Der Namensgeber aller Vulkane - Mein Besuch 2001Lage und Ausdehnung:Die Insel Vulcano liegt im Tyrrhenischen Meer und gehört zu der Inselgruppe der Äolischen Inseln. Sie ist mit 21,2 km² die drittgrößte und südlichste Insel des Archipels. Hauptort der Insel ist Porto di Levante mit 75 Einwohnern. Die höchste Stelle befindet sich 499 m über dem Meeresspiegel. Geographisch liegen die Liparischen Inseln nördlich von Sizilien und westlich von Calabrien, in einem Umkreis von 90 km und umfassen mehr als 20 Inseln von denen aber nur 7 bewohnt sind. Die Geologie von Vulcano: Die sieben Schönheiten des Tyrrhenischen Meeres, wie die Liparen auch genannt werden, verdanken ihrer Geburt vulkanischer Tätigkeit, deren Beginn weniger als eine Millionen Jahre zurückliegt. In drei Phasen tauchten die Archipele aus der Tiefe des Meeres hervor. Vor 360.000 – 16.000 Jahre entstanden zunächst die Inseln Panarea, Filicudi und Alicudi. In der zweiten Periode Salina und Lipari und vor 100.000 – 40.000 Jahren folgten dann Vulcano und Stromboli. Vulkanismus auf Vulcano: Die meisten Vulkane des Archipels sind erloschen. Höchst aktiv blieb aber bis heute der Stromboli, der einzig stetig eruptierende Vulkan Europas. Auch der Vulcano hat seine Tätigkeit noch nicht eingestellt, sein letzter Ausbruch ereignete sich in den Jahren 1888 bis 1890. Er stößt stetig Schwefeldämpfe aus den zahlreichen Fumarolen aus. Geologisch bestehen die Inseln aus Asche und Lava, aus Lapilli, Bimsstein, Basalt, Obsidian, und Vulkansand. Vulcano ist ein Stratovulkan mit einer langen vulkanischen Geschichte. Der größte Teil von Vulcano wird von Ur-Vulcano gebildet. Der gesamte südliche Teil ist so auf eine Höhe von 300 bis 400 m gewachsen. Die Nordwestküste bildet der Lentina Komplex, einer aus Staukuppen zusammen gewachsener kleiner Stratovulkan. Innerhalb dieses Letina Komplex entstand in den letzen 10.000 Jahren der heute aktive Fossa Krater ( 391 m ). Im nördlichen Teil bildete sich einige Jahrhunderte v. Chr. das Lava-Plateau Vulcanello. Es besteht aus 3 ineinander erschachtelten Vulkankegeln. Tätigkeiten sind außerdem aus der 2. Hälfte des 6. Jahrhunderts bekannt, ebenso aus dem Jahre 1727, 1731, 1739, 1771, 1783. Die letzte heftige Eruption war von 1888 bis 1890. Zwischen dem dampfenden Fossa Krater und Vulcanello wird ein 37.000 m²; große Areal als „ Totes Feld „ bezeichnet. Pflanzen und Vegetation mussten Fumarole Tätigkeiten weichen. In diesem Gebiet sind sowohl an Land, als auch am Strand und im Meer bis zu einer Tiefe von 18 m giftige, heiße Gasaustritte ( vor allem Schwefelwasserstoff ) durch eine Ausdehnung der Aktivität von 1913 bis 1916 entstanden. Es riecht daher auf der ganzen Insel gewaltig nach „faulen Eiern“. Vor allem am Schlamm-Pool tummeln sich die Touristen, soll doch der Schwefeldampf-Schlamm-Pool gesundheitsfördernd sein. Ich habe übrigens auch schon drin gebadet... :-)
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