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Aktuelle Nachrichten 2010:12. Juli 2010Chile - Der Nordosten von Chile ist am Sonntagabend (Ortszeit) von einem schweren Erdbeben der Stärke 6,2 erschüttert worden. Wie die US-Erdbebenwarte (USGS) mitteilte, ereignete sich das Beben in der Region Antofagasta, einem der trockensten Gebiete der Erde. Das Zentrum des Bebens lag demnach rund 80 Kilometer von der Stadt Calama entfernt. Angaben über mögliche Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Bereits Ende Februar hatte ein schweres Beben der Stärke 8,8 das Land erschüttert und einen Tsunami ausgelöst. Dadurch starben mehr als 500 Menschen. 18. April 2010 Island - Der isländische Vulkan Eyjafjalla spuckt weiterhin Dampf und Asche in den Himmel. Kaum hat sich die erste Wolke über Mitteleuropa verteilt, schickt der feuerspuckende Gletscherberg schon eine weitere auf die Reise. Wissenschaftler wissen nicht weiter – jetzt können eigentlich nur Wind oder Regen helfen. Kein Wissenschaftler kann voraussagen, wie lange der Berg noch aktiv sein wird. Jederzeit können die Eruptionen des Eyjafjalla aufhören – oder aber tagelang, monatelang oder gar über Jahre weitergehen. Im 19. Jahrhundert brodelte der isländische Gletschervulkan schließlich zwei Jahre lang – von 1821 bis 1823. Weil es damals weder Flugverkehr noch Nachweismethoden für fein verteilte Vulkanasche in der Atmosphäre gab, dürfte der durchschnittliche Mitteleuropäer indes nichts von diesem fernen Ereignis mitbekommen haben – außer vielleicht einigen besonders schönen Sonnenuntergängen. Ob der Ausbruch des Eyjafjalla dieses Mal wieder so lange dauern wird, ist nach Ansicht des Geologie-Professors Michael Bröcker von der Universität Münster schlicht nicht absehbar: „Man kann da keinerlei seriöse Vorhersagen machen.“ Und es gibt auch keinerlei technische Möglichkeiten, einen speienden Berg zu stoppen. Dass der Vulkan große Mengen besonders feinkörnigen mineralischen Staubs mit Teilchengrößen im Mikrometerbereich in den Himmel schleudert, erklärt sich durch ein fatales Wechselspiel zwischen dem Eyjafjalla und seinem Gletscher. Beim Aufeinandertreffen von heißer Lava und Eis verdampft das gefrorene Wasser explosionsartig. Dadurch wird die Lava gleichsam fein gemahlen und gemeinsam mit dem heißen Wasserdampf in große Höhen katapultiert. Das Duo von Vulkan und Gletscher trägt übrigens den zungenbrecherischen Namen Eyjafjallajökull. Allerdings reicht die Energie des isländischen Dampfkochers offenbar nicht aus, die Vulkanasche bis in die Stratosphäre jenseits von rund zwölf Kilometer Höhe zu schleudern. In dieser Atmosphärenschicht könnten die Partikel und Schwefelverbindungen über Jahre hinweg verbleiben, weil es aus physikalischen Gründen kaum Austausch mit der darunterliegenden Troposphäre gibt, in der sich das Wetter abspielt. Die Grenzschicht zwischen der Troposphäre und der Stratosphäre heißt „Tropopause“. Neben der Aktivität des Vulkans auf Island ist für das weitere Schicksal des europäischen Luftverkehrs insbesondere das Wetter von entscheidender Bedeutung. Am liebsten wäre es den Verantwortlichen für die Flugsicherheit natürlich, wenn starker Wind die feinen Partikel aus den Luftstraßen der Airlines wegblasen oder Regen sie auswaschen würde. Tatsächlich sieht danach die Wetterlage derzeit nicht aus, und die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach lassen in den kommenden Tagen keine wesentlichen Veränderungen erkennen. Das strahlende Sonnenwetter ohne Wolken – und bis auf Weiteres auch ohne Kondensstreifen scheint stabil zu sein. Was normalerweise ein Grund zu allgemeiner Freude ist, führt jedoch jetzt bei Wirtschaftsführern und besonders den Vorstandsvorsitzenden von Fluggesellschaften zu Sorgenfalten. 