbeben der Stärke 5,6 auf der Richterskala auf Sizilien, das Epizentrum lag im Tyrrhenisches Meer - etwa 40 km vor Palermo. Die Erde bebte minutenlang. Es gab mehrere Verletzte. |
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