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    Ätna (Foto: Tom Pfeiffer)
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    Merapi (Foto: Tom Pfeiffer)
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    Vulkane

    Es gibt über 600 aktive Vulkane, die über den gesamten Erdball verteilt sind. Die meisten von ihnen schlafend. Allerdings können sie jederzeit ausbrechen. Jedes Jahr werden zwischen 50 und 60 Eruptionen registriert.
    Das Wort "Vulkan" rührt von der kleinen Insel Vulcano her, die zu den Äölischen Inseln gehört. Die früheren Bewohner der Insel glaubten, als sie Funken über den Berg aufsteigen sahen und ein gefährliches Pochen aus dem Berginneren hörten, dass sich hier der Gott Vulcanos seine Schmiedewerkstatt eingerichtet habe. Vulcanos stellte, so wurde geglaubt, die Donnerkeile des Göttervaters Jupiter her.
    Vulkanismus ist eine Erscheinung, die durch die für unsere Begriffe sehr langsam verlaufende Bewegung und Kollision der Kontinente verursacht wird. Treffen zwei Kontinentalplatten aufeinander, schiebt sich die eine über die andere. Der Ozeanboden – er besteht aus schwererem Gestein – wird unter die Kontinentplatte geschoben. Diesen Vorgang bezeichnen die Wissenschaftler als Subduktion. Der Mount St. Helens ist nur einer von vielen aktiven Vulkanen im nordwestlichen Teil der USA. Er entsteht durch das Abtauchen einer ozeanischen Platte, der Juan de Fuca-Platte. Die unterschobene Platte wird durch die Gravitation in Richtung des glühenden Erdinneren verfrachtet. Dabei wird sie gedehnt und zerbricht schließlich. So entstehen die zerstörerischen tiefen Erdbeben. Sie sind vorrangig aus Japan und vor den Philippinen bekannt, wo die Pazifische und die Eurasische Platte abtauchen. Bei einer Tiefe von etwa 90 km wird die abgesunkene Platte aufgeschmolzen und die heiße Schmelze ( Magma ) dringt nach oben. Wenn die Schmelze sich ihren Weg an die Erdoberfläche gebahnt hat, bildet sie Vulkanketten in der überschobenen Platte. Solche Ketten können einige hundert Kilometer vom Rand der Platte entfernt sein. Im Pazifischen Ozean hat ein Ring vulkanischer Aktivität den bezeichnenden Namen „Feuerring“ erhalten. Dieser Feuerring verläuft von Neuseeland nach norden zu den Tonga-Inseln, dann Richtung Westen zu den Soloman-Inseln. Er durchzieht Indonesien und die Philippinen mit Vulkanen und erklimmt den Inselbogen von Ryukyu vor Japan. Die Vulkankette setzt sich über die Kurilen bis nach Kamtschatka fort, wo sie nach den Aleuten Alaska streift. Südwärts geht’s dann entlang der Küsten von Nord- Mittel und Südamerika. Kontinentplatten können aber auch auseinanderbrechen. Seit den letzten 20 Mill. Jahren zerbricht Ostafrika langsam von Mozambique nach Tansania. Über die tiefen Risse in der Erdkruste wird Druck in den darunterliegenden Erdmantel übertragen. Das führt dazu dass die Mantelgesteine aufgeschmolzen werden und versuchen, in Klüften und Spalten zur Oberfläche aufzusteigen. Heute befinden sich entlang des Ostafrikanischen Rifts - einer ausgedehnten Grabenzone – ungefähr 30 Vulkane. Der berühmteste unter ihnen ist der Kilimandjaro.