15. April 2010 Island - Gigantische Aschewolken eines isländischen Vulkans haben den Flugverkehr in weiten Teilen Nordeuropas lahmgelegt. In Großbritannien, Irland, Belgien und mehreren skandinavischen Ländern wurde der Flugbetrieb komplett eingestellt, auch in Deutschland fielen Flüge aus. Über eine Sperrung des Luftraums über Norddeutschland sollte am Abend entschieden werden, in der Nacht sollte die Aschewolke dann Frankfurt am Main erreichen. "Es wird Maßnahmen geben", sagte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung am Abend der Nachrichtenagentur AFP. Die Entscheidung über eine Sperrung des norddeutschen Luftraumes stand jedoch noch aus. Am Hamburger Flughafen wurde einer Sprecherin zufolge mit Beschränkungen gerechnet. Vorerst gebe es aber noch Starts und Landungen. An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main wurden bis zum Nachmittag bereits 140 Flüge gestrichen. Der Flugverkehr über Großbritannien soll mindestens bis Freitagmorgen (08.00 MESZ) gesperrt bleiben. Auch in Belgien und den Niederlanden wurde der Luftraum komplett gesperrt. Ab dem späten Nachmittag blieben in Belgien alle Maschinen am Boden. In Frankreich wurden am Nachmittag die Flughäfen im Norden des Landes dicht gemacht, spätestens um 23.00 Uhr sollten auch die in Paris folgen. In Norwegen, Dänemark und Schweden wurden alle Flughäfen geschlossen. Ein Flugverbot gab es auch in Finnland. Mit bis zu 5000 gestrichenen Flügen fielen in ganz Europa fast ein Fünftel aller Flüge aus, wie die europäische Luftfahrtbehörde Eurocontrol mitteilte. Sie registriert normalerweile rund 28.000 Flüge am Tag. Die Beeinträchtigungen könnten demnach zwei Tage andauern. In ganz Nordeuropa waren auch Langstreckenflüge, etwa in die USA, betroffen. Nach dem Ausbruch eines Vulkans unter dem isländischen Gletscher Eyjafjalla am Mittwochmorgen war eine gewaltige Aschewolke über Europa hinweggezogen. Experten zufolge kann die Vulkanasche, die sich in einer Höhe von sechs Kilometern befindet, die Triebwerke der Flugzeuge beschädigen und zudem die Sicht der Piloten beeinträchtigen. Auf Island selbst war der Luftverkehr nicht beeinträchtigt. Der Wind habe die Aschewolke vollständig weggetrieben, sagte Hjordis Gudmundsdottir von der isländischen Luftfahrtbehörde. Der Ausbruch vom Mittwoch war bereits der zweite schwere Vulkanausbruch auf Island innerhalb eines Monats. 14. April 2010 Island - Die Behörden in Island haben erneut bis zu 800 Menschen vor einem drohenden Ausbruch des Gletschervulkans im Süden der Insel in Sicherheit gebracht. Seit dem frühen Morgen gebe es eine Eruption unter dem Gletscher Eyjafjallajökull, zudem hätten mehrere Erdbeben die Gegend erschüttert, teilte ein Polizeisprecher mit. Vorsorglich seien alle Straßen gesperrt worden. Hubschrauber überwachen das Gebiet. Nach Angaben des Geophysikers Gunnar Gunnarsson vom isländischen Wetterdienst dauen die Eruptionen am südwestlichen Teil des Gletschers Stunden nach ihrem Beginn weiter an, waren danach jedoch relativ schwach. Aus dem obersten Krater steige Rauch auf. Der Sender RUV berichtet, die Anwohner würden vorläufig in Auffangzentren des Roten Kreuzes untergebracht. Am 21. März war zum ersten Mal seit 1823 ein Vulkan im Gebiet des Eyjafjallajökull ausgebrochen. Damals mussten mehr als 600 Anwohner kurzzeitig ihrer Häuser verlassen. Laut dem Zivilschutzberater Magnus Tumi Gudmundsson endete der Ausbruch endgültig am Dienstag. Die jetzigen Eruptionen seien weiter westlich und nach seinem Dafürhalten wenig besorgniserregend, sagte der Professor für Geophysik. In Island sind Vulkanausbrüche nicht ungewöhnlich. 14. April 2010 Peking/New York - Bei einem verheerenden Erdbeben auf dem tibetischen Hochplateau in China sind etwa 600 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 10 000 Menschen wurden verletzt. Die regionalen Zivilschutzbehörden bezifferten am Donnerstagmorgen (Ortszeit) die Zahl der Todesopfer mit 589, berichtete der chinesische Rundfunk. Die Erdstöße der Stärke 7,1 überraschten die Menschen am frühen Mittwochmorgen in der Präfektur Yushu in der Provinz Qinghai. Die 100 000 Einwohner zählende Stadt Jiegu, der Verwaltungssitz der Präfektur, wurde «fast dem Erdboden gleichgemacht», sagte der Funktionär Zha Xi von der Katastrophenzentrale der Nachrichtenagentur dpa in Peking. Hilfe von außerhalb war auch acht Stunden nach dem Beben noch nicht eingetroffen. «Gegenwärtig sind wir bei den Rettungsarbeiten auf uns alleingestellt», sagte der