In Zusammenarbeit mit VolcanoDiscovery
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Der Vulkanismus der OsteifelDer Vulkankomplex der Osteifel ist von Ost nach West 35 km lang und von Nord nach Süd 25 km breit. Eingeschlossen wird das Gebiet im Nord – Westen vom Brohltal, im Nord – Osten vom Rhein, im Süd – Osten von Mayen, Ochtendung und Winningen und im Süd – Westen vom Nettetal. Man zählt im Gebiet etwa fünfzig Vulkane, die alle im Quartär entstanden sind. Dieser Vulkanismus liegt in einer Einbruchzone mit zwei Hauptstörungsrichtungen. Berühmteste Gebiete sind das Brohltal und der Laacher See. Letzte Zeugen des Vulkanismus sind heute noch die Kohlendioxidaustritte am stufer des Laacher Sees.Die Entwicklung der Osteifel vollzog sich in mehreren Phasen: Die Ausbrüche begannen mit der Hebung des Rheinischen Schiefergebirge und der Absenkung des Neuwieder Beckens vor 570.000 Jahren. Es bildeten sich zahlreiche Stratovulkane wie der Hochstein, Leilenkopfs und des Hochsimmer. Die größte Eruption fand hier vor 12.900 Jahren statt und förderte mehr Material, als z.B. der Ausbruch des Pinatubo 1991. Die Aktivitäten endeten erst vor 11.000 Jahren, zum Ende der letzten Eiszeit. Diese größte Explosion von Maria Laach war gewaltig: Die aufsteigende Magma war mit Wasser von der Oberfläche in Berührung gekommen. Bei solchen Magma-Wasser-Gemischen kommt es durch enormen Druck zu heftigen Wasserdampf-Explosionen, die einen trichterförmigen Sprengkrater hinterlassen. Es folgte ein Ausbruch, der heftiger war als die Ausbrüche von Vesuv und Mount St. Helens zusammen: Nach der ersten Explosion stiegen Magmasäulen bis zu 40 Kilometer hoch in die Erdatmosphäre, Glutlawinen rasten bis zum Rhein. Alles Leben ringsum ging zugrunde. Die Auswirkungen waren in vielen Teilen Europas zu spüren, Asche ging bis Schweden und Spanien nieder. Das Klima verschlechterte sich über Jahre in der nördlichen Halbkugel. Der Laacher See ist heute der Größte Kratersee. Die Vulkane der Eifel sind längst nicht verlöscht - sie ruhen nur. Jedes Jahr hebt sich die Eifel um einen Millimeter. Es wird wohl auch in Zukunft vulkanische Aktivität in der Eifel geben. Deshalb beobachten die Vulkanologen die Gegend sehr genau. Zunehmende Gasentweichung, starke Beben und Aufbeulung wären deutliche Hinweise auf eine bevorstehende Eruption. Doch zurzeit schlummert die Eifel noch. Es gibt noch weitere Vulkangebiete in Deutschland, mit "klassischen" Vulkankegeln: Der Vogelsberg, die Rhön, der Westerwald oder das Erzgebirge. Auch der Kaiserstuhl war einst ein Vulkan - vor 15 Millionen Jahren. Viele Geologen gehen davon aus, dass der Vulkanismus der Erdneuzeit in Deutschland durch die Geburt der Alpen ausgelöst wurde. Inzwischen haben Vulkanologen auch herausgefunden, dass es sich in der Eifel um eine ganz besondere Art der Vulkane handelt: So genannte "Plumes" oder auch "Hot Spots". Das sind Anomalien weit unterhalb der etwa 30 Kilometer dicken Erdkruste. In etwa 100 bis 400 Kilometer Tiefe im Erdmantel findet sich eine ungewöhnlich heiße Gesteinsmasse, die langsam nach oben steigt und in der Nähe der Erdoberfläche zu schmelzen beginnt - ähnlich wie die Blasen einer Lavalampe. Weltweit gibt es rund 100 große Hot Spots mit heftigem Vulkanismus, wie Hawaii oder Island. Die Plumes in der Eifel sind mit etwa 100 Kilometern Durchmesser dagegen sehr klein. |
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