Das Vulkangebiet der Eifel
Das Vulkangebiet der Eifel
Trasshöhle im Brohltal ( Foto Sabine Dratwia )
Trasshöhle im Brohltal ( Foto Sabine Dratwia )
Der Geysir von Andernach ( Foto Sabine Dratwia )
Der Geysir von Andernach ( Foto Sabine Dratwia )
Lavabombe in Strohn ( Foto Sabine Dratwia )
Lavabombe in Strohn ( Foto Sabine Dratwia )
Römerquelle ( Foto Sabine Dratwia )
Römerquelle ( Foto Sabine Dratwia )
Steinbruch Eppelsberg ( Foto Sabine Dratwia )
Steinbruch Eppelsberg ( Foto Sabine Dratwia )
Der Wallenborn ( Foto Sabine Dratwia )
Der Wallenborn ( Foto Sabine Dratwia )
Der Arensberg ( Foto Sabine Dratwia )
Der Arensberg ( Foto Sabine Dratwia )
Gemündener Maar ( Foto Sabine Dratwia )
Gemündener Maar ( Foto Sabine Dratwia )
Sabine vor der Wingertsbergwand ( Foto Sabine Dratwia )
Sabine vor der Wingertsbergwand ( Foto Sabine Dratwia )

Die Vulkaneifel

Zahlreiche Besuche in den letzten Jahren haben bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Die Vulkaneifel ist eine geologisch sehr interessante Gegend. Vulkanismus findet man überall. Viel Spass beim durchforsten der Seiten, mit vielen Bildern habe ich wichtige Punkte des Vulkanismus der Eifel dokumentiert.
Die Entstehungsgeschichte der Eifel reicht sehr viel weiter als in die Zeit der Vulkane zurück. Die ältesten Schichten stammen aus dem Unterdevon, eine Abteilung des Erdaltertums. Zu dieser Zeit überdeckte ein Meer den gesamten Raum des heutigen Rheinischen Schiefergebirges und seiner Randzonen. Es war zunächst nicht sehr tief aber es sackte durch Flussmündungen immer mehr ab. Sie brachten tonigen Schlamm, Sand und feines Geröll mit so dass sich bald Leben im Meer entwickelte. Algen und andere Meerespflanzen vermehrten sich rasant; Tiere wie Armfüßer, Trilobiten, Schnecken, Seesterne und Muscheln tummelten sich im Meer. Die Schalen und Skelette der abgestorbenen Meerestiere sanken in den Schlamm ein, hinterließen ihre Spuren und geben so als Versteinerungen Kunde von der fernen Vergangenheit. Im Mitteldevon sank der Meeresboden noch weiter ab. Das Klima änderte sich, südseehafte Temperaturen stellten sich ein und in den warmen Fluten entwickelte sich reiches Leben. Seelilien entwickten sich auf dem Meeresboden wo auch zahlreiche Fische lebten und Korallen bauten ihre Riffe bis zur Oberfläche auf. Mächtige Gesteinsschichten entstanden aus dem Kalkschlamm, aus Muschelschalen und Korallenbänken. Sie bilden heute die Kalkmulden der Eifel, von denen im Kreis Daun die Gerolsteiner und Hillesheimer Kalkmulde am deutlichsten ausgeprägt sind. Ein Reichtum von Fossilien machen sie sehr bekannt.
Gegen Ende des Mitteldevons hoben die Kräfte des Erdinnern den Erdboden an. Das Meer wich zurück, Festland bildete sich, die Eifel wurde teil eines Gebirges das von der Bretagne bis zum Böhmerwald reichte und kaum niedriger gewesen sein mag als die Alpen. Jahrmillionen hindurch wurde dieses Gebirge wieder abgetragen. Zwischen Eifel und Ardennen sanken Teile des Gebirges allmählich ein. In diese Mulde verfrachteten Wind und Wasser den Verwitterungsschutt der Gebirgsränder. Es ist der heutige Buntsandstein. Hieß und trocken war das Klima der Buntsandsteinzeit, eine Wüste entwickelte sich der die Eifel und viele teile Europas bedeckte. Durch Sandstürme entstanden große Dünen; es gab nur vereinzelte Oasen.
Nach der Buntsandsteinzeit blieben einschneidende geologische Ereignisse lange Zeit aus. Erst in der Erdneuzeit, im Tertiär entwickelte der Vulkanismus. Im Tertiär und im Quartär vollzog sich auch die Formung der Erdoberfläche zu dem Bild wie wir es heute kennen. Durch die Wärme entstanden im Schiefergebirge die Rumpfflächen – weite Savannenartige Flächen mit tropischem Pflanzenwuchs.
Gegen Ende des Teritiärs war es jedoch damit vorbei, das Klima veränderte sich rapide. Vor etwas mehr als einer Million Jahre kam es zur ersten von mehreren Eiszeiten, deren letzte vor etwa zehntausend Jahren endete. Gletscher bedeckten den gesamten Alpenraum und das norddeutsche Tiefland. Die Eifel blieb eisfrei. Flüsse gruben sich in die Hochflächen ein, schnitten tiefe Talfurchen und formten sich ihr heutiges Bett. Nach der Eiszeit entwickelte sich die heutige Vegetation und nachweislich ließen sich ab ca. 3000 v. Chr. die ersten Menschen nieder.