Beamte. «Unsere Hauptaufgabe ist, verschüttete Menschen aus den Trümmern zu graben.» Die Straße zum nahe gelegenen Flughafen sei nach Erdrutschen blockiert. «Wir bemühen uns, den Weg von der Gemeinde zum Flughafen freizubekommen, weil es die einzige Möglichkeit ist, um Hilfsgüter hierher zu bekommen.» Es gebe am Ort nur einige Hundert Soldaten. «Sie sind alle schon an vorderster Front der Bergungsarbeiten.» Ein Staudamm habe bedrohliche Risse gehabt, doch sei die Situation entschärft worden. Das Gebiet im Süden von Qinghai ist zwar dünn besiedelt, doch lag das Epizentrum nur 50 Kilometer westlich von Jiegu. Vor dem Beben hatten bereits in den frühen Morgenstunden kleinere Erdstöße der Stärke 4,7 die Region erschüttert. Viele Menschen wurden im Schlaf überrascht. Kommunikationsverbindungen ins Erdbebengebiet waren gestört, berichtete die Regierung in der 800 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Xining. Mindestens drei größere Nachbeben bis zu einer Stärke von 6,3 wurden registriert. 12. April 2010 Madrid - Ein Erdbeben hat am Montag um kurz nach Mitternacht den Süden Spaniens erschüttert. Die US-Erdbebenwarte (USGS) bezifferte die Stärke des Bebens mit 6,2, das Nationale Geographische Institut Spaniens hingegen nur mit 4,8. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Laut der US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum rund 24 Kilometer südöstlich der Stadt Granada in 616 Kilometern Tiefe in der Nähe der Bergkette Sierra Nevada. Das Erdbeben ereignete sich um 00.08 Uhr. Mehr Infos zum Beben: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/us2010uycs.php 28. Februar 2010 Chile - Durch das schwere Erdbeben und den darauffolgenden Tsunami sind in Chile mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 708 Menschen seien gestorben, sagte Staatspräsidentin Michelle Bachelet.Rettungsteams suchen unterdessen weiter nach Verschütteten und Überlebenden. Bachelet sagte nach einem Besuch der am stärksten betroffenen Gebiete, über das wahre Ausmaß der Katastrophe seien noch keine genauen Angaben möglich. Chile erhielt Hilfsangebote aus aller Welt für die Rettungsarbeiten und den Wiederaufbau. Bachelet rief für sechs der 15 Regionen des Landes den Katastrophenzustand aus. Etwa zwei Millionen Menschen seien betroffen, sagte sie in einer Fernsehansprache. Insgesamt leben in Chile etwa 16 Millionen Menschen."Es war die schlimmste Erfahrung meines Lebens", sagte der 22-jährige Sebastián aus der Hauptstadt Santiago. Andere, wie die UN-Mitarbeiterin Maren Andrea Jimenez aus den USA, sprachen von einer "wahren Hölle". In manchen Orten in der Nähe des Epizentrums wurden bis zu 95 Prozent der Häuser zerstört. Im ganzen Land brachen Wasser-, Strom- und Telefonleitungen zusammen, unter anderem gab es im größten Teil von Santiago kein Licht. Das Beben, dem zahlreiche schwere Nachbeben folgten, ereignete sich am Samstagmorgen um 03.34 Ortszeit. Das Epizentrum lag etwa 325 Kilometer südwestlich von Santiago im Pazifik. Die Verbindung zu der mit am schwersten betroffenen, etwa 100 Kilometer vom Epizentrum entfernten Küstenregion rings um die 400.000-Einwohner-Stadt Concepción gestaltet sich schwierig. Die Bürgermeisterin von Concepción teilte mit, unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes seien dort mindestens 100 Menschen verschüttet worden. In die Hafenstadt Talcuhuano brach eine 2,3 Meter hohe Flutwelle ein und spülte Schiffe bis ins Zentrum. Die 10 stärksten Erdbeben seit 1900:
24. Februar 2010 Port-au-Prince - Bei dem schweren Erdbeben in Haiti vor sechs Wochen sind 222.517 Menschen ums Leben gekommen und 310.900 verletzt worden. Rund eine Million Menschen sind obdachlos. Rund eine Million Menschen in Haiti sind obdachlos. Beim großen Erdbeben in Haiti vor sechs Wochen sind nach neuesten Angaben mehr als 222.000 Menschen ums Leben gekommen. Das UN-Büro für Humanitäre Angelegenheiten (OHCA) und der haitianische Zivilschutz widersprachen am Mittwoch damit Schätzungen vom Wochenende, nach denen in Haiti bis zu 300.000 Personen getötet worden seien. Nach der neuesten Zählung seien 222.517 Menschen getötet und 310.900 verletzt worden. 13. Februar 2010 Paris - Ascheregen im Urlaubsparadies: Nach einem spektakulären Vulkanausbruch auf der Nachbarinsel Montserrat hat eine graue Ascheschicht die französische Karibikinsel Guadeloupe überzogen. Mitten in der Ferien-Saison wurde der internationale Flughafen von Point-à-Pitre geschlossen. Schwebende Ascheteilchen gefährdeten die Triebwerke, erklärte die Präfektur. Die Spitze des Vulkans Soufrière Hills auf Montserrat war nach einer tagelangen Serie von Eruptionen vorgestern eingestürzt. 07. Februar 2010 Tokio - Ein starkes Erdbeben hat am Sonntag eine Tsunami-Warnung für Inseln an der japanischen Südküste ausgelöst. Die japanische Meteorologische Behörde teilte mit, ein Erdstoß der Stärke 6,6 habe sich gegen 15.10 Uhr Ortszeit (07.10 Uhr MEZ) 110 Kilometer südlich der Insel Miyakojima in zehn Kilometern tiefe ereignet. Die Flutwelle könnte mehrere kleine Inseln in der Region treffen und bis zu 50 Zentimeter hoch sein. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Mehr Infos zum Beben: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/us2010skal.php 06. Februar 2010 SANTA CRUZ - Gestern erschütterte um 15.10 Uhr ein leichtes Erdbeben die Kanareninsel Teneriffa. Viele Menschen liefen in Panik auf die Straße weil das Beben die Häuser zum wackeln brachte. Verletzt wurde aber einer. Die Sachschäden halten sich in Grenzen. Doch auf Teneriffa wächst die Angst vor einem großen Beben. Nachdem vor gut zwei Wochen an fest der gleichen Stelle schon einmal die Erde bebte, sind die Menschen auf Teneriffa inzwischen besorgt. Das Beben vom 21. Januar hatte nur eine Stärke von 2,1 auf der Richterskala gehabt. Der Direktor des Central National Geographic Institut (IGN), María José Blanco, sagte aber auch, dass auf Grund der Struktur der Erschütterung das Beben keinen Vulkanischen Ursprung hatte. Vielmehr kam es zu einer geotektonischen Verschiebung von Erdplatten. Die Stärke des Bebens bereitet den Fachleuten aber schon Kopfschmerzen, denn das Stärkste Beben auf den Kanaren von 1989 hatte eine Stärke von 5,2. Auch können Nachbeben nicht ausgeschlossen werden. Das heutige Beben war insofern keine Besonderheit, als dass es zu den normalen geologischen Bedingungen der Inseln gehört. Bis zu drei Mal im Monat bewegt sich die Erde, allerdings nur selten in der Stärke Vier oder mehr auf der Richterskala. Meist, wie auch heute, bekommt der Großteil der Bevölkerung von den seismischen Zuckungen überhaupt nichts mit. Die Insel Teneriffa entstand vor etwa sieben bis fünf Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität. Die geologisch ältesten Teile der Insel sind das Anaga-Gebirge im äußersten Nordosten, das Teno-Gebirge im Nordwesten sowie kleine Gebiete (Bandas del Sur) im äußersten Süden. Jünger ist das Vulkanmassiv im Zentrum der Insel, das in der Mitte von der 12 x 17 km weiten Las Cañadas-Caldera eingenommen wird. Aus ihr erhebt sich wiederum der höchste Berg Spaniens, der 3.718 Meter hohe Pico del Teide. Dass die Insel geologisch noch sehr aktiv ist, zeigen die nachgewiesenen Vulkanausbrüche zwischen dem Teidemassiv und dem Tenogebirge in den Jahren 1706, 1798 und 1909. 05. Februar 2010 Haiti - Die Zahl der bei dem verheerenden Erdbeben in Haiti getöteten Menschen hat sich auf 212.000 erhöht. So viele Leichen seien in der Hauptstadt Port-au-Prince und außerhalb inzwischen geborgen worden, sagte Regierungschef Jean-Max Bellerive dem US-Sender CNN. Und immer noch würden unter den Trümmern vereinzelt Leichen entdeckt. Erst am Mittwoch hatte der Regierungschef die offizielle Statistik von zuvor 170.000 auf mehr als 200.000 Tote korrigiert. Mehr als 300.000 Menschen seien bei dem Beben am 12. Januar verletzt worden, sagte Bellerive dem Sender weiter. Die meisten hätten inzwischen medizinische Hilfe erhalten. Angesichts der Tatsache, dass schon vor dem Erdbeben in Haiti zahlreiche Menschen obdachlos waren, sei nun davon auszugehen, dass etwa zwei Millionen Haitianer kein festes Dach über dem Kopf hätten. Der arme Karibikstaat zählt insgesamt etwa neun Millionen Einwohner. 04. Februar 2010 Petrolia/USA - Ein starkes Erdbeben hat am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) die Nordküste des US-Bundesstaates Kalifornien erschüttert. Laut der US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum im Pazifik in elf Kilometern Tiefe, rund 56 Kilometer vor der Stadt Petrolia. Das Erdbeben der Stärke sechs war auch im rund 440 Kilometer südlich gelegenen San Francisco zu spüren, wie Anwohner berichteten. Nordkalifornien war 1992 und 2005 von zwei stärkeren Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert worden. 18. Janaur 2010 Buenos Aires/Port-au-Prince/Brüssel - In Haiti haben sich Wut und Verzweiflung in ersten Unruhen entladen. Sicherheitskräfte wollen mit einem Großeinsatz für mehr Ordnung in den chaotischen Zuständen nach dem verheerenden Erdbeben sorgen. Knapp eine Woche nach der Naturkatastrophe mit geschätzten 200 000 Toten wird der Überlebenskampf hunderttausender Opfer trotz Hilfe immer härter. Die Regierung rief am Montag den Ausnahmezustand aus. Der Karibikstaat kündigte den Bau riesiger Zeltstädte für die geschätzten 1,5 Millionen Obdachlosen an. Die USA wollten ihre Einsatzkräfte im Katastrophengebiet bis Montag auf 12 000 Soldaten aufstocken, die EU bis zu 150 weitere Polizisten entsenden und die UN ihr Kontingent von jetzt schon 9000 Blauhelmsoldaten und Polizisten um weitere 3500 Mann aufstocken. Eine entsprechende Resolution könne bereits an diesem Dienstag verabschiedet werden, signalisierten die Botschafter der USA und Frankreichs am Montag in New York. Der Präsident des Weltsicherheitsrates, Zhang Yesui (China), sagte Haiti «schnelle Hilfe» zu. Der Kommandeur der brasilianischen Armee, Enzo Martins Peri, versicherte, sein Land könne ohne Probleme sein Kontingent in Haiti von derzeit 1266 Soldaten verdoppeln. In der vom Erdbeben zerstörten haitianischen Hauptstadt Port-au- Prince gab es nach Angaben von Ärzten die ersten Opfer gewaltsamer Auseinandersetzungen. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete in einer Telefonkonferenz von Menschen mit Schuss- und Stichverletzungen. Auch am Flughafen seien Schüsse zu hören gewesen. Obwohl die humanitäre Hilfe laut UN-Welternährungsprogramm (WFP) von Tag zu Tag besser organisiert ist, gingen viele Menschen leer aus und machten ihrem Zorn Luft. Das Ausmaß der notwendigen Hilfe schilderte die WFP-Exekutivdirektorin Josette Sheeran in Rom: «Wir haben jetzt etwa 180 000 Rationen mit Fertignahrung verteilt, und innerhalb der nächsten Woche sollten es 10 Millionen Portionen sein.» Benötigt würden in den folgenden Wochen allerdings mehr als 100 Millionen Essensrationen. Der Flughafen und die Zugangsstraßen zur Hauptstadt waren nach Angaben des UN - Koordinationsbüros für humanitäre Hilfe (OCHA) jedoch weiter völlig überlastet. In den nächsten 48 Stunden könnten deshalb keine neuen Hilfslieferungen nach Haiti geflogen werden. Die Zeltstädte sollen in den Randbezirken der zerstörten Millionenstadt entstehen, war nach einem Treffen der Hilfsorganisationen mit den UN in Port-au-Prince zu erfahren. «Das wird für eine lange Zeit angelegt sein», sagte Rüdiger Ehrler vom Nothilfeteam der Deutschen Welthungerhilfe. Eine internationale Haiti-Konferenz im kanadischen Montreal soll voraussichtlich im März die weltweite Welle der Hilfsbereitschaft koordinieren helfen. Bei einem Sondergipfel am 11. Februar werden sich zudem die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) mit der Lage des bitterarmen Landes befassen. Am Montag traf der ehemalige US-Präsident Bill Clinton in Haiti ein, um sich ein Bild über die benötigte Hilfe zu machen. Retter im Katastrophengebiet berichten weiter über große Not und verzweifelte Szenen. Manchen Verletzten würden zerquetschte Gliedmaßen auf offener Straße amputiert, schilderte ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen». Am Vortag habe ein umgefallener Baumstamm als OP-Tisch gedient. «Es gibt keine Alternative, es ist eine Entscheidung zwischen Leben und Tod.» Die genaue Zahl der Opfer wurde mittlerweile auf bis zu 200 000 Tote geschätzt. Etwa 70 000 Leichen seien bisher geborgen, sagte Ministerpräsident Jean-Max Bellerive. Zahlreiche Menschen - darunter auch noch 13 Deutsche - werden weiter vermisst. Drei junge Flensburger konnten nach Angaben des Christlichen Zentrums Nordlicht in die USA ausgeflogen werden. Helfer suchten weiter nach Überlebenden unter den Trümmern. Allerdeings betonte Tim Callahan von der amerikanischen Entwicklungsagentur, es gebe so lange nach dem Beben so gut wie keine Hoffnung mehr, Opfer noch lebend unter den Trümmern zu finden. Nach seinen Informationen konnten bisher 110 Menschen lebend unter zusammengestürzten Häusern gerettet werden. Ban legte seinen Vorschlag für mehr Blauhelm-Soldaten und UN-Polizisten am Montag dem Weltsicherheitsrat vor. Gleichzeitig unterrichtete er das höchste UN-Gremium über seine persönlichen Eindrücke von der Katastrophenlage in Haiti. Er war erst am Abend zuvor von einem eintägigen Besuch aus dem Karibikstaat zurückgekehrt. Insgesamt wurden bisher 46 UN-Mitarbeiter tot aus den Trümmern geborgen, sagte UN-Sprecher Nesinsky. Insgesamt etwa 330 weitere galten als vermisst. Auch 28 Europäer starben durch das Beben. 18. Januar 2010 Guatemala-Stadt - Ein starkes Erdbeben hat am Montag Guatemala und Teile El Salvadors erschüttert. Berichte über mögliche Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Der Erdstoß hatte eine Stärke von 6,0, wie der Geologische Dienst der USA mitteilte. Sein Zentrum lag knapp 100 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt und war auch dort sowie im Umland und im südlichen Nachbarland El Salvador zu spüren. Mehr Infos zum Beben: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/us2010rqb3.php 15. Januar 2010 Port-au-Prince - Die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince ist am Samstag von einem starken Nachbeben erschüttert worden. Zahlreiche Menschen liefen in Panik aus ihren Häusern. Das Nachbeben folgte vier Tage nach dem verheerenden Erdstoß vom Dienstag, bei dem nach Befürchtung der haitianischen Regierung mindestens 100.000 Menschen ums Leben kamen. Nach dem Jahrhundert-Erdbeben in Haiti erreicht die internationale Hilfe langsam die verzweifelten Überlebenden. Die Vereinten Nationen haben 15 Zentren für die Auslieferung von Hilfsgütern eingerichtet. Nach Auskunft der Organisation «Aktion Deutschland Hilft» beaufsichtigen Blauhelm- Soldaten die Verteilung, um Unruhen zu verhindern. Die Vereinten Nationen sprechen mittlerweile von einer «historischen Katastrophe größten Ausmaßes». Genaue Opferzahlen liegen immer noch nicht vor. 13. Januar 2010 Port-au-Prince/Hamburg - Beim stärksten Erdbeben seit mehr als 150 Jahren in Haiti sind nach Regierungsschätzungen mehrere Tausend Menschen ums Leben gekommen. Haitis Ministerpräsident Jean-Max Bellerive rechnete sogar mit mehr als hunderttausend Todesopfer. In der Hauptstadt Port-au-Prince herrschte Chaos. Die 1,2 Millionen Einwohner zählende Kapitale des bitterarmen Karibikstaates war am Dienstagnachmittag (Ortszeit) fast eine Minute lang von einem Beben der Stärke 7,0 erschüttert worden. Überlebende versuchten mit bloßen Händen, Verschüttete aus den Trümmern zu retten. Präsident Rene Préval berichtete, er habe über Leichen steigen müssen und Schreie von Menschen gehört, die unter Trümmern begraben seien. In einem Interview des «Miami Herald» (Mittwoch) erklärte er: «Das Parlament ist zusammengestürzt. Die Steuerbehörde ist zusammengestürzt. Schulen sind zusammengestürzt. Krankenhäuser sind zusammengestürzt. Es gibt eine Menge von Schulen mit einer Menge von Toten in ihnen.» Alle Hospitäler seien voller Menschen: «Es ist eine Katastrophe.» Das Rote Kreuz schätzte die Zahl der Betroffenen auf drei Millionen Menschen. Ministerpräsident Bellerive sagte im Interview des US-Senders CNN, dass möglicherweise Hunderttausend Menschen bei dem Beben ums Leben kamen. «Ich hoffe, das ist nicht wahr, und die Menschen hatten Zeit zu entkommen.» Eine Augenzeugin berichtete der dpa am Mittwoch: «Ich war gerade in der Stadt, es ist eine Apokalypse.» Rund 40 Prozent der Häuser in der Hauptstadt seien zerstört oder beschädigt. Der Lokalsender Radio Métropole listete auf seiner Website der schwer beschädigten Gebäude unter anderen das UN-Hauptquartier in Port-au-Prince, die Kathedrale der Stadt, den Präsidentenpalast, diverse Hotels sowie Ministerien und Marktgebäude auf. Die Kommunikation in dem Karibikstaat sei praktisch völlig zusammengebrochen, die Infrastruktur in und um die Hauptstadt Port-au-Prince schwer beschädigt, sagte Generalsekretär Ban Ki Moon am Mittwoch in New York. Die Koordinierung der unmittelbar nach dem Beben weltweit angelaufenen Hilfsmaßnahmen gestalte sich daher schwierig. «Energie- und Wasserversorgung sind völlig zusammengebrochen, viele Gebäude sind eingestürzt. Die Retter waren die ganze Nacht im Einsatz, aber wir müssen davon ausgehen, dass immer noch viele Menschen eingeschlossen sind», erklärte er. Zuletzt war Haiti - das ärmste Land des gesamten Kontinents - am 7. Mai 1842 von einem ähnlich folgenschweren Beben heimgesucht worden. «Es fühlte sich an, als ob ein großer Lastwagen durch die Hauswand gekracht wäre. Dann hat es etwa 35 Sekunden lang gewackelt», schilderte Frank Williams, Landesdirektor der Hilfsorganisation World Vision Haiti. Die Vereinten Nationen haben nach eigenen Angaben für die Hilfe in Haiti etwa 30 internationale Hilfeteams mobilisiert. Hilfsprojekte liefen unter großen Schwierigkeiten an, berichtete Elizabeth Byrs vom UN-Koordinationsbüro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA): «Lebensrettende Hilfe für die Verletzten und die Bereitstellung von Unterkünften - das hat jetzt Priorität», sagte die OCHA-Sprecherin. Die ICRC sei ebenfalls bereits in der betroffenen Region aktiv. 12. Januar 2010 Port-au-Prince - Der Karibikstaat Haiti ist von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert worden, bei dem vermutlich viele Menschen ums Leben gekommen sind. In der Umgebung der Hauptstadt Port-au-Prince stürzten zahlreiche Gebäude ein. Beschädigt wurde auch die Zentrale der UN-Friedensmission in Haiti, wie die Vereinten Nationen in New York mitteilten. Eine große Zahl von UN-Mitarbeitern werde vermisst, sagte der Leiter der UN-Friedensmissionen, Alain Le Roy. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich sehr besorgt und sagte: «Nach diesem verheerenden Erdbeben ist mein Herz beim Volk von Haiti.» Mit einer Stärke von 7,0 war das Beben vom Dienstag nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) in Golden, Colorado, das schwerste in Haiti seit 1770. In der benachbarten Dominikanischen Republik kamen 1946 nach einem Erdstoß der Stärke 8,1 1.790 Menschen ums Leben. Das Zentrum lag 15 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince in einer Tiefe von acht Kilometern. Es habe mindestens sechs Nachbeben mit Messwerten von mehr als 4,5 gegeben, sagte der USGS-Seismologe Harley Benz. In der Nähe der Vorstadt Petionville stürzte ein Krankenhaus ein. Auch der Nationalpalast in Port-au-Prince wurde in Mitleidenschaft gezogen, wie der haitianische Generalkonsul in New York, Felix Augustin, mitteilte. Das Beben war auch in der benachbarten Dominikanischen Republik zu spüren, die sich mit Haiti die Insel Hispaniola teilt. Auch im Osten von Kuba bebte die Erde. Der US-Wetterdienst gab eine Tsunami-Warnung für Haiti, die Dominikanische Republik und die Bahamas aus. US-Präsident Barack Obama sagte, seine Gedanken und Gebete seien bei den Menschen in Haiti. Das Außenministerium nahm Beratungen über einen humanitären Einsatz auf. Mehr Infos zum Beben: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/us2010rja6.php 10. Januar 2010 Washington/San Francisco - Ein Erdbeben der Stärke 6,5 hat Nordkalifornien erschüttert, aber nur leichte Schäden verursacht. Wie die US-Behörden erklärten, gab es bei dem Beben am Samstagnachmittag (Ortszeit) nur einige Leichtverletzte mit Hautaufschürfungen oder kleinen Schnittwunden. Das Beben verlief glimpflich, da sein Zentrum in großer Tiefe lag. Die US-Geologiebehörde USGS ortete es etwa 35 Kilometer westlich der Stadt Ferndale in gut 16 Kilometer Tiefe im Pazifik. Am stärksten war es in der Ortschaft Eureka 360 Kilometer nördlich von San Francisco zu spüren. In Eureka mussten ein Wohnhaus und drei Bürogebäude vorsorglich evakuiert werden. Vier Nachbeben erreichten eine Stärke bis zu 3,8. Eine Tsunami-Warnung gab es nicht. Erdstöße in Kalifornien sind keine Seltenheit. Erst am Donnerstag hatte ein mittleres Erdbeben die Umgebung der Metropole San Francisco erschüttert. Durch den südlichen Teil des Bundesstaates zieht sich auf einer Strecke von 1000 Kilometern die San-Andreas-Verwerfung, eine tiefe Störung in der Erdkruste. Betroffen ist vor allem die Gegend zwischen San Francisco und San Diego. Geologen rechnen in den kommenden Jahrzehnten mit einem starken Beben («The Big One») in der Region um San Francisco. Mehr Infos zum Beben: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsus/Quakes/nc71338066.php 05. Januar 2010 Quito - Der Vulkan Tungurahua im südamerikanischen Ecuador hat wieder Feuer gespuckt. Der 5016 Meter hohe Berg habe am Montag (Ortszeit)Gesteinsbrocken und Lava ausgestoßen, teilte das Geologische Institut in der Hauptstadt Quito mit. Der bisher letzte Ausbruch des Vulkans war vor sechs Monaten registriert worden. In den vergangenen 24 Stunden seien rund um den 135 Kilometer von Quito entfernten Vulkan mehr als 20 Erdstöße gemessen worden. Der Tungurahua war nach einer langen Ruhezeit vor neun Jahren wieder aktiv geworden. 05. Januar 2010 Im südlichen Atlantik hat sich ein heftiges Erdbeben der Stärke 6,7 ereignet. Wie der Geologische Dienst der USA (USGS) mitteilte, ereignete sich der Erdstoß östlich von den britischen Überseegebieten Südgeorgien und Südliche Sandwichinseln. Das Epizentrum des Bebens lag demnach 2800 Kilometer östlich der Falkland-Inseln in zehn Kilometern Tiefe. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum gab eine Warnung heraus, da "eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen lokalen Tsunami" bestehe. Mehr Infos zum Beben: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/us2010rcat.php#details 04. Januar 2010 Wellington - Ein von einem Seebeben ausgelöster Tsunami hat am Montag die Salomon-Insel Rendova im Südpazifik überflutet. Eine Mitarbeiterin des Katastrophenschutzes sagte, in einem Polizeibericht sei von einer bis zu drei Meter hohen Wasserwand die Rede gewesen. Möglicherweise seien durch den Erdstoß und die anschließende Flutwelle mehrere hundert Häuser beschädigt oder zerstört worden, sagte Loti Yates. Auf Rendova leben etwa 3.600 Menschen. Insgesamt registrierte die US-Erdbebenwarte seit Sonntagabend sieben Beben in der Region. Das heftigste hatte eine Stärke von 7,2, sein Epizentrum lag gut 100 Kilometer südöstlich von Gizo. Diese Stadt auf den Salomonen war im April 2007 von einem Tsunami überrollt worden, 50 Menschen wurden damals in den Tod gerissen. In welchem Ausmaß diesmal Menschen zu Schaden kamen, war zunächst nicht bekannt. Offensichtlich hätten sich die meisten Betroffenen rechtzeitig in höher gelegene Gebiete retten können, sagte Yates. Das Archipel der Salomonen liegt im pazifischen Feuergürtel, auch Ring aus Feuer genannt, einer Zone reger Vulkantätigkeit. Dort ereignen sich etwa 90 Prozent aller Erdbeben weltweit. 04.Januar 2010 Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 hat am Montag die Salomonen im Südpazifik erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 30 Kilometer unter dem Meeresboden etwa hundert Kilometer von der Stadt Gizo entfernt, wie das US-Institut für Geologische Überwachung mitteilte. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgelöst, mit örtlichen Tsunami-Wellen sei jedoch zu rechnen, hieß es. Zunächst gab es keine Informationen über Schäden oder mögliche Opfer. Weitere Infos zum Beben: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/us2010rabw.php 03. Januar 2010 Bogotá - Im Südosten von Kolumbien ist in der Nacht zum Sonntag der Vulkan Galeras ausgebrochen. Der 4.276 Meter hohe Vulkan ist der aktivste des Landes und liegt in der Nähe der Grenze zu Ecuador. Nur zehn Kilometer entfernt befindet sich die Provinzhauptstadt Pasto mit 500.000 Einwohnern. Die Behörden bereiteten Notunterkünfte vor, um gefährdete Siedlungen zu evakuieren. Bei einem Ausbruch im Jahr 1993 kamen neun Menschen ums Leben. |
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